Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

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Schumi_Fan_1990
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Sa Sep 01, 2018 2:51 pm

AEnima hat geschrieben:
Sa Sep 01, 2018 12:54 pm
Schumacher ist 7 mal Weltmeister geworden und ist 3 mal bis zum Ende mit um den Titel gefahren,das sind bei mir 10 Jahre.
In einer Gurke fährt auch Schumacher nicht um die WM ;)
Mit Topauto meine ich ein Auto,mit den man mehrere Rennen in einer Saison aus eigener Kraft gewinnen kann.
Dann meinen wir beide unterschiedliche Dinge. Ich habe die ganze Zeit von überlegenen Autos gesprochen. Das ist etwas anderes als Topautos. Topautos, also Autos, die siegfähig waren, hatte Schumi natürlich wesentlich häufiger als nur drei Mal, das stimmt. Darauf bezog ich mich aber auch nicht.

Wir können ja mal aufdröseln, wann Schumi siegfähige Autos hatte und man wirklich auch aus eigener Kraft siegfähig war: 1994, 1995, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004 und 2006. Ich zähle 1992, 1993, 1996 und 2005 nicht mit dazu, weil die Siege, die er 1992, 1993 und 1996 geholt hat, einzig und allein seiner fahrerischen Klasse zu verdanken sind. Tja, und auf Indianapolis 2005 gehe ich jetzt nicht näher ein. In 19 Karriere-Jahren hatte Schumi also gerade einmal 11 Mal siegfähiges Material, das sind gerade einmal knapp 58% seiner gesamten Karriere. Selbst wenn man 1991 weglässt, weil das für ihn keine komplette Saison war, dann sind das 11/18, also 61%.
AEnima hat geschrieben:
Sa Sep 01, 2018 12:54 pm
Für dich scheint ein halbwegs guter Rennwagen erst dann anzufangen,wenn Schumacher damit mindestens 10 Rennen in der Saison gewinnt,darunter isses nur ne miese Krücke.
Andersrum ist es schon ein Topauto,wenn Hamilton mal 1-2 Rennen gewinnt ?
Das habe ich so nie gesagt und auch nicht gemeint.
AEnima hat geschrieben:
Sa Sep 01, 2018 12:54 pm
Bei den Topautos von Hamilton hab ich ja auch von 7 Saisons gesprochen,obwohl davon 4 Jahre Ferrari ebenbürtig bis besser war.
Also Schumacher 3x überlegenes Auto und 7x Topauto und Hamilton 3x überlegenes Auto und 4x Topauto.
Damit ist Schumacher immer noch mit Abstand der Fahrer,der in seiner Karriere das beste Material zu Verfügung hatte :naughty:
Die Rechnung verstehe ich trotzdem nicht. Wo hatte Hamilton denn nur 7 Mal ein Topauto? 2007, 2008, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017 und 2018 sind bei mir insgesamt 11 Saisons, also genau so viele wie Schumi bei einer bis dato deutlich kürzeren Karriere. Hamilton hat inklusive 2018 bisher 12 Saisons absolviert, hatte dabei 11 Mal Topmaterial zur Verfügung, das entspricht einer Quote von knapp 92%. Zum Vergleich: Schumis Quote liegt bei 58% bzw. 61%. Das ist dann doch ein ziemlicher Unterschied.

Ich war bei Hamilton sogar so kulant und habe 2009 weggelassen, weil man durchaus argumentieren kann, dass der McLaren nicht so toll war und Hamilton den Unterschied gemacht hat. Aber dann bleiben wie gesagt immer noch 11 Saisons. Man kann es drehen und wenden, wei man will, aber Hamilton hatte, auch gemessen an seiner bis dato viel kürzeren Karriere als Schumi, viel öfter ein überlegenes/siegfähiges Auto. Das ist einfach so.

An dieser Stelle macht es sogar Sinn, den Teamkollegenvergleich mit ins Spiel zu bringen, denn in den Jahren, in denen Hamilton und Button bei McLaren waren, haben beide Fahrer jeweils mindestens ein Rennen pro Saison gewonnen und das, obwohl Button von vielen Leuten als schlechter im Vergleich zu Hamilton eingestuft wurde. Das heißt, wenn der schlechtere Button mit dem gleichen Auto wie Hamilton Rennen gewinnen konnte, dann muss das Auto erst recht gut gewesen sein, sprich Topmaterial. Deswegen habe ich auch 2009 weggelassen, weil Kovalainen im zweiten McLaren eben nicht gewonnen hat.

Bei Schumi war es dagegen ganz oft so, dass der Teamkollege nicht ein einziges Mal gewann, obwohl Schumi gewann und teilweise sogar den Titel holte: 1992, 1993, 1994, 1996, 1997, 1998 und 2001. Das alleine sind schon sieben Saisons, in denen Schumi die einzigen Siege für sein jeweiliges Team geholt hat, während Hamilton (außer 2009) immer nur dann gewinnen konnte, wenn der Teamkollege auch siegfähig war. Auch das ist ein Punkt, den man mit berücksichtigen muss.
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AEnima
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von AEnima » Sa Sep 01, 2018 6:56 pm

Tja,wenn du meinst,daß Hamilton von 2010 und 2013 in einen Topauto gesessen hat,dann weiss ich auch nicht,was ich drauf sagen soll.
Ein bisschen kannst du dir schon in deiner Argumentation schon Mühe geben und nicht so einen Unfug erzählen.
Wenigstens hat Hamilton ein bisschen was gerissen,als er das Topauto von Schumacher übernommen hat. :naughty:


2010: nach Red Bull und Ferrari dritte Kraft.
2011: Red Bull überlegenes Auto,da gabs nur ein paar Brotkrumen abzustauben
2012: siehe 2010
2013: überlegener Red Bull

