Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

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AEnima
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von AEnima » Fr Nov 15, 2019 9:15 am

Schumi_Fan_1990 hat geschrieben:
Do Nov 14, 2019 8:14 pm
1. Wie kommst du eigentlich darauf, dass Schumi Hill abgeschossen hat? Ich erkläre es gerne noch einmal: Schumi war bei der Kollision vorne und Hill dahinter, wenn auch knapp, das gebe ich gerne zu. Es heißt im Motorsport aber auch "Wer vorne ist, dem gehört die Kurve". Und da spielt es überhaupt keine Rolle, ob der Vordermann zwei Wagenlängen oder nur 2 cm Vorsprung hat. Demnach kann Schumi Hill gar nicht abgeschossen haben, sondern genau umgekehrt: Hill hat Schumi abgeschossen. Wie soll der Vordermann dem Hintermann ins Auto fahren?
Das ist schlicht und ergreifend falsch. Wenn in einer Kurve jemand neben dir ist muss man im Platz zum überleben lassen.
Und das gilt für Fahrzeuge,die noch normal ein rennen gegeneinander fahren. Bei defekten Fahrzeugen,die nicht mehr im normalen Renntempo fahren können,muss der betreffende Fahrer eben dafür sorgen,das er keine nachfolgenden Autos behindert.Und damit ist die Schuldfrage eindeutig geklärt.
Schumi_Fan_1990 hat geschrieben:
Do Nov 14, 2019 8:14 pm
4. Natürlich ist die Aussage, dass es um den WM-Titel ging, eine legitime Begründung. Warum denn auch nicht? Und wenn man Schumi für seine Aktion kritisiert, dann hätte ich gerne mal einen Alternativvorschlag, was er stattdessen hätte tun sollen. Hätte er Damon Hill freundlich vorbei winken und ihm den WM-Titel auf dem Präsentierteller schenken sollen? Das zu verlangen, ist ziemlich absurd angesichts der Tatsache, dass es um so viel ging.
Er hätte nichts mehr machen können. Er hat das Auto in die Bande gesetzt und damit ,wenn Hill ins Ziel gekommen wäre,die WM verloren.
Er hat die Wahl gehabt,mit Anstand zu verlieren oder oder auf dreckige Art und Weise Weltmeister zu werden.
Er hat sich für letzteres entschieden und ist deshalb jetzt 7-facher WM aber auch der unfairste Fahrer in der F1-Geschichte.

Loxley
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Loxley » Fr Nov 15, 2019 11:22 am

Ist eigentlich irgendwo bewiesen, dass Schumachers Auto nach dem Mauerkuss so schwer beschädigt war, dass er das Rennen hätte nicht mehr weiterfahren können ? Im Video dazu ist rein optisch keine Verformung an den Streben zu sehen.
Wahrscheinlich geht man nur von einem schwer beschädigten Fahrzeug aus, weil es dann 200 m weiter in der Mauer tatsächlich Schrott war.

AEnima
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von AEnima » Fr Nov 15, 2019 12:36 pm

https://youtu.be/uG7IH3kKByI?t=81

Man sieht recht gut,das er stark gegenlenken muss ,um überhaupt geradeaus zu fahren

Loxley
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Loxley » Fr Nov 15, 2019 2:44 pm

So richtig sieht man das nicht, schon gar nicht dass er stark gegenlenken muss.

Schumi_Fan_1990
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Fr Nov 15, 2019 3:37 pm

