Werde jetzt Teil der großen Community von Motorsport-Total.com auf Facebook, diskutiere mit tausenden Fans über den Motorsport und bleibe auf dem Laufenden!
IndyCar-Test Phoenix: Mick Schumacher auf P3 in Rookie-Session
Beim offiziellen Ovaltest in Vorbereitung auf die IndyCar-Saison 2026 beginnt Mick Schumacher in der für Rookies reservierten Session mit Platz drei
(Motorsport-Total.com) - Die IndyCar-Teams absolvieren in dieser Woche an zwei Tagen (Dienstag und Mittwoch) den letzten Vorsaisontest für die bevorstehende Rennsaison 2026. Im Gegensatz zum Rundstreckentest, der in der vergangenen Woche in Sebring (Florida) stattfand, handelt es sich diesmal um einen Ovaltest, und zwar auf dem Phoenix Raceway im US-Bundesstaat Arizona.
© Penske Entertainment
Mick Schumacher testet in dieser Woche zum zweiten Mal im Oval - aber nicht allein Zoom
Den Auftakt des Testbetriebs in Phoenix bildete am Dienstag eine knapp einstündige Session, die den Rookies vorbehalten war. Im 25-köpfigen Feld der Stammfahrer für die IndyCar-Saison 2026 gibt es drei Rookies: Mick Schumacher aus Deutschland bei Rahal Letterman Lanigan Racing, Dennis Hauger aus Norwegen bei Dale Coyne Racing, Caio Collet aus Brasilien bei A.J. Foyt Racing.
Was Mick Schumacher betrifft, so ist der Phoenix-Test für ihn persönlich der zweite Ovaltest. Seinen ersten absolvierte er am 4. Februar auf dem Homestead-Miami Speedway, einem 1,5-Meilen-Oval mit einer progressiven Kurvenüberhöhung (Banking) von 18 bis 20 Grad. Es handelte sich um einen Privattest des Rahal-Teams, bei dem Schumacher als einziger auf die Strecke ging.
Auf dem Phoenix Raceway - einem Ein-Meilen-Oval mit charakteristischem Knick auf der Start/Ziel-Gerade sowie unterschiedlich überhöhten Kurven (10 bis 11 Grad in den Turns 1/2, aber nur 8 bis 9 Grad in den Turns 3/4) - trifft Schumacher nun erstmals auch im Oval auf seine Konkurrenten.
55 Minuten für die Rookies: Schumacher mit den meisten Runden
In der ersten Testsession am Dienstag beschränkten sich die auf seine zwei Rookie-Kollegen. In der zweiten Dienstagssession, und auch in den zwei Sessions am Mittwoch, gehen dann alle 25 IndyCar-Stammpiloten auf die Strecke.
In der 55-minütigen Rookie-Session am Dienstag ging Mick Schumacher im Rahal-Honda mit der Startnummer 47 als erster auf die Strecke und fuhr somit zunächst zwangsläufig Bestzeit. Nach längerer Wartezeit gingen auch Caio Collet im Foyt-Chevrolet mit der Startnummer 4 und Dennis Hauger im Coyne-Honda mit der Startnummer 19 auf die Strecke. Kurzzeitig waren alle drei Rookies gleichzeitig auf der Bahn.
Unterm Strich belegte Schumacher den dritten Platz. Seine persönlich beste Rundenzeit wurde mit 23,315 Sekunden notiert. Das entspricht auf dem Oval mit einer Rundenlänge von genau einer Meile (1,609 Kilometer) einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 154,406 Meilen pro Stunde (248,439 km/h).
© Penske Entertainment
Mick Schumacher drehte in der Rookie-Session die meisten Runden Zoom
Dennis Hauger fuhr eine persönliche Bestzeit von 22,371 Sekunden. Collet markierte die Bestzeit der Rookie-Session, und zwar mit 22,157 Sekunden, was 162,474 Meilen pro Stunde (261,420 km/h) entspricht.
Diese Rundenzeiten sind allerdings alle drei noch weit weg von denen, die in Phoenix möglich sind. Schumacher drehte im Verlauf der 55 Minuten insgesamt 26 Runden, Collet lediglich zwölf und Hauger gar nur sieben.
Worin sich die Teams der IndyCar-Rookies 2026 unterscheiden
Im Unterschied zu Mick Schumacher verfügen sowohl Dennis Hauger als auch Caio Collet bereits über Rennerfahrungen im Oval, wenn auch nicht im IndyCar-Boliden. Beide fuhren im vergangenen Jahr mit großem Erfolg in der direkten Aufstiegskategorie, der Indy-NXT-Serie (vormals Indy Lights). Hauger, der 2025 seine erste Indy-NXT-Saison fuhr, schloss diese auf Anhieb als Champion ab. Collet, für den es die zweite Saison war, wurde Vizechampion.
© Penske Entertainment
Dennis Hauger, ein weiterer der Rookies, ist der amtierende Indy-NXT-Champion Zoom
Mit Blick auf die bevorstehende IndyCar-Saison 2026 ist zudem erwähnenswert, dass sowohl das Team, für das Hauger fährt, als auch das Team, für das Collet fährt, über technische Kooperationen mit IndyCar-Topteams verfügen. Diese Kooperationen beinhalten allen voran den Austausch von Abstimmungsdaten. Für das Rahal-Team, für das Schumacher fährt, existiert eine solche technische Kooperation derzeit nicht.
Dale Coyne Racing, wo IndyCar-Rückkehrer Romain Grosjean der Teamkollege von Rookie Dennis Hauger ist, tritt mit Honda-Antrieben an und kooperiert in diesem Jahr erstmals mit dem Honda-Topteam Andretti Global. Dort sind Marcus Ericsson, Kyle Kirkwood und der im Winter von Penske gekommene zweimalige IndyCar-Champion Will Power die drei Stammpiloten 2026.
© Penske Entertainment
Caio Collet, der dritte Rookie, ist der amtierende Indy-NXT-Vizechampion Zoom
A.J. Foyt Racing, wo Santino Ferrucci der Teamkollege von Rookie Caio Collet ist, tritt mit Chevrolet-Antrieben an und unterhält nun schon im dritten Jahr eine technische Kooperation mit dem Chevy-Topteam Penske. Dort, wo sich Will Power nach 17 Jahren in Richtung Andretti und Honda verabschiedet hat, sind Powers Nachfolger David Malukas, sowie Scott McLaughlin und der zweimalige IndyCar-Champion Josef Newgarden die drei Stammpiloten 2026.
Rahal Letterman Lanigan Racing - wie Dale Coyne Racing eines der Honda-Teams im Feld - verfügt zwar anders als das Coyne-Team und das Foyt-Team nicht über eine technische Kooperation mit einem Topteam. Dafür aber handelt es sich beim Rahal-Team nicht um ein Team mit zwei Autos, sondern um eines mit drei Autos. Neben Rookie Mick Schumacher sind Louis Foster und Graham Rahal die Stammpiloten 2026.
Ergebnis IndyCar-Test in Phoenix (Rookie-Session):
01. Caio Collet (Foyt-Chevrolet) - 22,157 Sekunden
02. Dennis Hauger (Coyne-Honda) - 22,371
03. Mick Schumacher (Rahal-Honda) - 23,315
Neueste Kommentare
Erstellen Sie jetzt den ersten Kommentar