Bei den Topautos von Schumacher sind wir uns aber wenigstens einig,da bist du ja auch genau wie ich auf 11 Jahre gekommen.Für mich ist das aber ein extrem guter Wert,schliesslich ist da kein zweiter F1 -Fahrer bisher nur in die Nähe gekommen

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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Sa Sep 01, 2018 8:50 pm

AEnima hat geschrieben:
Sa Sep 01, 2018 6:56 pm
Tja,wenn du meinst,daß Hamilton von 2010 und 2013 in einen Topauto gesessen hat,dann weiss ich auch nicht,was ich drauf sagen soll.
Ein bisschen kannst du dir schon in deiner Argumentation schon Mühe geben und nicht so einen Unfug erzählen.
Wenigstens hat Hamilton ein bisschen was gerissen,als er das Topauto von Schumacher übernommen hat. :naughty:
Selbstverständlich hatte Hamilton 2010 ein Topauto. 2010 war eine sehr ausgeglichene Saison, in der insgesamt fünf Fahrer, darunter mit Hamilton und Button beide McLaren-Fahrer, um den WM-Titel gefahren sind, zumindest für den Großteil der Saison. Okay, ganz am Ende blieben nur noch Vettel und Alonso übrig, aber das lag sicherlich nicht daran, dass der McLaren nicht gut genug gewesen wäre.

Beispiel: 2003 war eine ähnlich spannende und ausgeglichene Saison. Da war Williams in der Endabrechnung auch "nur" Dritter in der Konstrukteurs-WM, aber es würde wohl niemand behaupten, dass der Williams 2003 kein Topauto war. Selbstverständlich war er das. Und 2010 war es mit McLaren ganz genau so.

2013 ist das nicht ganz so eindeutig, das stimmt. Ja, Vettel ist in der zweiten Saisonhälfte Kreise um die Konkurrenz gefahren und hat alle(s) dominiert, aber die erste Saisonhälfte war sehr ausgeglichen. Mercedes gewann insgesamt drei Rennen (Rosberg sogar zwei, Hamilton nur eines) und das sogar innerhalb von fünf Rennen. Da war man sogar zeitweise so ein wenig das Team der Stunde. Zu dem Zeitpunkt hätte wohl niemand behauptet, dass der Mercedes kein Topauto sei. Klar, durch die Vettel-Dominanz im weiteren Verlauf der Saison wurde das alles relativiert, aber drei Siege innerhalb von fünf Rennen sind schon eine Hausnummer.
AEnima hat geschrieben:
Sa Sep 01, 2018 6:56 pm
Bei den Topautos von Schumacher sind wir uns aber wenigstens einig,da bist du ja auch genau wie ich auf 11 Jahre gekommen.Für mich ist das aber ein extrem guter Wert,schliesslich ist da kein zweiter F1 -Fahrer bisher nur in die Nähe gekommen
11 Jahre ist ja auch ein hervorragender Wert, aber im Vergleich zu Hamilton eben nicht. Deswegen stimmt deine Aussage, dass kein zweiter F1-Fahrer bisher auch nur in die Nähe davon gekommen sei, überhaupt nicht. Ich sage es gerne noch einmal: Hamilton ist in seiner 12. Saison und hatte davon in 11 Saisons (meinetwegen auch nur in 10) Topmaterial zur Verfügung. Schumi hatte genau so oft Topmaterial, brauchte dafür aber auch 6 Saisons mehr, nämlich insgesamt 18. Dieser Unterschied ist ziemlich eklatant.

Und ein Punkt, den ich auch gerne noch einmal wiederhole: Hamilton hatte bereits in seiner allerersten Saison 2007 absolutes Topmaterial und wäre sogar beinahe Weltmeister geworden. Das ist etwas, wovon Schumi 1991 bzw. 1992 nur träumen konnte. Das bedeutet, dass Hamilton am Anfang seiner Karriere davon profitiert hat, dass er hofiert wurde, indem er sofort ein Topauto bekommen hat, während sich so ziemlich alle anderen Topfahrer (z.B. Schumi, Senna, Alonso etc.) erst hocharbeiten und für bessere Teams empfehlen mussten. Und das hat eben dazu geführt, dass Hamiltons Karrierestatistik von Anfang an ziemlich aufgehübscht und zum Besseren verfälscht wurde. Aber ist Hamilton jetzt dadurch etwa besser? Wohl eher nicht.
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von AEnima » So Sep 02, 2018 11:40 am

Gut,2010 lassen wir mal gelten,wenn du aber die paar Rennen 2013 zählst,dann kann man bei Schumacher auch 1999 dazu zählen.
Dann sind es bei Hamilton aber trotzdem erst 9 Jahre,Schumacher ist dann aber bei 12 .
So oder so fehlen Hamilton noch 3 Jahre.

Hamilton hatte zwar sicher bei seinem Debüt bei McLaren auch Glück gehabt.
Aber als Rookie beim vorher 3. in der KWM zusammen anzuheuern,zusammen mit dem amtierenden WM und unbestritten besten Fahrer im Feld,gegen die sicher etwas stärkeren Ferraris nur aufgrund einer verpatzten Boxenstopstrategie die WM ganz knapp zu verpassen ist trotzdem eine Leistung,die in der F1 ihresgleichen sucht.

