Renault: Nur umgekehrte Startaufstellung kann Formel 1 rette

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Redaktion
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Renault: Nur umgekehrte Startaufstellung kann Formel 1 rette

Beitrag von Redaktion » Do Jun 14, 2018 12:17 pm

Technikchef Bob Bell erklärt, warum aerodynamische Änderungen keine Antwort auf das Überholproblem wären - Keine Verbesserungen durch neue Flügel 2019?

In den Reihen des Renault-Werksteams ist man überzeugt, dass umgekehrte Startaufstellungen (sogenannte Reverse-Grids) die Formel 1 wieder spannender machen könnten. Wie Technikchef Bob Bell erklärt, wäre nicht die Tatsache, dass ein langsamerer Pilot auf der Pole-Position steht, der entscheidende Faktor. Vielmehr wären die Teams gezwungen, überholtaugliche Autos zu entwerfen.

Bell weiß: "Fakt ist, dass wir unsere Wagen nicht mit dem Hintergrund designen, dass sie in Luftverwirbelungen gut funktionieren, sondern alleine fahrend." Schließlich dreht sich praktisch alles um ein gutes Qualifying, wo es in der Regel freie Runden gibt - besonders gilt das für die drei Topteams, wenn in Q3 nur noch zehn Autos dabei sind. Wer vorne steht, muss nicht mehr überholen.

Wohl aber, wenn es umgekehrte Startaufstellungen gäbe. "Dann wird es plötzlich wichtig, durch das Feld zu pflügen", weiß Bell, "oder mehr Windkanaltests werden interessant, allerdings nur hinter einem anderen Auto. Solange wir nicht so etwas aber machen, haben die Teams aber keinen Anreiz."

Keine Antwort hat Bell auf die Frage, wie sich Reverse-Grids konkret umsetzen ließen. Häufig genannte Optionen sind ein Zeittraining mit WM-Punkten oder zwei Rennen an einem Wochenende.

Im Rennen respektive im zweiten Lauf würden das gesamte Feld oder nur die Top 10 in umgekehrter Reihenfolge losfahren. Problem: Wahrscheinlich würden einige Teams vorher mit mindestens einem Auto taktieren und es darauf anlegen, auf Platz zehn - de facto Pole-Position - zu landen.

Aus dem Tourenwagen-Bereich ist diese Praxis bekannt. In Großbritannien ist man ihr Herr geworden, indem man nach dem zweiten Rennen auslost, ab welcher Position (sechs, sieben, acht, neun oder zehn) das Ergebnis für die Startaufstellung für den dritten Lauf umgedreht wird.

Doch das ist in der Formel 1 Zukunftsmusik. Dass schon mit der Aerodynamik-Novelle für 2019 Abhilfe geschaffen wird und sich das Thema von selbst erledigt, glaubt Bell nicht. "Es ist nicht unmöglich, auf isolierte Weise aerodynamische Charakteristika zu entwickeln, die es in der Theorie ermöglichen, näher an den Vordermann heranzufahren", kritisiert er, dass Liberty Media und die FIA die Ideen auf Basis von Windkanal-Versuchen und CFD-Simulationen entwickelt haben.

Das heißt: unter Laborbedingungen. Unklar bleibt, wie sensibel die Autos auf kleine Änderungen in der seitlichen Positionierung oder auf Wetterumschwünge reagieren. Und ob die Piloten gewillt sind, näher an den Vordermann heranzufahren, wenn das Auto dabei nur minimal an Grip einbüßt.

"Daher werden wir erst wissen, ob es eine Verbesserung einstellt, wenn die Autos unter realen Bedingungen getestet werden. Ich persönlich bin nicht überzeugt, dass wir genügend Arbeit investiert hätten, um Gewissheit zu erlangen", moniert Bob Bell. Seine Prognose: Es gibt im kommenden Jahr keine Verschlechterung der Situation, aber es werden viel Arbeit und Kosten für wenig Ertrag investiert.

