8h Suzuka 2025: Zarco gewinnt für Honda, Miller mit Yamaha Zweiter
Zum 31. Mal gewinnt Honda den Langstreckenklassiker in Japan - Yamaha knapp geschlagen - SERT Suzuki auf Platz drei - Das BMW-Team belegt den fünften Platz
(Motorsport-Total.com) - Das Honda-Werksteam hat die 46. Ausgabe der prestigeträchtigen 8 Stunden von Suzuka (Japan) gewonnen. Yamaha belegte bei der Rückkehr mit einem Werksteam den zweiten Platz. Der Suzuki-Rennstall Yoshimura SERT komplettierte das Podium.
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Johann Zarco hat bei seinem zweiten Start zum zweiten Mal gewonnen Zoom
Für Honda war es der vierte Suzuka-Sieg in Folge und der 31. insgesamt, obwohl Johann Zarco und Takumi Takahashi das Langstreckenrennen nur zu zweit bestreiten mussten. Xavi Vierge, der kurzfristig für den verletzten Iker Lecuona einspringen wollte, wurde das Arbeitsvisum nicht erteilt.
Bereits im Top-10-Qualifying eroberte Zarco, mit dem neuen Rundenrekord von 2:04.290 Minuten, die Poleposition. Im Rennen wurde es in der Schlussphase spannend, als es zwei Safety-Car-Phasen gab, denn die zweite kam unmittelbar vor den letzten Boxenstopps.
Als Takahashi für den finalen Stint an Zarco übergab, absolvierte Honda mit Reifenwechsel und Nachtanken den schnellsten Stopp des Rennens. Zarco musste auf das Safety-Car warten und reihte sich rund 15 Sekunden hinter der Yamaha ein.
Etwa eine halbe Stunde vor Rennende übernahm Zarco wieder die Führung, als Yamaha den letzten Boxenstopp absolvierte. Jack Miller übernahm für die Schlussphase die R1 und jagte Zarco. Doch der Franzose fuhr den Sieg mit einem Vorsprung von 34 Sekunden ins Ziel.
"Im vergangenen Jahr hat Takumi den Schluss-Stint übernommen, aber diesmal hielten wir uns an den ursprünglichen Plan, dass ich ihn fahre", sagt Zarco. "Es fühlte sich großartig an, und sobald die Temperatur etwas gesunken war, wurde es auf dem Motorrad auch erträglicher."
"Und natürlich gibt dir ein Vorsprung, den du verwalten kannst - ich hatte in der letzten halben Stunde etwa dreißig Sekunden - ein gewisses Sicherheitsgefühl. Ich habe es einfach genossen, bis ins Ziel zu fahren."
Takahashi gewann den Klassiker nun schon zum siebten Mal. Seit seinem sechsten Triumph im Vorjahr hält er den alleinigen Rekord. Für Zarco war es bei seinem zweiten Suzuka-Start sein zweiter Sieg in Folge.
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Für Honda war es der 31. Suzuka-Sieg und der wichtigste Erfolg des Jahres Zoom
"Es ist ein Rennen, das ich sehr genieße", freut sich der Franzose, "und auf dem besten Motorrad zu sitzen, einem, das wirklich Spaß macht zu fahren, ist einfach großartig. Gleichzeitig war es unglaublich hart, bei extrem schwierigen Bedingungen."
"Auf der Strecke konnte ich die Kontrolle behalten, aber die Erholung zwischen den Stints war deutlich schwerer, als ich gedacht hätte. Am Ende hat alles sehr gut funktioniert. Unser Plan war ebenfalls sehr gut. Nur sieben Boxenstopps zu machen, war der entscheidende Unterschied."
Jack Miller will mit Yamaha zurückkommen und gewinnen
Das Yamaha-Trio Miller, Andrea Locatelli und Katsuyuki Nakasuga musste sich schließlich mit Platz zwei begnügen, obwohl sie phasenweise auf das Honda-Duo aufholen konnten und den Druck hochhielten.
"Natürlich wollte ich gewinnen", sagt Miller, "aber wir hatten es mit starker Konkurrenz zu tun. Trotzdem ist der zweite Platz schön. Die Bedingungen waren heiß und extrem schwierig, aber wir haben das Rennen fast fehlerfrei gemeistert."
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Für Jack Miller und das Yamaha-Team wurde es der zweite Platz Zoom
"Trotzdem konnten wir unsere Rivalen nicht einholen. Wir müssen stärker und schneller werden und dann nach Suzuka zurückkehren, um die 8 Stunden zu gewinnen. Es war mein zweites Mal hier, und ich stand auf dem Podium."
"Für Yamaha zu fahren, war eine wunderbare Erfahrung. Ich konnte Yamahas Philosophie des ständigen Fortschritts spüren. Ich möchte auf jeden Fall wieder bei den 8 Stunden als Yamaha-Fahrer teilnehmen - und mir den großen Pokal holen."
BMW mit Aufholjagd, YART Yamaha scheidet aus
In der Schlussphase tobte eine Runde hinter dem Spitzenduo ein enges Duell um den dritten Platz. Das Suzuki-Team Yoshimura SERT mit Gregg Black, Dan Linfoot und Cocoro Atsumi setzte sich gegen das HARC-PRO Honda-Team (Teppei Nagoe, Keito Abe, Yuki Kunii) durch.
Das BMW-Team mit Markus Reiterberger, Steven Odendaal und Michael van der Mark hatte zwei Runden Rückstand und belegte den fünften Platz. Einmal löste sich die rechte Fußraste, was zu einem Sturz von van der Mark führte.
Nach der Reparatur an der Box war das BMW-Team nur noch auf Platz 21. Die Aufholjagd zu Platz fünf war dennoch wichtig mit Blick auf die EWC-Gesamtwertung. Denn das österreichische YART-Yamaha-Team schied in Suzuka aus.
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Mit dem erhofften Podestplatz klappte es für das BMW-Team nicht Zoom
Marvin Fritz fuhr den Startstint, aber später im Rennen unterliefen seinen beiden Kollegen Fehler. Zunächst stürzte Jason O'Halloran nach zwei Stunden. Das Rennen konnte fortgesetzt werden, aber nach etwas mehr als vier Stunden sorgte ein Sturz von Karel Hanika für das Aus.
Somit führt YART Yamaha die WM-Wertung nur noch einen Punkt vor dem BMW-Team an. Das EWC-Saisonfinale findet am 20. und 21. September statt. Es handelt sich um das 24-Stunden-Rennen Bol d'Or in Le Castellet (Frankreich).
Zurück zu Suzuka: Für zwei deutsche Fahrer war das Rennen nicht von Erfolg gekrönt. Jonas Folger trat für das S-Pulse-Team mit einer Suzuki an. Sie kamen aber nicht ins Ziel. Marcel Schrötter fuhr im Kagayama-Team die einzige Ducati Panigale im Feld.
Einmal kollidierte Schrötter mit einem langsameren Fahrer, es folgte eine lange Reparaturpause. Im Endergebnis wurde das Kagayama-Team auf Platz 29 geführt. 41 der 55 Teams erreichten das Ziel und wurden gewertet. Die Superstock-Klasse wurde vom BMW-Team Etoile gewonnen.

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