Eigentlich hatte er keine Chance,hat sie aber trotzdem genutzt :naughty:

Schumacher hatte mit Benneton aber auch zu Beginn schon ein sehr gutes Auto,hocharbeiten musste er sich genauso wenig.
(Des kurze Jordan-Intermezzo kann man da getrost unter den Tisch kehren)

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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » So Sep 02, 2018 1:05 pm

AEnima hat geschrieben:
So Sep 02, 2018 11:40 am
Gut,2010 lassen wir mal gelten,wenn du aber die paar Rennen 2013 zählst,dann kann man bei Schumacher auch 1999 dazu zählen.
Man kann 1999 nicht nur dazu zählen, man muss es sogar. Alles andere wäre ziemlicher Unsinn. Aber genau das habe ich auch getan, in meinem Posting weiter oben auf der Seite steht Folgendes:
Schumi_Fan_1990 hat geschrieben:
Sa Sep 01, 2018 2:51 pm
Wir können ja mal aufdröseln, wann Schumi siegfähige Autos hatte und man wirklich auch aus eigener Kraft siegfähig war: 1994, 1995, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004 und 2006.
Wie gesagt: Selbstverständlich gehört 1999 mit dazu. Aber ich komme auch mit 1999 eben auf 11 Saisons und nicht auf derer 12, denn ich zähle 1992, 1993, 1996 und 2005 nicht mit dazu, weil die Siege, die er 1992, 1993 und 1996 geholt hat, einzig und allein seiner fahrerischen Klasse zu verdanken sind und sicherlich nichts mit den Autos zu tun hatte, die er jeweils hatte. Und dass er 2005 natürlich kein siegfähiges Material hatte, ist ja völlig klar.
AEnima hat geschrieben:
So Sep 02, 2018 11:40 am
Dann sind es bei Hamilton aber trotzdem erst 9 Jahre,Schumacher ist dann aber bei 12 .
So oder so fehlen Hamilton noch 3 Jahre.
Ich komme bei Schumi auf 11 Jahre, bei Hamilton auf 10 oder 11, je nach dem, wie man das mit 2013 bewertet. Aber selbst wenn du Recht hast und Hamilton noch drei Jahre fehlen: Der entscheidende Punkt ist, dass Schumis Karriere aktuell um 6 Saisons länger war. Das heißt, wenn Hamilton noch 6 Jahre weiter fährt, wird er diese 3 Jahre, die ihm noch fehlen, locker geschafft haben. Wahrscheinlicher ist sogar, dass er bei dem Glück, das er immer hat, in mindestens 5 der nächsten 6 Saisons wieder siegfähiges/überlegenes Material haben wird und dann wird er Schumi in dem Punkt locker überflügelt haben - was ausdrücklich nicht seiner eigenen Leistung zuzuschreiben sein wird.
AEnima hat geschrieben:
So Sep 02, 2018 11:40 am
Hamilton hatte zwar sicher bei seinem Debüt bei McLaren auch Glück gehabt.
Aber als Rookie beim vorher 3. in der KWM zusammen anzuheuern,zusammen mit dem amtierenden WM und unbestritten besten Fahrer im Feld,gegen die sicher etwas stärkeren Ferraris nur aufgrund einer verpatzten Boxenstopstrategie die WM ganz knapp zu verpassen ist trotzdem eine Leistung,die in der F1 ihresgleichen sucht.
Dass McLaren ein Jahr vorher nur Dritter in der Konstrukteurs-WM war, hat nichts zu sagen, weil man 2007 eben das beste Auto hatte. Und selbst, wenn man sagt, dass der Ferrari etwas stärker war, so saß er trotzdem im eindeutig zweitbesten Auto, was für einen Rookie trotzdem schon sehr gut ist, eigentlich sogar zu gut.

In einem schwächeren Team anzufangen und sich hocharbeiten zu müssen, ist übrigens auch vor dem Hintergrund der Charakterbildung und der Demut wichtig. Wenn man nie in schlechten Autos saß und z.B. nie überrundet wurde, dann weiß man gar nicht, wie das ist. Das heißt, wenn man dann in einem guten Auto sitzt und sich ständig über den Verkehr und überrundete Fahrer beschwert, dann weiß man das unter Umständen gar nicht zu schätzen, in einem guten Auto zu sitzen und wie schwierig das ist, überrundet zu werden und ständig den Rückspiegel im Auge zu haben. Bestätigt wird diese These übrigens durch Hamiltons arrogantes Verhalten in den letzten Jahren. Der Erfolg scheint ihm ganz eindeutig zu Kopf gestiegen zu sein. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass er 2007 und 2008 wesentlich bodenständiger und sympathischer war.

Wenn er jetzt ausnahmsweise mal nicht das beste Auto hat, dann ist sein Verhalten derart unerträglich, als würde man einem Kleinkind den Lolly wegnehmen. Für einen vierfachen Weltmeister ist so ein Verhalten absolut unwürdig.
AEnima hat geschrieben:
So Sep 02, 2018 11:40 am
Schumacher hatte mit Benneton aber auch zu Beginn schon ein sehr gutes Auto,hocharbeiten musste er sich genauso wenig.
(Des kurze Jordan-Intermezzo kann man da getrost unter den Tisch kehren)
Naja, er musste sich natürlich nicht von Minardi oder Coloni hocharbeiten, das ist schon richtig. Aber es ist doch ein riesengroßer Unterschied, ob man einen Benetton hat, der für konstante Punktefahrten (P3, P4 oder P5) gut ist oder ob man einen McLaren anno 2007 hat, mit dem man von Beginn an Podien, Pole Positions und GP-Siege holt.

Hamilton war im Jahr 2007 in den ersten 9 (!) Rennen seiner Karriere durchgängig auf dem Podium. Schumi dagegen war im gleichen Zeitraum seiner Karriere nur 3 Mal auf dem Podium (in den ersten 6 Rennen gar nicht, dafür dann 3 Mal in Folge). Das sind einfach eklatante Unterschiede. Und ist Hamilton deswegen etwa besser? Ich denke nicht.
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von AEnima » So Sep 02, 2018 7:49 pm

Sorry,die 12 Jahre waren falsch.Ich hatte weiter oben ja auch von 10 Jahren geschrieben,hab aber dann gedanklich die 11 von dir im Kopf gehabt und da 1999 drauf gerechnet,mein Fehler.

