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Ducati-Testfahrer Pirro: So lief Marc Marquez' erster Test nach Verletzung
Marc Marquez war erstmals seit seiner Verletzung wieder auf einer Ducati unterwegs - Testfahrer Michele Pirro verrät, wie stark der Weltmeister bereits wieder ist
(Motorsport-Total.com) - Marc Marquez hat einen wichtigen Schritt in Richtung Comeback gemacht. Der MotoGP-Weltmeister saß in dieser Woche erstmals seit seiner Verletzung wieder auf einem Sportmotorrad und hinterließ dabei einen äußerst positiven Eindruck.
© Aspar Circuit
Marc Marquez fuhr am Donnerstag und Freitag die Ducati Panigale V2 Zoom
Ducati-Testfahrer Michele Pirro, der gemeinsam mit Marquez auf der Strecke war, zeigte sich im Gespräch mit GPOne beeindruckt vom Zustand des Spaniers.
"Ehrlich gesagt habe ich Marc sehr glücklich gesehen. Zweifellos, weil er aus seiner Verletzung herauskommt und wieder auf einem leistungsstarken Motorrad saß. Ich habe ihn wirklich glücklich erlebt. Er weiß, dass er auf dem Weg zurück ist", so Pirro.
Der Italiener betont zudem, wie gut Marquez körperlich gewirkt habe: "Marc geht es gut, ja, ja. Man sieht, dass er sehr selbstbewusst ist und lächelt." Und wie in der Szene bekannt ist: Wenn Marquez lächelt, stimmt in der Regel auch die Form.
Am Donnerstag und Freitag absolvierte der amtierende MotoGP-Weltmeister auf dem Aspar Circuit in Guadassuar bei Valencia seine ersten Runden seit dem Sturz vom 5. Oktober in Indonesien. Gefahren wurde zwar "nur" eine serienmäßige Ducati Panigale V2, doch der Test hatte für den Spanier enorme Bedeutung.
Es war der erste echte Belastungstest nach der jüngsten Verletzung an Schulter und Arm, einem Bereich, der bereits durch die schwere Armverletzung von 2020 vorbelastet ist.
Marquez selbst hielt sich mit öffentlichen Aussagen zurück. Auf seinen Social-Media-Kanälen veröffentlichte er lediglich ein kurzes Statement: "Erste Ausfahrt 2026! Zurück auf dem Bike und dabei, mein Gefühl wiederzufinden", hieß es dort.
Wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur MotoGP-Saison 2026
Nach vier Jahren voller Rückschläge und insgesamt vier OPs am rechten Arm wird jede weitere Verletzung besonders aufmerksam bewertet. Entsprechend groß waren zuletzt die Sorgen: Marquez hatte die letzten vier Grands Prix der Saison verpasst, der Reha-Zeitplan war unklar, und erneut war die rechte Seite betroffen.
Umso wichtiger war dieser Test, um ein realistisches Bild seines körperlichen Zustands zu bekommen, insbesondere im Hinblick auf die offiziellen Vorsaisontests ab dem 3. Februar in Sepang. Und Pirros Aussagen lassen hoffen.
Besonders aufschlussreich war seine Einschätzung des Tempos von Marquez. Denn trotz seiner eigenen Erfahrung musste der 39-Jährige eingestehen, dass Marquez bereits wieder auf einem beeindruckenden Niveau unterwegs gewesen ist.
"Ich bin in diesen Tagen mit ihm gefahren, und ehrlich gesagt ist er so stark, dass ich nur ein paar Runden mit ihm mithalten konnte. Danach konnte ich sein Tempo einfach nicht mehr mitgehen." Pirro selbst steht vor seiner letzten Saison als aktiver Ducati-Testfahrer. Umso bemerkenswerter ist sein Urteil über Marquez.
Blick nach vorn: Portimao, Fotoshooting, Teampräsentation
Wie geht es jetzt für den Weltmeister weiter? Trotz größter Geheimhaltung rund um das genaue Vorbereitungsprogramm ist klar: Marquez wird in den kommenden Wochen körperliches Training mit weiteren Offroad-Einheiten kombinieren.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, am 28. und 29. Januar an einem privaten Ducati-Test in Portimao teilzunehmen, bei dem die Panigale V4S zum Einsatz kommt. Ducati hat die Strecke in der Algarve exklusiv angemietet, damit sowohl MotoGP- als auch Superbike-Fahrer testen können - eine inzwischen bewährte Praxis.
Noch vor dem nächsten Streckeneinsatz steht für Marquez aber das offizielle Fotoshooting zur Saison 2026 in Bologna auf dem Programm. Gemeinsam mit Francesco Bagnaia und dem gesamten Ducati-Team wird er anschließend am 19. Januar die neuen Teamfarben für die MotoGP-Saison 2026 präsentieren.

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