Was die Rundenzeiten angeht, hat das Tempo am zweiten Testtag in Sepang deutlich angezogen. Doch vor allem die Nachmittagssession, auch aufgrund des späten Regens, war recht ereignislos. Die Story des Tages lieferte gewiss Yamaha, das zu keinem Zeitpunkt des Tages ausrückte. Ob der Hersteller seine Probleme rechtzeitig vor dem letzten Testtag am morgigen Mittwoch in den Griff bekommt, bleibt abzuwarten. Wir melden uns dann wieder pünktlich zur zweiten Testession mit einer neuen Tickerausgabe zurück.
MotoGP-Newsticker
MotoGP-Liveticker: Der zweite Testtag in Sepang - Probleme bei Yamaha
Der MotoGP-Test in Sepang im Liveticker: Starterfeld nach Tag 1 dezimiert +++ Teams arbeiten weiter auf die Saison 2026 hin +++ Alle Infos von der Strecke
Bis morgen!
Die Bilder zum heutigen Testtag
Die Zeiten der zweiten Testsession
01. Alex Marquez (Gresini-Ducati) - 1:58.094 Minuten (5 Runden)
02. Marco Bezzecchi (Aprilia) +0.611 Sekunden (4)
03. Maverick Vinales (Tech3-KTM) +0.786 (21)
04. Francesco Bagnaia (Ducati) +1.308 (5)
05. Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) +1.399 (6)
06. Johann Zarco (LCR-Honda) +1.499 (7)
07. Pedro Acosta (KTM) +1.569 (4)
08. Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) +1.667 (5)
09. Diogo Moreira (LCR-Honda) +2.949 (12)
10. Lorenzo Savadori (Aprilia) +3.854 (12)
11. Franco Morbidelli (VR46-Ducati) +13.007 (14)
Das kombinierte Ergebnis beider Testsessions sowie alle Zeiten von gestern im Überblick gibt es hier.
Mir führt vor beiden VR46-Fahrern
Der zweite Testtag in Sepang endet mit einer Bestzeit von 1:56.874 Minuten, aufgestellt von Joan Mir am Vormittag. Mit Franco Morbidelli und Fabio Di Giannantonio reihen sich die beiden VR46-Piloten direkt dahinter ein. Pedro Acosta und Maverick Vinales komplettieren die Top 5 mit KTM.
Marco Bezzecchi, Raul Fernandez, Francesco Bagnaia, Ai Ogura und Enea Bastianini folgen auf den weiteren Top-10-Plätzen. Weltmeister Marc Marquez belegt ohen echte Zeitattacke Rang 15 mit 1,512 Sekunden Rückstand.
Erste Fahrerstimmen vom zweiten Tag
Aprilia und KTM ziehen eine erste Zwischenbilanz. Marco Bezzecchi, am Vormittag Sechster, äußert sich vorsichtig positiv: "Es läuft ganz gut, aber wir müssen ruhig bleiben, es gibt noch viel zu tun. Wir sammeln Daten für die Ingenieure, und ich muss mich an alle neuen Komponenten am Bike gewöhnen."
Auch Pedro Acosta zeigt sich zufrieden: "Heute habe ich an der Aerodynamik gearbeitet, morgen konzentriere ich mich auf die Elektronik, um ein rundes Paket fertigzustellen und für Thailand bereit zu sein."
Erste Testrunden im Nassen
Maverick Vinales und Diogo Moreira wagen sich mit Regenreifen auf die Strecke. Mit Steigerungen ist bei diesem Wetter nicht zu rechnen, es kann aber nicht schaden, sich auch mit den nassen Bedingungen auf den diesjährigen Bikes vertraut zu machen.
Wird heute noch gefahren?
Der Regen hat auf der Strecke deutlich zugenommen, die Piste ist komplett nass. Ob die Fahrer noch einmal auf die Strecke zurückkehren können, bleibt unklar. Angesichts der Bedingungen ist es unwahrscheinlich, dass die Vormittagszeiten noch unterboten werden. Noch etwas mehr als eine Stunde bis zum Ende der Session.
Regen unterbricht die Streckenaktivität
Und es ist wieder ruhig auf der Strecke, denn es hat begonnen, zu regnen. Noch 1:45h stehen auf der Uhr. Verbesserungen im Vergleich zum Vormittag gab es bisher nicht.
Es wird wieder gefahren
Die zweite Testsession nimmt endlich langsam Fahrt auf. Sieben Fahrer sind bisher ausgerückt. Die Zeiten reichen aber nicht an jene vom Vormittag heran. Alex Marquez führt aktuell mit 1:58.094 Minuten - das ist über eine Sekunde langsamer als Bestzeit der ersten Session.
Bartolini: "Für heute ist das unmöglich"
Zum vorläufigen Testabbruch von Yamaha erklärt Technikdirektor Massimo Bartolini, dass man das Problem an Fabio Quartararos M1 vom Dienstag mutmaßlich identifiziert habe, eine eindeutige Ursache liege jedoch noch nicht vor.
Aus Sicherheitsgründen habe sich Yamaha daher entschieden, den Testbetrieb so lange auszusetzen, bis vollständige Klarheit herrscht. "Heute Nachmittag ist das unmöglich, uns fehlen noch entscheidende Informationen", so Bartolini. Für heute bleibt Yamaha damit definitiv in der Box, eine Neubewertung für den morgigen Testtag soll nach Abschluss der Analysen erfolgen.
