Alvaro Bautista über Drehzahlanpassung der Ducati: "Natürlic

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Redaktion
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Alvaro Bautista über Drehzahlanpassung der Ducati: "Natürlic

Beitrag von Redaktion » Mi Apr 17, 2019 1:50 pm

Vor dem WSBK-Event in Assen musste Ducati die Panigale V4R um 250 Umdrehungen/Minute abrüsten, doch Alvaro Bautista blieb dennoch ungeschlagen

Die Verantwortlichen der Superbike-WM machten nach den ersten drei Rennwochenenden der laufenden Saison Gebrauch von der Möglichkeit, die verschiedenen Maschinen mithilfe einer Anpassung des Drehzahllimits (zum FIM-Urteil) näher zusammenzubringen. Ducati musste als einziger Hersteller die Maximaldrehzahl um 250 Umdrehungen/Minute nach unten korrigieren, Honda erhielt 500 zusätzliche Umdrehungen/Minute. Seriensieger Alvaro Bautista spürte einen Unterschied, ließ sich aber nicht aufhalten, weitere Siege einzufahren.

Elf Siege aus elf Rennen sprechen eine eindeutige Sprache, auch wenn das Reglement Ducati zurückwarf (welche Folgen die Drehzahlanpassung hat). "Dieses Wochenende war schwieriger für uns. Wir begannen am Freitag mit einer anderen Abstimmung, doch wir mussten zum gewohnten Set-up zurückkehren, mit dem ich wieder ein gutes Gefühl hatte", bemerkt Bautista.

"Dieser Kurs ist nicht optimal für die Ducati. Zudem waren die Bedingungen keine Hilfe. Und dann kam auch noch die neue Regel mit der reduzierten Drehzahl dazu", nennt der Spanier die Hürden, die es in Holland zu meistern galt. In Sachen Leistung wurde Ducati durch die Absenkung der Maximaldrehzahl nur bedingt zurückgeworfen. Gravierender sind die Folgen bei der Übersetzung der Maschine.



"Natürlich spüre ich das, weil man die Übersetzung anpassen muss. Wenn man am Limit ist, dann sind 250 Umdrehungen viel. Man muss das Motorrad länger übersetzen, weil man sonst ständig im Begrenzer landet. Sicher ist es schwieriger für uns, wenn wir weniger Drehzahl haben", erklärt Bautista.

Am Freitag erlebte der Seriensieger einen schwierigen Auftakt und schlug bei der Abstimmung seiner Ducati den falschen Weg ein. Der Rückbau kostete im FT2 wertvolle Trainingszeit. Doch in der Superpole (zum Bericht) am Samstag war Bautista wieder zur Stelle und holte die Pole-Position. Am Sonntag gewann er beide Rennen.

"Das erste Rennen (zum Rennbericht) war für mich schwieriger, weil wir bei niedrigen Temperaturen zu kämpfen haben", berichtet Bautista, der von der Performance der Pirelli-Reifen erstaunt ist: "Ich erwartete, dass es schlimmer wird. Das Gefühl für die Reifen war nicht schlecht. Für die Bedingungen war das Gefühl wirklich nicht schlecht." Von Beginn an führte Bautista das Rennen an und verwaltete den Vorsprung.



In Lauf (zum Rennbericht) zwei nahm das Rennen einen anderen Verlauf. Jonathan Rea stürmte mit seiner Kawasaki aus Reihe drei binnen weniger Kurven an die Spitze. "Ich erwartete nicht, dass Jonathan in der ersten Runde bereits in Kurve 4 da ist. Er fuhr in den ersten Kurven richtig gut", lobt Bautista, der einige Runden hinter der Nummer 1 fuhr.

"Ich wollte ihn studieren, weil er auf dieser Strecke sehr stark ist. Ich wollte herausfinden, wie sich die Kawasaki im Vergleich zu meiner Maschine verhält. Ich erkannte, dass er langsamer fährt. Ich glaube, er wollte das Rennen einbremsen, um mehr Fahrer in der Spitzengruppe zu haben. Doch ich spürte, dass die Bedingungen besser sind als am Vormittag. Deshalb wollte ich an ihm vorbeigehen und mein Tempo fahren", schildert Bautista. "Ich fuhr schneller als der bestehende Streckenrekord. Das freute mich sehr. Ich genoss das Fahren sehr, mehr als am Morgen."

