Binder schwärmt: So hat Aki Ajo die KTM-Struktur verändert

Aki Ajo hat als neuer KTM-Teammanager deutliche Spuren hinterlassen - Brad Binder lobt die neuen Strukturen und spricht auch positiv über seine Markenkollegen

(Motorsport-Total.com) - Seit Beginn der Saison 2025 hat Aki Ajo die Rolle des Teammanagers bei KTM in der MotoGP übernommen, und seine Wirkung ist spürbar. Brad Binder, seit Jahren Stammfahrer im Werksteam, beschreibt den Einfluss von Ajo als "unglaublich", besonders in Bezug auf die Vernetzung innerhalb des Teams.

Titel-Bild zur News: Brad Binder

Brad Binder sieht KTM mit Aki Ajo viel besser aufgestellt Zoom

"Seit Aki da ist, läuft alles wirklich sehr rund. Alles ist viel mehr verbunden - die Arbeit des Testteams, das, was im Werk passiert, und das, was wir auf der Strecke machen. Alles, was neu eingebracht wird, ist ein Bonus", erklärt Binder.

Und weiter: "Ich finde, er hat eine unglaubliche Arbeit geleistet, indem er alles zwischen Fabrik, Rennteam und Testteam verknüpft hat. Wir haben kleine Schritte und Veränderungen gemacht, die am Ende einen guten Fortschritt gebracht haben."

Da es noch "eine Liste voller Dinge" gebe, die umgesetzt werden sollen, zeigt sich Binder zuversichtlich. "Es ist spannend zu sehen, wie sich das noch weiterentwickelt."

Aki Ajo und Sebastian Risse

Aki Ajo im Gespräch mit KTM-Technikchef Sebastian Risse Zoom

Angesprochen auf seinen Teamkollegen Acosta, der diese Saison ins KTM-Werksteam aufgestiegen ist, blickt Binder auf dessen Rookie-Jahr zurück: "Obwohl Pedro ein Neueinsteiger war, war er auf jeder Strecke von Beginn an unglaublich schnell. Er hat schnell gelernt und sich an den MotoGP-Stil angepasst."

"Es ist immer gut, einen schnellen Teamkollegen zu haben, weil man so oft sieht, was man selbst anders machen muss", sagt der Südafrikaner, der in der WM aktuell einige Plätze hinter Acosta rangiert. Dieser ist Fünfter, Binder liegt auf Platz elf.

Binder lobt Bastianinis Steigerung

Im Gegensatz zu Acosta, der erst in seinem zweiten MotoGP-Jahr ist, fährt Binder bereits seine sechste Saison. Wenn der 30-Jährige an seine eigenen Anfänge denkt, gesteht er: "In meinem ersten Jahr hatten wir wahrscheinlich das beste Bike im Feld."

"Es gab Strecken, auf denen ich Dinge machen konnte, die andere nicht konnten. Aber ich war Rookie und konnte es noch nicht richtig nutzen. Im zweiten Jahr wird es komplizierter, man hat Referenzen und Erwartungen, und plötzlich denkt man zu viel nach. Es ist interessant, wie sich die Dinge über die Jahre verändern."


Fotostrecke: KTM: Alle MotoGP-Fahrer seit 2016

Neben Acosta hebt Binder auch die Fortschritte der anderen KTM-Fahrer hervor. Besonders Enea Bastianini habe gezeigt, dass er das Motorrad mittlerweile verstanden hat.

"Er ist stark auf der Bremse und hat einen sehr guten Stil, um das Bike früh in die Beschleunigungszone zu bringen. Wir wissen das schon seit Jahren: Wenn man ihn auf der Ducati gesehen hat, war er immer stark, wenn die Reifen abgebaut haben oder die Strecke schwierig war, zum Beispiel wenig Grip hatte."

Diese Stärken habe Bastianini beibehalten, sich aber auch an die KTM angepasst. "Wir müssen bei KTM oft härter in die Kurve gehen, fast anhalten und das Bike zwingen einzulenken - und das hat Enea jetzt herausgefunden und kann sein Potenzial entfalten."