DTM und Super GT: So laufen die BoP-Einstufungstests in Hock

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Redaktion
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DTM und Super GT: So laufen die BoP-Einstufungstests in Hock

Beitrag von Redaktion » Mi Okt 02, 2019 4:58 pm

Trotz Class-1-Reglement gibt es Unterschiede zwischen DTM und Super GT: Wie die BoP-Einstufung läuft und wieso man hoffen muss, dass die Japaner schneller sind

Die DTM und die Super-GT-Serie, die dieses Wochenende in Hockenheim erstmals gegeneinander antreten, berufen sich beide auf das Class-1-Reglement. Da dieses aber erst nächstes Jahr konsequent umgesetzt wird, gibt es derzeit noch einige Unterschiede zwischen den Boliden. Aus diesem Grund wird es am Donnerstag in Hockenheim Einstufungstests für die drei Super-GT-Autos von Honda, Nissan und Lexus geben.

Die drei Teams dürfen sich dabei am Vormittag (10:00 bis 11:00 Uhr) und am Nachmittag (14:00 bis 15:00 Uhr) je eine Stunde lang auf den für sie unbekannten Hockenheimring einschießen. Danach wird der DMSB entscheiden, ob man eingreifen und auf eine Balance-of-Performance-Regelung setzen muss oder ob Jenson Button & Co. unter realen Bedingungen gegen die DTM-Piloten kämpfen werden.

"Die Autos sind größtenteils gleich", erklärt DTM-Boss Gerhard Berger. "Es gibt kleinere Unterschiede, die dadurch bedingt sind, dass in Japan längere Distanzen gefahren werden, dass sie andere Tanks und Fahrerwechsel haben. Daher könnte es Anpassungen geben, ich bin aber nicht einmal sicher, ob das überhaupt notwendig ist. Wir werden am Donnerstag ein Freies Training fahren und dann sehen wir, ob alle auf Augenhöhe sind. Dann geht es los."



Eine Anpassung der Boliden könnte über Zusatzgewichte oder über Änderungen beim Restriktor erfolgen. "Ich denke, wir werden das hinkriegen", ist BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt zuversichtlich. Aus diesem Grund wurden bereits im Vorfeld Informationen zwischen DTM und Super-GT-Serie ausgetauscht und auf Simulationen zurückgegriffen.

Heikel wird es allerdings, wenn die Super-GT-Autos langsamer sind als die DTM-Boliden. Denn Berger legt Wert darauf, dass Eingriffe wie über Performance-Gewichte in seiner Serie der Vergangenheit angehören und nicht zum Einsatz kommen.

Dazu kommt, dass sich einige Kilogramm Ballast auch auf das Kräfteverhältnis auswirken könnten - und eine Verzerrung in einer laufenden Meisterschaft ist das letzte, was die Verantwortlichen wollen. Bei den drei Gaststartern aus Japan wäre das weniger problematisch. Das heißt: Sind die DTM-Autos schneller, gibt es keine Möglichkeit, die übrigens nicht punkteberechtigten Super-GT-Piloten auf ein ähnliches Niveau zu bringen.



Doch wo liegen eigentlich die grundlegenden Unterschiede zwischen den beiden Serien?Während in der DTM die Entwicklung des Motors und der Aerodynamik eingefroren sind, sehen die Japaner das Triebwerk als Herzstück des Autos und bestehen auf seiner Weiterentwicklung.

Dazu kommt, dass man die Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotoren in Japan bereits seit 2017 nutzt, während sie in der DTM erst dieses Jahr eingeführt wurden. Schon bei den Demonstrationsrunden der Super GT vor zwei Jahren in Hockenheim waren die Gäste pro Runde um rund fünf Sekunden schneller als die DTM-Autos, was aber unter anderem darauf zurückzuführen war, dass die DTM damals noch die um über 100 PS schwächeren Saugmotoren eingesetzt hat.



Die DTM-Teams sollten bei den Reifen im Vorteil sein, denn die Japaner müssen sich auf die Hankook-Einheitsreifen einstellen. Das könnte eine Rolle spielen, denn das Reifenmanagement war nach der Einführung der Turbomotoren selbst für die DTM-Teams, die die Pneus grundsätzlich gewohnt waren, keine einfache Aufgabe.

"Wird das für sie eine Herausforderung?", fragt Marquardt. "Ich denke schon, aber sie fahren generell schon unterschiedliche Reifen und entwickeln diese auch noch", verweist er auf den in Japan tobenden Reifenkrieg, der nicht nur ein Nachteil für die Super-GT-Teams sein muss.

"Sie sind dadurch viel mehr daran gewöhnt, sich auf einen unbekannten Reifen einzustellen als wir. Wir fahren bereits seit Jahren den gleichen Reifen. Ich denke also, dass sie sich rasch an unsere Reifen gewöhnt haben werden."



