Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

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Redaktion
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Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von Redaktion » So Mär 17, 2019 7:34 pm

Sein harter Weg an die Spitze der Formel-1-WM: Drei Monate nach dem Tiefpunkt seiner Karriere gewinnt Valtteri Bottas den Grand Prix von Australien

Viele hatten Valtteri Bottas schon abgeschrieben, und man konnte ihnen dafür noch nicht einmal einen Vorwurf machen. Ende 2018 hatte er von 21 Rennen kein einziges gewonnen, mit dem schnellsten Auto der Formel 1. Und während sein Teamkollege mit 408 Punkten souverän Weltmeister wurde, landete er selbst in der WM an fünfter Stelle. 161 Punkte dahinter.

Es waren nicht nur die Experten, die an Bottas zweifelten. Es war auch Bottas selbst. "Versetzt euch in meine Lage", sagt er nach dem bisher größten Triumph seiner Karriere beim Saisonauftakt in Melbourne. "Ich hatte große Ziele, und ich habe sie nicht erreicht. Du bist weit unter deinem Performance-Niveau. Das steckst du nicht so leicht weg."

Der Finne musste 2018 eine ganze Menge wegstecken. Den Reifenschaden beim vierten WM-Lauf in Baku, ohne den er das Rennen gewonnen und die WM-Führung übernommen hätte. Den Getriebeschaden in Spielberg. Die Stallorder in Sotschi, an die er, so behauptet er zumindest, bei der Triumphfahrt in Melbourne nicht gedacht hat.

Ende vergangenen Jahres ließ sich Bottas von all dem auffressen. Besonders Sotschi nagte an ihm. Obwohl er wegen einer Absprache vor dem Rennen glaubte, dass er gewinnen darf, wurde er von Teamchef Toto Wolff zurückgepfiffen. Ausgerechnet von jenem Toto Wolff, der ihn zuvor als "Wing-Man" bezeichnet hatte. Bottas war, so schien es, die klare Nummer 2 bei Mercedes.



Der enttäuschende fünfte WM-Platz hatte auch etwas Gutes: Der 29-Jährige musste nicht zur FIA-Gala in Sankt Petersburg, wo es ihm vermutlich wehgetan hätte, dabei zuschauen zu müssen, wie Lewis Hamilton seinen fünften WM-Pokal abholen darf. Aber auch zu Hause in Finnland, bei Ehefrau Emilia, konnte er sich aus dem psychologischen Tief nicht sofort befreien.

"Da zurückzuschlagen, hat gedauert, das muss ich ehrlich zugeben", sagt er heute. "Über Weihnachten und Neujahr fühlte ich mich noch gar nicht gut." Wolff erinnert sich: "Nach der Weihnachtsfeier im vergangenen Jahr sagte er mir, dass er müde ist und eine Auszeit braucht. Denn er hatte gerade die schlechteste Saisonhälfte seiner Karriere hinter sich."

Also tauchte Bottas ab - und erst Ende Januar wieder auf, bei der Lappland-Rallye. Beim Höllenritt durch verschneite und vereiste Wälder "hat er die Freude am Fahren wiedergefunden", sagt Wolff. Ein Schlüsselerlebnis. "Anfang Januar", nickt Bottas, "habe ich mich zusammengerissen und meine innere Stärke wiedergefunden."

Er bereitete sich nun akribisch auf die bevorstehende Formel-1-Saison vor, trainierte härter als je zuvor, baute Muskelmasse auf. Und er ließ sich einen Bart wachsen. Was auf den ersten Blick wie ein banales Detail erscheinen mag, war auch ein Statement: Seht her, ich bin wieder da! Ein neuer Bottas. Härter, kompromissloser und besser als der alte Valtteri.

Am vorletzten Tag der Wintertests in Barcelona legte er einen Longrun hin, dem von den meisten Experten zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Der Silberpfeil sei "auf Augenhöhe" mit dem Ferrari, "wenn nicht sogar schneller", schrieben wir damals in unserem Live-Ticker. Und: "Ferrari hat noch keineswegs eine Hand am Pokal."