Zu Hamiltons verhalten Abseits der Strecke muss ich sagen,das ich auch finde,das er sich so manche Kommentare besser gespart hätte.Aber was ihm hier im Forum schon manchmal für ein Hass entgegen schlägt,das ist wirklich schon etwas sehr krass.

Und deshalb ergreife ich hier auch Partei für ihn,um die Darstellung hier im Forum etwas ausgewogener aussehen zu lassen.
Ich würde nie behaupten,das Hamilton besser als Schumacher ist ,aber wenn jemand anhand von Statistiken versucht,zu Beweisen,daß Schumacher besser war,dann versuch ich da eben gegenzuhalten.

Natürlich ist das vergleichen von Fahren aus unterschiedlichen Epochen Schwachsinn,aber bisschen Spass machts trotzdem :grin:

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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von AEnima » Mo Sep 03, 2018 12:21 pm

Ich kann auf deinen Blödsinn auch gern verzichten,Danke

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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Mo Sep 03, 2018 1:09 pm

AEnima hat geschrieben:
So Sep 02, 2018 7:49 pm
Sorry,die 12 Jahre waren falsch.Ich hatte weiter oben ja auch von 10 Jahren geschrieben,hab aber dann gedanklich die 11 von dir im Kopf gehabt und da 1999 drauf gerechnet,mein Fehler.
Kein Problem. :)
AEnima hat geschrieben:
So Sep 02, 2018 7:49 pm
Und deshalb ergreife ich hier auch Partei für ihn,um die Darstellung hier im Forum etwas ausgewogener aussehen zu lassen.
Ich würde nie behaupten,das Hamilton besser als Schumacher ist ,aber wenn jemand anhand von Statistiken versucht,zu Beweisen,daß Schumacher besser war,dann versuch ich da eben gegenzuhalten.
"Wenn jemand anhand von Statistiken versucht zu beweisen, dass Schumacher besser war, dann versuche ich da eben gegenzuhalten." Ähm, wie willst du denn bei Statistiken dagegenhalten? Ohne mich jetzt selbst loben zu wollen, aber ich denke, dass ich ziemlich gut nachgewiesen habe, warum Schumi aufgrund der Statistiken sehr wohl sehr viel besser ist als Hamilton. Das ist wirklich mehr als deutlich geworden. Es gibt einfach Dinge, die ganz klar gegen Hamilton sprechen und ich verstehe nicht, warum man da versuchen sollte, dagegen zu halten oder irgendetwas ausgewogener zu gestalten. Fakten sind und bleiben Fakten und wenn die eindeutig für den einen und gegen den anderen sprechen, dann ist das eben so. Warum sollte man da versuchen, die Dinge künstlich in ein besseres Licht zu rücken?

Ich habe aber auch geschrieben, dass Statistiken alleine kein Allheilmittel sind, sondern dass es natürlich auch auf andere Dinge ankommt, nämlich z.B. die starken Einzelleistungen, die ich bei Schumi allesamt aufgelistet habe:
Schumi_Fan_1990 hat geschrieben:
Mo Aug 27, 2018 12:55 pm
Spa 1992, Estoril 1993, Barcelona 1994, Spa 1995, Nürburgring 1995, Barcelona 1996, Monaco 1997, Spa 1997, Hungaroring 1998, Spa 1998 (bis zur Kollision mit Coulthard), Sepang 1999, Monza 2000, Suzuka 2000, Sepang 2001, Silverstone 2002, Monza 2003, Indianapolis 2003, Shanghai 2006.
Auch dieser Punkt spricht ganz eindeutig für Schumi. Einige dieser Rennen waren wirklich Jahrtausendleistungen (aus den unterschiedlichsten Gründen), da kommt allerhöchstens Senna mit Estoril 1985 heran, aber ansonsten ist Schumi in dem Punkt eine Klasse für sich. Vor allem ist die schiere Masse an herausragenden Leistungen so beeindruckend. Auch da kann Hamilton, bei dem wie gesagt Silverstone 2008 heraussticht, nicht mithalten.
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » So Sep 16, 2018 12:48 pm

In den Vettel-Thread passte das nicht so gut, deswegen hier noch einmal:
flingomin hat geschrieben:
Fr Sep 14, 2018 9:43 am
Schumacher hat keine Pole geholt solange Senna lebte. Das mal als kleinen Merker für die vergesslichen.
Und was ist jetzt wichtiger? Pole Positions oder Rennsiege?
flingomin hat geschrieben:
Fr Sep 14, 2018 9:43 am
Es gab ein direktes Duell, bei dem sich der Williams recht zickig zeigte.
In Interlagos, richtig. Und da ist Senna durch einen selbst verschuldeten Fahrfehler ausgeschieden. Insofern stellt sich doch überhaupt gar nicht die Frage, wer von beiden zu dem Zeitpunkt besser war.

Und außerdem: Warum wird an dieser Stelle jetzt plötzlich versucht, Sennas schlechte Leistung zu relativieren, indem gesagt wird, der Williams hätte sich zickig verhalten? Ich bestreite nicht, dass das so war, aber Senna ist/war doch angeblich der Beste. Also wer, wenn nicht er, hätte mit so einem schwierig zu fahrenden Auto den Unterschied machen sollen? Aber stattdessen ist er in Interlagos selbstverschuldet ausgeschieden. Und daran sieht man, dass auch jemand wie Senna eben nur mit Wasser gekocht hat. Das vergessen viele, Stichwort: kleiner Merker für die Vergesslichen.

