Der Kern des Problems...

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KZwo
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Beitrag von KZwo » Mo Mai 26, 2014 8:12 pm

Hier und da hört man ja schonmal davon, dass sich ein paar Ewiggestrige mit der zeitgemäßen, hochmodernen und politisch sowie marketingtechnisch korrekten neuen Formel 1 nicht zu 100% anfreunden können.
Teilweise wird sogar ein dadurch bedingter, angeblicher "Zuschauerrückgang" kolportiert.

Die Gründe werden wild diskutiert.

Nun habe ich natürlich nicht sämtliche Beiträge zu diesem Thema gelesen - aber ich denke, mein Gefühl trügt nicht.
Eine (für mich) gewichtige Ursache vermisse ich ...

Mir selbst ist sie bei der Suche nach meiner gründlich verloren gegangenen Formel 1-Lust auch erst später bewusst geworden. Aber sie ist absolut relevant.

"...irgendetwas ist in den sechs Monaten zwischen der einen und der anderen Saison passiert..."
sagt Pirelli-Motorsportchef Paul Hembry darüber.

Und er hat Recht...leider.

"Natürlich" mag ich die neuen brummeligen Mini-Motörchen, DRS, den Hybridkram, die komplizierte Regeln, den Benzinsparwahn und die ständigen Strafen nicht. Aber vieles davon gab es bereits vor 2014.
Und natürlich ist mit den Motoren diesbezüglich das Fass nun auch endgültig übergelaufen.

Aber auch ohne diese höchst unerfreulichen Umstände ist mir einfach nicht mehr nach Formel 1-Festen zumute.

Michael fehlt mir und ich mache mir nach wie vor allergrößte Sorgen.
Er ist die Seele meiner Formel 1-Zeit auch über seine aktive Phase hinaus.

Und solange dieser schwer zu ertragende Zustand anhält, kann die Formel 1 nicht mehr genossen werden.

Ein Übergehen zur Tagesordnung ist mir auch nach fünf Monaten nicht möglich...

<small>[ 06.02.2015, 15:21: Beitrag editiert von: Feldo ]</small>

cubewall
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Beitrag von cubewall » Mo Mai 26, 2014 11:33 pm

TKW

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OskarL
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Beitrag von OskarL » Di Mai 27, 2014 12:44 am

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von cubewall:
<strong> TKW </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">CKW, oder cubwall kann wegger.

Jo, diskutiert wurde genanntes Thema schon anderswo, nur muss net jeder Neuankoemmling das ganze Forum kennen. Eingangspost ist sachlich, Schumi fehlt mir auch und der Fred wird leider schnell verschwindenn, also wo ist Dein Problem?

KZwo
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Beitrag von KZwo » Di Mai 27, 2014 7:27 am

Nun ja, dem einen oder anderen wird dieser (für manch' einen also wiederholte) Hinweis auch deshalb nicht schmecken, weil er natürlich klarstellt und das Bewusstsein weiterhin darauf richtet, dass eine Rückkehr zu den ursprünglichen Zuschauerzahlen auf unabsehbare Zeit leider erst einmal nicht mehr möglich sein wird - auch wenn sich die Formel 1-Götter erbarmen und regulatorisch irgendetwas Relevantes ändern würden.

In diesem Fall dürfte eisernes Schweigen aber vermutlich eh' nicht helfen.
Es ist, wie es ist...leider.

...und selbst Paul Hembry schien es noch nicht vollends ausgemacht zu haben: Ein eventuell nicht zu unterschätzender Teil schaut derzeit ganz bewusst nicht hin, um nicht plakativ erinnert zu werden und die etwas unglücklichen neuen Regeln machen es ihnen derzeit auch noch ganz besonders leicht...

<small>[ 27.05.2014, 07:35: Beitrag editiert von: KZwo ]</small>

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Beitrag von bnlflo » Di Mai 27, 2014 9:25 am

Bei allem Respekt, aber das halte ich wirklich für ausgemachten Unsinn. Den meisten Fans geht das MS-Thema nahe, aber es hängt bestimmt nicht wie ein Schatten über einem ganzen Sport. Wenn das bei Winter-Testfahrten passiert wäre, dann könnte ich diese Schlussfolgerung ja zumindest verstehen, wenn auch nicht teilen - aber so klingt das wie eine vorgeschobene Entschuldigung.