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2CV
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Und es gibt doch intelligentes Leben auf dem Mar...ääh, in der F1

Beitrag von 2CV » Do Jun 14, 2018 1:39 pm

Bell hat geschrieben: "Fakt ist, dass wir unsere Wagen nicht mit dem Hintergrund designen, dass sie in Luftverwirbelungen gut funktionieren, sondern alleine fahrend."
Also muß nicht eine "simple" umgekehrte Startaufstellung her, die die Teams strategisch austricksen können, sondern eine intelligente, ausgebuffte Lösung. Auch die gibt es schon:
Redaktion hat geschrieben: Aus dem Tourenwagen-Bereich ist diese Praxis bekannt. In Großbritannien ist man ihr Herr geworden, indem man nach dem zweiten Rennen auslost, ab welcher Position (sechs, sieben, acht, neun oder zehn) das Ergebnis für die Startaufstellung für den dritten Lauf umgedreht wird.
Jetzt wo die echte F1 abgeschafft ist und durch Targa-Sportwagen ersetzt und nur ihr Name geklaut wurde, da kann man es wirklich auch wie im Tourenwagensport machen, es gibt nichts mehr, was die F1 besonders machte. Also, Freitags die Trainings, Sa. Quali und der 1.Lauf (1h), So. die zwei anderen Läufe, ebenfalls jeweils 1h. Hört sich ganz gut an. Fragt sich, wie man das mit den Punkten macht. Letztlich sind ja die ersten beide Läufe eher Qualis für den letzten Lauf, das eigentliche Rennen, also würde ich auch nur für den dritten Lauf Punkte vergeben. Würde die Teams zwingen, ihre Autos reparierbarer zu machen, damit sie es überhaupt in den 3.Lauf schaffen (falls das Auto einen Unfall oder techn. Probleme hatte).
Halo ist nicht Sicherheits- od.Schönheits-,sondern Prinzipfrage: F1 sind offene Monoposti, der einzigartige Mix v.Mopped&Auto: Ungefährlicher als Mopped, gefährlicher als Auto; wem's zu gefährlich ist, ab zu Sport-&Tourenwagen. Nein zu Halo i.d.F1

vaned
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Re: Renault: Nur umgekehrte Startaufstellung kann Formel 1 rette

Beitrag von vaned » Do Jun 14, 2018 9:28 pm

Reverse Grid wäre sicher eine super Lösung, man müsste halt Punkte für Qualifying hergeben, genauso wie beim Rennen, damit der Fahrer mit den meisten Platzgewinnen am meisten davon profitiert.

Das Qualifying müsste man einfach noch etwas mehr aufpeppen, z.B. ein Turniermodus... Q1 noch normal und 16 bleiben über, die Fahren dann immer zu zweit Head-to-Head eine Runde (Start auf gleicher Höhe) und der Sieger kommt in die nächste Runde. Beim Verlierer wird die Zeit gewertet, Auslosung wie beim Tennis (der Beste gegen den schlechtesten, Zweiter gegen Vorletzten usw., den besseren stellt man am Grid auf die schlechtere Seite). Da wär dann schon was los beim Qualifying.

Das Rennen dann am Sonntag mit Reverse Grid der ersten 10.

Axeman
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Re: Renault: Nur umgekehrte Startaufstellung kann Formel 1 rette

Beitrag von Axeman » Sa Jun 16, 2018 8:02 am

Ein Vorschlag eines Verliererteams. Wenn es umgekehrte Startreihenfolgen gibt, kann das nur nach der Weltmeisterschaftsplatzierung erfolgen, alles andere ist ausgemachter Schwachsinn. D.h. kein Qualifying = keine Werbeeinnahmen = wird nie passieren. Vor allem mehrere Rennen pro Wochenende ist für die F1 ausgemachter Humbug.

Renault kann ja in die DTM wechseln, da gibt's den Quatsch und Hersteller werden auch gesucht. Honda ist aus der Misere raus und mit Red Bull + Toro Rosso nächstes Jahr auch gut aufgestellt. Da wird Renault nur noch mit Williams um die goldene Ananas kämpfen.

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