"So ein Bockmist aber auch!": Vettel tobt nach Leclerc-Crash

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Redaktion
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"So ein Bockmist aber auch!": Vettel tobt nach Leclerc-Crash

Beitrag von Redaktion » So Nov 17, 2019 9:32 pm

Bei Ferrari tritt im Grand Prix von Brasilien der Worst Case ein: Sebastian Vettel und Charles Leclerc crashen ineinander - Vettel tobt daraufhin auf Deutsch am Funk

Der Grand Prix von Brasilien nimmt für die Scuderia Ferrari ein tragisches Ende. In Runde 66 kollidierten Sebastian Vettel und Charles Leclerc auf den Rängen vier und fünf liegend. Beide schieden daraufhin mit beschädigten Autos aus. Es ist der vorläufige Höhepunkt der internen Querelen bei den Roten.

"Wir sind alle dazu da, um Rennen zu fahren. Natürlich kann uns so etwas passieren, aber es sollte nicht passieren", weiß Vettel nach dem Rennen. Der Deutsche wollte sich gegen Rennende nicht von seinem jüngeren Teamkollegen schlagen lassen und setzte auf der Geraden hin zu Kurve 4 zum Manöver an.

Davor war es Leclerc, der auf frischeren Reifen angriff und sich in Kurve 1 am Deutschen vorbeisetzen konnte. Beim Konter des Heppenheimers berührten sich schließlich das linke Hinterrad mit dem rechten Vorderrad - beide Ferrari-Fahrer erlitten daraufhin einen Reifenschaden und mussten am Streckenrand parken.



"Charles hat versucht, in der ersten Kurve zu überholen. Ich habe dann irgendwann die erste Kurve aufgegeben, und mich auf die nächste Gerade konzentriert. Ich dachte eigentlich schon, ich wäre vorbei. Und dann sind wir zusammengekommen", schildert der viermalige Weltmeister den Zwischenfall aus seiner Sicht.

Am Teamfunk direkt nach dem Crash tobte Vettel sogar in seiner Muttersprache - sehr unüblich für ihn: "Mein Gott, muss das sein? So ein Bockmist aber auch!" Wer ist aus seiner Sicht schuld an der Misere? "Ich glaube, so weit sind wir noch nicht", winkt er im ersten Moment ab.

Ob beide Fahrer daran Schuld haben, will er nicht beantworten. Dennoch lässt er anklingen, dass ihm Leclerc womöglich zu wenig Platz gelassen habe beim Überholversuch. "Ich hatte nicht viel Platz rechts neben ihm. Ich kam aus Kurve 3 besser raus und habe versucht zu überholen. So einfach war das."

Die Gegenseite sieht das naturgemäß anders. Leclerc verteidigt seine Fahrweise und schiebt die Schuld eher Richtung Vettel: "Ich habe ihn in Kurve 1 überholt, dieses Manöver habe ich sehr genossen. Dann in Kurve 3 musste ich zumachen, da mir schon bewusst war, dass es Seb erneut versuchen würde."

"Er hat es versucht auf der Außenseite, wo wenig Platz war. Aber ich habe ihm den Platz gelassen", betont der Neuling. "Am Ende der Geraden hat er damit begonnen, mich ein wenig auf die Innenseite zu drücken. Wir waren sehr eng beisammen und alles ist sehr schnell passiert."

Als Vettel aus seiner Sicht nach innen zog, haben sich die beiden Ferraris schließlich berührt - und das Unheil nahm seinen Lauf. Ein klärendes Gespräch gab es zwischen den Fahrern unmittelbar nach dem Rennen noch nicht. "Ich denke, das wird's irgendwann geben", merkt Vettel an.



Was sagt der Ferrari-Teamchef zum Doppelaus seiner Piloten? Mattia Binotto beantwortete bedacht und sachlich alle Fragen der Journalisten. Er hütete sich in der Emotion davor, voreilige Schlüsse zu ziehen. "Wir sind enttäuscht. Das Team tut mir leid. Den Fahrern sollte das Team leidtun."

Schließlich gab man ihnen die Freiheit, gegeneinander ohne Teamorder kämpfen zu können. "Unsere zweite Position in der Konstrukteurs-WM ist so gut wie fix, daher haben sie um ihre Plätze in der Fahrer-Wertung gekämpft. Aber sie wussten, dass man dumme Aktionen vermeiden sollte."