AEnima hat geschrieben:
Fr Nov 15, 2019 9:15 am
Das ist schlicht und ergreifend falsch. Wenn in einer Kurve jemand neben dir ist muss man im Platz zum überleben lassen.
Und das gilt für Fahrzeuge,die noch normal ein rennen gegeneinander fahren. Bei defekten Fahrzeugen,die nicht mehr im normalen Renntempo fahren können,muss der betreffende Fahrer eben dafür sorgen,das er keine nachfolgenden Autos behindert.Und damit ist die Schuldfrage eindeutig geklärt.
Gut, in diesem Punkt werden wir uns wohl nicht mehr einig werden. Macht ja auch nichts.
AEnima hat geschrieben:
Fr Nov 15, 2019 9:15 am
Er hätte nichts mehr machen können. Er hat das Auto in die Bande gesetzt und damit ,wenn Hill ins Ziel gekommen wäre,die WM verloren.
"Er hätte nichts mehr machen können." Das ist vom Sofa oder vom Schreibtisch aus natürlich leicht daher gesagt, erst recht dann, wenn man selbst nie in so einer Situation war. Es ging für Schumi (und für Hill natürlich auch) um alles. Wenn man da sagt, er hätte nichts mehr machen können, dann macht man es sich schon sehr einfach. Und wie gesagt: Man hätte erst recht nicht von Schumi verlangen können, dass er Hill einfach so freundlich vorbei winkt und ihm den WM-Titel auf dem Silbertablett schenkt. Und damit wären wir wieder beim Thema "eigene Leistung": Wo bleibt Hills eigene Leistung, wenn er - mal wieder - von den Schwierigkeiten seines Konkurrenten profitiert hätte? Für jemanden, der Weltmeister werden will, ist mir das einfach zu wenig.

Außerdem bin ich der Meinung, dass man Adelaide immer im Kontext der gesamten Saison betrachten muss und da habe ich ja schon erklärt, welche Strafen (Disqualifikationen und Rennsperren en masse) Schumi bekommen hat. Und auch da gilt, dass Hill von all diesen Sachen erheblich profitiert hat. Auch da kann man die gleiche Frage stellen: Wo bleibt Hills eigene Leistung, wenn man von diesen ganzen Dingen profitiert und vor dem letzten Rennen nicht etwa 20 Punkte Vorsprung hat, sondern sogar noch einen Punkt Rückstand? Von dem Unterschied, was die fahrerische Klasse der beiden betrifft, mal ganz zu schweigen.

Findest du allen Ernstes, dass Hill unter diesen Umständen ein würdiger und verdienter Weltmeister gewesen wäre?
AEnima hat geschrieben:
Fr Nov 15, 2019 9:15 am
Er hat die Wahl gehabt,mit Anstand zu verlieren oder oder auf dreckige Art und Weise Weltmeister zu werden.
Er hat sich für letzteres entschieden und ist deshalb jetzt 7-facher WM aber auch der unfairste Fahrer in der F1-Geschichte.
Ach, weißt du, das ist genau die Art von Übertreibung und Dramatisierung, die mich so stört. Schumi ist der einzige Fahrer, bei dem man die Dinge ständig von einem moralischen Standpunkt aus betrachtet hat und nach wie vor tut. Das halte ich für falsch, zumal man das bei anderen Fahrern auch nie gemacht hat. Da war man insgesamt viel kulanter und hat viel mehr durchgehen lassen, bei Schumi war dagegen angeblich immer alles ganz besonders böse und schlimm.

Dann zu dem Punkt "mit Anstand verlieren": Hill hätte ja auch mit Anstand verlieren können, indem er und Williams sich eingestanden hätten, dass sie den WM-Titel nicht verdient gehabt hätten (aufgrund der weiter oben erklärten Dinge).

Schumi ist vor allem deshalb ein 7-facher Weltmeister, weil er ein überragender Fahrer war, der in der Zeit von 1994 bis 2004 der mit riesengroßem Abstand der beste Fahrer im Feld war und mit ein bisschen weniger Pech sogar noch den einen oder anderen Titel mehr hätte holen können.

Außerdem ist es gut, dass Adelaide so gelaufen ist, wie es gelaufen ist, weil Schumi sonst nur 6 WM-Titel hätte und Hamilton Schumis Rekord nun bereits eingestellt hätte. Findest du das gerecht? Ist das der Leistung und der Fähigkeiten der beiden entsprechend? Ich finde nicht.

