GTWC statt WEC: Valentino Rossi erklärt seinen neuen BMW-Vertrag für 2026
Valentino Rossi hat seinen BMW-Vertrag um drei Jahre verlängert, tritt 2026 aber nicht mehr in der Langstrecken-WM an - Den Grund dafür nennt "The Doctor" selbst
(Motorsport-Total.com) - Valentino Rossi hat sich in Abstimmung mit seinem Arbeitgeber BMW festgelegt, in welcher Rennserie er im Jahr 2026 im Automobilrennsport antreten wird. Es wird für ihn eine Rückkehr in die GT-World-Challenge (GTWC) und gleichzeitig ein Abschied aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), in der er in den vergangenen zwei Jahren in der LMGT3-Klasse am Start war.
© Luca Rossini
Valentino Rossi fährt 2026 nicht mehr WEC, dafür wieder GTWC Zoom
"Ich werde in der GTWC fahren und freue mich sehr darüber. Das ist eine Rennserie, die ich wirklich mag und in der ich schon zu Beginn meiner Karriere auf vier Rädern angetreten bin", sagte Rossi am Mittwoch in Rom gegenüber Sky Italia am Rande der Teampräsentation seines eigenen Motorradteams VR46 für die bevorstehende MotoGP-Saison 2026.
Und Rossi liefert auch gleich die Erklärung dafür, weshalb er die GT-World-Challenge gegenüber der Langstrecken-WM vorzieht: "Ich war während der vergangenen zwei Jahre in der [Langstrecken-]Weltmeisterschaft am Start, habe mich aber für den Wechsel entschieden, weil die GTWC in Europa ausgetragen wird. Die Rennen liegen somit näher, während die meisten WEC-Rennen außerhalb Europas stattfinden und daher mit jeder Menge Langstreckenflüge verbunden sind."
Warum Rossi die GTWC der WEC vorzieht
"Mit einer Familie mit zwei jungen Mädchen ist es schwierig, so viele Tage im Jahr nicht zu Hause zu sein", sagt Rossi und erklärt: "Aus diesem Grund war es mehr oder weniger eine Entscheidung, die ich so treffen musste. Ich freue mich aber wirklich sehr, denn die GTWC macht großen Spaß."
© BMW
Rossi hat sich für 2026 aus familiären Gründen für die GTWC entschieden Zoom
Auf Nachfrage zu seiner Entscheidung für 2026 bestätigt die MotoGP-Legende, die seit 2022 ausschließlich Autorennen fährt: "Es war meine eigene Entscheidung und BMW hat zugestimmt. Mit ihnen habe ich meinen Vertrag um drei Jahre verlängert. Ich musste nur entscheiden, wo ich für sie fahren will."
Dass Rossi 2026 nicht mehr in der WEC antreten würde, das hatte BMW bereits im Dezember 2025 verraten. Jetzt ist klar, wie Rossis Fahrplan für 2026 aussieht - zumindest in großen Teilen. Offen ist derzeit noch, wie in der GTWC die fahrerische Besetzung des von WRT eingesetzten BMW M4 GT3 Evo mit der Startnummer 46 genau aussehen wird.
Künftig auch Start bei den 24h Nürburgring?
Fünf der zehn Rennen im GTWC-Kalender 2026 zählen zum Sprint-Cup, die anderen fünf zum Endurance-Cup. Letztgenannte Wertung umfasst als Saisonhöhepunkt die 24 Stunden von Spa, wo Rossi in den vergangenen vier Jahren bereits am Start war, dreimal davon für BMW.
Aufgrund seiner nun getroffenen Entscheidung wird Rossi bei den 24 Stunden von Le Mans, dem Höhepunkt der WEC, im Jahr 2026 sehr wahrscheinlich nicht mehr antreten. Indes wäre für ihn ein Start bei den 24 Stunden vom Nürburgring rein theoretisch denkbar.
Der Langstrecken-Klassiker auf der Nordschleife zählt zum Kalender der Intercontinental-GT-Challenge (IGTC), welcher unter anderem auch die 12 Stunden von Bathurst beinhaltet (IGTC-Kalender 2026). Für Bathurst hat Rossi bei WRT bereits zugesagt.
Der Nürburgring-Termin (16./17. Mai) überschneidet sich, genau wie der Bathurst-Termin, nicht mit dem GTWC-Kalender. Allerdings müsste Rossi für eine Teilnahmeberechtigung an den 24h Nürburgring erst noch den Permit auf der Nordschleife machen. Genau das hat er bislang abgelehnt. Ob er sich für 2026 (oder später) von den jetzt einfacheren Permit-Regeln umstimmen lässt, bleibt abzuwarten.

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