MotoGP Portimao 2025: Marco Bezzecchi feiert souveränen Start-Ziel-Sieg

Marco Bezzecchi feiert in Portugal seinen zweiten Saisonsieg - Alex Marquez kann nicht angreifen und wird Zweiter - Pedro Acosta fährt als Dritter auf das Podium

(Motorsport-Total.com) - Marco Bezzecchi dominierte den Grand Prix von Portugal in Portimao und feierte seinen zweiten Sieg in der MotoGP-Saison 2025. Der Aprilia-Fahrer ließ Alex Marquez (Gresini-Ducati) keine Chance. Der Sprintsieger musste sich mit Platz zwei begnügen. Dritter wurde KTM-Fahrer Pedro Acosta (zum Ergebnis).

Titel-Bild zur News: Marco Bezzecchi

Marco Bezzecchi fuhr souverän zu seinem zweiten Saisonsieg Zoom

"Ich bin sehr, sehr glücklich", strahlt Bezzecchi. "Es war ein fantastisches Rennen für mich. Schon heute Morgen habe ich mich besser gefühlt. Gestern Abend haben wir in der Box hart gearbeitet, um den letzten fehlenden Schritt zu finden."

"Ich hatte großen Respekt vor Pedro und Alex, weil sie gestern so schnell waren, aber ich war auch hochmotiviert, um zu gewinnen. Und die Jungs haben einen fantastischen Job gemacht. Es ist super wichtig, wieder ganz oben auf dem Podium zu stehen, und ich habe es richtig genossen."

Beim Start zum Rennen über 25 Runden gewann Bezzecchi wie schon im Sprint von der Poleposition den Holeshot und führte in der ersten Kurve vor Acosta und Alex Marquez. In der ersten Runde stürzte im Chaos des Mittelfelds Franco Morbidelli (VR46-Ducati) in Kurve 5.

Zu Beginn der zweiten Runde bremste sich Alex Marquez in Kurve 1 an Acosta vorbei und übernahm Platz zwei. Dahinter überholte Francesco Bagnaia (Ducati) Fabio Quartararo (Yamaha) und war Vierter. Bezzecchi baute rasch einen Vorsprung von acht Zehntelsekunden auf.

Nach fünf Runden betrug Bezzecchis Vorsprung nur noch eine halbe Sekunde. Alex Marquez kam immer näher und zog Acosta mit. Doch der KTM-Fahrer hatte zusehends Mühe, den Anschluss zu halten. Bezzecchi hielt Alex Marquez weiter auf eine halbe Sekunde auf Distanz.

Nach zehn Runden hatte Acosta schon zwei Sekunden verloren, womit das Duell um den Sieg Bezzecchi gegen Alex Marquez lautete. In der elften Runde stürzte Bagnaia auf Platz vier liegend im dritten Sektor. Es war sein vierter Ausfall hintereinander.

An der Spitze fuhr Bezzecchi weiterhin fehlerlos und hatte nach zwölf Runden bereits 1,7 Sekunden Vorsprung auf Alex Marquez. Bezzecchis Vorsprung wuchs weiter. Nach 15 Runden betrug er schon über zwei Sekunden. Nach 20 Runden waren es schon über drei Sekunden.

Bezzecchi managte den Hinterreifen, der auch in der Schlussphase nicht einbrach. Mit diesem Ergebnis ist Bezzecchi fast sicher WM-Dritter, denn sein Vorsprung auf Bagnaia beträgt 35 Punkte. Beim Saisonfinale in Valencia werden maximal noch 37 Zähler vergeben (zur WM-Wertung).

Warum Alex Marquez nicht mehr hatte

Alex Marquez musste sich in den letzten drei Runden nach hinten orientieren, denn Acosta kam wieder näher. Der Abstand schrumpfte auf unter eine Sekunde, aber Alex Marquez schaffte es, den zweiten Platz über die Ziellinie zu bringen.

"Wir haben es eigentlich schon heute Morgen gesehen: Sie haben im Vergleich zu gestern einen großen Schritt gemacht", spricht Alex Marquez die Fortschritte von Aprilia an. "Vor allem Marco war in einigen Sektoren richtig stark, ehrlich gesagt, sie waren überall besser als wir."

"Ich habe versucht, dranzubleiben, aber ich habe gemerkt, dass ich zu viel Reifen verbrauche. Da wusste ich: 'Okay, das bringt nichts, ich versuche einfach, dran zu bleiben und alles zu geben.' Am Ende war vor allem der Vorderreifen total am Limit, ziemlich abgenutzt."

Trotzdem reichte es, den zweiten Platz zu verteidigen. Acosta ist mit Rang drei auch zufrieden: "Ich habe es wirklich versucht, aber am Ende war ich einfach leer. Trotzdem müssen wir zufrieden sein, denn uns fehlt am Anfang des Rennens einfach Tempo und Traktion."

"Egal, wie gut wir den Reifen managen, wenn es am Anfang fehlt, verlieren wir am Ende sowieso. Wir kennen unsere Schwächen, aber wir arbeiten daran. Wieder auf dem Podium zu stehen, ist ein gutes Zeichen." In der Markenwertung hat Aprilia Platz zwei vor KTM fixiert.

Die weiteren Positionen

Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) kämpfte sich auf Platz vier. Brad Binder (KTM) wurde Fünfter. Quartararo verteidigte trotz Topspeednachteil Rang sechs. In der vorletzten Runde überholte Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) Johann Zarco (LCR-Honda) und wurde Siebter.

In der letzten Runde verlor Zarco auch noch Rang acht an Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati). Die Top 10 komplettierte Pol Espargaro (Tech3-KTM). Luca Marini (Honda) überholte in der Schlussphase Jack Miller (Pramac-Yamaha) und kam als Elfter ins Ziel.

Alex Rins (Yamaha) wurde 13. Lokalmatador Miguel Oliveira (Pramac-Yamaha) sammelte vor seinen vielen Fans zwei WM-Punkte für Platz 14. Nicolo Bulega (Ducati) holte bei seinem MotoGP-Debüt als 15. einen Zähler.

So wie im Sprint musste Joan Mir (Honda) erneut früh an der Box aufgeben. Am Ende der zweiten Runde rollte er durch die Boxengasse zurück und war sichtlich verärgert. Im Sprint gab es ein Problem mit der Kupplung.

Auch Enea Bastianini (Tech3-KTM) kam früh an die Box, um nach der Kollision mit Morbidelli eine beschädigte Verkleidung zu tauschen. Mit Rundenrückstand fuhr er weiter.

Am kommenden Wochenende findet vom 14. bis 16. November das Saisonfinale auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia statt.