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Beitrag von TifosiF40 » Di Mai 27, 2014 9:57 am

Ohne MSC fehlt der F1 einfach ein Fahrer, der polarisiert. Hamilton ist da wirklich kein würdiger Ersatz.

Hätte MSC eine Wundergenesung und würde zum Spaß eine Saison GP2 fahren, dann würde es mich nicht wundern, wenn die GP2 höhere Einschaltquoten als die F1 erzielen würde. Eine Masters-Serie mit MSC, Villeneuve, Alesi usw. auf jeden Fall Bild

Berge_von_Grips

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Beitrag von Berge_von_Grips » Di Mai 27, 2014 10:19 am

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von KZwo:
<strong> Hier und da hört man ja schonmal davon, dass sich ein paar Ewiggestrige mit der zeitgemäßen, hochmodernen und politisch sowie marketingtechnisch korrekten ... </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Entgegen meiner Absicht muss ich mich schon wieder melden, denn ich zähle mich zu den "Ewiggestrigen" (der Autor weiß hoffentlich, dass damit i. d. R. alte Anhänger von AH gemeint sind) und kann bnlflo nur zustimmen:

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von bnlflo:
<strong> Bei allem Respekt, aber das halte ich wirklich für ausgemachten Unsinn. </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Das Schicksal von Schumacher bewegt mich und ich hoffe sehr auf gute Neuigkeiten, aber ich denke nicht ständig an ihn. Schon gar nicht bestimmt sein Zustand meine Haltung gegenüber der F1. Dann hätte ich spätestens nach dem 1. Mai 1994 aufgehört, diesen Sport so zu mögen.

Was also ist in den letzten sechs Monaten passiert? Aus meiner Sicht hat sich bei den "Ewiggestrigen" in den letzten zwei Jahren Frust über eine immer mehr von künstlicher Show bestimmten F1 aufgestaut. Das teilweise an Schwachsinn grenzende neue Reglement ist jetzt einfach zuviel des Schlechten.

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von KZwo:
<strong>... die neuen brummeligen Mini-Motörchen, DRS, den Hybridkram, die komplizierte Regeln, den Benzinsparwahn und die ständigen Strafen nicht. Aber vieles davon gab es bereits vor 2014.</strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Ergänzt um Zwangsreifenwechsel und Juxreifen ergibt das ein gutes Bild des Elends.

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von KZwo:
<strong> ... der zeitgemäßen, hochmodernen und politisch sowie marketingtechnisch korrekten neuen Formel 1 </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Kern des Problems erkannt! Die F1 ist "politisch sowie marketingtechnisch" viel zu korrekt, da sie zu einer Spielwiese selbstverliebter, quoten- und marketinggeiler Hersteller verkommen ist. Die F1 muss nicht "hochmodern" sein, sonder emotional und faszinierend. Für mich geht ihr das heute fast völlig ab.

Und was ist "zeitgemäßer" Sport? Warum gibt es Speerwerfen, Hürdenlauf, Marathonlauf, Radrennen, ...? Sport ist archaisch, genau das macht einen Teil seiner Faszination aus. Physisches und psychisches Kräftemessen bei Betätigungen, die im modernen Leben sonst keinerlei Bedeutung mehr haben.

Dann schaue ich mir das Lenkrad eines modernen F1 an und denke: Das kann eigentlich nicht wahr sein. Da beschummelt ein Hamilton in Barcelona den Teamkollegen (und damit auch die zuschauenden Fans) mit irgendwelchen Motoren-Programmen und Technik-Schei..., der den Sport in keiner Weise besser macht, und keiner kann es von außen auch nur bemerken.

DAS alles macht die F1 2014 so schlecht, nicht der Zustand eines Michael Schumacher - dem ich hier ausdrücklich nochmals alles Gute wünsche.

Ottmar Hitzkopf
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Beitrag von Ottmar Hitzkopf » Di Mai 27, 2014 10:29 am

Der Kern des Problems ist, dass sich, wäre die Hinwendung zu einer "grünen" Formel1 nicht erfolgt, früher oder später sich die ganzen Ökofaschisten sich dieses Themas bemächtigt hätten um etwas zu haben, wo sie sich einen runterho... ...sich profilieren zu können.

Entdecken dann noch Linke das Thema wegen Millionengelder die zwischen Kapitalisten hin und hergereicht werden, dann haben/hätten wir in naher Zukunft Demos vor den Rennstrecken, Robin Wood/Greenpiss Aktionen während des Rennenes usw. usf.

