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Trauriger Sieg für Manthey am Nürburgring

Weil Sohn Marcel am Montag vor dem Rennen gestorben ist, war der VLN-Sieg am Nürburgring für Manthey Racing ein trauriger

(Motorsport-Total.com) - Die Gewinner des Sechs-Stunden-Ruhrpokalrennen heißen Marcel Tiemann (Monaco), Romain Dumas (Schweiz) und Arno Klasen (Karlshausen). Das Trio fuhr im Porsche 911 GT3 RSR von Mathey Racing von der Pole Position aus gestartet einen sauberen Start/Ziel-Sieg und überquerten mit einem Vorsprung von 8:19.778 Minuten die Ziellinie. Platz zwei ging an Andreas und Ralf Schall (beide Dornstadt) und Volker Strycek (Dehrn) im Opel Astra V8 Coupé. Das Podium komplettierten Georg Weiss (Monschau), Peter-Paul Pietsch (Leonberg), Michael Jacobs (Roetgen) und Dieter Schornstein (Aachen) in einem weiteren Manthey-Porsche 911 GT3.

VLN

Die VLN-Saison 2007 geht langsam in ihre entscheidende Phase Zoom

46.000 Zuschauer erlebten den siebenten Lauf zur BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft rund um den Nürburgring. Nachdem 230 Teams am Morgen das Training aufgenommen hatten, starteten die maximal zulässigen 210 Fahrzeuge zum Rennen.#w1#

Für Manthey Racing war es ein trauriger Sieg, denn am Montag vor dem Rennen verunglückte Marcel Manthey, der Sohn von Teamchef Olaf Manthey und seiner Frau Renate, bei einem Verkehrsunfall tödlich. "Die Familie hat entschieden, dass es in dem Sinn von ihrem Sohn gewesen wäre, heute an den Start zu gehen", erklärte Marcel Tiemann bei der Siegerehrung. "Ein sehr trauriger Sieg, den wir Marcel widmen." Die sportliche Leistung des Teams geriet unter diesen Vorzeichen fast zur Nebensache, trotzdem war das Rennen für die Lokalmatadore ein großer Erfolg. Für das Topfahrzeug des Meuspather Rennstalls war es nicht nur der erste Sieg bei dem Sechs-Stunden-Rennen, sondern auch die erste Zielankunft bei der Veranstaltung. Abgerundet wurde das Ergebnis durch vier Manthey-Porsches in den Top 6 und die schnellste Qualifyingrunde der Saison.

"Unser Porsche lief heute völlig problemlos", sagte Dumas. "Die Runde im Zeittraining hat für die Pole gereicht, auch wenn ich einen Fahrfehler gemacht habe. Wir wollten gewinnen und es hat geklappt."

Unproblematisch war auch das Rennen der zweitplatzierten Opel-Mannschaft. "Das Sechs-Stunden-Rennen scheint uns einfach zu liegen", sagte Ralf Schall. "Es ist der achte Podiumsplatz bei dem Rennen und wir sind überglücklich." Andreas Schall ergänzte: "Wir sind das Rennen zunächst sehr abwartend angegangen und diese Taktik hat sich bezahlt gemacht."

Für eine Reihe von Topteams war der Saisonhöhepunkt der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft vorzeitig beendet. Der von Phoenix Racing eingesetzte Aston Martin DBRS9 von Klaus Ludwig (Bornheim), Robert Lechner (Freilassing) und Christian Abt (Kempten) schied nach drei Runden mit einem Schaden an der Kardanwelle aus. Nur eine Runde weiter kamen die vierfachen Saisonsieger Marc Basseng (Leutenbach) und Marc Hennerici (Bonn), die den Land-Porsche mit einer defekten Antriebswelle abstellen mussten. Für Claudia Hürtgen (Aachen), Johannes und Hans-Joachim Stuck (Mauren und Ellmau) war das Rennen nach einem Schaden an der Hinterachse des BMW Z4 M Coupé nach acht Runden beendet. Lange Zeit auf Platz zwei gelegen, blieben Duncan Huisman, Tom Coronel (beide Niederlande) und Patrick Simon (Wiesbaden) mit der Dodge Viper GTS-R nach 36 Runden mit Ölverlust auf der Strecke. Von den 210 gestarteten Teams sahen 146 die Zielflagge.

Von Spannung geprägt war die Entscheidung in der Honda-Civic-Cup-Klasse: Fünf Teams wechselten sich im Verlauf des Rennens an der Spitze ab, nach dem letzten Boxenstopp lagen die drei führenden Fahrzeuge innerhalb weniger Sekunden. Ihren dritten Saisonsieg sicherten sich Jürgen Nett (Mayen) und Rolf Schütz (Andernach) vor Oliver Lembeck (Buchloe), Wolfgang Weber (Vilshofen) und Berthold Bermel (Krefeld). Das Podium komplettierte das VLN-Honda-Juniorteam mit den drei Nachwuchspiloten Nicole Müllenmeister (Wermelskirchen), Marc Uwe von Niesewand (Lohmar) und Daniel Ortmann (Kirchen).

Im Peugeot-206-RC-Cup fuhren Frank Borkowsky, Karl-Eduard Reinders (beide Mönchengladbach) und Ron Grüter (Heinsberg) nicht nur ihren dritten Saisonsieg in Folge, sondern auch den dritten aufeinander folgenden Triumph beim Sechs-Stunden-Rennen.

Den ersten Sieg für ein bioethanolbetriebenes Rennfahrzeug feierten Patrick Brenndörfer (Pfungstadt) und Martin Müller (Griesheim) im Volvo S40 in der Klasse der alternativen Treibstoffe über 2.000 ccm Hubraum. Der Sieg in der kleinen AT-Klasse bis 2.000 ccm Hubraum, gleichzeitig Platz zehn im Gesamtklassement, ging an Jörg Viebahn (Engelskirchen) und Stian Sorlie (Norwegen) im BMW 120d von Schubert Motors.

Jubeln konnten auch die Norweger Haakon Schjaerin, Roger Sandberg und Atle Gulbrandsen: Das Trio startet im Audi A4 für den veranstaltenden MSC Ruhr-Blitz-Bochum und holte den Sieg in der hart umkämpften Klasse der VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum. Hinter Brinker/Kleen (Herne/Wiesenscheid, Renault Clio) und Fugel/Kirsch (Chemnitz/Hohenstein, Honda S2000) verteidigten Andreas Mäder (Großkugel) und Reinhold Renger (Rothenburg/Tbr) mit Platz vier ihre Tabellenführung in der Meisterschaft. Die Vorjahresmeister Mario Merten (Nürburg) und Wolf Silvester (Nürnberg) schoben sich mit dem fünften Klassensieg im BMW 318 iS bei den VLN-Serienwagen bis 1.850 ccm Hubraum bis auf die zweite Position in der Tabelle nach vorne.

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25.01. 21:15

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