Russell: "Große Opfer" für den Formel-1-Traum gern erbracht

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Redaktion
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Russell: "Große Opfer" für den Formel-1-Traum gern erbracht

Beitrag von Redaktion » So Jan 12, 2020 2:16 pm

Williams-Pilot George Russell reflektiert seine Teenager-Jahre: Bereut er die verpassten Partys und Jugendsünden? - Britisches Trio gegenseitig gepusht

Williams-Pilot George Russell schlüpft 2020 in eine neue Rolle: vom Rookie zum Teamleader. Der Brite wird der erfahrenere Fahrer im britischen Rennstall neben Neuling Nicholas Latifi sein. Für seinen Traum, in der Formel 1 zu fahren, musste er "große Opfer" bringen.

Gemeinsam mit Lando Norris (McLaren) und Alexander Albon (Red Bull) war Russell einer von drei Rookies in der Saison 2019. Auf ihrem Weg in die Königsklasse sei es ganz "normal" gewesen, große Opfer für ihren Kindheitstraum zu erbringen.

"Wir alle haben die Schule früh verlassen. Keiner von uns hat viel Party gemacht oder getrunken in unseren Teenager-Jahren", so der 21-Jährige. "Wir alle dachten, das sei normal. Wir haben niemals gedacht, dass wir etwas Besonderes machen würden."

Bereits seit ihrer Kartzeit kennen sich Russell, Albon und Norris. Die drei Briten fuhren bereits in den Juniorkategorien gegeneinander. Der Thailänder konnte sich im ersten Formel-1-Jahr als bester Neuling auf WM-Rang acht einreihen, Norris verpasste die Top 10 knapp. Russell schaffte im unterlegenen Williams nur P20.

Auf Jugendsünden zu verzichten, um Spitzenathlet zu werden, habe er gern in Kauf genommen, so Russell. "Wir dachten einfach, dass müssen wir tun, wenn wir Formel-1-Fahrer werden wollen." Erst im Nachhinein habe er auch wertschätzen gelernt, dass er über seine Grenzen gegangen ist, um sein Ziel zu erreichen.

"Es ist schön, dass auch die Leute das anerkennen", freut er sich. Das Trio habe sich gegenseitig "gepusht", gegenseitig waren die Fahrer Messlatte für den jeweils anderen. "Wir wussten, dass wir auf einem ähnlichen Niveau fahren."

Das sei auch in der Formel 1 noch der Fall. Für Russell, dessen Rookie-Saison sich meist auf den letzten Rängen im schwachen Williams abspielte, ein Hoffnungsschimmer. Durch die starken Leistungen seiner Kollegen wird auch seine Performance aufgewertet.

Außerdem sei das sehr motivierend zu wissen, dass Norris und Albon gegen Fahrer ankommen, die fünf oder zehn Jahre Formel 1 auf dem Buckel haben. "Das ist ein großartiges Gefühl." Schon Max Verstappen und Charles Leclerc hat Russell in den Nachwuchsklassen beobachtet.

Gegenseitig habe sich die Jugend angespornt. "Ich habe gesehen, was Max und Charles machen. Und sie haben sich vielleicht dasselbe bei uns gedacht. Das Gleiche galt für Lando, er war hinter mir und Alex ein wenig vorn. Vielleicht hat Lando ein wenig auf uns aufgeschaut." Umgekehrt habe er auf Albon geachtet, der zwei Jahre älter ist.

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2CV
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Da wurde nichts geopfert

Beitrag von 2CV » Mo Jan 13, 2020 1:15 am

Ist ja wohl eher so, daß Jene, die diese Chance mangels elterlicher Knete nicht hatten, sich wenigstens in das Abenteuer Party und Alkohol stürzten. Finde das schon den Hammer, daß er das jetzt andersrum darstellt. Ooooh, der arme, heroische Russell. Meine Fresse, hätt ich es geliebt, Eltern zu haben, die mir die "Droge", "Sünde" und das "Abenteuer" Motorsport finanzieren.
Halo ist nicht Sicherheits- od.Schönheits-,sondern Prinzipfrage: F1 sind offene Monoposti, der einzigartige Mix v.Mopped&Auto: Ungefährlicher als Mopped, gefährlicher als Auto; wem's zu gefährlich ist, ab zu Sport-&Tourenwagen. Nein zu Halo i.d.F1

alex_kre
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Re: Da wurde nichts geopfert

Beitrag von alex_kre » Mo Jan 13, 2020 9:01 am

2CV hat geschrieben:
Mo Jan 13, 2020 1:15 am
Ist ja wohl eher so, daß Jene, die diese Chance mangels elterlicher Knete nicht hatten, sich wenigstens in das Abenteuer Party und Alkohol stürzten. Finde das schon den Hammer, daß er das jetzt andersrum darstellt. Ooooh, der arme, heroische Russell. Meine Fresse, hätt ich es geliebt, Eltern zu haben, die mir die "Droge", "Sünde" und das "Abenteuer" Motorsport finanzieren.
Ich finde ja, dass du recht hast, dass es ohne finanzielle Mittel bspw. durch Eltern sehr schwierig oder gar unmöglich ist in die Formel1 zu kommen, aber er hat sich durch alle Klassen gefahren mit beachtlichen Ergebnissen und dazu wird sicherlich einiges gehören. Wenn alles mit Geld möglich wäre, dann würde es definitiv mehr Lance Strolls geben, aber gibt es nicht.
Einfach ins Auto steigen und sagen „Papa bezahl mal“ ist da nicht, vor allem, weil es sicherlich nicht mit 5€ getan ist, außerdem gehört zur finanziellen Unterstützung auch ein gewisses Talent und Opferbereitschaft.