Übrigens: Bei den drei Pole Positions, die Senna 1994 geholt hat, war der zickige Williams merkwürdigerweise kein Problem. Aber sein Ausfall im Rennen in Interlagos wird damit plötzlich versucht zu erklären. Das klingt dann für mich ehrlich gesagt eher nach einer Ausrede.
flingomin hat geschrieben:
Fr Sep 14, 2018 9:43 am
Nachdem Senna nunmal leider schon vorher verstorben war werden wir niemals erfahren, wie sich Schumacher gegen einen Topfahrer im Williams geschlagen hätte.
Das werden wir nie erfahren, das stimmt. Aber genau deshalb ist es ziemlich unfair, automatisch davon auszugehen, dass Schumi den Kürzeren gezogen hätte. Woher will man das wissen? Die Argumente, die immer vorgebracht werden, um das angeblich zu beweisen, sind gar keine Beweise, ja noch nicht einmal Indizien, sondern Quervergleiche auf donington93-Niveau. Und nein, das ist kein Kompliment.
flingomin hat geschrieben:
Fr Sep 14, 2018 9:43 am
Bekannt ist lediglich dass er mit dem EX-TestfahrerDamon Hill zurecht kam (auch wenn er selbst gegen diesen faule Tricks brauchte, um den Titel zu gewinnen).
Faule Tricks, ach so. :roll: Und selbst wenn: Die brauchte Schumi nur deshalb, um das auszugleichen, was ihm von der Rennleitung und der FIA durch eklatant falsche und viel zu hohe Strafen und Rennsperren eingebrockt wurde. Die Disqualifikation in Spa sowie die Rennsperren in Monza und Estoril waren schlicht und einfach absurd. Ehrlich gesagt wundere ich mich darüber, dass man Damon Hill den WM-Titel nicht gleich auf dem Silbertablett serviert hat. :roll:
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von danseys » Do Sep 20, 2018 10:21 am

Voyager1 hat geschrieben:
Fr Aug 31, 2018 4:03 pm
... Sorry wenn ein wenig zu viele persönliche Anekdoten hineingeraten sind ...
eher viel zu wenige!

Mehr, mehr, mehr davon... :wink2:

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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » So Dez 30, 2018 12:57 pm

https://www.motorsport-total.com/formel ... s-18121201

Wenn ich einige Aussagen von Pat Symonds so lese, dann weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Und Symonds ist ja eigentlich auch jemand, der Schumi gegenüber wohlgesonnen ist und der immer viel von Schumi gehalten hat. Da kann man nun wirklich nicht davon sprechen, dass er ein Hater sei. Umso erstaunter bin ich, was er teilweise für einen Unsinn erzählt.
Damals [nach Adelaide 1994, Anm.] war Symonds absolut überzeugt davon, dass Schumacher nicht mit Absicht gehandelt habe. Denn er wusste, dass die Lenkung an seinem Benetton gebrochen war. Nach den anderen Vorfällen in den kommenden Jahren musste Symonds seine Sichtweise aber noch einmal überdenken. "Wenn man Jahre später die Beweise zusammenzieht, dann fragt man sich schon: Was war das?", so der Ex-Ingenieur.
Sorry, aber das ist wirklich hanebüchener Unsinn. Wenn Symonds nach Adelaide 1994 der Meinung war, dass das keine Absicht von Schumi war, was hindert ihn denn bitte daran, nach wie vor dieser Meinung zu sein? Man kann doch nicht seine Meinung ändern, nur weil in der Zwischenzeit andere Dinge passiert sind (Jerez 1997 und Monaco 2006), die mit dem ursprünglichen Zwischenfall (Adelaide 1994) aber gar nichts zu tun haben.

Symonds macht leider den gleichen Fehler, den Schumis Kritiker seit über 20 Jahren machen: Sie gehen einfach davon aus, dass das Absicht war (nicht, weil sie Beweise dafür hätten, sondern weil ihnen das einfach gut in den Kram passt) und ziehen daraus falsche Schlussfolgerungen. Und man kann doch nicht drei völlig verschiedene Situationen (Adelaide 1994, Jerez 1997 und Monaco 2006) zu einem scheinbar geschlossenen unsportlichen Gesamtbild zusammen schustern, der Einfachheit halber und weil man offensichtlich zu faul ist, um nachzudenken und die Dinge richtig einzuordnen.

Entlarvend ist auch folgender Halbsatz: "Wenn man Jahre später die Beweise zusammenzieht, ..." Ja, welche Beweise denn? Es gab und gibt keine Beweise, weder für Adelaide 1994 noch für Jerez 1997 und erst recht nicht für Monaco 2006. Genau das ist ja der Punkt: Es gab nie Beweise dafür, dass Schumi angeblich so unsportlich war und alles angeblich immer mit Absicht gemacht hat und trotzdem wurde ihm genau das immer wieder vorgeworfen. Genau das ist ja das Problem!

Schade, da hätte ich von einer intelligenten Person wie Pat Symonds mehr erwartet als dass er einfach nur in das gleiche Horn bläst wie diverse andere Leute vor ihm auch.
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von automatix23 » Mo Dez 31, 2018 10:03 am

unterm Strich ist es ja mittlerweile auch egal oder? Schumacher wird sich dazu nicht mehr äußern können und somit kann man auf ewig spekulieren, ob es Absicht war oder nicht.

Und ändern würde es auch nichts mehr.

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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Mi Jan 02, 2019 10:09 am

automatix23 hat geschrieben:
Mo Dez 31, 2018 10:03 am
unterm Strich ist es ja mittlerweile auch egal oder? Schumacher wird sich dazu nicht mehr äußern können und somit kann man auf ewig spekulieren, ob es Absicht war oder nicht.

Und ändern würde es auch nichts mehr.
Da hast du völlig Recht, aber es geht ja auch darum, welchen Ruf der Fahrer aufgrund solcher ständigen Unterstellungen im Laufe der Jahre bekommen hat. Es gibt halt Leute, die aufgrund dessen, was irgendwelche Ahnungslosen (Briatore, K. Rosberg, Coulthard, Villeneuve etc.) über Schumi gesagt haben, sich ihre Meinung gebildet haben. Dass das alles Quatsch ist, versteht sich von selbst, aber genau das ist ja das Problem.

