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  • 18.05.2009 · 16:52

  • von Roman Wittemeier

Kein Asiatenzwang mehr in der GP2 Asia?

Die Organisatoren der GP2 Asia wollen möglicherweise von der bisherigen Vorgabe abweichen, dass mindestens ein Pilot pro Team aus Asien kommen soll

(Motorsport-Total.com) - Bei der immensen Bevölkerungszahl Asiens ist es sehr wahrscheinlich, dass irgendwo in Japan, Indien, China oder einer anderen Nation des Kontinents mehrere Piloten mit weltmeisterlichem Potenzial leben. Diese gilt es nun zu finden, da Asien als Absatzmarkt der Automobilindustrie von enormer Wichtigkeit ist und man ein lokales Zugpferd für einen gelungenen Marketingauftritt braucht. Die GP2 Asia sollte die Talentsuche beschleunigen und vereinfachen.

Roldan Rodriguez, Kamui Kobayashi

Toyota-Youngster Kamui Kobayashi holte sich in der GP2 Asia die Krone

Die GP2-Organisatoren hatten daher bei der Einführung der Ablegerserie festgeschrieben, dass mindestens ein Pilot pro Team aus Asien kommen muss. Ein Konzept, welches bislang nicht den gewünschten Erfolg brachte. Zwar setzte in der abgelaufenen Saison Kamui Kobayashi viele Glanzlichter, doch der Japaner hatte es dank Förderung von Toyota ohnehin schon bis zum Formel-1-Testpiloten gebracht. Weitere asiatische Erfolge blieben zumeist aus.#w1#

"Wir dachten zu Beginn, dass diese Regel der Schlüssel sein könnte, wenn asiatische Talente in Richtung Formel 1 geführt werden sollen", sagte GP2-Macher Bruno Michel dem Magazin 'gpweek.com'. "Wir mussten aber erkennen, dass es schwierig ist, entsprechende Piloten mit dem nötigen Format zu finden. Außerdem war es oft problematisch, dass entsprechende Budget zusammenzubekommen. Wenn der Trend so weitergeht, nehmen wir von der Regel womöglich wieder Abstand."