Noah Dettwiler spricht nach Sepang-Unfall über seine Zukunft

Noah Dettwiler macht weiter Fortschritte, muss den Platz bei SIC58 in der Moto3 2026 jedoch ausschlagen - Eine Rückkehr in den Motorsport bleibt aber das Ziel

(Motorsport-Total.com) - Der Schweizer Moto3-Pilot Noah Dettwiler hat sich an diesem Donnerstag mit einem ausführlichen Gesundheitsupdate erneut an die Öffentlichkeit gewandt. Dabei verkündet er auch, dass er 2026 nicht für das SIC58-Team antreten wird.

Titel-Bild zur News: Noah Dettwiler

Noah Dettwiler arbeitet an seiner Genesung, ein Comeback muss warten Zoom

Zunächst erklärt Dettwiler, dass seine Rehabilitation "gut voranschreite" und er bereits "signifikante Fortschritte" mache. Sein Ziel sei nach wie vor eine vollständige Genesung, betont er. "Ich bin entschlossen, dies mit all meiner Kraft zu erreichen", versichert der 19-jährige Schweizer in der Pressemitteilung.

Da jedoch unklar ist, wie viel Zeit das in Anspruch nehmen wird, musste Dettwiler für die kommende Moto3-Saison eine schwere Entscheidung treffen.

Noah Dettwiler dankt Paolo Simoncelli

Vor dem Sturz in Malaysia habe er sich "sehr auf die Chance gefreut", im kommenden Jahr mit dem SIC58-Team von Paolo Simoncelli an der WM teilzunehmen. Es sei ein Traum gewesen, der dank seiner Eltern, Paolo Simoncelli und dem Managementtaam der Sorpasso AG kurz davor stand, Realität zu werden.

Paolo Simoncelli habe ihm und seiner Familie in dieser schwierigen Zeit "unglaubliche Unterstützung" entgegengebracht und sogar angeboten, mit der Besetzung des Fahrerplatzes auf seine Genesung zu warten. Diese Geste habe ihn tief berührt.

Für den Respekt und das Vertrauen sei er "extrem dankbar", betont Dettwiler. Gleichzeitig räumt er jedoch ein, dass momentan unklar sei, wann er vollständig genesen sein werde, und dass es daher nicht fair wäre, eine derart große sportliche Herausforderung ohne Sicherheit über seine volle Fitness anzunehmen.

Erst vollständige Genesung, dann Comeback

Der Schweizer macht trotzdem unmissverständlich klar, dass sein Weg im Motorradsport noch lange nicht beendet sei. "Motorradrennsport ist meine Leidenschaft, mein Leben und meine Arbeit", erklärt er. Genau deshalb wolle er "alles geben", um wieder zu 100 Prozent fit zu werden und zurückkehren zu können.

Die letzten zwei Jahre in der Moto3 seien für ihn aus vielen Gründen schwierig gewesen, "aber ich will die Vergangenheit hinter mir lassen und positiv nach vorne schauen".

Zum Abschluss richtet Dettwiler einen emotionalen Gruß an seine Fans und verabschiedet sich mit einem Zitat von Paolo Simoncelli, das für ihn die Essenz des Sports einfängt: "Motorradfahren kann man nicht erklären. Man liebt es, man leidet, man lebt es. Und selbst wenn es schmerzt, können wir nicht davon wegbleiben."

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