Besonders bitter: "Die Berührung heute war sehr minimal. Aber wir werden Zeit haben, uns das alles anzusehen auf dem Video und das zu analysieren. Das will ich nicht in der Hitze des Gefechts machen. Auch mit den Fahrern habe ich schon gesprochen und gesagt, dass sie ihre Urteile nicht jetzt fällen sollen."

Man nehme sich nun Zeit, um das gemeinsam zu besprechen. Binotto scheut auch davor zurück, einem Fahrer die Hauptschuld umzuhängen: "Beide Fahrer haben einen gewissen Prozentsatz an Verantwortung zu tragen, aber das will ich nicht jetzt beurteilen. Ich möchte meine eigene Meinung jetzt nicht kundtun."

Ob es auch weiterhin die volle Freiheit für Vettel und Leclerc im Zweikampf geben wird? Das bleibt abzuwarten. Der Deutsche hält Stallorder auch weiterhin für "nicht nötig". Auch Leclerc ist zuversichtlich, dass die professionelle Beziehung zu Vettel intakt ist.

"Ich habe Seb noch nicht gesehen, aber ich bin mir sicher, dass wir erwachsen genug sind, um das hinter uns zu lassen. Uns beiden tut das extrem leid für das Team. Beide Autos sind nicht ins Ziel gekommen, daher ist das sehr enttäuschend. Wir werden das hinter uns lassen. Und wir werden weiterhin zusammenarbeiten", meint der 21-Jährige.

Statt einem möglichen Podium geht Ferrari mit null Punkten nach Abu Dhabi. Für Vettel außerdem enttäuschend: Mit 30 Punkten Rückstand auf Max Verstappen kann er nicht mehr WM-Dritter werden. Leclerc fehlen elf Punkte auf den Red-Bull-Fahrer.

"Wir wissen, dass dumme Fehler immer dumme Fehler bleiben werden. Und was heute passiert ist, ist wirklich schade für das Team", lautet das Fazit von Binotto. Vettel ergänzt: "Das Rennen ist gelaufen. Das ist bitter. Es hätte heute viel besser aussehen können."

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Seppi
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Re:

Beitrag von Seppi » So Nov 17, 2019 9:44 pm

Lec hatte die deutlich frischeren reifen und war schon an Vet vorbei.
Was um Himmels Willen hat Vet da nur geritten mit der Brechstange nochmal gegen zu halten?
Er konnte nur verlieren, und das tat er dann ja auch.
Mal wieder eine dumme und völlig unnötige Aktion von ihm.

Votec
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Re:

Beitrag von Votec » So Nov 17, 2019 10:01 pm

Die Schuld liegt bei Ferrari, sie hätte sich schon längst von ihm trennen sollen, aber da man das verpasst hat, trifft Ferrari weitere Schuld, denn wenn Sie es nicht schaffen von Rennen zu Rennen situationsabhängig klar zu entscheiden, müssen Sie für eine unmissverständliche Teamstruktur/order sorgen, wo dann ergebnisunabhängig jeder weiß wie er sich zu verhalten hat.
Zum Anderen liegt die Schuld aber auch bei den deutschen Medien, die Vettel zum unfehlbaren Überfahrer erkoren haben und den TV und Printmedien Konsumenten über Jahre das indokriniert und geframt haben.
Das hat nicht nur Spuren bei Vettel's Fans hinterlassen, sondern auch bei Vettel.

EmoHoernRockz
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Re: Re:

Beitrag von EmoHoernRockz » So Nov 17, 2019 10:11 pm

Votec hat geschrieben:
So Nov 17, 2019 10:01 pm
Zum Anderen liegt die Schuld aber auch bei den deutschen Medien, die Vettel zum unfehlbaren Überfahrer erkoren haben und den TV und Printmedien Konsumenten über Jahre das indokriniert und geframt haben.
Das hat nicht nur Spuren bei Vettel's Fans hinterlassen, sondern auch bei Vettel.
Den deutschen Medien würde ich nicht die Schuld geben. Ich denke, wenn man Vettel betrachtet, interessieren ihn die Medien überhaupt nicht.

