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Neue Hymnenpflicht für MotoGP-Fahrer: Kritik von Marc Marquez
Neues Protokoll für Zeremonie vor dem Start - Die MotoGP-Fahrer müssen zur Hymne Aufstellung nehmen - Marc Marquez zeigt sich überrascht und kritisch
(Motorsport-Total.com) - Ab dem Grand Prix von San Marino, der an diesem Wochenende auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli stattfindet, gilt in der MotoGP ein neues Protokoll. Dieses betrifft die Vorbereitungen und die Zeremonie unmittelbar vor dem Rennstart am Sonntag.
© Ducati
Die Fahrer müssen nun vor dem Start absteigen und nach vorne zur Hymne laufen Zoom
Wenn wenige Minuten vor dem Start die Hymne des jeweiligen Landes gespielt wird, müssen die Fahrer nun ganz vorne erscheinen und neben den Offiziellen Aufstellung nehmen. Dieser Ablauf ist seit einigen Jahren gängige Praxis in der Formel 1.
Bisher standen bei der Hymne in der MotoGP neben den Vertretern des Gastgeberlandes meist Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta, der IRTA-Präsident (früher Herve Poncharal, jetzt Lucio Cecchinello) und FIM-Präsident Jorge Viegas, sofern er vor Ort war.
Nun müssen die Fahrer wenige Minuten vor dem Rennen ihre Vorbereitungen und ihre Konzentrationsphase unterbrechen, um nach vorne zu marschieren und sich ebenfalls während der Hymne neben den Offiziellen aufstellen.
Diese Entscheidung wurde offenbar kurzfristig getroffen, denn diese Protokolländerung sprach sich erst im Laufe des Freitagnachmittags im Misano-Paddock herum. Marc Marquez wurde davon überrascht, als er nach dem Training darauf angesprochen wurde.
"Ich meine, sie verlangen immer mehr und mehr von uns", sagt er als erste Reaktion zu dieser Änderung. Und Marc Marquez findet auch deutliche Worte: "Irgendwann werden wir explodieren. Aber wir entscheiden das nicht."
Denn von den Fahrern wird immer mehr verlangt. Dazu zählen unter anderem die Einführung des Sprintformats im Jahr 2023 und die Ausweitung des Kalenders auf mittlerweile 22 Stationen.
Außerdem müssen die Fahrer an immer mehr Promotion-Events teilnehmen, Hintergrundfilme drehen, Social Media bespielen und vieles mehr.
Wie die neue Hymnenzeremonie von Fahrern, Teams und Fans langfristig angenommen wird, dürfte sich in den kommenden Rennen zeigen.
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