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Zukunft von Moto2- und Moto3-WM: Dorna spricht klares Bekenntnis aus
Gerüchten, wonach Moto2 und Moto3 in naher Zukunft entwertet werden könnten, erteilt Dorna-Sportdirektor Carlos Ezpeleta eine klare Absage
(Motorsport-Total.com) - Dass die MotoGP-Klasse die unangefochtene Königsklasse im Grand-Prix-Sport für Motorräder ist, liegt auf der Hand. Wie aber ist es mit Blick auf die Zukunft um die Aufstiegsklassen Moto2 und Moto3 bestellt?
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Am Status von Moto3- und Moto2-WM wird sich laut Dorna so schnell nichts ändern Zoom
Da es in den vergangenen Wochen und Monaten wiederholt Gerüchte gab, wonach diese beiden Klassen in den Hintergrund gerückt oder gar entwertet werden könnten, ist es MotoGP-Promoter Dorna Sports nun ein Anliegen, auf diese Gerüchte zu reagieren.
"Ich denke, jeder weiß, wie wichtig Moto2 und Moto3 für die Weltmeisterschaft als Ganzes sind. Und da es zuletzt eine Menge Gerüchte gab, ist es wahrscheinlich angebracht, die Wichtigkeit noch einmal klar zu betonen", sagte Dorna-Sportdirektor Carlos Ezpeleta, als er kürzlich anlässlich des MotoGP-Wochenendes zum Grand Prix von Japan in Motegi als Gast in der Sprecherkabine für die TV-Übertragung von Dorna Sports auftrat.
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Carlos Ezpeleta: Sportdirektor bei MotoGP-Promoter Dorna Sports Zoom
Die aufgekommenen Gerüchte drehten sich etwa darum, dass Moto2 und Moto3 künftig nicht mehr an allen MotoGP-Wochenenden zum Programm gehören könnten. Andere Gerüchte besagten, dass die kleine und die mittlere WM-Klasse ihre Rennen künftig samstags statt sonntags austragen könnten.
Wieder andere Gerüchte stellten infrage, ob WM-Titel, welche auf Moto3- oder Moto2-Bikes errungen wurden, überhaupt noch zählen sollten? Oder ob man sich bei der Einordnung von Fahrerkarrieren auf die WM-Titel in der Königsklasse MotoGP beschränken sollte?
All diesen Gerüchten erteilt Ezpeleta mit den Worten, "das ist völlig unbegründet", eine klare Absage. "Wir betonen sowohl hinter verschlossenen Türen als auch gegenüber den Fans immer wieder, wie wichtig die Klassen Moto2 und Moto3 sind und welchen Mehrwert sie für die Weltmeisterschaft als Ganzes darstellen." Nämlich? "Dass die Stars der Zukunft derart schnell entdeckt und den Fans nahegebracht werden."
"Die MotoGP-Rennen dauern sonntags 45 Minuten. Die TV-Sender, Partner und vor allem die Fans zu Hause und vor Ort wollen das komplette Programm von Moto3 über Moto2 bis hin zu MotoGP, also ein Wochenende voller Entertainment. Das ist ganz klar", so der Dorna-Sportdirektor.
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Der Rennen von Moto2 (Foto) und Moto3 sollen auch künftig sonntags stattfinden Zoom
"Moto2 und Moto3 sind nicht nur Nachwuchsklassen, sondern WM-Klassen, die Teil des weltweiten Grand-Prix-Zirkus sind", unterstreicht Ezpeleta und erklärt: "Die anderen Klassen, wie etwa die Talent-Cups, sind in der Tat Nachwuchsklassen und haben keinen wesentlichen kommerziellen Zweck, außer als Plattform für Fahrer zu dienen." Es gäbe demnach "einen signifikanten Unterschied zwischen Moto2 und Moto3 und dem Rest der 'Road to MotoGP'".
Und so gibt Ezpeleta mit Blick auf die nahe Zukunft klar zu verstehen: "Moto2 und Moto3 sind und bleiben ein wesentlicher Bestandteil der Weltmeisterschaft. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre mit drei Grand-Prix-Klassen, auf viele weitere Jahre mit drei Klassen mit großartigen Rennen, hohen Standards und dem bestmöglichen Motorsport."
"Wir denken keineswegs daran, Moto2 und Moto3 in den Hintergrund zu rücken, geschweige denn, jemandem den WM-Titel [aus diesen Klassen] nicht anzurechnen, oder Moto2 und Moto3 nicht mehr an denselben Tagen oder Wochenenden wie MotoGP fahren zu lassen", so die klare Ansage.
Was es hingegen im Jahr 2026 nicht mehr geben wird, das ist die MotoE-WM. Die Elektrorennserie wird nach dem Saisonfinale 2025 in Portimao nach insgesamt sieben Jahren (die ersten vier davon nicht als Weltmeisterschaft, sondern als Weltcup) eingestampft.
Dafür rückt 2026 eine neue Rennserie ins MotoGP-Rahmenprogramm. An sechs Rennwochenenden soll der Bagger-World-Cup mit den spektakulären Bikes von Harley-Davidson die Fans begeistern.
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