Und auf der anderen Seite stehen Leute wie Senna oder Hamilton, die mit Sicherheit deutlich mehr dunkle Flecken auf ihren Westen haben als Schumi und in ihren jeweiligen Ländern trotzdem uneingeschränkte Helden sind, während Schumi selbst in Deutschland grundlos immer viel zu kritisch betrachtet wurde.
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Di Jan 22, 2019 4:15 pm

https://www.motorsport-total.com/formel ... d-19011003

Ich bin mit Flavio Briatore eigentlich selten einer Meinung (siehe das Posting direkt über diesem), weil er mir sonst schon zu oft gegen Schumi gehetzt hat, aber in diesem Fall hat er völlig Recht: Das, was in Silverstone 1994 passiert ist, ist das Allerletzte - wohl gemerkt seitens der Rennleitung. Am Ende kann man wohl festhalten, dass das einfach ein Missverständnis war. Ihn dafür aber zu disqualifizieren und ihn sogar für zwei Rennen zu sperren (nur damit Damon Hill auch ja davon profitieren kann :roll:), war wirklich grob unsportlich, ganz klar politisch motiviert und geht fast schon in Richtung Sabotage.

Der Umgang mit Schumi 1994 war sowieso insgesamt eine einzige Frechheit. Keine, wirklich keine einzige von den Strafen, die er in dem Jahr bekommen hat, war gerechtfertigt, zumindest war die Höhe der Strafe jedes Mal maßlos übertrieben. Die Disqualifikationen und Rennsperren dienten einzig und allein dazu, die WM künstlich spannend zu halten und Damon Hill die Möglichkeit zu geben, unverdient doch noch in den Titelkampf einzugreifen - aus eigener Kraft konnte er das ja ganz offensichtlich nicht, wie man am normal verlaufenen Teil der Saison (bis einschließlich Magny-Cours) sehen konnte.

Und dann regen sich Schumis Kritiker auch noch allen Ernstes darüber auf, was er in Adelaide 1994 gemacht hat. :rolleyes: Was hätte Schumi denn sonst machen sollen? Hill freundlich vorbei winken und ihm den WM-Titel quasi auf dem Silbertablett servieren? Nach allem, was davor zu seinen Ungunsten passiert ist? Nachdem man ihm durch politisch motivierte Fehlentscheidungen beinahe noch den WM-Titel weggenommen hätte? Da verlangen die Leute ernsthaft, dass er nicht die Tür zumacht und Hill nicht daran hindert, ihn zu überholen? :betrunken:
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Di Okt 08, 2019 11:25 am

Heute vor 13 Jahren fand der GP von Japan statt. Schumi und Alonso waren nach Schumis Sieg in China punktgleich. Schumi ist dann ja leider gegen Ende des Rennens ausgeschieden und Alonso hat (nicht zum ersten Mal) den Sieg abgestaubt. Das tut ehrlich gesagt heute noch weh und war sicherlich einer der bittersten Momente in Schumis Karriere, zumal er sich nach einem relativ schwachen Start in die Saison, als der Renault haushoch überlegen war, wieder zurückgekämpft hat und die WM offen halten konnte.

Mehr Pech als Schumi 2006 konnte man jedenfalls gar nicht haben. Manche Leute sind der Meinung, dass Schumi und Alonso 2006 gleich viel Pech hatten, aber das stimmt nicht. Oder es heißt ja immer, dass Alonso in Monza ja auch einen Motorschaden hatte, aber Motorschaden ist nicht gleich Motorschaden. Da muss man einfach mehrere Dinge mit berücksichtigen.

Als Alonso seinen Motorschaden in Monza hatte, lag er zu dem Zeitpunkt auf Platz 5, er hätte also am Ende 4 WM-Punkte geholt. Schumi lag zu dem Zeitpunkt in Führung und hätte das Rennen sowieso gewonnen, ob mit oder ohne Alonsos Motorschaden. Das heißt, dass Alonsos Motorschaden ihm lediglich die 4 WM-Punkte gekostet hat, die er für Platz 5 bekommen hätte.

Schumi dagegen lag zum Zeitpunkt seines Motorschadens in Suzuka in Führung. Ohne den Motorschaden hätte er das Rennen selbstverständlich gewonnen. Das bedeutet, dass dieser Motorschaden ihm die 10 WM-Punkte für den Sieg gekostet hat. Hinzu kommen die 2 Punkte, die Alonso dadurch mehr geholt hat (10 anstatt 8). Im Endeffekt hat Schumis Motorschaden ihm also 12 WM-Punkte gekostet.

Man sieht, dass Schumis Motorschaden viel größere Auswirkungen auf die WM hatte als der von Alonso. Fakt ist, dass Schumis Motorschaden am Ende die WM entschieden hat und dass Alonso – mal wieder! – von einem technischen Defekt eines Konkurrenten profitiert hat. Das war 2005 (in noch viel stärkerem Ausmaß) und 2006 sehr oft der Fall.
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Stromberg » Mo Okt 14, 2019 6:52 pm

Ich garantiere nicht für die Wahrheit, meiner Erinnerung zufolge hat sich Schumacher Anfang 2006 auch nicht mit Ruhm bekleckert. Australien Fahrfehler. Türkei Fahrfehler. Die Monacoscheiße, wo er mit einem guten Start von P2 hätte gewinnen können... Alles Kleinigkeiten, die im Endeffekt doch eine große Summe am Ende ausmachte.

Alonso ist klar ein Glückskind, aber auch Pechskind zugleich. Das ist eben so.

