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Reifenschäden kosten BMW Spa-Podium: P5 & P6 "spiegeln Leistung nicht wider"

Beide Top-BMWs verlieren durch Reifenschäden ihre Chancen auf das Gesamtpodium bei den 24h Spa 2022: Warum ein Pirelli-Debakel abzusehen war

(Motorsport-Total.com) - Das Rowe-BMW-Team bleiben nach den 24h von Spa 2022 die unbelohnten Helden. Die BMW-Junioren Harper/Hesse/Verhagen auf der #50 verpassten aufgrund eines späten Reifenschadens ebenso das Gesamtpodium, wie die etablierten Farfus/Catsburg/Yelloly im M4 GT3 mit der #98.

Augusto Farfus, Nick Catsburg, Nick Yelloly

BMW verlor die 24h Spa durch einen Reifenschaden zwei Stunden vor Schluss Zoom

Letztlich wurden es die Plätze fünf für die #98 und sechs für die #50. Es war jedoch deutlich mehr drin, weshalb Andreas Roos, Leiter BMW M Motorsport, hadert: "Obwohl das Rennergebnis mit den Plätzen fünf und sechs für die beiden ROWE Racing BMW M4 GT3 gut ist, spiegelt es in meinen Augen nicht unsere eigentliche Leistung wider."

Und Nick Yelloly zeigt sich ebenfalls frustriert: "Unser BMW M4 GT3 war das ganze Wochenende über sehr konkurrenzfähig. Wir hätten auf jeden Fall den Sprung aufs Podium geschafft, wenn die Reifenschaden-Götter am Ende nicht gegen uns entschieden hätten."

Pirellis gehen bei vielen Herstellern kaputt

Dabei war BMW bei weitem nicht der einzige Hersteller, der in Spa mit Reifenschaden zu kämpfen hatte. Auch Aston Martin, Audi und Lamborghini hatte es im Rennen immer wieder erwischt. Dass es dazu kam, hatte sich im Vorfeld bereits angedeutet. Der neue GT3-Reifen von Pirelli zeigte sich schon beim ADAC GT Masters in Zandvoort anfällig.

Zudem wurde der Circuit de Spa-Francorchamps durch die Umbauten über den Winter gefährlicher für die Reifen. Vor den scharfen Randsteinen und der Rückkehr von Kiesbetten in vielen Auslaufzonen wurde schon im Vorfeld des Rennens gewarnt. Und so war es wenig verwunderlich, dass an vielen Autos die Pirelli-Reifen den Geist aufgaben.


24h Spa 2022: Rennhighlights

Die besten Szenen von den 24 Stunden von Spa, dem Saisonhöhepunkt von GT-World-Challenge (GTWC) Europe und Interkontinentaler GT-Challenge (IGTC) 2022

Für das BMW-Lager ist das jedoch nur ein schwacher Trost. Farfus/Catsburg/Yelloly hätten ohne Reifenprobleme sogar ein Wörtchen im Kampf um den Sieg mitreden können. "Der BMW M4 GT3 war hier sehr stark, und wir konnten über die gesamte Renndistanz hinweg um die Führung kämpfen", merkt Roos an.

GTWC-Maximalpunktzahl nach sechs und zwölf Stunden

Tatsächlich waren die beiden BMW-Fahrzeuge anfangs unauffällig unterwegs, hielten sich aus dem Gröbsten heraus und schlugen im richtigen Moment zu. Farfus/Catsburg/Yelloly waren es, die sowohl nach sechs, als auch nach zwölf Stunden in Führung lagen und damit in beiden Fällen die Höchstpunktzahl für die GT-World-Challenge Europe kassierten.

"Natürlich möchte man nach einer so starken Leistung über 24 Stunden auf dem Podium stehen und mit einem Pokal belohnt werden", gibt Roos zu. "Das hat diesmal leider aufgrund von zwei Reifenschäden spät im Rennen nicht geklappt. Das war einfach Pech."

Und auch Rowe-Teamchef Hans-Peter Naundorf hadert mit seinem Schicksal: "Am Ende hat jeweils ein einziger Reifenschaden bei beiden Fahrzeugen verhindert, dass wir dieses Ziel umsetzen. Es waren die einzigen Probleme an unseren BMW M4 GT3 während des gesamten Rennwochenendes. Sie sind sehr spät aufgetreten."

BMW-Teamchef: P5 und P6 im ersten Moment enttäuschend

"Danach gab es leider keine Neutralisierung des Rennens mehr, sodass wir die verlorene Zeit nicht mehr ausgleichen konnten. Unsere Crew in der #98 hat das den möglichen zweiten Platz gekostet, das BMW-Junior-Team hätte ohne den Schaden bei seiner Spa-Premiere Dritter werden können. So sind es am Ende die Plätze fünf und sechs geworden."

Doch das fühle sich "im ersten Moment dennoch enttäuschend" an, so Naundorf. Immerhin hatte die Rowe-BMW-Mannschaft das Geschehen über weite Strecken mitbestimmt. Doch um sich für diese Leistung zu belohnen, haben am Ende zwei Stunden gefehlt, denn kurz nach Beginn der 22. Stunde platzte an der #98 einer der Pirelli-Reifen.

Bis dahin zeigte man eine fast fehlerfreie Leistung, was Yelloly zu schätzen weiß: "Wenn man trotz dieses Pechs mit beiden Autos in die Top 6 fährt, hat man einen guten Job gemacht. Vielen Dank an alle - auch an die im Hintergrund, die einige sehr gute strategische Entscheidungen getroffen haben." Im kommenden Jahr will BMW Revanche nehmen.

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