Eine Wahrheit, die von wenigen in der Szene wahrgenommen wurde. Toto Wolff selbst schrieb uns eine WhatsApp-Nachricht: "Der Longrun war nicht so super." Doch spätestens am Freitagabend in Melbourne war Bottas klar: Wenn er 2019 nicht um die WM fährt, dann liegt es an ihm selbst und nicht am F1 W10 EQ Power+. Eine Tatsache, die beflügeln kann.



Im Qualifying lief zunächst alles nach Drehbuch. Bottas knallte in seiner ersten Q3-Runde eine Bestzeit von 1:20.598 Minuten hin, lag 0,457 Sekunden vor Hamilton. Doch am Ende stand wieder Hamilton vorne: Der Weltmeister zauberte eine Bestzeit von 1:20.486 Minuten auf den Asphalt - während Bottas im ersten Sektor Nerven zeigte und die Pole-Position verlor.

"Ich hätte schon schneller sein können", sagt er. "Nach der ersten Runde war mir klar, dass ich einige Kurven besser fahren kann. Aber letztendlich konnte ich nicht - und Lewis war schneller." Der nächste Nackenschlag: Endlich sah es mal so aus, als habe er gegen Hamilton eine Chance - aber am Ende war der vermeintlich übermächtige Gegner doch wieder besser.

"Bottas", sagte Jacques Villeneuve am Samstagabend bei 'Sky', "ist schon wieder geschlagen. Er hatte die Pole, eine halbe Sekunde vor Hamilton. Dann hat er dem Druck nicht standgehalten." Hamilton hingegen sei "beeindruckend" gewesen, konstatierte der Weltmeister von 1997: "Er stand auch unter Druck, und er war der einzige Fahrer, der am Ende noch zulegen konnte."

2018 begann für Bottas mit einem Qualifying-Crash in Melbourne. 2019, das hatte er sich geschworen, würde er sich nicht gleich vom ersten Rückschlag aus der Bahn werfen lassen. Das wäre dem alten Valtteri vielleicht passiert. Aber nicht dem neuen Bottas.

"Du lernst jedes Jahr etwas über dich selbst dazu, was für dich funktioniert, was für dich nicht funktioniert, in der Vorbereitung und in allem, was dazugehört", sagt er. "Wie du dich am besten erholst, wie du am besten deine Freizeit verbringst. Wie du am besten trainierst, was du trainierst. Wie du optimal reist - all diese Dinge. Ich habe versucht, für dieses Jahr alles zu optimieren."

Das weckt Erinnerungen an Nico Rosberg, der Ende 2015 in einer vergleichbaren Situation war. Aber anstatt aufzugeben, steigerte sich Rosberg in eine fast wahnhaft anmutende Perfektion, bis hin zur Optimierung seiner Rennhandschuhe. Ende 2016 war er Weltmeister. Bottas scheint gerade eine ähnliche Strategie zu verfolgen. Ob er sich bei Rosberg Tipps geholt hat, ist nicht bekannt.

"Es ist schwierig zu erklären, was vergangenen Winter in meinem Kopf passiert ist", sagt er. "Es hat sich definitiv etwas verändert. Ich werde dieses Jahr 30. Ich sehe viele Dinge im Leben und im Motorsport anders. Das spielt sich alles im Kopf ab." Er habe sich auch nach dem Qualifying gut gefühlt. "Und nur das zählt." Man könnte auch sagen: Er hat den Schalter umgelegt.



Bottas ließ sich am Sonntagmorgen nicht von Sorgen zerfressen, sondern er aß einfach sein Porridge. Aber "es ist nicht nur das Frühstück", lacht er. "Es sind die ganzen vergangenen Jahre in der Formel 1, die harte Arbeit über den Winter, seit vergangenem Jahr. Es war mein bestes Rennen überhaupt, und ich habe es sehr genossen." Freude am Fahren. Das geht auch mit einem Mercedes.

