"Super enttäuscht": Brad Binder rechnet mit seiner MotoGP-Saison ab
Brad Binder blickt auf seine bislang enttäuschendste MotoGP-Saison zurück und spricht offen über fehlende Pace und Balanceprobleme auf der KTM RC16
(Motorsport-Total.com) - Für Brad Binder war die MotoGP-Saison 2025 vor allem eines: enttäuschend. Der KTM-Pilot spricht von seiner schlechtesten Saison in der Königsklasse, betont aber gleichzeitig, dass die Ergebnisse nicht sein eigentliches Potenzial widerspiegeln.
© Getty Images Europe
Brad Binder blieb 2025 hinter den eigenen Erwartungen zurück Zoom
Über mehrere Jahre hinweg war Binder der zuverlässige Leistungsträger bei KTM. Selbst als Rookie Pedro Acosta 2024 die MotoGP im Sturm eroberte, holte Binder mehr Punkte und schloss die Saison als bester Fahrer der österreichischen Marke ab.
In diesem Jahr lief es jedoch nicht nach Plan: Binder konnte die RC16 nur schwer in den Griff bekommen und sammelte mit 155 Punkten deutlich weniger als im Vorjahr (217).
Binder: 2025 meine schlimmste MotoGP-Saison
Zum ersten Mal in seiner MotoGP-Karriere gelang ihm kein Podium, und der elfte Platz in der Gesamtwertung war seine schlechteste Meisterschaftsplatzierung seit seiner Rookie-Saison 2020. Zwar schaffte er es gegen Ende in Indonesien und Portugal in die Top 5, doch das insgesamt enttäuschende Bild bleibt.
Auf die Frage, ob 2025 seine unbefriedigendste Saison auf Weltmeisterschaftsniveau war, antwortet Binder offen: "Im Grand-Prix-Rennsport vielleicht, aber in der MotoGP zu 100 Prozent. Ich fühle, dass ich viel besser fahren kann, als ich es getan habe."
"Die Dinge haben in dieser Saison einfach nicht zusammengepasst, das steht fest. Ich bin super enttäuscht, die Saison an dem Punkt in der Meisterschaft beendet zu haben, wo ich es getan habe. Ich fühle, dass wir am Ende einige kleine Verbesserungen gemacht haben und ich etwas schneller wurde. Aber wir waren immer noch nicht konkurrenzfähig, also habe ich noch Arbeit vor mir", hält der Südafrikaner fest.
Valencia-Test bringt erste Fortschritt bei Balance
Er bevorzuge ein Motorrad, das am Hinterrad stabil ist. 2025 hatte er jedoch Schwierigkeiten, dieses Gefühl zu finden und stattdessen oft mit einer überlasteten Front und den damit verbundenen Einschränkungen zu kämpfen. Um dies zu verbessern, stellte KTM beim Valencia-Test ein überarbeitetes Paket vor.
Die ersten Eindrücke seien positiv gewesen: "Das Bike fühlte sich gut an. Wir haben ein paar weitere Aero-Pakete ausprobiert, die mir das Gefühl gaben, dass das Motorrad etwas ausgewogener zwischen den beiden Rädern ist", blickt Binder zurück.
© Gold & Goose Photography/Getty Images
Der Valencia-Test lässt Binder hoffen, eine Lösung für 2026 zu finden Zoom
"Es fühlte sich einfach so an, als wäre ich mehr zwischen den beiden Rädern statt nur vorn. Dieses Gefühl mochte ich. Die Jungs können jetzt zurückgehen, alles genau überprüfen, die Zahlen ansehen und schauen, wo wir von dort aus hinkommen."
Entscheidend sei, die richtige Balance zwischen Vorder- und Hinterrad zu finde. Denn: "Ich habe schon lange das Gefühl, dass wir wirklich nur auf einem Rad fahren."
"Deshalb war es sehr schön, beim Test wirklich zwischen den beiden Rädern zu stehen. Wir hatten nicht viel Zeit, wirklich zu experimentieren. Es war buchstäblich nur das Anbringen von Teilen. Aber ich habe das Gefühl, dass da ein Schritt nach vorne möglich ist, und es wird gut werden, sobald wir mehr Zeit haben."

Neueste Kommentare