Und bei allem Respekt, aber Schumi ist natürlich nicht der unfairste Fahrer in der F1-Geschichte. Was für ein Unsinn. :shake: Das ist ein weiteres Beispiel für die Dramatisierung und Übertreibung, von der ich weiter oben sprach. Bei Schumi wurde halt immer ganz genau hingeschaut, viel genauer als bei anderen Fahrern. Und die Leute haben sich obendrein davon blenden lassen, dass Schumi relativ oft bestraft wurde, weswegen der Eindruck entstanden ist, dass er aufgrund der hohen Anzahl an Strafen besonders unfair war, was natürlich nicht der Fall ist. Auf die Idee, dass die Strafen in den allermeisten Fällen viel zu übertrieben und viel zu hart waren, kommt merkwürdigerweise niemand. Da ist im Laufe der Jahre einfach viel verfälscht und verzerrt dargestellt worden.
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Feldo » Fr Nov 15, 2019 4:33 pm

AEnima hat geschrieben:
Fr Nov 15, 2019 9:15 am

Er hat sich für letzteres entschieden und ist deshalb jetzt 7-facher WM aber auch der unfairste Fahrer in der F1-Geschichte.
Die Einschätzung zeugt von einer sehr sehr subjektiven Sichtweise und/oder nur sehr geringen Kenntnissen der F1-Geschichte.
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von AEnima » Fr Nov 15, 2019 5:11 pm

Feldo hat geschrieben:
Fr Nov 15, 2019 4:33 pm


Die Einschätzung zeugt von einer sehr sehr subjektiven Sichtweise und/oder nur sehr geringen Kenntnissen der F1-Geschichte.
Ich bin gespannt auf Vorschläge,welcher Fahrer da mehr auf dem Kerbholz hat.
Senna ,Prost und Alonso kommen da nicht ran,aber vielleicht gab es da noch ganz andere Beispiele,die ich ich aufgrund meiner geringen Kenntnisse der F1-Geschichte noch nicht kenne ;)

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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Sa Nov 16, 2019 12:59 pm

AEnima hat geschrieben:
Fr Nov 15, 2019 5:11 pm
Ich bin gespannt auf Vorschläge,welcher Fahrer da mehr auf dem Kerbholz hat.
Senna ,Prost und Alonso kommen da nicht ran,aber vielleicht gab es da noch ganz andere Beispiele,die ich ich aufgrund meiner geringen Kenntnisse der F1-Geschichte noch nicht kenne ;)
Also, das ist wirklich einigermaßen amüsant. Du fragst, wer die Fahrer sind, die mehr auf dem Kerbholz haben als Schumi. Dann nennst du die üblichen Verdächtigen, die ich übrigens auch genannt hätte, nur um dann sofort zu sagen, dass die an Schumi nicht herankommen. Ach ja, und warum nicht? Wer bestimmt das? Wo steht das geschrieben?

Selbstverständlich sind es genau die Fahrer (wobei ich bei Prost tatsächlich deutliche Abstriche machen würde) plus Hamilton, den ich auf jeden Fall mit in die Liste aufnehmen würde.

Senna: Suzuka 1990
Alonso: Crashgate, Spygate, Budapest 2006, Budapest 2007
Hamilton: Melbourne und Sepang 2009

(Nelson Piquet könnte man übrigens durchaus auch noch mit auflisten).

Man sieht, das sich das bei Senna ähnlich wie bei Schumi auf Dinge bezieht, die direkt im Zweikampf auf der Strecke passiert sind. So schlimm und falsch ich Suzuka 1990 finde und so sehr ich auch der Meinung bin, dass das 1000 Mal schlimmer ist als alles, was Schumi gemacht hat, so finde ich die Sachen, die im Zweikampf auf der Strecke passieren, ehrlich gesagt vertretbar im Vergleich zu dem, was sich z.B. Hamilton und Alonso erlaubt haben. Man sieht an den Dingen, die ich bei Alonso aufgelistet habe, dass Alonso es geliebt hat, Politik und Intrigen zu betreiben. Bei ihm finden die Sachen nicht so sehr auf der Strecke statt (wobei Budapest 2006 und 2007 Gegenbeispiele sind), sondern im Hintergrund. Sowohl Spygate als auch Crashgate wären für sich genommen eigentlich locker ausreichend gewesen, um Alonso lebenslang zu sperren. Schade, dass man das nicht getan hat. Meiner Meinung nach ist das ein Versäumnis.

Und Hamilton wird aufgrund der Vorkommnisse in Melbourne und Sepang 2009 ja nicht umsonst als "Lügen-Lewis" bezeichnet. Man muss schon extrem viel kriminelle Energie haben, um soetwas zu tun.