Das nächste WSBK-Event wird für Bautista die wohl größte Herausforderung der Saison. Den Kurs in Imola kennt der Spanier nicht. Zudem steht er unter Druck, denn erstmals tritt er bei einem Ducati-Heimrennen als Werkspilot an. In der Meisterschaft (zum WM-Stand) führt der ehemalige MotoGP-Pilot mit 53 Punkten Vorsprung.

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Maik Aefer
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Re: Alvaro Bautista über Drehzahlanpassung der Ducati: "Natürlic

Beitrag von Maik Aefer » Mi Apr 17, 2019 3:00 pm

Nachdem Bautista auch beide Assenrennen klar gewonnen hat sieht man sehr gut wie schlimm die Drehzahlanpassung wirklich ist. Sicherlich hatte Bautista nicht mehr den Vorsprung aber das lag wohl auch am Kurs und den Bedingungen naja und er hatte auch mehrfach Glück. Da wäre schon mal der Quali-Abbruch weil dadurch starke Fahrer wie z.B. Rea von weiter hinten starten mußten. In Verbindung dazu hatte es Rea im ersten Rennen auch schwer in die Verfolgerposition zu kommen. Im zweiten Rennen hab ich mich dann gefragt ob die alle Schiss vor Bautista haben denn einzig Rea versuchte es Bautista aus dem Rhythmus zu bringen. Da gab es echt kein ernsthaftes Manöver der Yamahafahrer oder von Haslam obwohl denen auch klar sein müßte das man nur eine Chance gegen Bautista hat wenn der nicht sein Ding fahren kann. Als Bautista dann Rea überholt hatte stürzten sich die anderen aber sofort auf Rea wodurch es für Bautista noch einfacher war schnell wegzukommen.

Alles in allem dominierte Bautista auch in Assen und wenn ich ehrlich bin würde es mich nicht wundern wenn die Verantwortlichen mit Bautista zwecks "Sandbagging" geredet haben damit er sich mehr zurück hält um nicht so schnell eine weitere Einschränkung hinnehmen zu müssen.

Tja und da die nächsten Strecken wieder mehr der Ducati entgegen kommen sollten wird sich ohne Ausfall am Klassement nicht wirklich was ändern. Es wird am Ende womöglich sogar noch mehr Ducati vorn zu sehen sein denn Davies scheint zumindest ansatzweise Fortschritte zu erzielen und wenn er das dann mal im Rennen durchziehen kann würde einem Doppelsieg nur wenig entgegen stehen. Ducati kann sich in meinen Augen dieses Jahr nur selbst schlagen weil sie sich so einen riesigen Vorsprung vom Reglement legitimiert erkauft haben das selbst eine nochmalige Drehzahlreduzierung nichts am Ergebnis ändern wird.

Die Frage ist ob die Regelhüter aus der aktuellen Situation gelernt haben und Änderungen am Reglement für die neue Saison heraus geben. Die Superbikeserie sollte ja den Kundennahen Motorsport darstellen und ich glaube kaum das viele andere Hersteller bereit sind dieses Wettrüsten was Ducati begonnen hat mitzugehen. Am Ende sehe ich sogar die Gefahr das Hersteller die deutlich weniger Budget einplanen eher einen Rückzieher machen weil sie ja eh chancenlos sind wenn sie das Reglement nicht bis zum erbrechen ausreizen können. Ducati hat sicherlich gute Arbeit geleistet und für einige ist es auch erfrischend wenn Rea mal als Seriensieger abgelöst wird. Das man aber bei Ducati mit dieser Aktion der Superbikeserie keinen Gefallen getan hat konnte man deutlich im Motorrad verrückten Spanien sehen wo trotz des erfolgreichen spanischen Fahrers die Zuschauerzahlen deutlich zurückgegangen sind.

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