Nicht die Formel1 selbst wollte ökologischer/ökonomischer werden, sie musste es, weil wir inzwischen in einer speziell auf Europa bezogen politisch korrekten Gedanken/Medien Diktatur links-/grüner Gutmenschenspinner (bzw. Alt 68er) leben.

Meine Meinung. Bild

1502
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Beitrag von 1502 » Di Mai 27, 2014 11:10 am

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von Berge_von_Grips:
<strong>
Dann schaue ich mir das Lenkrad eines modernen F1 an und denke: Das kann eigentlich nicht wahr sein. Da beschummelt ein Hamilton in Barcelona den Teamkollegen (und damit auch die zuschauenden Fans) mit irgendwelchen Motoren-Programmen und Technik-Schei..., der den Sport in keiner Weise besser macht, und keiner kann es von außen auch nur bemerken.
</strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Die Schummelei bestand ausschließlich darin, dass er sich nicht an eine teaminterne Absprache gehalten hat. Das gab es schon immer und blieb oft genug dem Zuschauer verborgen. Was hat das mit der aktuellen Technik zu tun? Abgesehen davon, dass unterschiedliche Motorprogramme schon lange Gang und Gäbe sind, nur dass es jetzt u.a. um Rekuperation und E-Power-Einspeisung geht und früher in der Regel um das Benzingemisch. "Schummeln" in der Art konnte man damit aber schon immer, Vettel 2013 in Malaysia war sicher nicht der erste.
Als Zuschauer sollte man eigentlich erwarten, dass der Führende alles aus seinem Auto rausholt, um sich zu verteidigen. Wäre der Zweite nicht der eigene Teamkollege gewesen, wäre Hamiltons Vorgehen absolut legitim und richtig gewesen. Also verstehe ich die Sache mit dem Betrug am Zuschauer nicht. Betrug am Zuschauer war eher die Order von Mercedes, das Überhol- bzw. Verteidigungsmapping nicht zu verwenden.

Und dass ein Lenkrad immer mehr aussieht wie ein Smartphone, ja, tut mir Leid, das ist nun mal so. Cockpits von Straßenautos gehen auch immer mehr in die Richtung. Ich bin selbst kein Fan dieser Art von "Zeitgeist", aber man kann sich nicht dagegen wehren. Warum sollte sich ausgerechnet die F1 davor verschließen?

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Beitrag von HybridF1 » Di Mai 27, 2014 11:47 am

Lenkrad vom F2004 web page

Wieder beschleicht mich das Gefühl, dass Vettel-Sympathisanten die F1 nicht gut finden, weil ihr Liebling Probleme hat.

Malaysia 2013: Vettel fährt ebenfalls eine andere Leistungseinstellung, aber erst 2014 wird es bei ROS/Ham kritisiert.

Die Kritik wirkt nicht authentisch.

Berge_von_Grips

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Beitrag von Berge_von_Grips » Di Mai 27, 2014 1:09 pm

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von 1502:
<strong>Die Schummelei bestand ausschließlich darin, dass er sich nicht an eine teaminterne Absprache gehalten hat. </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Ist mir klar. Deswegen nenne ich es Schummelei bzw. Trickserei und nicht Betrug. Es bleibt eine Tatsache, dass der Zuschauer nach der Zieldurchfahrt einen falschen Eindruck hatte. Nämlich den, dass HAM eine tolle Leistung gebracht hat. Hätte jeder sofort erkennen können, dass HAM und ROS mit ungleichen Waffen kämpften, wäre das Urteil anders ausgefallen. Sind wir uns da einig? Stattdessen erfährt man zwei Wochen später irgendwie, dass da was nicht mit rechten (vereinbarten) Dingen zuging. Und das ist für mich ein Grundübel der neuen F1, dass so viel Schnick-Schnack im Auto steckt, der für guten Sport völlig überflüssig ist (Break-By-Wire-Bremsen, ...), dass für mich zu viel nicht mehr nachvollziehbar ist.

Wenn Prost einem Senna in die Kiste fuhr, habe ich das erkannt ich konnte das einordnen. Heute leider unmöglich. Ich höre nur permanent Boxenfunk: Jetzt Programm XY aktivieren, jetzt dies tun und jenes lassen, jetzt 2 Sek. zurückfallen lassen, ... Nervt ohne Ende.

