IndyCar-Test Phoenix (Tag 1): Penske-Duo voran - Schumacher ohne Windschatten

Erstmals gleichzeitig mit allen anderen IndyCar-Stammpiloten im Oval, fährt Mick Schumacher am ersten Tag des Phoenix-Tests solide - Rookie-Kollege crasht

(Motorsport-Total.com) - Auf dem Phoenix Raceway im US-Bundesstaat Arizona ist am Dienstag der erste von zwei Tagen beim einzigen offiziellen Ovaltest der aktuellen IndyCar-Winterpause weitestgehend ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen. Einen harmlosen Crash gab es aber.

Titel-Bild zur News: David Malukas

Penske-Neuzugang David Malukas war an Tag 1 des Phoenix-Tests der Schnellste Zoom

Eine Stunde vor Ablauf der Zeit war es IndyCar-Rookie Caio Collet, der mit seinem Foyt-Chevrolet mit der Startnummer 4 in Turn 4 des Ovals die Streckenbegrenzung erwischte. Der 23-jährige Brasilianer befreite sich daraufhin aus eigener Kraft aus dem Cockpit. Im Gesamtergebnis des Tages schloss Collet als 25. und damit Letzter ab. Die zuvor in der Rookie-Session von ihm gefahrene Zeit blieb seine persönlich schnellste am ganzen Tag.

Im Anschluss an die 55-minütige Rookie-Session, in der Mick Schumacher P3 hinter Collet und hinter Dennis Hauger belegte, wurde der Testbetrieb zunächst nahtlos fortgesetzt. Die übrigen 22 der insgesamt 25 IndyCar-Stammpiloten 2026 griffen sofort nach den Rookies - ohne etwaige Gelbphase - ihrerseits ins Testgeschehen ein.


Fotostrecke: Fahrer und Teams der IndyCar-Saison 2026

In der insgesamt vierstündigen Session am Nachmittag wurde die Tagesbestzeit von David Malukas (Penske-Chevrolet) markiert. Mit Unterstützung eines Windschattens fuhr der Penske-Neuzugang eine Rundenzeit von 20,859 Sekunden. Auf dem moderat überhöhten Ein-Meilen-Oval entspricht das einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 172,605 Meilen pro Stunde (277,721 km/h).

Zweitschnellster am Ende des Tages hinter Malukas war Penske-Teamkollege Josef Newgarden, gefolgt von Will Power (Andretti-Honda), Kyle Kirkwood (Andretti-Honda) und Alex Palou (Ganassi-Honda).

Mick Schumacher: Über 100 Runden ohne Windschatten

Mick Schumacher hat seinen ersten Tag auf dem Phoenix-Oval mit insgesamt 109 Runden abgeschlossen, wobei seine Runden aus der Rookie-Session dazu zählen. Mehr Runden als Schumacher drehte am Dienstag einzig Christian Rasmussen (Carpenter-Chevrolet; 14.) mit deren 128.

In der Zeitenliste des ersten von zwei Testtagen belegt Schumacher, für den es der zweite Ovaltest ist, aber der erste auf einem Ein-Meilen-Oval, den 23. Platz. Mit einer persönlichen Bestzeit von 21,950 Sekunden hat er sich im Vergleich zur Rookie-Session (23,315 Sekunden) deutlich gesteigert.

Und: Schumacher war einer von nur drei Fahrern, die am ersten Tag ganz bewusst auf einen Windschatten verzichteten. Die anderen beiden waren Rookie-Kollege Ciao Collet, der in Turn 4 crashte, sowie Sting Ray Robb (Juncos-Chevrolet). Schumachers persönlich schnellste Runde kam in Alleinfahrt zustande. Das Fahren im Oval-Verkehr, und somit in "Dirty Air", stand für ihn am Dienstag noch nicht auf dem Programm (FAQ: So funktioniert das Racing im Oval).

