"Brauchen keine vier Stunden Training": Suzuka Vorbild für n

Hier diskutieren Fans über News und aktuelle Themen rund um die Formel 1
Antworten
Redaktion
Beiträge: 22361
Registriert: Do Nov 08, 2001 1:01 am

"Brauchen keine vier Stunden Training": Suzuka Vorbild für n

Beitrag von Redaktion » Sa Okt 12, 2019 9:55 am

Die Formel 1 muss ihr Programm in Suzuka in zwei Tagen abhalten: Für die Fahrer könnte das Vorbild für ein generell kürzeres Format sein

Im Zuge der Regeländerungen ab 2021 zieht die Formel 1 auch eine Abkehr vom traditionellen Zeitplan in Erwägung - einerseits um das Programm etwas knackiger zu machen, andererseits um die Arbeitsbelastung bei einer steigenden Anzahl Rennen etwas zu minimieren.

In Suzuka wird die Formel 1 durch Taifun Hagibis zu ihrem Glück gezwungen und muss alles auf zwei Tage verkürzen. Das dritte Training fällt ersatzlos ins Wasser, das Qualifying wird am Sonntagvormittag vor dem Rennen abgehalten.

Bei den Fahrern kommt das ziemlich gut an. Schon der Freitag war etwas aufregender, weil das zweite Training möglicherweise einen Einfluss auf die Startaufstellung haben könnte, sodass neben den Longruns auch noch Qualifying-Versuche gefahren wurden.

"Wir haben einen guten Motorenmodus benutzt, und ich habe das wirklich für ein gutes Format gehalten", sagt Romain Grosjean, einer der Vorsitzenden der Fahrervereinigung GPDA. Er könnte sich vorstellen, das öfter so zu machen: "Du hast eineinhalb Stunden, du hast Reifen, du hast Zeit, du musst am Nachmittag Longruns fahren, willst aber auch schnelle Runden drehen. Also gibt es viel Action."



Der Franzose erachtet es als sinnvoll, das Programm auf zwei Tage zu verkürzen, und rennt damit bei seinen Kollegen offene Türen ein: "In der Formel 1 haben wir zu viel Trainingszeit. Wir brauchen gar nicht vier Stunden", sagt Daniel Ricciardo. Zumal man aufgrund der Reifensituation und dem Schonzwang für Motoren und anderes Material ohnehin nur eingeschränkt fährt.

"Ich denke, man schafft in zwei Tagen genug", sagt der Renault-Pilot weiter. "Warum nicht? Mich stört das nicht", stimmt auch Daniil Kwjat zu. Genau wie Nico Hülkenberg: "Nach zehn Jahren würde ich die Veränderung wohl begrüßen", sagt er. "Ich bin nicht dagegen."

Zu allererst würde er den für viele Fahrer ungeliebten Donnerstag loswerden. "Und dann den Freitag", so der Deutsche. Doch der Donnerstag ist traditionell für Medientermine reserviert. "Ich kann auch Freitagabend mit euch sprechen, keine Sorge", sagt er.



Doch egal wie die Verschiebung des Zeitplanes auch aussieht, ein Tag weniger wäre für alle Beteiligten gut, finden die Piloten. "Dann können die Jungs ein bisschen mehr Zeit zuhause verbringen - und wir auch", sagt Kwjat. "Aber hauptsächlich geht es um die Jungs, die so viele Tage arbeiten. Vielleicht könnte dieser Extratag sie wieder etwas lebendiger machen, also warum nicht?"

Denn für viele Mitarbeiter geht ein Formel-1-Wochenende nicht nur von Freitag bis Sonntag. Sie müssen schon Mittwoch alles in Akkordarbeit aufbauen, erst am Montag ist der Großteil des Materials wieder verstaut.

Zuletzt hatte es immer wieder Diskussionen um den neuen Formel-1-Kalender gegeben. 2020 werden mit 22 Rennen so viele wie noch nie ausgetragen, und es sollen in Zukunft sogar noch mehr werden, was bei den Beteiligten nicht gerade positiv gesehen wird.

