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Van der Garde siegt im Monza-Regen

Erst Wolkenbruch, dann Regenrennen: Giedo van der Garde bezwang in Monza Vitaly Petrov - Nico Hülkenberg nach drei Ausrutschern Sechster

(Motorsport-Total.com) - Giedo van der Garde gewann ein teilweise chaotisches GP2-Hauptrennen von Monza. Der iSport-Pilot setzte sich im Platzregen von Norditalien gegen Vitaly Petrov (Addax) durch, der das Geschehen im Königlichen Park lange Zeit unter Kontrolle hatte, sich am Ende jedoch dem starken Druck des Niederländers beugen musste.

Giedo van der Garde

Giedo van der Garde gewann in Monza sein drittes GP2-Saisonrennen Zoom

Damit verkürzte der Russe seinen Rückstand auf Nico Hülkenberg in der GP2-Gesamtwertung um fünf weitere Punkte, da der Deutsche lediglich als Sechster abgewunken wurde. Petrovs Konto weist nun 66 Zähler auf und besitzt damit - drei Rennen vor dem Saisonende - nach wie vor geringe Titelchancen. Hülkenbergs Vorsprung (86) ist jedoch nach wie vor beruhigend.#w1#

Über 40 Minuten mussten die Zuschauer im Autodromo von Monza ausharren, weil ein ausgiebiger Wolkenbruch aus nördlicher Richtung über der Strecke niederging. Als sich die Bedingungen dann soweit gebessert hatten, dass das Rennen gestartet werden konnte, wurden die ersten sechs Runden naturgemäß hinter dem SafetyCar verbracht.

Pole-Setter Petrov und van der Garde setzten sich sofort ab und lieferten sich über die gesamten 32 Umläufe ein sich zuspitzendes Duell. Denn der GP2-Gesamtzweite schaffte es nie, mehr als drei Sekunden Vorsprung auf seinen Verfolger herauszufahren. In der zweiten Rennhälfte unterliefen Petrov dann einige kleinere Ausrutscher, die van der Garde zunehmend in Schlagdistanz brachten.

Enges Duell an der Spitze

Vitaly Petrov

Vitaly Petrov hatte das Renngeschehen im nassen Monza zu Beginn im Griff Zoom

Sowohl in der Variante della Roggia, als auch in den beiden Lesmo-Kurven zog der iSport-Bolide jeweils auf die Seite des Russen, der sich mit dem Messer zwischen den Zähnen verteidigen musste. Die letztendliche Entscheidung fiel dann erst zwei Runden vor dem Ende.

Van der Garde war auf der immer mehr abtrocknenden Strecke gerade zu seinem Pflichtstopp gegangen, als sich ausgangs der ersten Schikane Michael Herck direkt vor Petrov drehte. Der DPR-Pilot befand sich zu diesem Zeitpunkt als Achter auf Punktekurs, flog jedoch in die Leitplanken und geriet auf die Strecke zurück.

Petrov musste verlangsamen und als der Russe eine Runde später seinen Stopp erledigt hatte, war van der Garde vorbeigezogen. Ein weiterer Ausritt von GP2-Rookie Johnny Cecotto im zweiten DPR sorgte wenige Augenblicke später für ein Safety-Car, weshalb das Spitzenduell eine Runde früher als geplant entschieden war.

Platz drei ging an Lucas di Grassi (Racing Engineering), der sich über weite Strecken gegen einen bärenstarken Alvaro Parente zur Wehr setzen musste. Der Portugiese in Diensten von Tiago Monteiros Ocean Racing Team pflügte von seinem Startplatz 18 aus durchs Feld und setzte di Grassi massiv unter Druck.

Eine Durchfahrtsstrafe wegen dreimaligem Abkürzens der ersten Schikane warf Pechvogel Parente jedoch bis auf Platz elf zurück. Nach dessen Pflichtstopp konnte sich der 24-Jährige noch einige Positionen gutmachen und landete am Ende auf Rang sieben.

Hülkenberg am Ende Sechster

Lucas di Grassi, Alvaro Parente

Lucas di Grassi und Alvaro Parente lieferten sich einen herzhaften Zweikampf Zoom

So war der Weg frei für Jerome d'Ambrosio (4.). Der DAMS-Pilot setzte im GP2-Feld als einziger auf eine Regenabstimmung und profitierte deutlich. Nur als 22. gestartet arbeitete sich der Belgier - analog zu Parente - sukzessive nach vorne und setzte in den Schlussrunden sogar di Grassi unter Druck.

Auch Edoardo Mortara (Arden) kam bei abtrocknender Piste zusehends in Schwung und schnappte Hülkenberg im Finale noch Platz fünf vor der Nase weg. Dies allerdings, weil der Deutsche nach seinem Pflichtstopp in der zweiten Lesmo-Kurve einen leichten Ausritt hinlegte, und anschließend aufgrund des Safety-Cars nicht mehr kontern konnte.

Generell war Hülkenbergs Monza-Auftritt nicht optimal. Auf pitschnasser Strecke rutschte sein ART-Bolide schon beim Start quer durch die Parabolica, was Sergio Perez in Angriffsposition brachte. Wenige Meter weiter kam der Piquet-Pilot jedoch auf die weiße Linie und krachte knapp vor Hülkenbergs Nase quer in die Leitplanken der ersten Schikane.

Der GP2-Tabellenführer hatte noch einmal Riesenglück im Unglück, als er in Runde zehn durch die Kiesbetten der Parabolica ackerte und dabei nur zwei Plätze verlor. Just dort war - unter anderem - auch das Rennen seines ART-Teamkollegen Pastor Maldonado beendet.

Der letzte Punkt eines turbulenten GP2-Rennens ging an den Spanier Javier Villa (Super Nova), der damit beim Sprintrennen am Sonntagvormittag aus der Pole-Position starten wird. Acht unterschiedliche Teams holten sich am Samstag also die GP2-Punkte. Andi Zuber (Coloni) landete unauffällig auf Rang zwölf.

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