Früher Sturz in Austin: Aleix Espargaro sieht Fehler bei der

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Früher Sturz in Austin: Aleix Espargaro sieht Fehler bei der

Beitrag von Redaktion » Mi Apr 17, 2019 12:42 pm

Aprilia-Pilot Aleix Espargaro sieht die Schuld für seinen Highsider in Austin nicht bei sich, sondern in der Elektronik - Andrea Iannone verpasst Top-10-Ergebnis

Für Aprilia-Pilot Aleix Espargaro war das MotoGP-Rennen in Austin schon nach der ersten Runde zu Ende. Der Spanier stürzte im zweiten Umlauf in Kurve 14 per Highsider, konnte zwar zunächst weiterfahren, gab aber weniger später auf. Es war das erste Mal, dass Espargaro in dieser Saison nach einem zehnten und einem neunten Platz nicht ins Ziel kam.

Auf einen Fahrfehler führt der 29-Jährige seinen Sturz aber nicht zurück. "Ich glaube nicht, dass es meine Schuld war", hält Espargaro fest. "Ich bin ein aufrichtiger Mensch und wenn es meine Schuld ist, dann sage ich das auch. Aber diesmal war es nicht meine Schuld." Vielmehr lag es aus Sicht des Spaniers an Problemen mit der Elektronik, die er sich jedoch nicht erklären kann.

"Schon am Morgen war das Motorrad nicht mehr so konstant wie in den anderen Sessions. Ich hatte das Gefühl, dass die Traktionskontrolle im Warm-up nicht gut funktionierte. Im Rennen war es genau dasselbe und es kam zum Highsider", schildert der Aprilia-Pilot und fragt sich, wie das bei all den Fahrhilfen, von denen die MotoGP heutzutage profitiert, möglich ist.



Espargaro erklärt: "Ich bin nur ans Gas gegangen und schon gestürzt. Das darf nicht passieren und ist ein großer Fehler. Wir müssen verstehen, warum die Elektronik den ganzen Tag nicht funktioniert hat. Leider gab es viele Stürze auch von anderen Fahrern. Also war es eine gute Chance, viele Punkte zu sammeln, aber so ist es nunmal." Was drin gewesen wäre, lässt sich schwer sagen.

Generell moniert der Spanier vor allem die fehlende Konstanz der Aprilia im Fahrverhalten. "Jeden Tag, jede Session fühlt es sich ein wenig anders an", sagt Espargaro. "Das Hauptziel ist, die Traktion zu verbessern, auch bei schlechten Gripverhältnissen. Da hatte ich viele Highside-Momente. Zum Glück geht es mir gut, denn bei einem solchen Unfall kann man sich sehr verletzen."

Teamkollege Andrea Iannone verpasste sein erstes Top-10-Ergebnis mit Aprilia in Austin. Zwar konnte sich der Italiener für einen Teil des Rennens unter den besten Zehn halten, fiel dann aber hinter Takaaki Nakagami (LCR-Honda) und Maverick Vinales (Yamaha) zurück. Mit dem zwölften Platz erzielte er dennoch sein bisher bestes Ergebnis im neuen Team.



"Wir sind wirklich nah an den Top 10, das ist positiv", urteilt Iannone. "Unser Ziel ist es, um die Top-10-Positionen zu kämpfen. Es ist nicht einfach, aber wir versuchen es an jedem Sonntag. An diesem Wochenende hatten wir ein paar Probleme, konnten das Gefühl im Rennen aber wiederherstellen. Vor allem zu Beginn war ich gut unterwegs und machte einigen Boden gut."

Auf den letzten sieben Runden musste der Aprilia-Pilot dann aber abreißen lassen: "Ich wäre einige Male fast übers Vorderrad weggerutscht und das Motorrad wurde nervös. Unter diesen Bedingungen war es schwierig, mit denselben Rundenzeiten weiterzufahren." So ist auch zu erklären, weshalb Iannone am Ende noch zwei Positionen an die Konkurrenz verlor.

Gerade weil sich Austin auch schon in der Vergangenheit als eher schwierige Strecke für Aprilia erwiesen hat, blieb der Hersteller am Montag für einen privaten Testtag in Amerika, um weiter an der RS-GP zu arbeiten. Für den Europa-Auftakt bereitet man sich am Mittwoch und Donnerstag mit Testfahrer Bradley Smith in Jerez vor. Hier findet am 5. Mai das nächste Rennen statt.

Auf die Testarbeit angesprochen sagt Iannone: "Für mich ist noch vieles neu, mein Crew-Chief, das Team, die Leute. Deshalb ist jedes Rennen eine neue und wichtige Erfahrung. Manche machen den Fehler und wollen sich schnell verbessern. Für mich ist entscheidend, alles genau zu lernen und zu verstehen, sodass ich mich für das nächste Jahr steigern kann."

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