Wie man sieht, sind die Fahrer, von denen du denkst, sie gehören hier nicht hin, genau diejenigen, die erheblich mehr auf dem Kerbholz haben als Schumi.
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von AEnima » Sa Nov 16, 2019 1:45 pm

Bei Spygate war Alonso derjenige,der es dann aufgedeckt hat.Er hat sein Team in die Pfanne gehauen ,eine Unsportlichkeit ist das nun wirklich nicht.
Bei Crashgate ist eine Mitwisserschaft von Alonso nicht bewiesen.
Seinen Teamkollegen in der Box warten lassen ist ist sicher unfair,aber auch Pillepalle gegenüber einem Parkmanöver auf der Strecke.

Liegate ist aus einem Missverständnis entstanden und dann musste er er eben ,auf Dennis' Geheiß zum eigenen Vorteil Aussagen.
Wenn man das mitzählt,muss man zu Schumachers Aussage,das es in Monaco ein Fahrfehler war ja auch als separates Vergehen zählen,er hat da ja auch gelogen ;)

Also die beiden sind Waisenknaben gegenüber Schuhmacher

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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Jordan EJ10 » Sa Nov 16, 2019 5:09 pm

Schumi_Fan_1990 hat geschrieben:
Sa Nov 16, 2019 12:59 pm
So schlimm und falsch ich Suzuka 1990 finde und so sehr ich auch der Meinung bin, dass das 1000 Mal schlimmer ist als alles, was Schumi gemacht hat [...]
Was viele bei dem berühmten Senna Abschuss von Suzuka 1990 immer ( bewusst? ) vergessen: Diesem Abschuss ging etwas ganz entscheidendes voraus, dessen Ursprung ein Jahr zuvor in Suzuka 1989 zu suchen ist.

Ich will Sennas Aktion keineswegs als vorbildlich oder ungefährlich darstellen ( das war sie nämlich definitiv nicht ), doch im Kontext zu 1989 ist sie definitiv nachvollziehbar. Alain Prost hatte sich, als er Senna auf der Innenseite heranrauschen sah, ganz wissentlich dazu entschieden es auf eine Kollision ankommen zu lassen, die ihm höchstwahrscheinlich den WM-Titel sichern würde. Der Professor griff also zu diesem äußerst schmutzigen Trick und betrug damit an diesem Tag nicht nur sich selbst, sondern auch die Fans und den gesamten F1 Sport. Doch damit nicht genug. Was Prost nicht ahnte, bevor er in Sennas Fahrzeug lenkte: Der McLaren seines Teamkollegen war tatsächlich noch derart gut in Schuss, dass Ayrton problemlos weiterfahren und mit einer beherzten Aufholjagd sogar noch gewinnen konnte. Die Rechnung von Prost schien nicht aufgegangen zu sein und mit Ayrton hatte anscheinend der verdiente Sieger gewonnen - die WM Entscheidung würde in Adelaide fallen müssen. Jetzt musste die FIA, genauer gesagt Balestre, seines Zeichens sehr guter Freund von Prost und FIA-Präsident einschreiten, um das Ding doch noch zugunsten Prosts drehen zu können. Eine kurze Fahrt durch den Notausgang der Schikane wurde als fadenscheiniger und völlig absurder Grund herangezogen, um sich im Falle von Senna für eine Disqualifikation auszusprechen.

Kurz gesagt: Senna wurde vor aller Welt um den Sieg in Suzuka 1989 und den WM-Kampf in Adelaide gebracht. Nicht nur Prost hat ihn vorgeführt, sondern auch die FIA hat tatkräftig mitgeholfen. Das der Brasilianer das nicht vergessen würde, war klar und dementsprechend folgte ein Jahr später in Suzuka die legendäre Revanche. Gefährlich und unverantwortlich? Absolut. Gerechtfertigt? Definitiv. Denn die öffentliche Demütigung Sennas fing ja schon vor dem eigentlichen Rennstart in Suzuka 1990 an, als dem Mann auf der Pole-Position ( Senna ) erstmals in der Geschichte Suzukas der schlechtere, innere, Startplatz zugesprochen wurde und somit Prost, noch bevor das Rennen gestartet war, dank der FIA einen wichtigen Vorteil auf seiner Seite wusste ( prompt gewann er dann auch den Start von der besseren Linie aus ). Mit aller Macht wollte Balestre seinem Kumpel Prost einen weiteren Titel zukommen lassen. Doch diesmal wusste sich Senna zum Glück zu wehren.