Wenn man die Schuld für sein Verhalten bei jemanden suchen möchte, würde ich sie eher bei Red Bull und Helmut Marko suchen. RB und Marko haben ihn immer in Schutz genommen. Immer waren die anderen Schuld, nie Vettel.

Das gleiche (ähnliche) passiert aktuell doch ebenfalls bei Verstappen. Auch er lernt es nicht, aus Kritik zu lernen, weil RB und Marko ihn dauernd in Schutz nehmen.

Vettel und Verstappen sind in einem ähnlichen Alter in die F1 über RB gekommen, in dem man Personen, sowie dessen Charakter noch prägen kann bzw. prägt. Das Resultat sieht man bei beiden.

Fairplay
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Re:

Beitrag von Fairplay » So Nov 17, 2019 10:20 pm

Die Fehler von Vettel nehmen kein Ende.
Ich erinnere mich daran, wie er einmal einen Inder überrundet hat und nach links zog, obwohl er noch nicht vorbei war.
Damals war natürlich auch der Inder Schuld.
Eine Fahranfängerin zog einmal mit ihrem Kleinwagen von einer Rechtsabbiegespur auf eine Geradeausspur auf der ich mit dem LKW fuhr. Als sie mit dem Kopf an meiner Stoßstange vorbei war, traf ich ihre Seitenwand hinter dem Sitz.
Wohlgemerkt auf meiner Fahrspur. Sie meinte dann auch, ich wäre Schuld.
Vettel unterscheidet sich da nicht wesentlich von dieser Fahranfängerin.

Apex
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Re: Re:

Beitrag von Apex » So Nov 17, 2019 10:39 pm

EmoHoernRockz hat geschrieben:
So Nov 17, 2019 10:11 pm
Den deutschen Medien würde ich nicht die Schuld geben. Ich denke, wenn man Vettel betrachtet, interessieren ihn die Medien überhaupt nicht.

Wenn man die Schuld für sein Verhalten bei jemanden suchen möchte, würde ich sie eher bei Red Bull und Helmut Marko suchen. RB und Marko haben ihn immer in Schutz genommen. Immer waren die anderen Schuld, nie Vettel.

Das gleiche (ähnliche) passiert aktuell doch ebenfalls bei Verstappen. Auch er lernt es nicht, aus Kritik zu lernen, weil RB und Marko ihn dauernd in Schutz nehmen.

Vettel und Verstappen sind in einem ähnlichen Alter in die F1 über RB gekommen, in dem man Personen, sowie dessen Charakter noch prägen kann bzw. prägt. Das Resultat sieht man bei beiden.
passender hätte man es nicht formulieren können. :top: :top: :top:

Vettel hat die Marko Doktrin 'gib niemals fehler zu' unter der Red Bull Schutzglocke nicht gut getan. Das war schon damals so und hat sich bis heute nicht geändert. Den gleichen crash wie heute gab es damals beim türkei GP mit webber, auch da zog vettel zur seite in webber rein, der geradeaus fuhr genau wie leclerc heute.
erinnere mich noch an vettel in ungarn zu seinen red bull zeiten als er während der SC phase zu großen abstand zu webber gelassen hatte, der auf position 1 fuhr. Das war natürlich illegal, da man somit den restart der dahinterfahrenden negativ beeinflusst. Obwohl man auf den tv aufnahmen ganz klar sehen konnte das vettel mehr als 5 wagenlängen platz gelassen hatte zwischen sich und webber, konnte er das nach dem rennen nicht einsehen als er bestraft wurde.
In baku fuhr er während der SC phase erst hamilton hinten drauf und rammte ihn anschließend, auch da meinte er Hamilton sei schuld gewesen, weil er ihn brake checken wollte, die telemetrie daten haben das gegenteil bewiesen.
es gibt dafür noch viele andere beispiele wo vettel lieber die schuld bei anderen suchte anstatt vor der eigenen haustüre zu kehren. Er legt sich damit selbst steine in den weg und entwickelt sich dadurch nicht weiter.

max verstappen ist auf dem exakt gleichen weg, teilweise noch schlimmer als vettel damals. von max hört man auch immer andere sind schuld. ständig dieser abwehr mechanismus der für red bull typisch ist. kein wunder lebt Marko diese eigenschaft seit jahren vor. Bin gespannt ob max im späteren alter genauso kritikresistent sein wird wie vettel.