Diese Fehlentwicklung gibt es nicht erst seit heute oder gestern. Deswegen war ich auch zuletzt 2001 live an der Rennstrecke, während ich es vorher von 1980 bis 1996 ununterbrochen war. Aber 2014 ist das Maß endgültig überschritten.

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von BrillianceF1:
<strong>Die Kritik wirkt nicht authentisch. </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Zum Lenkrad: siehe oben, Fehlentwicklungen gibt es schon länger. Und ich versichere dir, die Kritik ist authentisch. Als Schumacher-Fan habe ich 2005 kein Rennen ausgelassen, obwohl Schumacher hinterherfuhr. Ich gebe zu, dass ich vielleicht mehr hinsehen würde, wenn Vettel nicht so oft von der Technik verschaukelt würde. An der grundsätzlichen Kritik ändert das NICHTS.

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wings
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Beitrag von wings » Di Mai 27, 2014 2:05 pm

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von Berge_von_Grips:
<strong>
Diese Fehlentwicklung gibt es nicht erst seit heute oder gestern. Deswegen war ich auch zuletzt 2001 live an der Rennstrecke, während ich es vorher von 1980 bis 1996 ununterbrochen war. Aber 2014 ist das Maß endgültig überschritten.

</strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Ich denke, das müsstest du jedes Mal mitnennen. Dass Teams über Funk viel mehr regeln, als der Außenstehende mitbekommt ist klar. Aber mit der Zeit auch eine etablierte Kiste. Nur konnte man nie an der Strecke und früher auch nicht im TV mithören. Jetzt ist dieser Punkt omnipräsent, aber trotz allem nicht zu 100% aufgelöst.
Aber unterschieldiche Modi, interne Kommunikation - das ist nun sicher ein Bestandteil seit Ewigkeiten.
Und schon die Kinder der 70/80 wussten, dass die F1 nicht für transparenten Motorsport steht. Politik, im "Großen Ganzen" oder innerhlab der Teams spielte und spielt eine große Rolle.

Dass man diesen Punkt aber mehr und mehr ausbaut und dank weiterer Stellschrauben (Benzinverbauch/Runde als Beispiel) festigt, ist wirklich eine unschöne Entwicklung, auch innerhlab einer durch und durch überregelten F1.

Heute einen Fahrer zu loben, das fällt schwer. Kam das SC passend? Hielten seine Reifen besser als beim Konkurrenten, obwohl er selbst doch im bisherigen Verlauf als Reifenflüsterer bekannt wurde? Konnte er nur dank DRS ranfahren? Warum hatte XY kein ERS? Wie, alle 2 Runden gab es eine Info, welchen Balance-, Verbrauchs- und Angriffmodus man fahren soll? Es wirkt halt, und da stimme ich zu, eine Spur forcierter. Der Fahrer ist noch viel mehr Teil der Gruppe und muss "nur" noch mehr ausführen.
Aber es wird eben auch mehr ins Bewusstsein gerufen, obwohl die Punkte schon länger bestehen.

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Feldo
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Beitrag von Feldo » Di Mai 27, 2014 2:34 pm

Nun, der Faden hat mich dazu gebracht noch einmal darüber nachzudenken, woran es denn liegt, dass mich die F1 2014 so wenig interessiert.

Im Grunde kann ich BvG zustimmen und seine Argumente wiederholen. Doch seit ich F1 Schaue, also rund 25 Jahre, ist das Reglement ständig im Fluss gewesen.

Und Änderung, die vornehmlich der Spannungserzeugung dienten, hat es auch immer gegeben, wenn auch nur gehäuft in den letzten 10 Jahren, ob nun der Sieg zunächst von 9 auf 10 Punkte angehoben wurde, um die zuverlässigen Fahrzeuge nicht zu bevorzugen um dann kurz darauf als Lex Schumacher wieder den 2. Platz auf 8 Punkte aufzuwerten.

Von Rillenreifen mit mehr oder weniger Rillen, dem Zwangswechsel der Mischungen Nachtanken ja nein in der Vergangenheit ganz zu schweigen oder den vielen verschiedenen Modi zum Qualifying.

Aber irgendwie tritt die OFFENSICHTLICHE Kunst des Fahrers, einen Wagen am physikalischem Limit über die Strecke zu bewegen, immer weiter in den Hintergrund.