Der Schlüssel zum Sieg war der Start. Hätte er den nicht gegen Hamilton gewonnen, hätte es ein ganz anderes Rennen werden können. Während beim Teamkollegen die Räder durchdrehten, kam Bottas "mit dem Gripniveau, das mir auf der rechten Seite der Startaufstellung halt zur Verfügung stand, optimal" weg.

Von da an konnte ihn nichts und niemand mehr aufhalten. Bereits in der ersten Runde gelang es ihm, Hamilton aus der DRS-Sekunde abzuschütteln. Bei Hamiltons Boxenstopp in Runde 15 hatte er 4,3 Sekunden Vorsprung. Eine kritische Phase im Rennen, denn durch den früheren Reifenwechsel hatte Hamilton die Gelegenheit, nach dem Stopp Zeit gutzumachen. Zumindest in der Theorie.

Die Praxis sah anders aus: Obwohl Hamiltons Reifen in jener Phase weicher und frischer waren als jene von Bottas, baute der Finne seinen Vorsprung bis zu seinem eigenen Boxenstopp in Runde 23 von 28,3 auf 33,7 Sekunden aus - und stellte mit frischen Reifen gleich mal eine neue schnellste Rennrunde auf. Neuer Vorsprung: 12,3 Sekunden.

"Am Anfang ging es nur darum, das Rennen zu managen und einen Vorsprung aufzubauen", analysiert er. "Nach fünf, sechs, sieben Runden merkte ich, dass ich ein bisschen wegkomme. Das war ein schönes Gefühl. Und ich wusste, dass ich gewinnen kann - ich habe es ja auch früher schon geschafft."

Runde um Runde wurde sein Vorsprung immer größer, während Hamilton mit seinen Reifen kämpfte. "Wenn's läuft, fühlt sich alles ganz leicht an", sagt Bottas. "Es ist nie leicht. Aber der Kopf spielt dir einen Streich und versucht dir das einzureden! Es gibt so viele Dinge, die schiefgehen können. Aber heute waren das Auto und ich wirklich eins."

Hamilton und Co. so davonzuziehen, fühlte sich "merkwürdig" an, gesteht Bottas: "Ich hatte noch nie ein Rennen mit so einem großen Vorsprung." Doch das schien ihn nicht zu verunsichern, sondern nur weiter zu beflügeln. Toto Wolff spricht im Nachhinein von einer "brutalen Fahrt. Er hat das Rennen nach Belieben kontrolliert."



"Ich habe schon viele Rennen von ihm gesehen, auch in den unteren Formelkategorien", sagt der Mercedes-Sportchef. "Das heute war das stärkste." Eine Einschätzung, die Bottas unterschreibt: "Es war das bisher beste Rennen meiner Karriere. Ich kann gar nicht erklären warum, aber es fühlte sich einfach erstaunlich an."

"Melbourne war noch nie mein bestes Rennen", weiß er. Im Williams wurde er in vier Jahren einmal Fünfter, einmal Achter und einmal 14. 2015 konnte er wegen eines Bandscheibenrisses nicht einmal an den Start gehen. Beim Mercedes-Debüt 2017 fuhr er als Dritter immerhin aufs Podium. 2018 landete er nach dem Crash im Qualifying auf Platz acht.

"Im Rennen", sagt Bottas, "war ich eigentlich all die Jahre schon schnell, aber in den Qualifyings tat ich mich schwer. Ich hatte noch nie ein wirklich sauberes Rennen. Vor jedem Wochenende denkst du: 'Diese Strecke liegt mir besser, diese schlechter.' Und du versuchst, das aus deinem Kopf zu löschen. Dieses Wochenende habe ich das geschafft. Nächstes Jahr wird's dann schon viel leichter!"

