Honda-Fortschritte: Technikmanager Kawase nennt den wichtigsten Aspekt

Honda halbierte 2025 den Rückstand zur Spitze - Entwicklung zeigte erstmals nachhaltige Wirkung - Mikihiko Kawase nennt die entscheidenden Eckpunkte

(Motorsport-Total.com) - Die Zahlen untermauern eindeutig, welche Fortschritte Honda in der MotoGP-Saison 2025 geschafft hat. Insgesamt sammelte der größte Motorradbauer der Welt 285 Punkte in der Herstellerwertung. Das waren 210 Punkte mehr als 2024.

Titel-Bild zur News: Luca Marini, Joan Mir

Honda verbesserte sich im Laufe des Jahres kontinuierlich Zoom

Dank eines Sieges, drei weiterer Podestplätze und konstanter Leistungen stieg Honda in die Concession-Gruppe C auf. Von nur zwei Top-10-Platzierungen im Jahr 2024 hin zu regelmäßigen Top-5-Kämpfen 2025 hat die Honda RC213V bemerkenswerte Schritte nach vorne gemacht.

Vergleicht man die Grands Prix, die sowohl 2024 als auch 2025 im Kalender standen, hat sich der durchschnittliche Rückstand vom Sieger zur besten Honda RC213V am Sonntag von 30 Sekunden auf nur noch 13,5 Sekunden verringert. Das Defizit zur Spitze wurde damit mehr als halbiert.

"2025 war eine sehr gute Saison, Hondas beste seit 2019, was die Herstellerpunkte betrifft", sagt Mikihiko Kawase. Der Japaner fungiert bei Honda seit 2024 als MotoGP-Technikmanager, ist jedoch bereits seit vielen Jahren im Rennsportprogramm der japanischen Marke tätig.

"Natürlich müssen wir damit zufrieden sein, besonders nach einigen sehr schwierigen Jahren. Aber letztlich ist Honda HRC in der MotoGP, um um Siege zu kämpfen. Deshalb müssen wir weiterarbeiten und weiter Druck machen, bis wir im Kampf um die Weltmeisterschaft dabei sind."

Honda hat die Entwicklung beschleunigt und verbessert. Mittlerweile stellen neue Teile Fortschritte dar, sobald sie bei den Rennteams ankommen. Kawase zählt auf: "In den vergangenen Jahren haben wir sehr, sehr viele Dinge am Motorrad ausprobiert - im Aero-Bereich, beim Chassis, beim Motor."

Mikihiko Kawase

Mikihiko Kawase hat die Aufgaben von Ken Kawauchi übernommen Zoom

"Wir haben intensiv daran gearbeitet zu verstehen, wo unsere Nachteile liegen. Ab der zweiten Saisonhälfte 2024 hatten wir ein wirklich gutes Aerodynamik-Paket und konnten eine Art Basismotorrad finden, auf dem wir weitere Schritte aufbauen konnten."

"2025 haben wir weiter an Aerodynamik, Chassis und Elektronik gearbeitet, aber einer der größten Schritte kam vom Motor. Wir haben nicht nur an der Höchstgeschwindigkeit gearbeitet, sondern auch an der Leistungsentfaltung, um das Motorrad fahrbarer zu machen."

Honda brachte im Jahresverlauf drei Motorspezifikationen. Vor allem die letzte stellte einen deutlichen Fortschritt dar. Sie bot mehr Leistung, ohne andere Bereiche negativ zu beeinflussen, und verbesserte somit die Rundenzeit spürbar.

Johann Zarco wurde mit 148 Punkten WM-Zwölfter. Das waren 93 mehr als 2024. Luca Marini folgte auf Rang 13 und verzehnfachte seine Punkteausbeute, während Joan Mir um 85 Punkte zulegte und seine ersten beiden Podestplätze mit Honda erzielte.

Honda Fortschritte 2025

Grafik von Honda: So groß fielen die Fortschritte im Vergleich zu 2024 aus Zoom

"Als Hersteller erweitern wir ständig unser Wissen und verbessern unsere Arbeitsmethoden", sagt Kawase. "Jedes Jahr wird die gesamte Gruppe besser, und ich muss allen Ingenieuren an der Strecke, in Japan und in Italien danken, die dazu beigetragen haben, 2025 möglich zu machen."

"Außerdem muss ich all unsere Fahrer erwähnen, die große Anstrengungen unternommen haben, um ihre Leistung zu verbessern, die benötigten Daten zu sammeln und viele verschiedene Teile an Rennwochenenden zu testen."

Wie geht es 2026 für Honda weiter?

Als Marini mit dem siebten Platz in Valencia die notwendigen WM-Punkte sammelte, um in die nächste Concession-Gruppe aufzusteigen, herrschte im Honda-Lager Feierlaune. Denn Gruppe C zu erreichen, war in diesem Jahr das erklärte Ziel.

"Es ist der logische nächste Schritt auf unserem Weg zurück an die Spitze, etwas, das wir erreichen mussten", betont Kawase. "Natürlich gibt es einige Einschränkungen: weniger Reifen für Tests, keine Testzeit mit den Stammfahrern und mehr Limitierungen in der Motorentwicklung."

"Das Testteam, verstärkt durch Takaaki Nakagami und Aleix Espargaro, hat in diesem Jahr großartige Arbeit geleistet. Diese Rolle wird 2026 noch entscheidender, da wir noch weniger Spielraum für Zweifel haben, wenn wir neue Teile zu einem Rennwochenende bringen."

Honda feiert in Motegi

Honda feierte die Fortschritte im Laufe des Jahres - hier der Podestplatz in Motegi Zoom

"Innerhalb von HRC glauben wir, dass sich die Verteilung der Entwicklungsressourcen zwischen den Modellen 2026 und 2027 schnell klären wird, was ein effizienteres Projektmanagement und eine effektivere Entwicklung ermöglicht."

2026 ist das letzte Jahr des aktuellen Technischen Reglements. Welche konkreten Ziele setzt sich Honda? "Unser Ziel ist es, wie am Ende der vergangenen Saison konstant um die Top 5 zu kämpfen", sagt Hondas Technikmanager.

"Wir wollen weiter Verbesserungen erzielen und um Podestplätze kämpfen, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Die MotoGP entwickelt sich immer weiter, alle werden ständig schneller. Wir müssen daher weiter maximal arbeiten."

"2026 wird das letzte Jahr der 1.000 Kubikzentimeter-Ära sein, und wir wollen mit der Honda RC213V die bestmöglichen Ergebnisse erzielen. Die Entwicklung für 2026 läuft bereits, mit dem Fokus darauf, alle Bereiche weiter zu verfeinern und zusätzliche Performance zu finden."

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