Ich hoffe Schumi lebt in Würde.

Voyager1
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Voyager1 » Di Okt 22, 2019 7:01 pm

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Sorry, ich glaube, das hätte besser hier hinein gehört:


Die Person Michael Schumacher und der Rennfahrer Michael Schumacher laden geradezu dazu ein, ihn aus den verschiedensten Blickwinkeln zu beleuchten. Dies führt zwangsläufig zu kontroversen Bewertungen.

Was mich betrifft, so ist meine (auch nur subjektive) Beurteilung durchwegs positiv.

Voyager
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Techno » Mi Okt 23, 2019 9:23 am

Ja. Es hängt vielleicht auch davon ab, ob man Schumachers Anfänge mitbekommen hat.
Das erste Rennen bzw. nur die Quali im Jordan grenzte an ein Wunder. Heute wissen wir, dass der Jordan ein überraschend gutes Auto war, aber immerhin den Teamkollegen geschlagen.

Bei Benetton lief es auch besser als seine Vorgänger es erahnen ließen. Auch da wissen wir heute mehr über die Profis die das Auto entwickelten als damals. Er hat dort 2 WMs geholt, in einer beeindruckender Art und Weise die noch heute Respekt abverlangt. Aber damals war es ein Riesending. Williams und McLaren waren einfach eine ganz andere Hausnummer als Benetton. Es MUSSTE förmlich an Schumacher liegen.

Dann die Durststrecke mit Ferrari, wo er sich vor Jean Todt stellte, NICHT EINMAL das Team schlechtmachte und mit unendlichem Fleiß (und Testeinsatz, etwas dass ihm in seiner 2ten Karriere möglicherweise fehlte) Ferrari (aka Marios Garage) zum Titel führte.

Imho ist an Schumacher nicht beeindruckend dass er viele Rennen gewann und Titel holte sondern die Art WIE er es tat. Zu Beginn immer als Underdog gegen einen konstanten Nachteil anfahrend. Lustigerweise wurde er damals von Antis nicht wegen seines Skills verunglimpft (so wie Vettel heutzutage) sondern wegen seines Charakters. DAS ist der größte Unsinn ever. Ob er der Beste aller Zeiten war kann man diskutieren, aber nicht über seinen Charakter.
"Niemand ist so blind wie derjenige, der nicht sehen will" (Helly et. al.)

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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Voyager1 » Mi Okt 23, 2019 3:21 pm

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"Charakter" ist auch ein gutes Stichwort. Hierzu möchte ich an dieser Stelle nur einen Aspekt vorstellen:

Michael Schumacher hatte mit Willi Weber einen Manager welcher durchaus Gründe lieferte, ihn als skandalträchtig ja zwielichtig einzustufen. Entsprechend negativ wurde dieser in den Medien auch dargestellt. Viele wunderten sich, warum Schumacher an dieser Person als seinen Manager festhielt.

Und obwohl es juristisch sicherlich eine Leichtigkeit gewesen wäre, sich aus dem Vertrag mit Weber zu lösen, hat Michael Schumacher dies nicht getan. Er hat auch niemals ein böses Wort über seinen Manager verloren. Das mag man finden wie man will ... .

Aber diese Art von persönlicher Verlässlichkeit, die auf spitzfindige Verträge problemlos verzichten könnte - kurz: solch ein gefestigter Charakter ist im Motorsport-Geschäft schon seit langem so selten wie ein goldenes Einhorn. Was diesen Aspekt des Profisports betrifft, weiss ich sehr genau, wovon ich spreche ... .

Voyager
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Mi Nov 13, 2019 9:44 pm

Heute vor 25 Jahren wurde Motorsport- und Sportgeschichte geschrieben: Der großartige Michael Schumacher wurde 1994 zum ersten Mal Formel 1 Weltmeister und hat seinen ersten von insgesamt 7 WM-Titeln geholt. Beim letzten Rennen der Saison in Adelaide hat er sich mit einem Punkt Vorsprung auf Damon Hill den Titel gesichert. Wir alle wissen, was sich damals in Adelaide ereignet hat.

https://www.youtube.com/watch?v=91JoW4mSiZo

Ein paar Gedanken dazu:

1. Man muss doch mal ganz klar sehen, dass Schumi bei der Kollision vorne und Hill dahinter war. Demnach kann Schumi, was ja immer gerne behauptet wird, Hill gar nicht ins Auto gefahren sein, sondern genau umgekehrt: Hill ist Schumi ins Auto gefahren. Alles andere macht ja auch gar keinen Sinn, denn wie soll der Vordermann dem Hintermann ins Auto fahren?

2. Außerdem ist es ganz klar Hills Schuld, weil er in eine Lücke gestochen ist, die eigentlich gar nicht da war. Sicherlich könnte man argumentieren, dass Schumi Hill in eine Falle gelockt hat. Das wird ziemlich sicher auch so gewesen sein, aber wenn Hill dann darauf reinfällt, dann hat er eben auch selbst Schuld.

3. Hill hätte sich zumindest wundern müssen, warum er innerhalb von zwei Kurven plötzlich direkt hinter Schumi war, obwohl der Abstand die ganze Zeit davor immer so bei 2-3 Sekunden lag. Da hätte Hill eigentlich klar gewesen sein müssen, dass mit Schumi und/oder seinem Auto etwas nicht stimmt. Und Hill hätte einfach nur abwarten brauchen, bevor er wenig später locker hätte vorbei fahren können. Ich bin natürlich froh, dass er das nicht gemacht hat.

Jedenfalls geht die Kollision eindeutig auf Hills Kappe.

Davon mal ganz abgesehen hätte Hill den Titel auch nicht verdient gehabt und das aus mehreren Gründen:

1. Wer im alles entscheidenden Moment so dermaßen falsch reagiert, der ist dann auch einfach nicht gut genug und verdient es nicht, Weltmeister zu werden.

