"War geduldig genug, dann eben nicht": Jack Miller enttäuscht von Yamaha

Yamaha lässt Jack Miller weiterhin zappeln - Er erkennt, dass er für 2026 nicht erste Wahl ist und zeigt sich frustriert - Alternative wäre BMW bei den Superbikes

(Motorsport-Total.com) - Moto2-Fahrer Diogo Moreira wird 2026 in die MotoGP aufsteigen und für das LCR-Honda-Team an den Start gehen. Es sollen nur noch die letzten vertraglichen Details zu klären sein. Eine offizielle Bestätigung des Teams wird für die kommenden Tage erwartet.

Titel-Bild zur News: Jack Miller

Jack Miller hat genug davon, dass ihn Yamaha im Unklaren lässt Zoom

Der Brasilianer hatte auch ein Angebot von Yamaha für das Pramac-Team. Yamaha wollte Moreira als Teamkollegen von Toprak Razgatlioglu installieren. Aber Moreira entschied sich letztlich für das Angebot von Honda.

Somit ist weiterhin offen, wer im nächsten Jahr die zweite Pramac-Yamaha fahren wird. Miguel Oliveira scheint aus dem Rennen zu sein. Steigen durch Moreiras Entscheidung für Honda die Chancen von Jack Miller für einen Verbleib?

"Euer Tipp ist im Moment genauso gut wie meiner, was ihre Strategie betrifft und was sie planen", sagt der Australier zerknirscht und lässt damit durchblicken, dass ihn Yamaha weiterhin im Dunkeln lässt. Denn grundsätzlich würde Miller weiterhin gerne in der MotoGP bleiben.

Aber ihm ist klar, dass er nicht ganz oben auf der Liste steht. Dass Yamaha am liebsten Moreira verpflichtet hätte, ist ein deutliches Zeichen. Alles deutet darauf hin, dass Yamaha 2026 nicht mit Miller plant.

"Nun, je mehr Zeit vergeht, ja, so fühle ich es. Absolut", sagt er auch selbst zu dieser Entwicklung. "Je mehr Namen man hört, die auf die Liste kommen - aber ich habe Optionen, und ich werde mich einer anderen Option zuwenden."

Bestehen diese Optionen außerhalb des MotoGP-Paddocks? "Ja, eindeutig", bestätigt Miller. "Es gibt sonst keine andere Möglichkeit." Damit meint der Routinier die Superbike-WM. Miller gilt als Topkandidat, um bei BMW zweiter Fahrer neben Danilo Petrucci zu werden.

Jack Miller

Platz fünf in Austin war Millers bestes Saisonergebnis Zoom

Hat sich Miller eine Frist gesetzt, bis wann er auf eine Nachricht von Yamaha wartet oder selbst eine Entscheidung für seine Zukunft trifft? "Ja, ich habe eine im Kopf. Ich werde sie euch nicht verraten, aber für mich persönlich habe ich eine Frist."

Es zeichnet sich ab, dass Miller seine Zukunft nicht mehr bei Pramac-Yamaha und in der MotoGP sieht: "Ich war nun wirklich geduldig genug. Wenn man mich will, dann will man mich. Wenn nicht, dann eben nicht."

"Ich habe mich darauf gefreut, den V4 weiterzuentwickeln und eng mit ihnen zusammenzuarbeiten, um ihnen zu helfen. Ich habe das Gefühl, dass ich viele Informationen und viel Input einbringen kann und bei einem solchen Projekt wirklich helfen könnte."

"Wenn sie darin keinen Wert sehen, dann verstehe ich das - und ich werde mich etwas anderem zuwenden. Ich habe Optionen, und ich werde mich einer anderen Option zuwenden." Damit sagt Miller zwischen den Zeilen klar, wo er seine Zukunft im nächsten Jahr sieht.

In dieser Saison erzielte der 30-Jährige drei Top-10-Ergebnisse sowie ein Punkteergebnis im Sprint. Mit 52 Zählern ist er nach 13 Rennwochenenden zweitbester Yamaha-Fahrer.