Zurück auf der Strecke: Marc Marquez testet mit Ducati Panigale in Valencia

Nach fast 100 Tagen Pause kehrt Marc Marquez erstmals wieder auf die Rennstrecke zurück - In Valencia testet der MotoGP-Weltmeister auf der Ducati Panigale

(Motorsport-Total.com) - Marc Marquez gibt in dieser Woche sein lang erwartetes Comeback auf der Rennstrecke. Am Donnerstag und Freitag absolviert der amtierende MotoGP-Weltmeister einen privaten Test auf dem Aspar Circuit in Guadassuar (Valencia).

Titel-Bild zur News: Marc Marquez

Marc Marquez startet seine Saisonvorbereitung nach der Verletzung Zoom

Organisiert wird die Ausfahrt von Marquez selbst, unterstützt von Ducati-Teammanager Davide Tardozzi, der den Test persönlich begleitet. Knapp hundert Tage nach seiner Schulterverletzung beim Start des MotoGP-Rennens in Indonesien am 5. Oktober 2025 kehrt Marquez damit erstmals wieder auf den Asphalt zurück.

Zum Einsatz kommt allerdings noch kein MotoGP-Bike, sondern eine entsprechend vorbereitete, straßenzugelassene Ducati Panigale. Ziel ist es, dem Spanier ein möglichst realistisches Gefühl für Belastung, Feedback und Fitness zu ermöglichen.

Test mit der Unterstützung von Ducati

Gefahren wird auf dem Aspar Circuit, der Teil des modernen Sportkomplexes von Jorge Martinez in Guadassuar ist. Die Strecke hat sich in kurzer Zeit zu einem beliebten Trainingsort für zahlreiche WM-Piloten entwickelt. Neben Marc Marquez wird auch sein Bruder Alex Marquez vor Ort sein, ebenfalls auf einer Ducati Panigale. Darüber hinaus werden an beiden Tagen weitere Fahrer erwartet.

Die Bedeutung dieses Tests wird durch die Anwesenheit von Tardozzi unterstrichen. Zudem entsendet Ducati technisches Personal nach Valencia, um Marquez zu unterstützen. Der Spanier gilt als Hauptattraktion der offiziellen Ducati-Präsentation, die am 19. Januar in Madonna di Campiglio stattfinden wird.

Rückblick: Verletzung nach dem WM-Titel

Den MotoGP-Weltmeistertitel 2025 hatte Marquez am 28. September in Japan perfekt gemacht. Nur eine Woche später folgte jedoch der Rückschlag: Beim Start des Grand Prix von Indonesien wurde er von Marco Bezzecchi von hinten getroffen.

Dabei zog sich Marquez einen Bruch der rechten Schulter zu, ausgerechnet an jenem Arm, den er bereits 2020 bei einem verheerenden Sturz in Jerez schwer verletzt hatte.


Fotostrecke: Der Leidensweg von MotoGP-Star Marc Marquez

Zunächst schien die Verletzung weniger gravierend, letztlich war jedoch eine Operation notwendig. Marquez musste den Rest der Saison auslassen. Seitdem saß er nur einmal auf einem Motorrad: Am 23. Dezember trainierte er auf dem Circuit d'Alcarras mit einer Ducati-MX-Maschine auf Schotter - eine völlig andere Belastung.

Fokus zunächst auf der Panigale V2

Laut Informationen von Motorsport.com, einer Partnerseite von Motorsport-Total.com, beginnt Marquez den Test in Valencia mit der Ducati Panigale V2. Das Superbike leistet 155 PS, wiegt 176 Kilogramm und wird von einem 955-ccm-Superquadro-Zweizylindermotor angetrieben, der 104 Nm Drehmoment liefert.

Im Vergleich zur V4 gilt die V2 als körperlich weniger fordernd und eignet sich daher ideal für den Wiedereinstieg des Spaniers. Zum Vergleich: Die Panigale V4S verfügt über einen 1103-ccm-Motor mit nahezu 220 PS und 123 Nm Drehmoment.

Zwar besitzt Marquez beide Modelle und kann grundsätzlich frei wählen, doch für die beiden Testtage in Valencia liegt der klare Fokus zunächst auf der V2.

Option auf weiteren Test in Portimao

Neben dem Test in Guadassuar in dieser Woche könnte Marquez Ende Januar eine weitere Gelegenheit zur Streckenrückkehr erhalten. Dann organisiert das Superbike-Team von Ducati wie bereits in den vergangenen Jahren einen offenen Test auf dem Autodromo Internacional do Algarve in Portimao/Portugal. Dieser steht allen MotoGP-Fahrern der Marke offen, gefahren wird mit der Panigale V4S.


Fotos: Marc Marquez: Test mit der Ducati Panigale in Valencia


An genau einem solchen Test nahm Marquez bereits vor zwei Jahren teil, als er sich auf sein Ducati-Debüt im Gresini-Team gemeinsam mit Bruder Alex vorbereitete.

Damals kam es zu einem schweren Unfall von Franco Morbidelli. Der damalige Pramac-Pilot stürzte heftig und blieb bewusstlos auf der Strecke liegen. Marc und Alex Marquez waren die ersten Fahrer an der Unfallstelle, leisteten Hilfe und alarmierten die Streckenposten. Morbidelli kam anschließend ins Krankenhaus.

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