"Großer Save": Marquez rettet in Le Mans einen Sturz mit Kni

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"Großer Save": Marquez rettet in Le Mans einen Sturz mit Kni

Beitrag von Redaktion » Fr Mai 17, 2019 5:24 pm

Marc Marquez testet im Le-Mans-Training den harten Hinterreifen, ist sich aber noch unschlüssig - Den Ritt über die Randsteine in FT1 bezeichnet er als "großen Save"

MotoGP-Weltmeister Marc Marquez beendete den ersten Trainingstag für den Grand Prix von Frankreich auf dem zweiten Platz hinter Maverick Vinales (Yamaha). Bemerkenswert war, dass er neben Honda-Kollege Cal Crutchlow am Nachmittag mit dem harten Hinterreifen fuhr und auch damit sehr konstante und schnelle Rundenzeiten zeigte, obwohl die Asphalttemperatur bei bewölktem Himmel nur rund 30 Grad Celsius betrug.

Wie immer war Marquez spektakulär unterwegs und hatte einige Rutscher. Er führt das auf den harten Hinterreifen von Michelin zurück: "Er war gut, aber wenn er in den ersten zwei, drei Runden nicht auf Temperatur ist, dann ist das schwierig. Wenn man kein Risiko eingeht, dann kommt der Reifen auch nicht auf Temperatur. Deshalb musste ich aggressiv fahren, was zu einigen Rutschern geführt hat. Das war aber innerhalb des Limits."

Den haarsträubendsten Moment erlebte Marquez im ersten Training, als er ähnlich wie Jorge Lorenzo in Kurve 8 außen zu weit über den Randstein kam und einen Sturz nur reflexartig verhindern konnte. "Am Vormittag war das ein guter Save, ein großer - schwierig", sagt der Spanier zu dieser Situation. "Ich war auf dem Randstein und habe mit dem Knie und dem Ellbogen den Sturz gerettet."

Seine schnellste Zeit des Tages stellte Marquez am Ende von FT2 dann doch mit einem weichen Hinterreifen auf. "Es stimmt, dass die Pace der anderen Fahrer mit dem weichen und dem mittleren Reifen nicht schlecht war. Als ich zum Schluss mit dem weichen Reifen gefahren bin, war der Grip etwas besser. Es ist wichtig, das alles zu verstehen, weil man nicht weiß, wie es am Sonntag wird." FT1 war er komplett mit einem Medium-Hinterreifen durchgefahren.



Wechselhaftes Wetter wird die MotoGP noch das restliche Wochenende in Le Mans begleiten. "Jetzt müssen wir alles analysieren, aber im Moment kenne ich die richtige Reifenwahl für die Renndistanz nicht", so Marquez. Im Vorjahr waren alle Fahrer mit Ausnahme der Nummer 93 mit dem weichen Hinterreifen gestartet. Und Marquez holte sich damals mit dem harten Reifen den Sieg.

Vom Jerez-Testtag hat er keine neuen Entwicklungen dabei. Das schwarze Chassis von Stefan Bradl hatte er dort nur für ein erstes Feedback ausprobiert. "Wir beginnen hier mit der gleichen Basis wie in Jerez", erklärt Marquez. "Es gibt nur kleine Änderungen bei der Elektronik. Hier gibt es Kurven im ersten Gang. Diesbezüglich hatten wir in Austin Probleme. Jetzt kann ich aber sagen, dass wir dieses Problem nicht mehr haben. Es funktioniert sehr gut." Dabei geht es um die Motorbremse.



Klar ist nach dem ersten Trainingstag, dass Marquez auch auf dem Bugatti-Circuit zum engen Favoritenkreis zählt. Auffällig war in diesem Jahr, dass er mit Ausnahme von Katar immer versucht hat, sich in den Rennen abzusetzen. In Termas de Rio Hondo, Austin und in Jerez wurde er auch von keinem anderen Fahrer auf der Strecke überholt.

"Ich war es nicht gewohnt so zu fahren, aber manchmal muss man eine andere Strategie als die Gegner finden", sagt Marquez zu seiner neuen Renntaktik. "Wenn man das nicht macht, dann erwartet jeder immer das Gleiche. Wenn ich das Gefühl habe, dass mein Motorrad stark genug ist, warum sollte ich das nicht hier auch probieren. Man sieht nach dem Warm-up, ob es möglich ist oder nicht."

"Aber es ist positiv, weil deine Gegner nicht wissen, was du machen wirst. Man kann die Strategie von Maverick, 'Dovi' und Rossi etwas verstehen, aber wenn jemand etwas Neues macht und von Beginn an attackiert, während die Anderen die Reifen schonen, dann weiß man nicht, wann er wirklich anfängt zu attackieren. Aber natürlich ist es unmöglich, das bei jedem Rennen zu machen."

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