Dazu kommt, dass die Japaner die Hankook-Reifen bereits als Vorbereitung auf das DTM-Rennen getestet haben und der südkoreanische Reifenhersteller für jedes japanische Auto einen eigenen Reifeningenieur abstellt. Ein DTM-Team, das aus zwei Autos besteht, muss ebenfalls mit einem Ingenieur vorliebnehmen. "Dadurch sind die Japaner sogar ein bisschen im Vorteil", meint Hankook-Chefingenieur Thomas Baltes. "Andererseits kennen sie die Strecke nicht."

All das spricht dafür, dass die Super-GT-Autos nach wie vor schneller sein müssten als die DTM-Autos. Eine Einschätzung, die auch Audi-Pilot Jamie Green teilt: "Wenn es einen Unterschied gibt, dann sollten ihre Autos eigentlich ein bisschen schneller sein."



Dafür sollten die Super-GT-Piloten im direkten Duell einen Nachteil haben. Denn im Gegensatz zu den DTM-Boliden verfügen sie nicht über die Überholhilfen DRS und Push-to-pass. "Ich denke schon, dass das ein großer Unterschied ist", meint Audi-Pilot Green.

"In Hockenheim bringt DRS sechs Zehntelsekunden pro Runde. Wir müssen schauen, wie schnell diese Autos sind, denn das ist aus aktueller Sicht noch unklar. Aber zumindest beim Überholen werden sie es ohne die zusätzlichen Hilfen schwer haben."

BMW-Pilot Philipp Eng stimmt seinem britischen Kollegen zu. "Bei DRS und Push-to-pass ist Haben natürlich besser als Brauchen. Deswegen würde ich schon sagen, dass das für uns ein Vorteil ist. Man muss aber abwarten, wie die generelle Performance zwischen Super GT und DTM aussieht. Es könnte sogar sein, dass es sich am Ende ausgleicht."

Für den DMSB stellt dieser Aspekt bei der Einstufung aber eine zusätzliche Herausforderung dar, denn DRS und Push-to-pass dürfen im Rennen nur in zwölf Runden eingesetzt werden, im Qualiying allerdings gar nicht.

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CR-Motorsport
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Re: DTM und Super GT: So laufen die BoP-Einstufungstests in Hock

Beitrag von CR-Motorsport » Mi Okt 02, 2019 6:25 pm

Auch in der nächsten Saison werden die Japaner nicht wie im Artikel erwähnt das Class One Reglement umsetzen, sondern weiterhin auf ihr eigenes Class One +Alpha Reglement setzen.
Das ermöglicht auch 2020 mehr Freiheiten bei der Aero und dem Motor, dadurch werden auch in naher Zukunft keine Autos aus Japan in der DTM starten können oder umgekehrt. Zumindest nicht ohne massive Veränderungen.

Kappes74
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Re: DTM und Super GT: So laufen die BoP-Einstufungstests in Hock

Beitrag von Kappes74 » Fr Okt 04, 2019 1:00 am

Das Stimmt wohl. Aber man könnte mit der vorhandenen Basis "recht preiswert" ein DTM-Auto ableiten z. B. für ein Privat-Team bis die Classements identisch sind. Das wäre meine Hoffnung.
Was Krupp in Essen bin ich im Trinken.

Formel Heinz
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Re: DTM und Super GT: So laufen die BoP-Einstufungstests in Hock

Beitrag von Formel Heinz » Fr Okt 04, 2019 1:30 pm

CR-Motorsport hat geschrieben:
Mi Okt 02, 2019 6:25 pm
Auch in der nächsten Saison werden die Japaner nicht wie im Artikel erwähnt das Class One Reglement umsetzen, sondern weiterhin auf ihr eigenes Class One +Alpha Reglement setzen.
Das ermöglicht auch 2020 mehr Freiheiten bei der Aero und dem Motor, dadurch werden auch in naher Zukunft keine Autos aus Japan in der DTM starten können oder umgekehrt. Zumindest nicht ohne massive Veränderungen.

Wirklich? Ich hab das bisher überall so gelesen dass die Super GT ab nächstem Jahr vollständig Class 1 sein soll. Wozu entwickelt man überhaupt ein gemeinsames Reglement wenn sich DTM und Super GT dann am Ende doch ihre eigenen Extrawürste machen?

Kappes74
Beiträge: 14
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Re: DTM und Super GT: So laufen die BoP-Einstufungstests in Hock

Beitrag von Kappes74 » So Okt 06, 2019 10:55 pm

Kann ja schon nicht ein einheitliches Reglement werden wenn die eine Serie 2x 1 Stunde und die andere 1x 4 Stunden fährt. Da sind schon einige Bauteile anders wegen der Belastung.

Ausserdem haben sich die 3 Japanischen Hersteller in ihrer Serie das recht zusichern lassen das man weiter an den Motoren entwickeln darf.
Was Krupp in Essen bin ich im Trinken.

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