Seppi
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Re:

Beitrag von Seppi » So Nov 17, 2019 10:46 pm

Auch wenn die Entwicklung einen sehr ähnlichen Verlauf nimmt gibt es zwischen Verstappen und Vettel noch einen gewaltigen Unterschied:
Vettel ist eigentlich ein cleveres Kerlchen während bei Verstappen zwischen den Ohren einfach nur ein Vakuum ist...

EmoHoernRockz
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Re:

Beitrag von EmoHoernRockz » So Nov 17, 2019 10:57 pm

Charakter, Empathien und ähnliches haben leider wenig mit Intelligenz zu tun.

Natürlich wird Vettel wissen, was er getan hat, so wie er es vermutlich jedes Mal wusste. Er kann seine Schuld nur nicht eingestehen. Das ist übrigens ein Problem, das nicht selten intelligente Personen haben, wenn man ihnen nicht gezeigt, gelehrt hat, Fehler einzugestehen.

Es gibt Dinge in unserem Wesen, die man nicht alleine über Intelligenz besitzt.

Votec
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Re: Re:

Beitrag von Votec » So Nov 17, 2019 11:54 pm

Seppi hat geschrieben:
So Nov 17, 2019 10:46 pm
Auch wenn die Entwicklung einen sehr ähnlichen Verlauf nimmt gibt es zwischen Verstappen und Vettel noch einen gewaltigen Unterschied:
Vettel ist eigentlich ein cleveres Kerlchen während bei Verstappen zwischen den Ohren einfach nur ein Vakuum ist...

Es wird daher auch vermutet, dass das der Grund ist, warum Verstappen so schnell und risikobereit ist.
Solche jungen Menschen werden ja auch mit Vorliebe für das Militär gesucht und genommen.

Votec
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Re: Re:

Beitrag von Votec » Mo Nov 18, 2019 12:02 am

EmoHoernRockz hat geschrieben:
So Nov 17, 2019 10:11 pm
Den deutschen Medien würde ich nicht die Schuld geben. Ich denke, wenn man Vettel betrachtet, interessieren ihn die Medien überhaupt nicht.

Wenn man die Schuld für sein Verhalten bei jemanden suchen möchte, würde ich sie eher bei Red Bull und Helmut Marko suchen. RB und Marko haben ihn immer in Schutz genommen. Immer waren die anderen Schuld, nie Vettel.

Das gleiche (ähnliche) passiert aktuell doch ebenfalls bei Verstappen. Auch er lernt es nicht, aus Kritik zu lernen, weil RB und Marko ihn dauernd in Schutz nehmen.

Vettel und Verstappen sind in einem ähnlichen Alter in die F1 über RB gekommen, in dem man Personen, sowie dessen Charakter noch prägen kann bzw. prägt. Das Resultat sieht man bei beiden.


Das stimmt natürlich, ein wichtiger Fakt, welchen ich glatt vergessen hatte - Der intrigante, niedertächtige Lügendoktor!
Aber selbst auf Erwachsene, vermeintlich gebildete Menschen, hat dieser Mann einen negativen Einfluss, wie man z.B. an Christian Horner sieht, der sich von einem sympathisch, ehrlichen und bescheiden wirkenden Menschen zu einem Marko 2.0 entwickelt hat.
Umgang formt den Menschen!

Doitright
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Beitrag von Doitright » Mo Nov 18, 2019 1:04 am

Bei so einer minimalen Berührung sollte keines der beiden Autos kaputt gehen. Da gab es schon heftigere Berührungen ohne Schaden.

Turrican4D
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Beitrag von Turrican4D » Mo Nov 18, 2019 5:38 am

Im Grunde ist Ferrari Schuld. Sie hätten Vettel während der ersten SC-Phase ebenfalls neue Reifen geben sollen, dann wäre er zudem vor Albon geblieben.

Am SC an sich waren natürlich die Stewards Schuld. Warum schickt man für Bottas parkenden Mercedes das SC raus?!? Da wollte man wohl mal wieder den Schinken zum Sieger machen.

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seahawk
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Beitrag von seahawk » Mo Nov 18, 2019 7:10 am

Ferrari muss den Vertrag von Vettel auflösen, wenn man 2020 eine WM-Chance haben will.