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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Sa Nov 16, 2019 8:20 pm

AEnima hat geschrieben:
Sa Nov 16, 2019 1:45 pm
Bei Spygate war Alonso derjenige,der es dann aufgedeckt hat.Er hat sein Team in die Pfanne gehauen ,eine Unsportlichkeit ist das nun wirklich nicht.
Bei Crashgate ist eine Mitwisserschaft von Alonso nicht bewiesen.
Hmm, genau das meine ich: Bei Schumi hätte man die gleichen Sachverhalte mit Sicherheit nicht so wohlwollend zu seinen Gunsten bewertet, aber bei Alonso wird hier etwas angezweifelt und dort etwas abgeschwächt etc. Genau dieses Messen mit zweierlei Maß meine ich.
AEnima hat geschrieben:
Sa Nov 16, 2019 1:45 pm
Seinen Teamkollegen in der Box warten lassen ist ist sicher unfair,aber auch Pillepalle gegenüber einem Parkmanöver auf der Strecke.
Das sehe ich komplett anders. Wenn man Schumis Aktion in Monaco 2006 als absichtliches "Parkmanöver" betrachtet, dann muss man das bei Alonso in Budapest 2007 genau so. Und ob die (absichtliche?) Blockade auf der Strecke oder in der Box stattfindet, ist nun wirklich völlig egal. Das ist auch wieder so ein Punkt, mit dem versucht wird, Alonsos Parkmanöver zu relativieren: Man behauptet einfach, weil das in der Box stattgefunden hat, sei das dadurch weniger schlimm, was natürlich überhaupt nicht so ist.

Im Endeffekt ist Alonsos Parkmanöver sogar noch schlimmer, weil es noch offensichtlicher Absicht war. Bei Schumi kann es tatsächlich ein Fahrfehler gewesen sein (was aber nie jemand in Erwägung gezogen hat), aber wo soll bei Alonso der unabsichtliche Fehler gelegen haben? Dass er den ersten Gang nicht gefunden hat? Der zum damaligen Zeitpunkt angeblich (!) beste Fahrer im Feld findet den ersten Gang nicht? Is' klar. :lol:
AEnima hat geschrieben:
Sa Nov 16, 2019 1:45 pm
Also die beiden sind Waisenknaben gegenüber Schuhmacher
Sind sie natürlich nicht. Deren Verfehlungen wurden von der breiten Öffentlichkeit lediglich als deutlich weniger schlimm wahrgenommen, was aber nicht bedeutet, dass sie auch tatsächlich weniger schlimm waren.
Jordan EJ10 hat geschrieben:
Sa Nov 16, 2019 5:09 pm
Was viele bei dem berühmten Senna Abschuss von Suzuka 1990 immer ( bewusst? ) vergessen: Diesem Abschuss ging etwas ganz entscheidendes voraus, dessen Ursprung ein Jahr zuvor in Suzuka 1989 zu suchen ist.
Ich will nicht dein gesamtes Posting quoten, sonst wird mein Posting zu lang, deswegen mache ich das so.

Ich weiß natürlich, was 1989 passiert ist und du hast das auch ziemlich gut zusammengefasst. Das sind für mich allerdings alles keine Begründungen oder Rechtfertigungen für das, was dann letztendlich 1990 passiert ist. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich Prosts Manöver 1989 völlig legitim finde. Senna war offensichtlich deutlich schneller, da hätte er genau so gut auf die nächstbeste Gelegenheit warten können/müssen. Genug Runden Zeit hätte er ja noch gehabt. Aber nein, es musste unbedingt diese Runde und diese Kurve sein. Besonders klug war das halt nicht.

