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Drei Stürze, null WM-Punkte: Bezzecchi erklärt seine entscheidenden Fehler
Rekord am Freitag, Fehlerkette am Samstag - Marco Bezzecchi stürzt im Buriram-Sprint in Führung liegend - Seine Erklärung für den entscheidenden Fauxpas
(Motorsport-Total.com) - Marco Bezzecchi war in den Trainings der bestimmende Fahrer beim MotoGP-Saisonauftakt 2026 in Thailand. Schon im Freitagstraining stellte der Aprilia-Fahrer einen neuen Rundenrekord auf dem Buriram International Circuit auf. Im Qualifying sicherte er sich die Poleposition, wenn auch nur 0,035 Sekunden vor Weltmeister Marc Marquez (Ducati).
© Getty Images AsiaPac
Marco Bezzecchi hatte am Samstag gleich drei Stürze Zoom
Jedoch unterliefen Bezzecchi schon am Samstagvormittag Bezzecchi Fehler. Im Training vor dem Qualifying stürzte er in seiner fünften Runde in Kurve 3. Auch im Qualifying ging der Italiener zu Boden. Kurz vor Schluss stürzte er in Kurve 12.
Im Sprint lieferte sich Bezzecchi ab dem Start ein enges Duell mit Marc Marquez. In der zweiten Runde übernahm er die Führung, doch dann rutschte er in Kurve 9 aus. Damit war der Topfavorit früh ausgeschieden und blieb am Samstag ohne WM-Punkte.
"Ja, ein kleiner Fehler", seufzt Bezzecchi und beschreibt: "Ich habe mit dem Vorderrad die innere weiße Linie ein wenig berührt, und dabei ist mir das Vorderrad weggegangen. Ich habe versucht, das abzufangen, und hatte es schon fast geschafft."
"Aber dann, als ich ans Gas bin, um das Motorrad wieder aufzurichten, ist mir das Vorderrad komplett weggerutscht. Dann lag ich unter dem Motorrad, weshalb es unmöglich war, das noch zu retten. Aber ja: ein kleiner Fehler. Ich wollte die Linie ein bisschen mehr zumachen."
Hat er es in diesem Moment übertrieben? "Na ja, ich habe auf jeden Fall versucht, eine Lücke aufzubauen. Im Sprint ist es normal, dass du versuchst, vorne zu starten und dann eine Lücke aufzureißen. Gehört zum Job."
"Im Moment sind wir alle extrem eng beieinander. Vielleicht war ich einen Tick schneller und ich wollte versuchen, vorne zu bleiben. Und wenn du vorne bleiben willst, musst du pushen." Drei Stürze an einem Tag sind viel.
Wollte Bezzecchi nach dem starken Freitag zu viel? "Für euch sah es gestern so aus, als wäre ich locker mit einem Arm gefahren. Die Realität ist: Ich habe auch gestern schon gepusht wie ein Bastard. Vielleicht hätte ich gestern schon stürzen können, schließlich bin ich heute gestürzt."
"Es tut mir leid, aber wir fahren jedes Mal am Limit, also ist es normal, dass man Fehler macht. Das ist der Unterschied zwischen guten und schlechten Fahrern. Und heute war ich am Ende vielleicht nicht der Beste, weil ich zu viele Fehler gemacht habe."
"Aber ich kann es nicht anders machen, wir müssen die ganze Zeit pushen." Durch Bezzecchis frühen Sturz übernahm zunächst Marc Marquez das Kommando über das Rennen. Schließlich gewann Pedro Acosta (KTM) ein enges Duell. Zuvor hatte der Ducati-Fahrer eine Strafe erhalten.
Ändert der Verlauf des Sprints Bezzecchis Herangehensweise für den Grand Prix? "Morgen wird es auf jeden Fall ein anderes Rennen, weil es super lang ist und diese Strecke die Reifen extrem fordert", blickt der Polesetter auf den Sonntag.
"Die Strecke fordert auch die Vorderreifen extrem, also müssen wir einen Weg finden, dass ich mich auf dem Motorrad gut fühle. Im Moment kenne ich meine Strategie nicht. Ich werde versuchen, alles zu geben und das Beste zu machen, was ich kann. Dann sehen wir weiter."
Bezzecchis Markenkollegen konnten im Sprint dennoch das Potenzial der RS-GP zeigen. Raul Fernandez, Ai Ogura und Jorge Martin kamen auf den Plätzen drei, vier und fünf ins Ziel.
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