Mitsuha
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Re: Re:

Beitrag von Mitsuha » Mo Nov 18, 2019 7:25 am

seahawk hat geschrieben:
Mo Nov 18, 2019 7:10 am
Ferrari muss die Verträge von Vettel und Leclerc auflösen, wenn man 2020 eine WM-Chance haben will.
Hab deinen Post mal korrigiert. So ein Fehler kann schon passieren.

Cave
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Re:

Beitrag von Cave » Mo Nov 18, 2019 8:09 am

Na ja. Blöd gelaufen. Leclerc deckt halb ab, Vettel nimmt die Seite wo weniger Platz ist (und beschwert sich danach darüber), denkt er ist vorbei und will die Kurve seinerseits etwas zu machen. Er war noch nicht ganz vorbei und das wheelbanging führt zu den plattfüßen.

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seahawk
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Re: Re:

Beitrag von seahawk » Mo Nov 18, 2019 8:27 am

Mitsuha hat geschrieben:
Mo Nov 18, 2019 7:25 am
Hab deinen Post mal korrigiert. So ein Fehler kann schon passieren.
Leclerc darf Fehler machen, der ist noch verdammt jung. Vettel hingegen ist am Ende der Karriere und hat einfach kein Potential für die Zukunft.

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flingomin
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Re: Re:

Beitrag von flingomin » Mo Nov 18, 2019 10:17 am

Seppi hat geschrieben:
So Nov 17, 2019 10:46 pm
Auch wenn die Entwicklung einen sehr ähnlichen Verlauf nimmt gibt es zwischen Verstappen und Vettel noch einen gewaltigen Unterschied:
Vettel ist eigentlich ein cleveres Kerlchen während bei Verstappen zwischen den Ohren einfach nur ein Vakuum ist...
Wobei ich dann nicht weiß was schlimmer zu beurteilen ist.
Beim einen kann man sagen: Jungspund, nix in der Platte, kennt nur Vollgas, fährt nach Instinkt und es klappt oder es klappt nicht.

Sorry dass ichs sage, aber von einem als intelligent anzusehenden vierfachen Weltmeister mit beinahe 250 Rennen auf dem Buckel und im Spätherbst seiner Karriere befindlich erwarte ich etwas mehr Hirn in solchen Situationen. Erst Recht wenn es gegen den eigenen Teamkollegen geht.
Aber Vettel kann so abgeklärt fahren wie er mag (was er durchaus sehr oft und sehr gut tut).
Aber im Zweikampf geht ihm regelmäßig die Sicherung durch.
Menschlich verständlich ist es vielleicht sogar irgendwie: Wenn ein Fahrer von P2 startet und der andere von 14, dann gibt es natürlich kein gutes Bild ab wenn der hintere im Ziel vor dem anderen ankommt ("How dare you?", hätte die Gretel gesagt).
Dass man dann nicht freundlich vorbei winkt kann ich schon nachvollziehen.

Aber: JEDER regt sich über fehlendes Racing auf (ich auch). Über Teamregie, über Anweisungen, über gemangte Rennen (vor allem wenn es Mercedes tut). Aber genau solche Aussetzer sind es, die bei den Teamchefs die Einsicht reifen lassen, dass freies Racing unter Teamkollegen nur "second best" ist.
Zuletzt geändert von flingomin am Mo Nov 18, 2019 10:23 am, insgesamt 3-mal geändert.

Psypt_aSnat
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Re:

