24h Daytona 2026: Cadillac-Pole, Top 6 in halber Sekunde

Jack Aitken beschert Action Express und Cadillac die Poleposition bei den 24 Stunden von Daytona 2026 - Porsche mit im Mix, BMW und Aston weit zurück

(Motorsport-Total.com) - Der Action-Express-Cadillac #31 (Aitken/Bamber/Vesti/Zilisch) wird die 64. Auflage der 24 Stunden von Daytona von der Poleposition aus in Angriff nehmen. Jack Aitken fuhr im Qualifying in 1:33.939 Minuten auf den ersten Startplatz. (Ergebnis Qualifying 24h Daytona 2026)

Titel-Bild zur News: Action Express Racing sicherte sich die Pole bei den 24 Stunden von Daytona 2026

Action Express Racing sicherte sich die Pole bei den 24 Stunden von Daytona 2026 Zoom

Die Zeit ist 0,046 Sekunden langsamer als die Polezeit aus dem Vorjahr. Die GTP-Boliden rollen in diesem Jahr auf neuen Reifen von Michelin. Zudem sind die vier LMDh-Boliden signifikanten Updates unterzogen worden, was sich beim Cadillac unter anderem in einem spektakulär niedrigen Heckflügel niederschlägt.

Aitken fing kurz vor Schluss Renger van der Zande im Meyer-Shank-Acura #93 (van der Zande/Yelloly/Palou/Ohta; 2.) ab, der mit dem von Meyer Shank Racing und HRC US werkseingesetzten Acura ARX-06 lange Zeit an der Spitze lag. Dem Acura ging in der Inlap der Sprit aus, van der Zande musste daher langsam zurückfahren.

Hinter dem WTR-Cadillac #40 (J. Taylor/Deletraz/Herta; 3.) von Louis Deletraz startet der beste Porsche von der vierten Position. Dabei handelt es sich um den Penske-Porsche #7 (Nasr/Andlauer/Heinrich). Die drei Porsche 963 belegten die geraden Plätze vier, sechs und acht. Die besten sechs Autos trennte weniger als eine halbe Sekunde.

Damit landeten alle Porsche vor den beiden BMW M Hybrid V8, die beim ersten Einsatz durch WRT im Qualifying nicht richtig in Fahrt kamen. Marco Wittmann hatte im WRT-BMW #25 (Marciello/Eng/Wittmann/Magnussen; 10.), der das erste Freie Training wegen eines Hybridproblems fast komplett verpasst hatte, einen Dreher in Kurve 1, auch der WRT-BMW #24 (S. van der Linde/D. Vanthoor/Frijns/Rast) kam nicht über P9 hinaus.

Ebenfalls weit abgeschlagen war der THOR-Aston-Martin #23 (Gunn/de Angelis/Riberas; 11.), dem es sowohl beim Vortest als auch im ersten Freien Training an Tempo fehlte. Dieser Trend setzte sich im Qualifying fort.

LMP2-Pole um 0,008 Sekunden

Acht Tausendstelsekunden entschieden in der LMP2 über die Poleposition. P.J. Hyett brachte den AO-Oreca #99 (Hyett/Cameron/Edgar/Rasmussen) "Spike" zunächst in 1:39.960 Minuten an die Spitze, wurde aber von Jeremy Clarke im Inter-Europol-Oreca #43 (Dillmann/Garg/Clarke/da Costa) um 0,008 Sekunden abgefangen.

Der Software-Unternehmer, der 2025 die 12 Stunden von Sebring in seinem allerersten Versuch gewann, hatte zunächst einen kleinen Abflug in Kurve 1, konnte einen Einschlag aber verhindern. Auch Hyett segelte in Kurve 1 geradeaus.

Die Session endete mit einem Dreher von Naveen Rao im Era-Oreca #18 (Rao/Habsburg/Sargeant), auf dem unter anderem Ex-Formel-1-Pilot Logan Sargeant fährt.

Corvette und Aston holen GT-Poles

Alexander Sims steuerte die Pratt-Miller-Corvette #3 (Garcia/Sims/Kirchhöfer) in 1:45.106 Minuten relativ deutlich an die Spitze. Zwischen seiner Bestzeit und dem zweitplatzierten Neil Verhagen im Paul-Miller-BMW #1 (Verhagen/de Phillippi/Hesse/Harper) kamen vier GTD-Fahrzeuge. Diese werden per Reglement aber hinter alle GTD-Pro-Autos zurückgesetzt.

Dean MacDonald unterstrich mit dem RLL-McLaren #59 (Esterson/N. Johnson/Vips/MacDonald), was sich beim Vortest schon abgezeichnet hatte: Der McLaren 720S GT3 Evo geht über eine Runde richtig gut, das Team hat aber noch Zweifel bezüglich der Longrun-Pace.

Alle Hersteller lagen dicht beisammen, lediglich die beiden Porsche 911 GT3 R (992) kamen beim Debüt des Evo-Pakets im Qualifying nicht wirklich in Fahrt und starten von den letzten beiden Plätzen in der GTD Pro.

In der GTD fuhr Zacharie Robichon im Heart-of-Racing-Aston-Martin #27 (Robichon/Drudi/Barrichello/Gamble) in 1:45.113 Minuten die schnellste Runde, die die zweitschnellste GT-Runde überhaupt war.

Philip Ellis war im Winward-Mercedes #57 (Ward/Ellis/Dontje/Auer) 0,074 Sekunden langsamer. Der Mercedes-AMG GT3 #57 strebt seinen dritten Klassensieg bei den 24 Stunden von Daytona nach 2021 und 2024 und den dritten GTD-Titel in Folge an. Insgesamt kamen sechs verschiedene Hersteller in der GTD unter die Top 10.

Auf dem Daytona International Speedway stehen noch zwei Freie Trainings an, davon eines am Donnerstagabend Ortszeit bei Dunkelheit und eines am Freitag. Das Rennen startet am Samstag um 19:40 Uhr MEZ (13:40 Uhr Ortszeit).