Melbourne 2019 sei erst der vierte Sieg seiner Formel-1-Karriere, "und nach einem sieglosen Jahr 2018 fühlt sich das noch besser an. Nach den schwierigen Wintertests waren wir hier schneller als erwartet. Aber solche Dinge passieren nicht einfach von selbst. Dahinter steckt harte Arbeit, ein schnelles Auto und ein tolles Team."

In der 51. von 58 Runden hatte Bottas sagenhafte 25,9 Sekunden Vorsprung. Genug, um noch einen Boxenstopp einzulegen, sich frische Reifen abzuholen und auf den Bonuspunkt für die schnellste Rennrunde loszugehen. Kurz wurde darüber nachgedacht, die Idee aber letztendlich verworfen. Beim ersten Rennen der Saison wollte man nicht wegen eines Punkts den Sieg aufs Spiel setzen.

Aber den Punkt wollte Bottas trotzdem. "Er hat auf diese typisch finnische Art gefragt: 'Was ist die schnellste Runde?' Und dann hat er eine rausgeschüttelt!", lacht Wolff. Bottas grinst mit der Coolness des Siegers: "Mit abgefahrenen Reifen noch einmal Tempo zu machen, ist ein bisschen riskant. Aber es war's wert. Und 26 Punkte sind besser als 25!"



Eine Performance, vor der auch Hamilton Respekt zeigt: "Er hat heute einen großartigen Job gemacht. Er ist perfekt gefahren und hat alles richtig gemacht, was er richtig machen musste." Das "Ich freue mich für ihn" kommt Hamilton eher gequält über die Lippen. Er weiß, dass der Gegner im eigenen Team nun noch stärker werden könnte.

Für die Experten war klar: Wenn Hamilton Bottas 2019 von Anfang an im Griff hat, werden die Rollen als Nummer 1 und Nummer 2 womöglich noch schneller bezogen sein als 2018. Das wusste auch Bottas. Umso mehr Energie investierte er, es nicht so weit kommen zu lassen. "Das heute war sehr wichtig, definitiv", unterstreicht der Finne.

Er ist ein Sieger, mit dem sich fast alle freuen. Sogar Sebastian Vettel: "Valtteri ist ein gerader Kerl, aber er ist nach diesem Sieg auch nicht anders als vorher. Den Speed hatte er immer schon. Vergangenes Jahr ist es aus verschiedenen Gründen nicht so für ihn gelaufen. Aber ich war sehr glücklich, als man mir gesagt hat, dass er das Rennen gewonnen hat."

Am glücklichsten war aber ein anderer: Heikki Kulta, der finnische Kult-Journalist im Formel-1-Fahrerlager, der gar nicht erst versucht, die Begeisterung für seine Landsleute Bottas und Räikkönen unter dem Mantel journalistischer Objektivität zu verbergen.

"Zum ersten Mal seit sechs Jahren führt ein finnischer Fahrer die Weltmeisterschaft an", erinnert er Bottas im Rahmen der offiziellen FIA-Pressekonferenz. "Wie fühlt sich das an?" Worauf der Mercedes-Star schlagfertig antwortet: "Ich gratuliere auch dir!"

Als das Gelächter im Medienzentrum ob des sympathischen Wortwechsels ruhiger wird, sagt Bottas: "Ich glaube, ich habe noch nie die WM angeführt. Mir ist schon klar, dass es nur das erste Rennen ist. Mit der ganzen Statistik bin ich nicht so gut. Aber ich kann sagen, dass ich wirklich glücklich darüber bin, wie diese Saison begonnen hat."

"Zuallererst für uns als Team", weiß er, wem er den Triumph letztendlich zu verdanken hat. "Wir haben so ein starkes Paket. Ich hoffe, dass wir es jetzt weiterentwickeln können. Für mich selbst ist es traumhaft, nach einer Saison wie der letzten so in die neue Saison zu starten. Das ist sehr, sehr gut. Ich kann das nächste Rennen gar nicht erwarten!"