Beitrag von Psypt_aSnat » Mo Nov 18, 2019 10:18 am

Tja, dann spiele ich mal die "Gemein sein" Karte:
Schade für Leclerc, dass sein Versuch, Vettel den Hinterreifen mit seinem Flügel aufzuschlitzen, nicht so geklappt hat und er auch einen Schaden davon getragen hat... :naughty: :jupi: :lol:
Spaß beiseite: Alleine an der "Nicht Bestrafung" der Beiden sieht man ja, dass beide genug Schuld haben.
VET fährt ziemlich genau in einer Linie auf die Spur, die er erwartbarer Weise einnehmen will für die Kurve, um LEC nicht die Innenspur für einen Konter zu bieten.
Dass LEC dem eigenen Kollegen dann nicht genug Platz lässt und davon ausgeht, das VET mit den Mini-Spiegeln genau sieht, ob er vorbei ist, ist mit angeblicher Unerfahrenheit aber ja auch nicht zu erklären.
LEC fährt ja nicht erst seit dieser Saison Rennen und tendenziell ist der Bursche ja (absoluter) Weltklassefahrer und sollte auch gefühlt nicht wirklich dumm sein...
Ob es schon klug von LEC war, VET zu überholen, wenn der noch in einem guten Fenster für einen Angriff (am Ende der Runde) auf den Vordermann ist, erscheint mir sowieso etwas zweifelhaft...
Ich persönlich würde die meiste Schuld auf den Ferrari Kommandostand schieben, da diese scheinbar keine klare Ansage gemacht haben. VET war noch in einem guten Fenster für Angriffe auf Albon, da sag ich LEC sinngemäß "VET bekommt noch zwei Runden für Angriffe und dann ... schau mer mal"
VET bekommt Schuld, weil er als Schnellerer nicht damit gerechnet hat, dass der eigene Kollege nicht mehr Platz lässt und LEC, weil er eben keinen Platz zusätzlich gegeben hat.
Aber insgesamt einfach eine "Sch***e passiert" Situation :ohw:

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flingomin
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Re:

Beitrag von flingomin » Mo Nov 18, 2019 10:26 am

WIe schon einer gesagt hat:

Vettel ist einen Meter rüber gezogen, aber LeClerc hat beim zurückweichen nur einen halben Meter Platz gemacht.
Der eine hats verursacht, der andere hätte es verhindern können.
Hier gibt's sicherlich kein 100% zu 0% was die Schuldfrage engeht.

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Alboreto
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Re: Re:

Beitrag von Alboreto » Mo Nov 18, 2019 11:11 am

flingomin hat geschrieben:
Mo Nov 18, 2019 10:26 am
WIe schon einer gesagt hat:

Vettel ist einen Meter rüber gezogen, aber LeClerc hat beim zurückweichen nur einen halben Meter Platz gemacht.
Der eine hats verursacht, der andere hätte es verhindern können.
Hier gibt's sicherlich kein 100% zu 0% was die Schuldfrage engeht.
Wie aber auch schon Nick Heidfeld sagte: warum drückt Lec ihn da als Teamkollege derart weit raus (wie auch schon in Ungarn übrigens), und das auf einer Buckelpiste, wie Interlagos? Da ist gerade aus fahren nicht wirklich leicht. Das Vettel ein wenig vom Gras weg wollte und dabei die Tür etwas für die nächste Kurve zu machen wollte ist üblich und verständlich. Zumal er, als er rüberzog, deutlich vor Lec lag und da die Linie vorgeben kann.

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flingomin
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Re: Re:

Beitrag von flingomin » Mo Nov 18, 2019 11:21 am

Mitsuha hat geschrieben:
Mo Nov 18, 2019 7:25 am
Hab deinen Post mal korrigiert. So ein Fehler kann schon passieren.
Nö, so isses falsch.
LeClerc hat noch nicht mal zwei Saisons auf dem Buckel, muss sich als Rookoe zudem mit einem Mehrfachweltmeister messen lassen.
Vettel dagegen?
Fast 13 Jahre, fast 250 Rennen, 4 Weltmeisterschaften.
Der eine muss noch lernen, was man vom anderen schon lange erwarten kann.
LeClerc als Gallionsfigur und Führungsfahrer und daneben eine schnelle aber klare Nr. 2.
Dann wird der Titel in absehbarer Zeit auch wieder nach Maranello gehen.
Mit Vettel wird das nix mehr.

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Re: Re:

Beitrag von wolfgangf67 » Di Nov 19, 2019 1:59 pm

flingomin hat geschrieben:
Mo Nov 18, 2019 11:21 am
Dann wird der Titel in absehbarer Zeit auch wieder nach Maranello gehen.
Mit Vettel wird das nix mehr.
Du bist doch erfahren genug, woher nimmst Du diesen Optimismus?
Mein Gefühl sagt mir eher, dass das mit dem gegenwärtigen Personal auch in NICHT absehbarer Zeit nicht wieder passieren wird, egal mit welchen Fahrern.

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