Natürlich hat 1502 recht, dass es nur eine andere Form des Rennfahrens ist, schließlich gewinnt ja der, der unter den gegebenen Umständen ein Auto am schnellsten über die Strecke bewegt.
Aber genau diese Umstände würde ich gerne VORHER kennen, und nicht durch Telemetriedaten, Entschlüsselung kryptischer Funksprüche oder Presseberichte hinterher erfahren.

Diese Art der Eingriffe in den Wettbewerb, ob doppelte Punkte am Ende der Saison oder Sprit pro Sekunde bei x Umdrehungen oder die zahlreichen Limitierungen der Technik verleiden es mir.

Vielleicht habe ich auch darauf gewartet, endlich einen triftigen Grund zu haben, auch mal am Rennwochenende im Sommer mit gutem Gewissen, ohne das Gefühl etwas verpasst zu haben, was anderes zu tun als vor der Kiste oder an der Rennstrecke zu hocken.
Vielleicht reicht es einfach mit der Formel1. Die Karawane zieht weiter, wie ein von mir hoch verachteter Politiker dereinst zu sagen pflegte.

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Beitrag von 1502 » Di Mai 27, 2014 3:54 pm

War es früher wirklich einfacher zu verstehen, oder kommt einem das im Nachhinein nur so vor? Wenn ich 15 Jahre zurückdenke: Die Strategie inklusive Nachtanken konnte unabhängig vom Qualifying frei gewählt werden, die Reifenmischung war aber seit dem Qualifying festgelegt, und nur wer sich im Verlauf des Wochenendes intensiv selbstständig informierte, konnte halbwegs einen Überblick behalten, wer auf welcher Mischung fuhr. Die Reifen waren nicht entsprechend markiert, es gab keine entsprechenden Einblendungen und keine Funksprüche im Free-TV. Infografiken waren nur sehr rudimentär vorhanden und zeigten ausschließlich Positionen und Abstände an. Vielleicht noch unzuverlässig gestoppte Boxenstopp-Standzeiten.

In dieser intransparenten Situation konnte man nun als Zuschauer zu Rennbeginn keine Ahnung haben, wer auf welcher Strategie unterwegs war. Da konnten bestimmte Fahrer plötzlich ein irres Tempo vorlegen und davonziehen, und erst beim Boxenstopp wusste man, was das wert war. Dazu waren die Autos auch damals sehr komplexe Maschinen, und weil vor dem Rennen alle Teile getauscht werden durften, waren diese nur auf eine Renndistanz ausgelegt und dementsprechend defektanfällig. Viel defektanfälliger als heute. Und nicht jeder dieser Defekte führte zum Ausfall, oft genug machte er ein Auto nur langsamer. Wie erfuhr man von einem solchen Defekt als Free-TV-Zuschauer? Funksprüche gab es nicht zu hören. Der betroffene Fahrer musste schon verdächtig langsam und zudem für die Senderzielgruppe relevant sein, dann wurde der Boxenreporter zu seinem Team geschickt und durfte versuchen, denen Informationen aus der Nase zu ziehen.

Ich will das alles nicht negativ darstellen. Das ist die F1, mit der ich als Fan aufgewachsen bin. Ich habe diese Rennen geliebt. Aber ich kann das Argument, dass heute nicht nachvollziehbare Umstände dominieren und die Rennen für die Zuschauer immer schwerer zu verstehen machen, nicht nachvollziehen. Ist es nicht eher eine Frage der Motivation, sich mit den jeweiligen Umständen zu beschäftigen, die bei einigen aus ganz anderen Gründen gesunken ist?

Ich stelle die These auf, dass der Threadersteller den "Kern des Problems" gar nicht so weit verfehlt. Nicht wegen des Skiunfalls. Warum 2014 besonders "schlimm" ist, dazu komme ich gleich. Zunächst mal: Schumacher war eine unglaubliche Identifikationsfigur. Man konnte ihn vergöttern oder hassen, dazwischen ging nicht viel. Davor gab es Senna, bei dem war es ähnlich. Ich will nicht darauf hinaus, dass die heutigen Fahrer alle stromlinienförmige PR-Marionetten sind und kein Identifikationspotenzial liefern. Über derartige tiefere allgemeingültige Gründe können andere spekulieren. Tatsächlich hat jeder Fan sehr persönliche und individuelle Gründe, warum er einen Fahrer gut findet. Und einer wie Schumacher ist einfach nicht zu ersetzen. Natürlich hört man als F1-Fan, der was auf sich hält, und nicht mit den gröhlenden RTL-Assis verwechselt werden möchte, nicht von heute auf morgen auf, F1 zu schauen. Aber man distanziert sich in einem schleichenden Prozess. Und verpasst irgendwann ein Rennen und stellt fest, dass es einem nichts ausmacht.