"Wir haben im kommenden Jahr 22 Rennen. Und wenn wir es um einen Tag kürzen, anstatt Mittwoch zu kommen und vielleicht Sonntag oder Montag abzureisen, dann wäre das gut", findet Ricciardo. "Das würde die 22 Rennen machbarer gestalten."

Original-News aufrufen

Benutzeravatar
TifosiF40
Beiträge: 2471
Registriert: Do Feb 21, 2002 1:01 am

Re: "Brauchen keine vier Stunden Training": Suzuka Vorbild für n

Beitrag von TifosiF40 » Sa Okt 12, 2019 3:06 pm

Was die Fans davon halten, spielt wohl keine Rolle. Von mir aus könnte man die Freitagstrainings auf 2 x 60 Minuten verkürzen.
Stand up (for the) Champion

Cave
Beiträge: 666
Registriert: Mi Jan 24, 2018 5:11 pm

Re: "Brauchen keine vier Stunden Training": Suzuka Vorbild für n

Beitrag von Cave » Sa Okt 12, 2019 4:18 pm

TifosiF40 hat geschrieben:
Sa Okt 12, 2019 3:06 pm
Was die Fans davon halten, spielt wohl keine Rolle. Von mir aus könnte man die Freitagstrainings auf 2 x 60 Minuten verkürzen.
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern in denen man im öffentlichen TV alle sessions sehen konnte und ich hab mir auch das meiste angesehen.

Für den fan vor dem TV ist es damit unerheblich was passiert mit dem Freitag. Dem rennstreckenbetreiber bringt es halt leider relativ wenig. Man kann den frei gewordenen Freitag jetzt nicht mit Rahmenprogramm füllen, dafür günstige Tickets anbieten 7nd hoffen dass sich die die dann kommen eben auch die f1 ansehen und dafür mehr bezahlen.
Ich fände es sinnvoller für die Fans und den rennstreckenbetreiber den Samstag ausfallen zu lassen. Training am Fr wo sowieso keiner zusehen will, Samstag Pause mit gutem Rahmenprogramm und so quali und rennen.

SchumiOne
Beiträge: 111
Registriert: So Jun 24, 2018 1:08 pm

Re: "Brauchen keine vier Stunden Training": Suzuka Vorbild für n

Beitrag von SchumiOne » Sa Okt 12, 2019 7:08 pm

Samstags morgen 2 x 60-80 min Setup arbeiten, und gut ist.

Dann Nachmittags das Quali...fertig.

Gab ja jetzt schon einige Rennen ,wo man eben Freitags wg Regen keine Daten sammeln konnte und die meisten Teams waren Sonntags trotzdem bei der Musik...auch ohne die ganze Daten Sammel wut.

Dann haben die halt keine Infos,wie lange welcher Reifen hält und das ist gut so.
Wird halt so lange gefahren,bis die Dinger hin über sind...wechseln und weiter fahren.

Benutzeravatar
TifosiF40
Beiträge: 2471
Registriert: Do Feb 21, 2002 1:01 am

Re: "Brauchen keine vier Stunden Training": Suzuka Vorbild für n

Beitrag von TifosiF40 » Sa Okt 12, 2019 8:39 pm

Weniger arbeiten ohne Gehaltskürzung - ich wäre dafür.
Stand up (for the) Champion

SchumiOne
Beiträge: 111
Registriert: So Jun 24, 2018 1:08 pm

Re: "Brauchen keine vier Stunden Training": Suzuka Vorbild für n

Beitrag von SchumiOne » Sa Okt 12, 2019 10:41 pm

TifosiF40 hat geschrieben:
Sa Okt 12, 2019 8:39 pm
Weniger arbeiten ohne Gehaltskürzung - ich wäre dafür.
Ich fasse das mal als etwas Sarkastisch auf...
Was brachte die ganze Sparerei der letzten 15 Jahre???
Meiner Meinung nach nicht viel....speziell auf dem Motorensektor.
Klar wurde anfänglich gespart,als das kontingent stark begrenzt wurde.Und nun???
Jetzt werden diese Summen in die Haltbarkeit der Motoren gesteckt.

Ob man wirklich spart,wenn man das FR-Training weg lässt...glaub ich nicht.

Antworten