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ICH biNs
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Re: Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von ICH biNs » So Mär 17, 2019 8:43 pm

Wäre also nicht schlecht - jedenfalls für den F1-Wett-Bewerb - wenn der BOT, jetzt öfter mal, dem HAM die Zähne zeigen könnte/dürfte....

__98
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Re: Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von __98 » So Mär 17, 2019 9:22 pm

ICH biNs hat geschrieben:
So Mär 17, 2019 8:43 pm
Wäre also nicht schlecht - jedenfalls für den F1-Wett-Bewerb - wenn der BOT, jetzt öfter mal, dem HAM die Zähne zeigen könnte/dürfte....
Wieso? Dann gewinnt doch trotzdem weiterhin ein AMG...

Oh, es geht gar nicht darum, dass AMG nicht weiter gewinnen soll...

__98

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ICH biNs
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Re: Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von ICH biNs » So Mär 17, 2019 9:50 pm

__98 hat geschrieben:
So Mär 17, 2019 9:22 pm
Wieso? Dann gewinnt doch trotzdem weiterhin ein AMG...

Oh, es geht gar nicht darum, dass AMG nicht weiter gewinnen soll...

__98
Sag` mal, wo hast denn Du eigentlich das Lesen gelernt, etwa auf der Baumschule?!?
Also Noch mal, NUR für den einzig wahren Statistiker hier unter den F1- Experten!

Es ist doch, für den F1-Wettbewerb an sich, völlig schnuppe ob MER wieder den WM stellt.
Sollte allerdings der BOT 2019 dem HAM mehr Punkte wegnehmen können - als zum Beispiel der BOT dem VET in 2018 - dann wird die ganze Kiste heuer etwas enger, und das ist gut fürs F1-Business!

Hast Du es Nun verstanden, oder brauchst Du es noch deut(sch)licher?

mlow
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Re: Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von mlow » So Mär 17, 2019 11:16 pm

Gratz an Bottas.
War er nicht einer derer die vom neuen Gewichtsreglement vorteilhaft betroffen sind.
Hat er doch sogar vor kurzem erst gesagt, dachte ich. physisch und psychisch meinte er

Formula_One
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Re: Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von Formula_One » So Mär 17, 2019 11:58 pm

Es freut mich wirklich so richtig für Bottas, dass er dieses Rennen gewonnen hat! :) Tausendmal besser, als wenn Mercedes ihm letztes Jahr zum Schluss einen Sieg "geschenkt" hätte. Da hätte keiner was von gehabt... Seinen weggenommenen aus Sotschi hätte er nicht wieder gehabt und das Team hätte ihm signalisiert "wenn wir dir keinen Sieg schenken würden, würdest du eh nicht gewinnen". Und gut gefahren ist er heute wirklich, er hat sich keinen Fehler geleistet soweit ich weiß. Das Quali war bei ihm auch schon ziemlich gut, aber da hat Hamilton halt wieder alles zusammen bekommen.

Ein Traum für die weitere Saison wäre, wenn zwischendurch Max auch mitmischen kann und Vettel ebenso, und natürlich die beiden Mercedes Fahrer. Wenn vier Leute zwischendurch siegen würden, würde auch keine so immense Dominanz entstehen, die gefühlt die Rennen dann langweilig werden lässt. Ich bin gespannt auf die nächsten Rennen, schade, dass es zwei Wochen sind und nicht schon kommendes Wochenende :)

SejerlaennerJong
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Re: Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von SejerlaennerJong » Mo Mär 18, 2019 7:29 am

