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Toprak Razgatlioglu: Kann er seinen Fahrstil in der MotoGP umsetzen?
Toprak Razgatlioglu geht sein MotoGP-Debüt 2026 als kontrollierten Einstieg in eine neue Welt an: lernen, anpassen, wachsen - Mit Podien rechnet er vorerst nicht
(Motorsport-Total.com) - Für Toprak Razgatlioglu beginnt 2026 ein völlig neues Kapitel seiner Karriere. Der dreifache Superbike-Weltmeister stellt sich der wohl größten Herausforderung im Motorradsport: Mit 29 Jahren wechselt der Türke in die MotoGP.
© Pramac Racing
Toprak Razgatlioglu bleibt für seine erste MotoGP-Saison realistisch Zoom
Dabei macht er sich keine Illusionen. "Es wird kein einfaches Jahr für mich, weil das eine wirklich große Herausforderung ist", sagt Razgatlioglu über seinen Einstand in der Königsklasse. 2026 betrachtet er ausdrücklich als Übergangsphase.
"2026 ist vielleicht das Lernjahr für mich, erklärt der Pramac-Pilot und macht deutlich, worauf es ankommt: Anpassung. An das Motorrad, an neue Strecken und an ein komplett anderes Niveau. "Dieses Jahr ist wirklich wichtig für mich. Ich muss mich an das Bike anpassen und auch einige Strecken neu lernen."
Razgatlioglu rechnet 2017 mit den ersten Podien
Trotz dieser Zurückhaltung bleibt der Ehrgeiz des Ausnahmefahrers spürbar: "Ich werde versuchen, mein Bestes zu geben, wie immer, für das bestmögliche Ergebnis." Dabei verweist er auch auf das Umfeld bei Pramac, in dem er sich sehr wohl fühle.
"Wir sind eine große Familie. Jeder im Team versucht jedes Jahr, jedes Rennwochenende sein Bestes zu geben. Und ich auch", versichert der MotoGP-Rookie für sein Debüt.
Konkrete sportliche Ziele formuliert der 29-Jährige eher mit Blick auf die fernere Zukunft. Erst in der nächsten Saison sieht er realistische Chancen auf Spitzenresultate. "2027, vielleicht nach den neuen Regeln, kämpfen wir ums Podium", sagt Razgatlioglu, schiebt aber hinterher: "Ich weiß es nicht, wir werden sehen."
Kann er seinen Fahrstil in der MotoGP umsetzen?
Der Fokus liegt klar auf einem soliden Fundament im ersten Jahr. Ein zentrales Thema ist dabei sein unverwechselbarer Fahrstil, der ihn in der Superbike-WM berühmt gemacht hat.
Die Frage, ob er diesen auch in die MotoGP und auf die Yamaha M1 übertragen kann, beschäftigt ihn selbst intensiv. "Das ist sehr wichtig", sagt Razgatlioglu. Kurzfristig rechnet er allerdings nicht mit einer vollständigen Umsetzung, "aber nächstes Jahr zu 90 Prozent, weil ich dann das Bike und den Stil verstehe".
Sein aggressiver, stark bremsbetonter Stil funktioniere nicht auf jeder Strecke und mit jedem Motorrad, weiß er. "Wenn du mit meinem Stil fährst, funktioniert das auf manchen Strecken mit dem Bike nicht. Manchmal brauchst du mehr Kurvengeschwindigkeit, dann muss ich meinen Fahrstil ein bisschen ändern."
Sein Ansatz: eine Mischung. "Ich muss einen Mix machen", so Razgatlioglu, der zugleich zugibt, dass Veränderungen am Fahrstil alles andere als leicht sind. Langfristig ist der Pramac-Pilot jedoch überzeugt, wieder ganz wie er selbst zu fahren.

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