Ich war einmal an dem Punkt. Es war 2007/2008. Nicht, weil die Rennen schlechter gewesen wären, weil ich mit den V8, dem neuen Qualiformat oder der stärkeren Reglementierung nicht einverstanden gewesen wäre. Der Grund war ein ganz banaler. Es fand ein Generationswechsel unter den Fahrern statt, und die neue Generation konnte mich emotional nicht mitreißen, während der Fahrer, der mich von Anfang an begeistert hat, in einer Schrottmöhre im Hinterfeld einem viel zu frühen Karriereende entgegen fuhr, meine anderen beiden favorisierten Fahrer quasi mitnahm, und während der ewige Schumacher auch nicht mehr da war. Ich gebe offen zu, was meine Begeisterung nachhaltig wieder entfacht hat, war keine Regeländerung, keine technische Revolution, auch nicht das tolle WM-Finale 2008. Es war der erste Test des BGP001.

Ich denke nicht, dass ich der einzige hier bin, der so tickt. Aber um das zuzugeben, muss man ehrlich zu sich selbst sein. Wie gesagt, es ist ein schleichender Prozess, man merkt es selbst vielleicht nicht mal. Wie Feldo gesagt hat: "Man findet Gründe". Wenn die Rahmenbedingungen gleich bleiben, kann man statt Schumacher Vettel beim Gewinnen zuschauen und vielleicht nicht mal einen Unterschied bemerken. Aber ein guter Indikator ist, wie viel Lust man hat, sich auf Neuerungen und Veränderungen einzulassen. Das macht es 2014 besonders schwierig. Viele Neuerungen auf einmal. Sogar die gewohnte akustische Untermalung ist anders. Und plötzlich funktioniert das nicht mehr, was man seit dem Schumacher-Rücktritt immer gemacht hat: Auf das aktuelle Rennen im Kopf ein Bild zu projizieren, das längst Vergangenheit ist.

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OskarL
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Beitrag von OskarL » Di Mai 27, 2014 4:09 pm

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von 1502:
<strong> War es früher wirklich einfacher zu verstehen, oder kommt einem das im Nachhinein nur so vor? </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Nun, das Schumacher Sonntagskwali in Budapest war einfach zu verstehen. Die Frage war nur, kann er genuegend Vorsprung rausfahren. Oder Spa95, oder, oder... kein Vergleich mit heute.

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Beitrag von ImFasterThanTheStig » Di Mai 27, 2014 4:15 pm

Mir ging es 2007 genauso wie 1502. Schumacher weg, mit Kimi und Felipe bei Ferrari konnte ich nichts anfangen, Hamilton fand ich zwar vom Speed und der anfänglichen Konstanz her faszinierend, aber bis 2009 konnte ich mich nicht so für ihn erwärmen, wie es für einen Fan üblich ist. Dazu auch meine damals noch in Schumacher-Zeiten gewachsene McLaren-Antipathie, es passte einfach nicht.

Erst als das ganze Feld durcheinandergewürfelt wurde, bekam ich wieder Lust auf F1. Da waren "neue" Teams am Start, die plötzlich den Ton angaben und die Traditionsrennställe waren in der Krise und ich wollte sehen, ob sie es wieder nach vorne schaffen würden und welches der neuen Siegerteams konstant oben bleiben würden.

Die WM 2009 an sich war zwar relativ enttäuschend, mit Button konnte ich ebenfalls noch nie viel anfangen und an den neuen Look der Autos konnte ich mich erst 2010 gewöhnen.

Wahrscheinlich hätte ich die F1 nicht mehr verfolgt, wenn sich dann im Folgejahr 2010 nicht diese wirklich tollen Fahrer/Teamkombinationen ergeben hätten. Alonso bei Ferrari, Hamilton und Button als amtierender WM in einem Team, Mark Webber und Sebastian Vettel als erbitterte Rivalen bei Red Bull, Michael Schumacher als Rückkehrer im amtierenden WM-Team mit dem aufstrebenden Rosberg, 5 Fahrer, die vom ersten bis zum letzten Rennen um die WM kämpften, dazu noch ein Robert Kubica, der immer wieder Würze in den Kampf um die Podestplätze brachte.