Formula_One hat geschrieben:
So Mär 17, 2019 11:58 pm
Ein Traum für die weitere Saison wäre, wenn zwischendurch Max auch mitmischen kann und Vettel ebenso, und natürlich die beiden Mercedes Fahrer. Wenn vier Leute zwischendurch siegen würden, würde auch keine so immense Dominanz entstehen, die gefühlt die Rennen dann langweilig werden lässt. Ich bin gespannt auf die nächsten Rennen, schade, dass es zwei Wochen sind und nicht schon kommendes Wochenende :)
Da hast zu Recht. Ein Traum. Bleibt aber leider auch Traum. Wer ernsthaft glaubt, dass jemand anderes, als HAM oder BOT dieses Jahr gewinnen wird... das Einzige Rennen, wo der Traum in Erfüllung gehen könnte, wäre Monaco. Den Rest wird AMG alles gewinnen. Ferrari hat letztes Jahr auf lange Sicht die beste Aussicht auf den Titel verkackt. Das mit der Stallorder kam ein Jahr zu spät ;-)
Aber klasse Leistung von Magnussen, sowie auch Hülkenberg. Auch die Leistung von Norris in der Quali war klasse. Das Mittelfeld wird spannend, wie nie. Die Weltmeisterschaft langweilig, wie nie.

Sidious Awesome
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Re: Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von Sidious Awesome » Mo Mär 18, 2019 8:48 am

Cool gemacht von Bottas, Schadensbegrenzung bei Hamilton und Ferrari, Enttäuschung bei Red Bull und Ferrari.
Aber es war ja erst ein Rennen. Es wäre natürlich falsch, wenn man Ferrari und Red Bull abschreiben würde.
Aufgrund der Vermeidung von Dilettantismus werden gewisse User ignoriert.
Erdbeermilch für alle!

zie_tec
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Re: Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von zie_tec » Mo Mär 18, 2019 9:10 am

mlow hat geschrieben:
So Mär 17, 2019 11:16 pm
Gratz an Bottas.
War er nicht einer derer die vom neuen Gewichtsreglement vorteilhaft betroffen sind.
Hat er doch sogar vor kurzem erst gesagt, dachte ich. physisch und psychisch meinte er
Aus welcher Sprache kommt das Wort "Gratz" und was bedeutet das?

vampiresclub
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Re: Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von vampiresclub » Mo Mär 18, 2019 9:50 am

zie_tec hat geschrieben:
Mo Mär 18, 2019 9:10 am
Aus welcher Sprache kommt das Wort "Gratz" und was bedeutet das?
Kurzform aus dem Italienischen "mille grazie"
Bedeutet vielen Dank
it´s a sad day for formula one when privateers really do go.
But I think we are entering a new era where the privateers are the Red Bulls.
They are really well funded. ------Paul Stoddart-----

Zed
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Re: Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von Zed » Mo Mär 18, 2019 4:28 pm

SejerlaennerJong hat geschrieben:
Mo Mär 18, 2019 7:29 am
Da hast zu Recht. Ein Traum. Bleibt aber leider auch Traum. Wer ernsthaft glaubt, dass jemand anderes, als HAM oder BOT dieses Jahr gewinnen wird... das Einzige Rennen, wo der Traum in Erfüllung gehen könnte, wäre Monaco. Den Rest wird AMG alles gewinnen. Ferrari hat letztes Jahr auf lange Sicht die beste Aussicht auf den Titel verkackt. Das mit der Stallorder kam ein Jahr zu spät ;-)
Aber klasse Leistung von Magnussen, sowie auch Hülkenberg. Auch die Leistung von Norris in der Quali war klasse. Das Mittelfeld wird spannend, wie nie. Die Weltmeisterschaft langweilig, wie nie.
Ich denke schon dass auch VET, VER oder LEC dieses Jahr den einen oder anderen Sieg einfahren können, nur werden HAM oder BOT überwiegend oben mitspielen.
Aber das war von Anfang an klar, wann hat Mercedes denn zuletzt in den Wintertests mal mit offene Karten gespielt? Die haben doch immer geblufft, sind am ende der Saison sogar noch stärker geworden.

Mercedes wurde vor Melbourne einfach von allen unterschätzt, Ferrari überschätzt.

Cave
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Re: Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von Cave » Mo Mär 18, 2019 5:07 pm

ICH biNs hat geschrieben:
So Mär 17, 2019 9:50 pm
Sag` mal, wo hast denn Du eigentlich das Lesen gelernt, etwa auf der Baumschule?!?
Also Noch mal, NUR für den einzig wahren Statistiker hier unter den F1- Experten!

