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VLN-Chef zufrieden: Kalender 2020 erfüllt fast alle Ziele

VLN-Chef Ralph-Gerald Schlüter zeigt sich zufrieden mit dem VLN-Kalender 2020 - Herbst entzerrt, drei Rennen vor 24h-Rennen und mehr Läufe im Sommer

(Motorsport-Total.com) - Die VLN Langstreckenmeisterschaft geht in der Saison 2020 mit einem deutlich veränderten Kalender an den Start. Ralph-Gerald Schlüter, Generalbevollmächtigter der VLN e.V. & Co. OHG, wie der Posten des VLN-Chefs offiziell heißt, sieht gleich mehrere Ziele der Nürburgring-Serie erfüllt.

Ralph-Gerald Schlüter

Der VLN-Kalender steht und Ralph-Gerald Schlüter ist äußerst zufrieden Zoom

"Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden", sagt er im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Die VLN hatte mehrere Ziele: Zum einen drei Läufe vor dem 24-Stunden-Rennen, das 2020 wieder auf das Christi-Himmelfahrts-Wochenende rutscht.

Zweitens wollte man mehr Rennen im Sommer und dafür eine Entzerrung des "heißen Herbstes". In diesem Rennen finden die letzten vier Rennen - fast die Hälfte der Saison - innerhalb von sieben Wochen in den Monaten September und Oktober statt.

"Wir haben in der Vergangenheit teils starke Kritik üben müssen, eine Situation wie jetzt mit drei Rennen im 14-Tages-Rhythmus zu haben", so Schlüter. "Das ist einfach für die Privatfahrer schwer zu handhaben. Gerade, wenn ein Schaden am Fahrzeug auftritt. Von daher haben wir schon immer gefordert, dass das Ganze möglichst entzerrt wird." Das war auch ein Anliegen der Teamvereinigung ILN.

Ende entzerrt, Anfang komplett voll

Entzerrt wurde vor allem das Saisonende mit dem Titelkampf. 2020 wird es nur noch zwei Rennen im Herbst geben - eines im September und eines im Oktober. Dafür ist der Saisonbeginn nun extrem voll gepackt. Auch hier gibt es drei VLN-Läufe binnen vier Wochen. Hier galt es allerdings, die Optionen abzuwägen. Drei VLN-Läufe dicht aufeinander packen oder nur zwei Trainingsmöglichkeiten für die Teams schaffen?

VLN, Schnee

Szenen wie bei VLN2 in diesem Jahr können sich auch 2020 wiederholen Zoom

Letztlich entschied man sich für die drei Läufe. Das hat mehrere Gründe: Einerseits können die Teams mehr Läufe nutzen, um sich auf den Saisonhöhepunkt vorzubereiten. Zweitens stehen Fahrern, die den Permit machen wollen, mehr Chancen zur Verfügung. Und letztlich hilft es natürlich auch der VLN selbst: Größere Felder bedeuten mehr Nenngeld und mehr Prestige.

Schlüter, der selbst Erfahrung aus dem Motorsport mitbringt, warnt allerdings Fahrer, die ihren Permit machen wollen, sich auf diese drei Rennen zu verlassen: "Wenn wir eine Situation haben wie in diesem Jahr, dass wir ein Rennen wegen Schneefall abbrechen müssen, dann kann es natürlich schnell passieren, dass es zu eng wird."

"Derjenige, der den Permit A für das 24-Stunden-Rennen erwerben will, sollte nach Möglichkeit versuchen, auch die Oktober-Rennen zu nutzen und nicht sich auf das Frühjahr verlassen. Natürlich wollen wir, dass alle genug Chancen bekommen. Doch die Rennen sind relativ früh im Jahr und die Gefahr von Schneefall ist da nicht von der Hand zu weisen."

Nürburgring kommt VLN entgegen

Für die Teams ergibt sich dadurch jedoch ein extrem enger Kalender, denn der ADAC Nordrhein musste auch noch das 24h-Qualifikationsrennen platzieren - mit vier Wochen Abstand zum eigentlichen Rennen. Das bedeutet nun eine ziemlich unbefriedigende Konstellation mit einem Back-to-Back-Wochenende mit VLN3.

Für die VLN sei diese Situation kein Problem, versichert Schlüter: "Für den ADAC kann ich natürlich nicht sprechen. Aber für uns ist es kein Problem. So, wie es jetzt läuft, ist es gut."

"Man muss ganz klar sagen, dass der Nürburgring sich sehr bemüht hat." Ralph-Gerald Schlüter

Letztlich bedankt er sich auch noch beim Nürburgring für die Zusammenarbeit bei der Kalendererstellung: "Man muss ganz klar sagen, dass der Nürburgring sich sehr bemüht hat. Diese Rennstrecke ist von Anfang März bis Ende Oktober komplett mit Events ausgebucht. Da gibt es kein Wochenende, an dem nicht irgendetwas stattfindet."

So sei auch die Konstellation mit dem "heißen Herbst" keine Boshaftigkeit der VLN gegenüber gewesen. "Sie waren nur nicht in der Lage, die Termine so zu legen.Die haben Großveranstaltungen wie den Truck Grand Prix, die DTM oder auch Rock am Ring. Diese Veranstaltungen haben natürlich ein Gewicht und finden dann natürlich im Sommer statt."

"Ich bin zufrieden. Sie haben in diesem Jahr noch etwas hin und her geschoben, um uns entgegenzukommen. Das ist ganz gut gelungen."Den Idealzustand herzustellen, dass wir alles von Mai bis Ende September abwickeln können, geht einfach nicht. So ist das halt."

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