Somit waren es auch bei mir relativ simple Gründe, die zu einem langsam beginnenden Desinteresse (2007,2008) und schließlich zu einem gestiegenen Interesse (2009, vor allem aber dann wieder ab 2010) führten.

<small>[ 27.05.2014, 16:20: Beitrag editiert von: ImFasterThanTheStig ]</small>

Formulahistory
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Beitrag von Formulahistory » Di Mai 27, 2014 4:45 pm

Also ich glaube nicht, dass es
1) An Schumachers Unfall liegt
2) An den neuen Turbo-Motoren.

Ich finde, in der aktuellen Formel-Woche wurden die wirklichen Baustellen der Formel-1 sehr gut analysiert. Lest euch mal die Seiten 6-12 durch, ich denke das trifft den Nagel auf den Kopf:

http://formel-woche.de/ausgabe-20-2/

Was man noch ergänzen kann:
a) Es klingt jetzt wahrscheinlich makaber, aber die Formel-1 hat auch einen gewissen Reiz verloren, weil sie so sicher ist. Damit ihr mich nicht falsch versteht: Keiner will wieder tote oder schwer verletzte Fahrer sehen, aber ich finde schon, dass ein gewisser Reiz am Motorsport immer der war, dass das was besonderes, gefährlich ist, das eben nicht jeder kann.

b) Ich denke gerade das mit den technischen Freiheiten muss man noch auf eine andere Ebene heben: Heute unterscheiden sich die F1-Boliden technisch so gut wie gar nicht mehr. Aber auch die Technik hat immer begeistert. Derzeit ist die Formel-1 keine richtige Fahrermeisterschaft mit Einheitschassis wie in der GP2 (wobei fast jeder nur noch auf den Fahrer schaut und dieser Schritt vielleicht echt zu überlegen wäre, was ich allerdings nicht gut finden würde), aber die Technik spielt eigentlich auch keine (interessante) Rolle mehr. Die Unterschiede der Autos kann doch heute keiner mehr benennen, da ist doch der Unterschied de facto nur noch, dass das eine halt schneller ist als das andere.

3) Mir fehlen die Defekte und Ausfälle. Ein Fußballspiel ist in der 89. Minute gelaufen, wenn es 3:0 steht, in der F1 konnte da früher aber noch alles passieren. Das ist eigentlich der Reiz, der heute verloren gegangen ist. Die Autos, selbst die neuen Turbos (okay Monaco fällt etwas aus der Reihe) laufen wie Schweizer Uhrwerke. Durch künstliche Spannungsmachen-Regeln kommt bisschen Action in die ganze Sache rein, aber de facto hat doch der Fahrer gewonnen, der nach dem Start führt.

Soweit meine Rede zur Lage der Nation.

Berge_von_Grips

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Beitrag von Berge_von_Grips » Di Mai 27, 2014 6:24 pm

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von Feldo:
<strong> Enough is Enough </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv"> </font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von Berge_von_Grips am 22.3.2013 im Reifen-Thread:
<strong> Aber, aber, meine Herren! Keinen Defätismus bitte. [...]
Klick (Vorspulen auf 54") </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Bild

EI-WM99
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Beitrag von EI-WM99 » Di Mai 27, 2014 6:40 pm

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von Formulahistory:

3) Mir fehlen die Defekte und Ausfälle. </font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Das ist definitiv ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Wieviele Dramen sich damals abgespielt haben dadurch. Villeneuve überholt Hill im Arrows auf dem Rasen, Häkkinen fällt in der allerletzten Runde in Führung liegend aus und Schumacher erbt den Sieg, überhaupt die zig abgefackelten Mercedes-Motoren, Schumacher in Japan 2006 usw usf.

Es konnte jederzeit irgendetwas dramatisches und wirklich entscheidendes passieren und man wollte das auf keinen Fall verpassen.

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Beitrag von 1502 » Di Mai 27, 2014 9:05 pm

Okay... Spannung daraus beziehen, ob der Führende in der letzten Runde völlig ohne Eigenverschulden um den Lohn gebracht wird oder nicht, aber sich über die "künstliche" Spannung durch DRS und Pirelli aufregen Bild

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Der Kern des Problems...