Aber, und so fair bin ich dann auch: Sennas Disqualifikation halte ich für eine krasse Fehlentscheidung. Die Begründung, er wäre nicht richtig auf die Strecke zurück gekommen (oder so ähnlich), ist sehr fadenscheinig und an den Haaren herbei gezogen. Das klingt schon so, als hätte man irgendeinen Grund gesucht, um Senna zu disqualifizieren. Und ich kann natürlich auch verstehen, dass er das als extrem ungerecht empfunden hat. Das - und jetzt kommen wir zu Sennas Verfehlungen - gibt ihm aber noch lange nicht das Recht, vor der gesamten Weltöffentlichkeit zu behaupten, Prost und Balestre würden unter einer Decke stecken und hätten sich gegen ihn verschworen (was ich sowieso nicht glaube). Das geht halt nicht. Er ist wahrscheinlich nicht damit klar gekommen, dass es eben auch Leute gibt, die ihn nicht uneingeschränkt super toll finden und von denen er auch mal Gegenwind bekommt. Seine weinerlichen Aussagen, er wäre wie ein Krimineller behandelt worden, haben die Sache auch nicht besser gemacht.

Senna war in vielerlei Hinsicht sehr fanatisch und extrem und hat aus allem immer sofort eine Riesensache gemacht, positiv wie negativ. Gute Qualifiying-Runden wurden sofort zu Jahrtausend-Runden stilisiert ("wie in Trance"), Misserfolge wurden als Verschwörung der Konkurrenz gegen ihn umgedeutet, das ist mir einfach alles too much.

Und für das, was 1990 passiert ist, gibt es erst recht keine Rechtfertigung. Ich kann auch ehrlich gesagt nicht verstehen, wie die Leute heute noch auf die Senna-Propaganda hereinfallen und seine Aktion 1990 auch nur ansatzweise verteidigen. Meine Theorie ist: Wenn Senna Prost 1990 in einem normalen Rennen fair and square geschlagen hätte, dann hätte er ein viel klareres, weil sportlich faires Statement gegen das, was 1989 passiert ist, setzen können. Und wenn nicht, wenn also Prost gewonnen hätte, dann wäre Prost eben auch der Bessere gewesen, so einfach ist das. Dann hätte Senna das akzeptieren müssen. Aber man hätte ein faires Duell auf der Strecke gesehen.

Um den Bogen zu Schumi zu schlagen: Wenn Schumi soetwas getan hätte wie Senna 1990 in Suzuka, glaubst du, dass die Leute das auch so wohlwollend und verständnisvoll zu seinen Gunsten bewertet hätten? Hätten sie Schumi das zugute gehalten, was man jetzt Senna zugute hält, dass also 1990 lediglich die Revanche für 1989 war? Ich glaube nicht.
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Voyager1 » Sa Nov 16, 2019 9:29 pm

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Zu dieser Schumacher ./. Hill u.a. Diskussion lese ich hier teilweise völlig ahnungslose Laien-Ansichten.

(Zumindest damals noch war) Motorsport ein Sport für Männer. Wer dabei (freiwillig!) mitmacht, weiss was Sache ist. Und er kennt seine Gegner. Er weiss wie sie sich in den jeweiligen Situationen verhalten. Um nicht in jede Falle zu tappen, gehört es zum Rennfahrerdasein, sich darauf einzustellen ... und bei Gelegenheit natürlich auch selbst kompromisslos in die Trick-Kiste zu greifen.

Für jemanden der bis in die Formel 1 gelangt ist, sollte es nichts Neues oder Unerwartetes mehr geben. So einer hat die Rennen in den Aufstiegsklassen immerhin erfolgreich durchlaufen. Und diese Rennen sind, auch bedingt durch die teilweise niedrigere Qualität der Teilnehmer, bei weitem reicher an Zwischenfällen, unberechenbarer, gefährlicher. Als Formel 1 Fahrer hat man also alles schon oft genug, lange zuvor erlebt. Da sollte man die Attitüde eines würdelosen Gejammeres hinter sich gelassen haben.

Wenn nun, ein Vierteljahrhundert später, Zeitgenossen / Konkurrenten von damals wehleidig und denunziatorisch daherlabern, so ist dies einerseits ein Versuch, nicht verwundene eigene Schwächen und Niederlagen zu verarbeiten. - Und andererseits handelt es sich um eine Anpassung an den derzeitigenZeitgeist welcher ganz allgemein von Jammerei und Hysterie, kurz gesagt von Weicheierei durchdrungen ist.

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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von shuyuan » Mi Nov 20, 2019 3:27 am

da gibts ne schöne antwort in laufenden bildern zu

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