Gary Anderson vermutet: Unterboden der Schlüssel zu Haas' Pr

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Redaktion
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Gary Anderson vermutet: Unterboden der Schlüssel zu Haas' Pr

Beitrag von Redaktion » Do Aug 08, 2019 9:15 am

Sorgt ein Problem mit dem Unterboden dafür, dass Haas in der Saison 2019 auf keinen grünen Zweig kommt? Technikexperte Gary Anderson hat eine Theorie

Der Haas VF-19 gibt weiterhin große Rätsel auf. Mal funktioniert das Auto und man sortiert sich weit vorne im Mittelfeld ein. Dann findet man sich plötzlich am anderen Ende der Startaufstellung wieder - ohne dabei etwas verändert zu haben. Seit einiger Zeit experimentiert man deswegen sogar mit der alten Melbourne-Spezifikation des Boliden vom Saisonbeginn.

Doch auch mit dieser ist keine Konstanz erkennbar. In seiner aktuellen Kolumne auf 'Autosport' befasst sich Technikexperte Gary Anderson unter anderem mit diesem Thema und schreibt: "Haas vermutet, dass die Melbourne-Spezifikation in heißeren Bedingungen besser funktioniert und die neuere Version bei kühleren Verhältnissen. Außerdem habe sie einen Vorteil in langsameren Kurven. Die große Frage lautet: Warum?"

"Ich habe meine Theorien, und es scheint, dass alles damit zusammenhängt, welche aerodynamische Bedeutung der Unterboden hat. Es ist nicht zwangsläufig der Unterboden selbst, der das Problem verursacht. Es könnte auch damit zusammenhängen, wie der Luftstrom im Bereich der Bargeboards erzeugt wird. Das trägt zur Performance des Unterbodens bei", erklärt Anderson.

Grundsätzlich vermutet er aber ein Problem mit dem Unterboden, "das sich bei höheren Luft- oder Streckentemperaturen verschlimmert." Anderson erklärt: "Mehr Abtrieb macht ein Auto in langsamen Kurven immer besser. Die Bodenfreiheit des Autos ist nicht so gering wie in schnellen Kurven. Daher leidet der Unterboden nicht so sehr, wenn der Luftstrom geteilt wird."



"Aber je schneller man wird, desto näher kommt der Unterboden an den Asphalt und desto dramatischer wird dieses Problem", so Anderson. Er glaubt, dass diese Probleme am Melbourne-Unterboden weniger stark auftreten, während die aktuelle Spezifikation das Problem noch verstärke. Ein gutes Beispiel dafür ist das Qualifying in Ungarn am vergangenen Wochenende.

Da fuhr Magnussen mit der neuen Spec in Q1 eine Runde in 1:16.122 Minuten, in Q2 war wenige Minuten später nur noch eine 1:17.081 möglich. "Wenn es ein aerodynamisches Problem gibt, das das Auto aus der Balance bringt, dann bleibt dem Fahrer nichts anderes übrig, als langsamer zu fahren", erklärt Anderson und ergänzt: "Normalerweise ist es das Heck, das unter einer aerodynamischen Teilung des Unterbodens leidet."

"Das bedeutet, dass der Fahrer am Kurveneingang Selbstvertrauen verliert und ein bisschen früher einlenkt. Dadurch bekommt man in der Mitte der Kurve Probleme mit Untersteuern. Und letztendlich sorgt das Rutschen dafür, dass der Reifen auch noch überhitzt", so Anderson. Bei Haas ging man in diesem Jahr lange davon aus, dass die Pneus das Hauptproblem seien.



Anderson sieht das anders. "Der Reifen ist ein sekundäres Problem und nicht der Hauptgrund", vermutet er. Doch weil die Probleme so "plötzlich" auftreten, sei die Ursachenforschung schwierig. Anderson erklärt: "Man kann alle Messgitter der Welt [am Auto] anbringen. Aber wenn man nicht wirklich weiß, ob man zu irgendeinem Zeitpunkt ein Problem hat oder nicht, dann wird es sehr schwer, dieses zu identifizieren und zu beheben."

Der langjährige Jordan-Mann erinnert sich an seine eigene Zeit in der Königsklasse zurück und berichtet: "Ich hatte [einmal] ein gutes Auto, das genau diese Probleme hatte. Bei den Wintertests war es sehr gut und gut ausbalanciert. Dann kamen wir an die heißeren Strecken, und das Heck vermittelte dem Fahrer beim Bremsen und am Kurveneingang überhaupt kein Vertrauen."

"Je härter man pushte, desto schlimmer wurde es. Es war sehr schwierig, die Ursache des Problems zu identifizieren, weil keines unserer Werkzeuge den transienten Effekt der Aerodynamik betrachtete. Wir nahmen eine kleine Veränderung am Diffusor vor, und das Auto wurde zu einem komplett anderen Biest", erinnert sich Anderson. Bei Haas geht die Ursachenforschung derweil weiter.

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Marcha
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Re: Gary Anderson vermutet: Unterboden der Schlüssel zu Haas' Pr

Beitrag von Marcha » Do Aug 08, 2019 11:46 am

Der Ferrari hat den falschen Frontflügel ,der Haas den falschen Unterboden...wenn Ferrari und Haas nicht mal früher Nico Rosberg und Gary Anserson gefragt hätten...
Nach der langen Zeit sollte man bei Haas nun langsam wissen was passiert.Die sollten doch genau wissen wann wieviel Downforce wo verloren geht und warum
Und umgekehrt sollten sie doch auch wissen wieviel vertikalkraft sie benötigen um die Reifentemperatur im Fenster zu halten.. .da ihr Auto munter ins und aus dem Fenster springt ist doch super ,um die physikalischen Phänomene zu erfassen und zu begreifen,es geht doch nur noch darum herauszufinden WELCHE Phänomene verantwortlich sind .
Klarerweise sind diese in Haas Berechnungen nicht realistisch dargestellt wenn überhaupt berücksichtigt .Leider ist mindestens ein Faktor aber für
Schwankungen im Sekundenbereich verantwortlich ...
Dass Sonneneinstrahlung und Temperatur nicht zwangsläufig dieselben Effekte haben weiß jeder der schonmal in Indy den Effekt einer Wolke über der Strecke auf die Rundenzeit gesehen hat.Sehr berihigend zu sehen dass in der Hitech welt der Formel 1noch lange nicht alles verstanden wird .
Im Zweifelsfall :back to basics ,keep it simple ,idiot!

Cannibals
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Re: Gary Anderson vermutet: Unterboden der Schlüssel zu Haas' Pr

Beitrag von Cannibals » Do Aug 08, 2019 6:44 pm

Dass der Ferrari Frontflügel so falsch ist glaube ich gar nicht.
McLaren ist ja auch gut dabei. Der Frontflügel ist nicht so viel anders.

painkiller
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Re: Gary Anderson vermutet: Unterboden der Schlüssel zu Haas' Pr

Beitrag von painkiller » Fr Aug 09, 2019 3:23 pm

Dafür verwendet Merc einen illegalen Frontflügel!

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