MotoGP Buriram 2026: Bezzecchi siegt souverän, Reifenschaden bei Marquez

Marco Bezzecchi feiert beim Saisonauftakt in Thailand einen Start-Ziel-Sieg - Pedro Acosta (KTM) Zweiter - Marc Marquez (Ducati) scheidet mit Reifenschaden aus

(Motorsport-Total.com) - Marco Bezzecchi hat seinen Sturz im Sprint wiedergutgemacht. Der Aprilia-Fahrer dominierte den MotoGP-Saisonauftakt 2026 in Thailand und feierte einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Mit Platz zwei verteidigte Sprint-Sieger Pedro Acosta (KTM) die WM-Führung. Marc Marquez (Ducati) schied mit Reifenschaden aus (zum Ergebnis).

Titel-Bild zur News: Marco Bezzecchi

Marco Bezzecchi hat einen souveränen Start-Ziel-Sieg gefeiert Zoom

Bei Asphalttemperaturen von 55 Grad Celsius entschieden sich alle 22 Fahrer für den Medium-Hinterreifen. Der Grand Prix war für 26 Runden angesetzt. Bezzecchi gewann von der Poleposition den Holeshot und übernahm vor Marc Marquez und Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia) die Führung.

Bereits in der ersten Runde überholte der Trackhouse-Fahrer den Weltmeister und auch Jorge Martin (Aprilia) attackierte Marc Marquez. Bezzecchi führte nach der ersten Runde vor Fernandez, Marc Marquez, Jorge Martin (Aprilia), Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) und Sprint-Sieger Acosta.

Bezzecchi setzte sich an der Spitze sofort ab. Nach zwei Runden hatte er bereits eine Sekunde Vorsprung auf Fernandez. Marc Marquez verlor leicht den Anschluss an das Aprilia-Duo und hatte die Verfolgergruppe direkt hinter sich.

In der vierten Runde verlor Marc Marquez den dritten Platz an Martin. Somit gab es eine Dreifachführung für Aprilia. Und der Weltmeister wurde auch von Acosta überholt und war nur noch Fünfter.

In der Folge machte Acosta Druck auf Martin und attackierte am Ende der achten Runde in der Zielkurve, doch der Aprilia-Fahrer konterte auf der Zielgeraden und holte sich Platz drei zurück. Anschließend probierte es Acosta in Kurve 3, aber wieder klappte das Überholmanöver nicht.

Eine Runde später attackierte Acosta erneut in der Zielkurve, aber wieder behauptete sich Martin auf der Geraden. In Kurve 3 setzte Acosta sein nächstes Manöver und es klappte, aber Marc Marquez profitierte von diesem Duell und überholte beide.

Lange war der Weltmeister nicht Dritter, denn Acosta setzte in Kurve 8 sein Manöver und führte damit diesen Dreikampf an. An der Spitze kontrollierte Bezzecchi das Rennen. Nach zehn Runden hatte er zwei Sekunden Vorsprung auf Fernandez, der drei Sekunden vor den Verfolgern lag.

Die Positionen waren zunächst bezogen. Auch Acosta konnte sich von Marc Marquez und Martin absetzen und Platz drei absichern. Im letzten Renndrittel brachen die Rundenzeiten von Fernandez deutlich ein. Acosta und Marc Marquez holten den Trackhouse-Fahrer ein.

In der 21. Runde rollte Marc Marquez plötzlich aus! Er hatte hinten einen Reifenschaden. Eine Runde später verabschiedete sich sein Bruder Alex Marquez (Gresini-Ducati) durch einen Sturz in Kurve 4 aus dem Rennen. Vier Runden vor Rennende überholte Acosta Fernandez und war Zweiter.

Marc Marquez war aber nicht der einzige Fahrer mit einem Reifenproblem. Auch Joan Mir (Honda) wurde vier Runden vor Schluss langsamer. Bei ihm sprang der Hinterreifen aber nicht von der Felge und er konnte in langsamer Fahrt zurück an die Box fahren.

Podestserie von Ducati endet nach 88 Rennen

Es waren die letzten Dramen in diesem Rennen. Inklusive der letzten beiden Rennen Ende 2025 war es für Bezzecchi der dritte Grand-Prix-Sieg hintereinander. "Gestern war es ein kleiner Fehler mit großen Konsequenzen. Deshalb war es heute wichtig, zurückzuschlagen", so der Italiener.

"Meine Pace mit dem Medium-Reifen war gut, wir haben das ganze Wochenende über super gearbeitet. Ich wusste, dass ich schnell sein kann, wenn ich vorne fahre. Also habe ich alles versucht, um einen guten Start hinzulegen. Das Motorrad war perfekt!

Mit dem Sprint-Sieg und Platz zwei verteidigte Acosta die WM-Führung. Sein Vorsprung auf Bezzecchi beträgt sieben Punkte (zur WM-Wertung). "Auf jeden Fall müssen wir glücklich sein", sagt der KTM-Fahrer und lobt: "Das Team arbeitet super gut."

"Wenn man bedenkt, wie wir hier letztes Jahr gestartet sind - selbst Punkte zu holen war schwierig - und dieses Jahr holen wir zwei Podestplätze in Folge. Danke an KTM und an alle in Mattighofen, die sicher schon früh am Morgen mitgefiebert haben."

Fernandez wurde Dritter. Seinen Einbruch begründete er damit, dass der Hinterreifen am Ende war. Somit endete die Ducati-Serie nach 88 Rennen mit mindestens einem Fahrer auf dem Podest. Aprilia belegte mit Martin und Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) auch die Plätze vier und fünf.

Di Giannantonio war als Sechster der beste Ducati-Fahrer. Brad Binder (KTM) wurde Siebter, gefolgt von Franco Morbidelli (VR46-Ducati), der Francesco Bagnaia (Ducati) in der letzten Runde überholte. Luca Marini war nach Mirs Ausfall als Zehnter der beste Honda-Fahrer.

Platz elf ging an Johann Zarco (LCR-Honda). Enea Bastianini (Tech3-KTM) folgte auf Position zwölf. Rookie Diogo Moreira (LCR-Honda) sammelte bei seinem Debüt als 13. WM-Punkte. Yamaha sammelte mit dem neuen V4-Motor WM-Punkte.

Fabio Quartararo und Alex Rins kamen auf den Plätzen 14 und 15 ins Ziel. Sie verloren über die 26 Runden eine halbe Minute auf die Spitze. Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu (Pramac) wurde bei seinem MotoGP-Debüt 17.

Die Motorrad-WM legt nun eine kleine Pause von zwei Wochen ein. Der nächste Grand Prix findet am 22. März in Brasilien statt (zum Kalender). Erstmals seit 1989 wird in Goiania gefahren. Für alle Fahrer ist die Strecke Neuland.