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MotoE 2019: Michelin baut Reifen aus recyceltem Material

Um dem "grünen Image" der MotoE gerecht zu werden, hat sich Michelin etwas einfallen lassen - Gewicht der Elektro-Maschine ist die größte Herausforderung

(Motorsport-Total.com) - Ab der Saison 2019 bereichert die MotoE bei fünf Europarennen das Rahmenprogramm der MotoGP. Gefahren wir mit Einheitsmaschinen von Energica, die mit Michelin-Slicks ausgerüstet sind. Der französische Reifenspezialist hat für die MotoE einen speziellen Pneu entwickelt, der auf den MotoGP-Reifen basiert. Auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com' gibt Piero Taramasso, der Michelin-Motorradsport-Verantwortliche, Auskunft.

Titel-Bild zur News: Energica MotoE

Michelin liefert in der Saison 2019 die Reifen für die MotoE Zoom

"Wir haben für die MotoE die Testarbeit aufgenommen und konnten auch schon im Nassen fahren. Es ist eine neue Herausforderung, weil sich die Maschinen von den sonst verwendeten Motorrädern unterscheiden. Sie sind schwerer", vergleicht Taramasso.

"Wir möchten neue Technologien testen. Wir verwenden ein biologisches Material. Die Reifen bestehen aus recyceltem Material, um dem Gedanken der MotoE zu entsprechen", verrät der Michelin-Mitarbeiter.

"Beim November-Test in Jerez werden wir die finale Spezifikation festlegen. Dort werden wir mehr Maschinen vor Ort haben. Der Start war vielversprechend", bemerkt Taramasso und gibt weitere Details preis: "Die Reifendimensionen sind denen in der MotoGP sehr ähnlich."

Und was sind die größten Herausforderungen? "Die Maschinen haben mehr Drehmoment und mehr Gewicht. Die Rennen sind kürzer im Vergleich zur MotoGP. Es wird aber noch am Motorrad gearbeitet, um es leichter zu machen", so der Michelin-Reifenexperte.

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