2CV
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Re: Da wurde nichts geopfert

Beitrag von 2CV » Di Jan 14, 2020 5:08 am

alex_kre hat geschrieben:
Mo Jan 13, 2020 9:01 am
Ich finde ja, dass du recht hast, dass es ohne finanzielle Mittel bspw. durch Eltern sehr schwierig oder gar unmöglich ist in die Formel1 zu kommen, aber er hat sich durch alle Klassen gefahren mit beachtlichen Ergebnissen und dazu wird sicherlich einiges gehören. Wenn alles mit Geld möglich wäre, dann würde es definitiv mehr Lance Strolls geben, aber gibt es nicht.
Einfach ins Auto steigen und sagen „Papa bezahl mal“ ist da nicht, vor allem, weil es sicherlich nicht mit 5€ getan ist, außerdem gehört zur finanziellen Unterstützung auch ein gewisses Talent und Opferbereitschaft.
Also wenn ich Rennfahren liebe, und auch Talent hab, welches Opfer bring ich dann bitte? Ich mach dann was ich liebe.

Und was Stroll anbetrifft: Ich finde das Fahrerfeld schon seit einigen Jahren "strolliger". (Boxen)Funkgesteuerte, knöpfchendrückende Ladegerätbesatzung. Das Einzige, was da Überdurchschnitt ist, ist Reaktionsschnelligkeit und vielleicht noch Multitaskingfähigkeit, aber nicht mehr Fahrkunst, diese Pattexautos von heut haben die Fahrkunst fest eingebaut, sogar ne Oma kommt damit unfallfrei um die Rennstrecke.

IMHO
Halo ist nicht Sicherheits- od.Schönheits-,sondern Prinzipfrage: F1 sind offene Monoposti, der einzigartige Mix v.Mopped&Auto: Ungefährlicher als Mopped, gefährlicher als Auto; wem's zu gefährlich ist, ab zu Sport-&Tourenwagen. Nein zu Halo i.d.F1

alex_kre
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Re: Da wurde nichts geopfert

Beitrag von alex_kre » Do Jan 16, 2020 4:52 pm

2CV hat geschrieben:
Di Jan 14, 2020 5:08 am
Also wenn ich Rennfahren liebe, und auch Talent hab, welches Opfer bring ich dann bitte? Ich mach dann was ich liebe.

Und was Stroll anbetrifft: Ich finde das Fahrerfeld schon seit einigen Jahren "strolliger". (Boxen)Funkgesteuerte, knöpfchendrückende Ladegerätbesatzung. Das Einzige, was da Überdurchschnitt ist, ist Reaktionsschnelligkeit und vielleicht noch Multitaskingfähigkeit, aber nicht mehr Fahrkunst, diese Pattexautos von heut haben die Fahrkunst fest eingebaut, sogar ne Oma kommt damit unfallfrei um die Rennstrecke.

IMHO
Vollkommen richtig, aber es ändert nichts daran, dass du vieles aufgeben musst, sei es Freunde, andere Hobbys oder Ähnliches.
Stroll ist nur das Beispiel dafür, dass man mit viel Geld alles bekommen kann und unantastbar ist. Russel oder Norris sind eher beispiele, die mit viel Geld gefördert werden, damit sie dahin kommen wo sie nun sind, aber nicht unantastbar sind.
Deine These, dass alle ferngesteuert sind ist wieder was neues. Ja, es ist alles ferngesteuert, aber du siehst ja trotzdem, dass es da unterschiede gibt, wie bspw. bei Mercedes, sonst wäre Bottas Weltmeister und nicht Hamilton und es kommt auf viel mehr an als nur das.
Ich find es auch nicht gut und bin kein beführworter davon, aber es gibt noch Unterschiede, die wir nicht sehen können.
Mein Wunsch ist es, dass wir wieder die brüllenden V10 Moteren mit hybridtechnologie haben in der Größe der Fahrzeuge um 2000.

2CV
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Re: Da wurde nichts geopfert

Beitrag von 2CV » Fr Jan 17, 2020 4:09 am

Wenn ich Etwas liebe und dafür Etwas sein lasse, was ich weniger liebe, das ist für mich kein "Opfer bringen", sondern mich entscheiden, denn man kann nunmal nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Und das passiert eigentlich andauernd, daß ich mich entscheiden muß (diese Frau oder jene, dieses Auto oder jenes, etc.etc.); ...aber ich würde mich selbst doch unglücklich machen, würde ich all diese Entscheidungen nun als "Opfer bringen" ansehen - dann wär ja dreiviertel des Leben "Opfer bringen" (und ich bald völlig frustriert und deprimiert und dann bräucht ich Psychopharmaka und Alkohol und was weiß ich noch) -.

Für mich ist "Etwas opfern" nur gegeben, wenn ich Etwas machen muß, was ich nicht liebe (z.B. aus sozialer Verantwortung heraus, oder aus ganzheitlicher Sichtweise), und dafür was sein lassen muß, was ich gerne täte, z.B. wenn ich heutzutage jung wäre und ein extremst talentierter Nachwuchsfahrer, das aber sein lasse, um Irgendwas zu lernen oder zu machen, mit dem ich gegen die Zerstörung dieses Planeten als Überlebensbasis für die Menschheit wirken kann. Kurz gesagt: Die Thunberg bringt Opfer, aber doch nicht der Russell.
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