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Erklärt: Warum Marc Marquez beim Sturz unter gelber Flagge nicht bestraft wurde
Nach dem Sturz von Johann Zarco im Brünn-Qualifying stürzt Marc Marquez in der gleichen Kurve bei gelber Flagge - Aber der Ducati-Fahrer erhält dafür keine Strafe
(Motorsport-Total.com) - Nach dem MotoGP-Qualifying in Brünn stellte sich die Frage, ob Marc Marquez eine Strafe erhalten würde. Denn der Ducati-Fahrer stürzte am Ende von Q2 nur wenige Augenblicke nach Johann Zarco (LCR-Honda) in derselben Kurve 13.
© Gold & Goose Photography/LAT Images
Die beschädigte Ducati von Marc Marquez nach dem Sturz in Q2 Zoom
Die Szene sorgte unmittelbar nach der Session für Diskussionen, denn Zarcos Sturz hatte gelbe Flaggen ausgelöst - und grundsätzlich gilt: Wer unter Gelb stürzt, muss mit einer Strafe rechnen. Doch im Fall von Marquez wurde seitens der Rennleitung bewusst auf eine Sanktion verzichtet.
Der Grund dafür liegt in den zeitlichen Abläufen und den Regularien zur Reaktionszeit auf gelbe Flaggen. Zarco stürzte zuerst. Dicht hinter ihm fuhren Joan Mir (Honda) und Marc Marquez. Zwischen dem Sturz des Franzosen und jenem von Marquez lagen lediglich 0,8 Sekunden.
Diese Zeitspanne war laut Ansicht der Rennleitung zu kurz, als dass Marquez die gelbe Flagge hätte wahrnehmen und adäquat reagieren können. Ein entscheidender Faktor war zudem, dass der Spanier die Lichttafel, die das gelbe Signal anzeigte, bereits passiert hatte, bevor diese aktiviert wurde.
Damit konnte er die gelbe Phase weder sehen noch darauf reagieren. Eine ähnliche Beurteilung erfuhr Mir, der direkt hinter Zarco fuhr. Auch ihm wurde die schnelle Rundenzeit nicht aberkannt, da es aus Sicht der Sportkommissare unmöglich war, rechtzeitig auf das Signal zu reagieren.
"Es gab keine gelben Flaggen", bestätigte Marc Marquez unmittelbar nach dem Qualifying. "Als Zarco gestürzt ist, habe ich Rauch gesehen und dann wurde meine Sicht etwas beeinträchtigt. Ich bin ein bisschen zu weit rausgekommen und habe die Kontrolle über das Vorderrad verloren."
In solchen Fällen wird stets geprüft, ob einem Fahrer ein aktives Vergehen - etwa das Ignorieren eines gut sichtbaren Signals - nachgewiesen werden kann. Dies war weder bei Mir noch bei Marquez der Fall.
Die Entscheidung bestätigte letztlich auch die Startaufstellung: Francesco Bagnaia (Ducati) blieb auf Poleposition, Marc Marquez startet von Platz zwei, Fabio Quartararo (Yamaha) steht auf dem dritten Rang, während Mir als Fünfter und Zarco als Neunter ins Rennen gehen.

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