Yamaha rückt heute nicht mehr aus
Im MotoGP-Stream wurde eben bestätigt, dass zumindest heute keine Yamaha mehr ausrücken wird. Und auch der morgige Testtag scheint auf der Kippe zu stehen. Das ist natürlich ein herber Rückschlag für das noch junge V4-Projekt des Herstellers ebenso wie für die Rookie Toprak Razgatlioglu, die beide noch mehr Kilometer auf der Strecke brauchen.
Rätsel um Motorschaden bei Yamaha
Noch immer herrscht auf der Strecke gähnende Leere. Noch etwas mehr als drei Stunden dauert der Test heute. In der Zwischenzeit haben wir neue Infos zu Yamaha.
Der Hersteller hat seine komplette Streckenaktivität in Sepang vorerst eingestellt. Grund ist ein ungeklärter Motorschaden an der M1 V4, der am Dienstag Fabio Quartararo zur Aufgabe zwang. Der Franzose war am Nachmittag trotz seines Sturzes noch einmal auf die Strecke zurückgekehrt, musste seine Yamaha dann aber in Kurve 2 wegen eines Motorproblems abstellen.
Da die internen Analysen bislang keine eindeutige Ursache ergeben haben, zog Yamaha die Reißleine: Alle Fahrer rückten aus Sicherheitsgründen bislang nicht aus. Parallel arbeiten die Ingenieure vor Ort sowie in Japan an der Fehleranalyse.
Teammanager Massimo Meregalli betont, dass der Defekt nicht mit dem Sturz zusammenhängt und relativiert die Auswirkungen auf das Testprogramm: Rund 80 Prozent der geplanten Arbeit seien bereits während der Shakedown-Tage absolviert worden. Lediglich Toprak Razgatlioglu habe bislang noch nicht alle geplanten Punkte abarbeiten können.
© Icon Sportswire
Ein Blick in die Garagen der Teams
Die zweite Testsession läuft, doch noch ist alles ruhig auf der Strecke. Trotzdem gibt es einige Update bei den Teams. Marco Bezzecchi und Lorenzo Savadori verfügen heute ausschließlich über zwei Aprilia RS-GP in der 2026-Spezifikation. Nachdem die Vergleichstests mit dem 2025er-Modell abgeschlossen sind, liegt der volle Fokus nun auf der Weiterentwicklung des neuen Bikes aus Noale.
Auch bei KTM geht es mit neuem Material weiter: Nachdem Pedro Acosta gestern bereits mit der neuen Verkleidung unterwegs war, wurde diese heute ebenfalls an den Motorrädern der Tech3-Piloten Enea Bastianini und Maverick Vinales montiert.
Was ist los bei Yamaha?
Weder Alex Rins noch das Pramac-Duo Jack Miller und Toprak Razgatlioglu, ebenso wenig die Testfahrer Augusto Fernandez und Andrea Dovizioso, haben an diesem Mittwoch bislang Runden absolviert.
Wie Yamaha gegenüber GPOne bestätigte, analysiert der Hersteller aktuell die M1 V4, um einem technischen Problem auf den Grund zu gehen, das bereits gestern an Fabio Quartararos Bike auftrat – unabhängig von seinem Sturz in Kurve 5. Aus Vorsicht wurde das komplette Yamaha-Aufgebot vorerst gestoppt. Wann die Motorräder wieder auf die Strecke gehen können, ist derzeit offen.
Die Zeiten der ersten Testsession
01. Joan Mir (Honda) - 1:56.874 Minuten (32 Runden)
02. Franco Morbidelli (VR46) +0.109 Sekunden (27)
03. Fabio Di Giannantonio (VR46) +0.175 (32)
04. Pedro Acosta (KTM) +0.242 (31)
05. Maverick Viñales (Tech3) +0.252 (29)
06. Marco Bezzecchi (Aprilia) +0.267 (35)
07. Raul Fernandez (Trackhouse) +0.400 (28)
08. Francesco Bagnaia (Ducati) +0.428 (21)
09. Ai Ogura (Trackhouse) +0.502 (35)
10. Enea Bastianini (Tech3) +0.676 (27)
11. Luca Marini (Honda) +0.691 (28)
12. Alex Marquez (Gresini) +0.790 (22)
13. Brad Binder (KTM) +0.879 (32)
14. Johann Zarco (LCR) +1.472 (23)
15. Marc Marquez (Ducati) +1.512 (30)
16. Lorenzo Savadori (Aprilia) +1.692 (24)
17. Diogo Moreira (LCR) +1.697 (19)
Mir nach erster Testsession mit neuer Bestzeit
Der zweite Testtag in Sepang läuft bei erneut großer Hitze. Joan Mir setzte früh ein Ausrufezeichen und blieb als erster Fahrer mit einer 1:56.874 unter der 1:57-Marke – zugleich die beste jemals von Honda (HRC) in Sepang gefahrene Runde. Franco Morbidelli zog später nach und liegt nur 0,109 Sekunden hinter Mir. Beide bleiben bislang die einzigen Fahrer im 1:56er-Bereich.
Zuvor hatten Bagnaia (1:57.313) und Di Giannantonio (1:57.049) die Zeiten deutlich nach unten geschraubt. Weniger erfreulich: Alex Marquez stürzte als erster Fahrer des Tages in Kurve 5, blieb unverletzt, die Gresini-Ducati wurde jedoch stark beschädigt.
Ein großes Fragezeichen steht weiter hinter Yamaha: Nach einem technischen Problem bei Fabio Quartararo an Tag 1 wurde das Testprogramm vorerst gestoppt, bislang war kein Yamaha-Pilot auf der Strecke.