Es ist doch, für den F1-Wettbewerb an sich, völlig schnuppe ob MER wieder den WM stellt.
Sollte allerdings der BOT 2019 dem HAM mehr Punkte wegnehmen können - als zum Beispiel der BOT dem VET in 2018 - dann wird die ganze Kiste heuer etwas enger, und das ist gut fürs F1-Business!

Hast Du es Nun verstanden, oder brauchst Du es noch deut(sch)licher?
dem ist nun mal leider nicht so. egal ob die saison spannend ist oder nicht. wenn mercedes am ende den wm stellt wird diese saison in den augen der fans nahtlos in die mercedesdominanz eingereiht.

Cave
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Re: Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von Cave » Mo Mär 18, 2019 5:09 pm

vampiresclub hat geschrieben:
Mo Mär 18, 2019 9:50 am
Kurzform aus dem Italienischen "mille grazie"
Bedeutet vielen Dank
würde eher sagen dass es eine im internet gängige abkürzung von congratulations ist. also glückwunsch

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ICH biNs
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Re: Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von ICH biNs » Mi Mär 20, 2019 12:10 am

Cave hat geschrieben:
Mo Mär 18, 2019 5:07 pm
dem ist nun mal leider nicht so. egal ob die saison spannend ist oder nicht. wenn mercedes am ende den wm stellt wird diese saison in den augen der fans nahtlos in die mercedesdominanz eingereiht.
Was denkst DU, wen genau es eigentlich interessiert, im erlauchten Kreis der F1-Zirkus Verantwortlchen, was "Die Fans" darüber denken, bzw. was die sehen wollen?

2CV
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Re: Valtteri Bottas: Aus der Sinnkrise aufs Siegerpodest

Beitrag von 2CV » Mi Mär 20, 2019 1:02 am

Es tut mir leid, jede Euphorie bezüglich Valtteris Rest der Saison 2019 im Keim ersticken zu müssen.
Redaktion hat geschrieben:
Di Feb 12, 2019 8:05 am
[...] Mercedes, räumt Wolff ein, befindet sich vor der Saison 2019 in einer "komplexen psychologischen Situation. Das Risiko besteht, dass du selbstgefällig wirst und den Siegeshunger verlierst. Aber dieses Team hat diese Hürde gemeistert. Wir haben uns selbst Ziele gesteckt, die uns motivieren. Das hat uns getrieben, auch an den schwierigen Tagen. Unsere Aufgabe wird mit jedem Jahr schwieriger. Wir setzen im Moment den Maßstab. Aber das stachelt unsere Gegner nur an und motiviert sie. Insofern musst du anerkennen, wie stark die anderen sind, und anerkennen, dass du die WM nächstes Jahr verlieren könntest, und respektieren, was die Gegner vielleicht erreichen könnten. Nächstes Jahr beginnen wieder alle bei null Punkten, und wir werden unsere fünf Titel vergessen haben. Wir werden um den sechsten Titel kämpfen. Ob wir ihn erreichen oder nicht, werden wir nächstes Jahr sehen", sagt der Österreicher und unterstreicht: "Es geht immer darum, sich die richtigen Ziele zu setzen. Man muss einen Plan entwerfen, was man erreichen möchte, und dann alles dafür geben.". Ein solches Ziel wurde über den Winter bereits entwickelt: Die legendären sieben Titel von Michael Schumacher sollen fallen. Lewis Hamilton ist offenbar Feuer und Flamme und auch Wolff deutet an, dass ihn der Blick in die Geschichtsbücher nicht ganz kalt lässt, wenn er sagt: "Rekorde sind ein interessantes Ziel. Lewis hat jetzt fünf Fahrertitel gewonnen. In der ewigen Bestenliste ist er Zweiter, gleich mit Fangio. Lewis' Name im gleichen Atemzug mit Juan Manuel Fangio zu hören, ist unglaublich." [...]

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