IndyCar-Test Sebring (Tag 2): Armstrong Schnellster - Schumacher steigert sich
Während Marcus Armstrong am zweiten Tag des Rundstreckentests in Sebring Gesamtbestzeit fährt, liegt Mick Schumacher weiter voll im Soll
(Motorsport-Total.com) - Der zweitägige IndyCar-Vorsaisontest auf der Kurzanbindung des Sebring International Raceway ist am Dienstag mit Tagesbestzeit für Marcus Armstrong (Shank-Honda) zu Ende gegangen. Mehr noch: Im Vergleich zur Tagesbestzeit, die Titelverteidiger Alex Palou (Ganassi-Honda) am Montag aufgestellt hatte, war Armstrongs Dienstagszeit von 52,372 Sekunden letztlich 0,254 Sekunden schneller.
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Marcus Armstrong (Shank-Honda) fuhr beim Sebring-Test absolute Bestzeit Zoom
Somit geht die Gesamtbestzeit beim Sebring-Test 2026 an Armstrong. Dessen Arbeitgeber Meyer Shank Racing unterhält auch in diesem Jahr wieder eine technische Kooperation mit Chip Ganassi Racing, dem Dreiwagenteam, für das unter anderem Palou fährt.
Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurde die Bestzeit beim Sebring-Test vom damaligen Penske-Piloten Will Power mit 52,255 Sekunden markiert. In diesem Jahr geht Power für Andretti Global und an den Start. Das bedeutet für den zweimaligen IndyCar-Champion nicht nur einen Teamwechsel, sondern auch einen Wechsel des Motorenpartners: Honda statt Chevrolet. Nach P17 im Tagesklassement am Montag belegte Power am Dienstag P4 im Tagesklassement.
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Will Power in seinem neuen Arbeitsgerät, dem #26 Andretti-Honda Zoom
Zwischen Marcus Armstrong und Will Power reihten sich am Dienstag noch Powers Andretti-Teamkollege Kyle Kirkwood sowie Ganassi-Pilot Scott Dixon ein. Die Top 5 machte Penske-Pilot Scott McLaughlin komplett.
Die Einteilung des Feldes in zwei Gruppen wurde für den zweiten Testtag beibehalten, wobei es diesmal wie bereits angekündigt Gruppe 2 war, die vormittags fuhr und Gruppe 1 nachmittags. Am Montag war es umgekehrt gewesen. Die beiden Tagesbestzeiten wurden jeweils am kühleren Vormittag gefahren. Nachmittags war es am Dienstag mit einer Höchsttemperatur von 25 Grad Celsius sogar noch ein wenig wärmer als am Montag.
Mick Schumacher steigert sich
Mick Schumacher, einer von drei Rookies im Starterfeld für die IndyCar-Saison 2026, belegte am Dienstag mit einer am Nachmittag gefahrenen Rundenzeit den 22. Platz im Tagesklassement. Gegenüber seiner Montagszeit hat sich der Neuling bei Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) um mehr als 0,8 Sekunden gesteigert. Damit liegt Schumacher in seiner Saisonvorbereitung weiter voll im Plan.
"Die Rundenzeit spielt keine Rolle, sie zählt nicht hier. Sie zählt erst dann, wenn wir in St. Pete ins erste Qualifying der Saison gehen", so Schumacher im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "Einige Leute testen hier nur für Sebring, andere bereiten sich auf St. Pete vor, wieder andere erledigen andere Aufgaben, von denen wir nichts wissen. Wir wissen, was wir tun. Wir machen unsere Arbeit und bereiten die Dinge vor, die wir für richtig halten."
Hunter McElrea testet ganzen Tag für Ed Carpenter Racing
Nachdem am Montag 23 Piloten im Einsatz gewesen waren, so waren es am Dienstag deren 24. Für Ed Carpenter Racing, die den Montag ausgelassen hatten, griff am Dienstag der neue Simulatorfahrer des Teams ins Lenkrad: Hunter McElrea.
Der Neuseeländer hat bislang ein einziges IndyCar-Rennen absolviert, und zwar in der Saison 2024 für Dale Coyne Racing. Am Dienstag in Sebring durfte McElrea sowohl vormittags als auch nachmittags fahren, weil er am Montag gar nicht auf der Strecke war. Im Tagesklassement am Dienstag belegte McElrea den starken achten Platz.
Bevor in weniger als drei Wochen, am 1. März, auf dem Stadtkurs in St. Petersburg (Florida) das erste von 18 Rennen im IndyCar-Kalender 2026 stattfindet, gibt es noch einen letzten zweitägigen Wintertest. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen Rundstreckentest, sondern um einen Ovaltest: Am Dienstag und Mittwoch der kommenden Woche (17./18. Februar) testen die Teams auf dem Phoenix Raceway.
Im Unterschied zu Sebring, wo seitens der IndyCar-Teams seit jeher traditionell nur getestet wird, taucht Phoenix in diesem Jahr erstmals seit 2018 wieder im Rennkalender auf, und zwar als zweite Saisonstation am 7. März. Es wird das erste von sechs Ovalrennen in dieser Saison.
Ergebnis IndyCar-Test in Sebring (Dienstag):
01. Marcus Armstrong (Shank-Honda) - 52,372 Sekunden (Gruppe 2)
02. Kyle Kirkwood (Andretti-Honda) - 52,479 (Gruppe 1)
03. Scott Dixon (Ganassi-Honda) - 52,514 (Gruppe 2)
04. Will Power (Andretti-Honda) - 52,611 (Gruppe 2)
05. Scott McLaughlin (Penske-Chevrolet) - 52,636 (Gruppe 2)
06. Felix Rosenqvist (Shank-Honda) - 52,702 (Gruppe 1)
07. Santino Ferrucci (Foyt-Chevrolet) - 52,715 (Gruppe 2)
08. Hunter McElrea (Carpenter-Chevrolet) - 52,729 (Gruppe 1 und 2)
09. Marcus Ericsson (Andretti-Honda) - 52,823 (Gruppe 1)
10. Rinus VeeKay (Juncos-Chevrolet) - 52,845 (Gruppe 1)
11. Alex Palou (Ganassi-Honda) - 52,874 (Gruppe 1)
12. Caio Collet (Foyt-Chevrolet) - 52,891 (Gruppe 1)
13. Josef Newgarden (Penske-Chevrolet) - 53,018 (Gruppe 1)
14. Patricio O'Ward (McLaren-Chevrolet) - 53,036 (Gruppe 1)
15. Christian Lundgaard (McLaren-Chevrolet) - 53,085 (Gruppe 2)
16. David Malukas (Penske-Chevrolet) - 53,167 (Gruppe 1)
17. Louis Foster (Rahal-Honda) - 53,177 (Gruppe 2)
18. Romain Grosjean (Coyne-Honda) - 53,220 (Gruppe 1)
19. Dennis Hauger (Coyne-Honda) - 53,226 (Gruppe 2)
20. Kyffin Simpson (Ganassi-Honda) - 53,228 (Gruppe 2)
21. Nolan Siegel (McLaren-Chevrolet) - 53,286 (Gruppe 2)
22. Mick Schumacher (Rahal-Honda) - 53,430 (Gruppe 1)
23. Sting Ray Robb (Juncos-Chevrolet) - 53,509 (Gruppe 2)
24. Graham Rahal (Rahal-Honda) - 53,519 (Gruppe 1)
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