Mick Schumacher

Mick Schumacher drehte am Dienstag in Phoenix mehr als 100 Runden Zoom

IndyCar-Rückkehrer Romain Grosjean, bei Dale Coyne Racing der Teamkollege von Rookie Dennis Hauger, reihte sich direkt hinter Mick Schumacher auf P24 der Zeitentabelle ein. Mit lediglich 40 Runden fuhr er am ersten der zwei Tage so wenige Runden wie kein anderer. Grosjean ist selber zwar kein Rookie. Das Phoenix-Oval war aber auch für ihn, wie für viele andere, bis dato unbekannt.

Nur fünf Piloten im Feld mit IndyCar-Rennerfahrung in Phoenix

Denn weil der Phoenix Raceway zuletzt in der Saison 2018 im IndyCar-Kalender auftauchte, bevor es nun am 7. März dieses Jahres (IndyCar-Kalender 2026) zum Comeback kommt, sind die drei Rookies und auch Grosjean bei weitem nicht die einzigen, für die es am Dienstag die ersten IndyCar-Runden auf dem unregelmäßigen Ein-Meilen-Oval waren.

Phoenix Raceway

Auf dem Phoenix Raceway wird zwei Tage lang getestet - Rennen am 7. März Zoom

Über reale IndyCar-Erfahrung in Phoenix verfügen im aktuellen Feld tatsächlich gerade mal fünf Fahrer: Scott Dixon, Josef Newgarden, Will Power, Graham Rahal, Alexander Rossi. Alle anderen kannten dieses Oval bis dato - wenn überhaupt - nur aus dem Simulator. Am Dienstag nun wurden von den 25 Piloten zusammengerechnet 2.049 Runden in der Realität zurückgelegt.

Am Mittwoch, dem letzten Testtag der IndyCar-Winterpause, stehen in Phoenix noch zwei Sessions für alle 25 IndyCar-Stammfahrer 2026 auf dem Programm. Die Vormittagssession ist auf drei Stunden angesetzt. Sie endet in mitteleuropäische Zeit umgerechnet um 20:00 Uhr MEZ. Im Anschluss an eine 90-minütige Mittagspause umfasst die Nachmittagssession ebenfalls drei Stunden. Sie endet um 0:30 Uhr MEZ.

Ergebnis IndyCar-Test in Phoenix (Dienstag):

01. David Malukas (Penske-Chevrolet) - 20,859 Sekunden
02. Josef Newgarden (Penske-Chevrolet) - 20,927
03. Will Power (Andretti-Honda) - 20,966
04. Kyle Kirkwood (Andretti-Honda) - 21,000
05. Alex Palou (Ganassi-Honda) - 21,008
06. Marcus Armstrong (Shank-Honda) - 21,062
07. Felix Rosenqvist (Shank-Honda) - 21,115
08. Scott McLaughlin (Penske-Chevrolet) - 21,122
09. Scott Dixon (Ganassi-Honda) - 21,153
10. Alexander Rossi (Carpenter-Chevrolet) - 21,187
11. Graham Rahal (Rahal-Honda) - 21,191
12. Marcus Ericsson (Andretti-Honda) - 21,195
13. Rinus VeeKay (Juncos-Chevrolet) - 21,208
14. Christian Rasmussen (Carpenter-Chevrolet) - 21,238
15. Louis Foster (Rahal-Honda) - 21,244
16. Patricio O'Ward (McLaren-Chevrolet) - 21,250
17. Dennis Hauger (Coyne-Honda) - 21,269
18. Nolan Siegel (McLaren-Chevrolet) - 21,307
19. Sting Ray Robb (Juncos-Chevrolet) - 21,355
20. Christian Lundgaard (McLaren-Chevrolet) - 21,430
21. Kyffin Simpson (Ganassi-Honda) - 21,498
22. Santino Ferrucci (Foyt-Chevrolet) - 21,789
23. Mick Schumacher (Rahal-Honda) - 21,950
24. Romain Grosjean (Coyne-Honda) - 22,055
25. Caio Collet (Foyt-Chevrolet) - 22,157