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  • 26.07.2022 · 15:03

  • von Filippo Einaudi, Übersetzung: Roland Hildebrandt

Vergessene Studien: Alfa Romeo Visconti (2004)

Der Alfa Romeo Visconti entstand 2004 bei Italdesign auf der Plattform des späteren 159 - Es sollte das Flaggschiff 166 ersetzen, blieb aber ein Konzept

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Die Beziehungen zwischen Alfa Romeo und Italdesign liefen 2004 gut: Die Firma von Giorgetto Giugiaro hatte gerade das Restyling des 156 abgeschlossen, dem in Kürze der 159 und dann der Brera folgen sollten. Im Nachhinein vielleicht nicht die technisch gelungensten Alfas, aber auf jeden Fall hochgeschätzt für ihr Styling.

Alfa Romeo Visconti (Konzept)

Alfa Romeo Visconti (Konzept) Zoom

In diesem Klima des Enthusiasmus versuchte Italdesign noch ein Ass auszuspielen, indem man eine Idee für ein Flaggschiff vorschlug, das den 166 ersetzen könnte, der sich zu diesem Zeitpunkt dem Ende seiner Karriere näherte. Dies geschah auf dem Genfer Automobilsalon im Frühjahr 2004 mit der Vorstellung der Studie Visconti, die in Eigenregie, aber mit der Zustimmung des Unternehmens gebaut wurde.

Der Visconti, benannt als Hommage an die Familie Visconti, deren Wappen mit der berühmten "Biscione" (Schlange) seit mehr als einem Jahrhundert das Markenzeichen von Alfa Romeo ist, überraschte alle: Er war fast 5 Meter lang, 1,90 Meter breit und fast 1,50 Meter hoch, hatte einen voluminösen Innenraum mit einer stark abfallenden Motorhaube.

Idee des dynamischen Luxus

Und vor allem ein stark abfallendes Heck, ein Motiv, das bereits bei anderen Italdesign-Prototypen wie dem Bugatti EB218 zu sehen war und ihm das Aussehen eines Limousinen-Coupés verlieh, ein Genre, das kurz darauf populär werden sollte.


Fotostrecke: Vergessene Studien: Alfa Romeo Visconti (2004)

Die Idee war, eine neue Idee von dynamischem Luxus zu prägen, mit einem geräumigen Innenraum, aber gleichzeitig muskulösen und eleganten Linien, obwohl der Komfort immer der Phantasie überlassen blieb, da dieses erste Konzept nie den Innenraum zeigte, den es angesichts der dunklen Fenster höchstwahrscheinlich auch nicht hatte.

Andererseits waren die Karosserie und die Frontpartie bereits auf Sicherheitstests ausgelegt, sodass der Visconti in dieser Hinsicht bereits einen Vorgeschmack auf ein serienreifes Auto bot. Stattdessen hat Alfa Romeo nach dem Auslaufen der Produktion des 166 im Jahr 2007 nie wieder ein echtes Flaggschiff gebaut, obwohl eine Plattform für diesen Zweck bereitstand.

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Der Visconti basierte nämlich auf der Premium-Bodengruppe, die Alfa Romeo und General Motors, damals Verbündete, für Oberklasselimousinen entwickelt hatten, die sich aber letztlich als zu teuer und zu schwer erwies, obwohl Alfa sie trotzdem in verkürzten Versionen für den bereits erwähnten 159 und Brera verwendete.

Für das Konzept wurde auch ein mechanisches System angekündigt, das später in den beiden Modellen zu sehen sein wird: ein permanenter Allradantrieb, der einem Torsen C-Zentraldifferential anvertraut ist (das 2004 auch beim 156 Crosswagon eingeführt wurde), und ein 3.2 V6-Motor mit Direkteinspritzung von GM, der in einer Version mit Doppelturbo und einer Leistung von über 400 PS an ein sequentielles Sechsganggetriebe gekoppelt ist.

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