Beitrag von EI-WM99 » Di Mai 27, 2014 9:29 pm

DRS verschandelt die Kunst des Überholens. Das ist so, als ob auf einmal jedes Fußballspiel 8:7 ausgehen würde, weil die Torgröße der Mannschaft, die vorne liegt, verdoppelt wird. Das macht dann einfach keinen Spaß mehr. Das ist künstlich.

Genauso die Pirelli-Reifen. Die haben ja sogar extra die Aufgabe, Spannung zu erzeugen. Künstliche Spannung. Was für ein Müll!

Motorschäden, Fahrfehler, die im Kiesbett endeten - das alles war nicht künstlich, sondern Folge des Ans-Limit-Gehens (sowohl auf Fahrer- als auch Technikseite) und nicht gewollt und DESWEGEN ist das was komplett anderes.

ImFasterThanTheStig
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Der Kern des Problems...

Beitrag von ImFasterThanTheStig » Di Mai 27, 2014 9:30 pm

Ich bin eher froh, dass wir deutlich weniger Ausfälle zu beklagen haben als früher.

Und war die Angst vor Rekordausfallsquoten vor der Saison nicht einer der Gründe, warum einige der hiesigen Kritiker der neuen F1 schon damals sehr skeptisch waren?

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shuyuan
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Der Kern des Problems...

Beitrag von shuyuan » Di Mai 27, 2014 9:31 pm

</font><blockquote><font size="1" face="Arial,sans-seriv">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Arial,sans-seriv">Original erstellt von 1502:
<strong> Okay... Spannung daraus beziehen, ob der Führende in der letzten Runde völlig ohne Eigenverschulden um den Lohn gebracht wird oder nicht, aber sich über die "künstliche" Spannung durch DRS und Pirelli aufregen Bild </strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Arial,sans-seriv">im nachinein erinnert man sich an paar kleine dramatische szenen aus rennen und -obwohl diese öde waren- werden nur deshalb hoch gelobt.

Erinnerungslücken Bild

er weiss das Rennen?
Häkkinen fällt 600 meter vorm ziel der mclaren-mercedes auseinander
Tipp : es beginnt mit einem abknickenden vorderrad


Der Kern des Problems ist wohl Sentimentalität. Bild

so wie früher war alles besser und so

Formulahistory
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Der Kern des Problems...

Beitrag von Formulahistory » Di Mai 27, 2014 9:32 pm

Ich sehe da keinen Widerspruch, wenn die Technik sportlich wieder ausgereizt ist, ist die Gefahr für Fehler eben höher. Das hat was mit Wettbewerb zu tun, es liegt ja in der Hand des Konstrukteurs, ein zuverlässiges Auto zu bauen. Genauso kann ja immer ein Fahrer das Auto in der letzten Runde noch wegwerfen (was u.a. wegen den Strecken auch nicht mehr vorkommt), da kann das Team nix dafür. Das liegt aber alles in den Händen der Wettbewerber, die Voraussetzungen sind für alle gleich. Beim DRS-Flügel sind diese gleichen Voraussetzungen für mich nicht mehr gegeben. Das wäre der Fall, wenn alle Fahrer insgesamt 10 Mal im Rennen den Flügel betätigen dürften, egal wann. Aber so ist es für mich künstliche Showmache. Die Technik an die Spitze zu treiben, das gehört für mich stattdessen zum Motorsport einfach dazu

HybridF1
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Der Kern des Problems...

Beitrag von HybridF1 » Di Mai 27, 2014 9:32 pm

War auch echt spannend der Schumi-Motorplatzer: Sein erster kaputter Motor nach 1000 Jahren, der die komplette WM-Spannung ruiniert hatte.

Auch die Räikkönen-Schäden 2005 haben die Spannung genommen.

Es ist sicher so, dass viele deutsche Zuschauer mit Schumacher und dem Privatfernsehen zur F1 gekommen sind und durch das Comeback + Vettel bis 2013 einigermaßen zufrieden waren und nun keinen zum Daumendrücken haben.
Richtige Gründe kann ich nicht feststellen.

Lenkrad, DRS, Sound, Motoreinstellung?

Das sind Kleinigkeiten, die sogar teilweise behoben werden (Sound) und auch die Reifen halten dieses Jahr, wie in der Ära Bridgestone.

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