2. Hill hat 1994 extremst davon profitiert, dass Schumi ständig bestraft und disqualifiziert wurde. Die Disqualifikationen in Silverstone und in Spa waren krasse Fehlentscheidungen, ebenso wie die Rennsperren in Monza und Estoril. Das bedeutet, Schumi ist am Ende sogar zwei Rennen weniger gefahren als Hill und ist trotzdem Weltmeister geworden. Hill dagegen hat 1994 nahezu nichts an eigener Leistung gezeigt. Bis auf Silverstone, wo er wirklich sehr stark war und mit Abstrichen Suzuka fällt mir kein weiteres gutes Rennen von Hill in dem Jahr ein.

3. Gerade die Briten, die immer so viel Wert darauf legen, dass man die Siege im Sport verdient holen muss, müssen sich doch mal eingestehen, dass Damon Hill den WM-Titel 1994 eben gerade nicht verdient hätte, weil Schumi viel Pech mit ungerechtfertigten Strafen hatte und Hill eben davon profitiert hat. Williams hatte ja sogar mit dem Gedanken gespielt, Protest einzulegen (oder haben sie das sogar gemacht?), aber das wäre natürlich der Gipfel der Unsportlichkeit und der Wettbewerbsverzerrung gewesen, wenn Schumi der WM-Titel wieder aberkannt worden wäre, denn damit hätte sich Williams selbst ein Armutszeugnis ausgestellt und bewiesen, dass sie aus eigener Kraft und ohne Protest nicht hätten gewinnen können. Gut, dass am Ende alles so geblieben ist wie es war.

4. Alles in allem muss man sagen, dass Adelaide sicherlich kein schönes Saisonfinale war, aber es war angesichts des Saisonverlaufs ein leistungsgerechtes und verdientes WM-Endergebnis. Und im Nachhinein geht Schumis Aktion in Adelaide auch absolut in Ordnung (auch wenn einige das als unfair bezeichnen), weil sonst mit Damon Hill ein anderer Fahrer völlig unverdient Weltmeister geworden wäre.
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von AEnima » Do Nov 14, 2019 4:44 pm

Du lieferst ja selber die Beweise,das Schumacher doch der Schuldige an der Kollision ist.
Wenn ich mit einem defekten Auto nur noch zur Box oder zu einem Notausgang fahre, dann muss man so fahren,das kein anderer gefährdet wird. Und genau das hat Schumacher nun mal nicht gemacht. Er ist eben reingezogen ,als ihm Hill passieren wollte.
Was wäre z.B. gewesen,wenn Schumachers Vorsprung vor seinem Ausritt 20 sek betragen hätte und er wäre langsam weiter gefahren und es wäre dann eine Kurve später zur Kollision gekommen ? Wäre es dann für dich auch noch ok gewesen,wenn er Hill eine Falle stellt ?

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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Do Nov 14, 2019 5:39 pm

AEnima hat geschrieben:
Do Nov 14, 2019 4:44 pm
Du lieferst ja selber die Beweise,das Schumacher doch der Schuldige an der Kollision ist.
Wenn ich mit einem defekten Auto nur noch zur Box oder zu einem Notausgang fahre, dann muss man so fahren,das kein anderer gefährdet wird.
Es wurde doch auch niemand gefährdet. Das Ganze hat sich in einer ziemlich langsamen Kurve bei überschaubarem Tempo abgespielt, da kann von Gefahr nun wirklich keine Rede sein. Wenn überhaupt, dann hat Hill Schumi gefährdet, weil Hill Schumis Auto so getroffen hat, dass Schumi seitlich etwas abgehoben und dadurch in die Reifenstapel gekracht ist. Eine eventuelle Gefahr, wenn man denn eine sehen will, ging also eher von Hill als von Schumi aus.
AEnima hat geschrieben:
Do Nov 14, 2019 4:44 pm
Und genau das hat Schumacher nun mal nicht gemacht. Er ist eben reingezogen ,als ihm Hill passieren wollte.
Es ging ja auch um den WM-Titel. Was hätte Schumi denn sonst machen sollen? Meilenweit neben der Ideallinie weiterfahren und Hill gaaaaanz viel Platz lassen, damit der auch ja unbeschadet vorbei kommt? Hätte Schumi Hill den WM-Titel quasi auf dem Silbertablett servieren sollen? Also wirklich. :shake:

Wenn du Schumi das vorwirfst, dann kann ich den Spieß auch umdrehen und Hill dafür kritisieren, dass er nicht einfach bis zur nächsten Gerade gewartet hat, wo er locker hätte vorbei fahren können.
AEnima hat geschrieben:
Do Nov 14, 2019 4:44 pm
Was wäre z.B. gewesen,wenn Schumachers Vorsprung vor seinem Ausritt 20 sek betragen hätte und er wäre langsam weiter gefahren und es wäre dann eine Kurve später zur Kollision gekommen ? Wäre es dann für dich auch noch ok gewesen,wenn er Hill eine Falle stellt ?
Natürlich wäre das für mich genau so in Ordnung gewesen, denn wie gesagt: Es ging um den WM-Titel.

Übrigens: Bei deinem Beispiel mit den 20 Sekunden Vorsprung wäre es sogar noch viel eindeutiger die Schuld von Damon Hill gewesen. Ich habe ja argumentiert, dass es Hill merkwürdig hätte vorkommen müssen, dass er plötzlich direkt hinter Schumi war, obwohl der Abstand davor immer so ca. 2-3 Sekunden betrug. Bei deinem Beispiel mit den 20 Sekunden wäre es ja noch offensichtlicher gewesen, dass mit Schumis Auto etwas nicht gestimmt hätte, weil Hill binnen kürzester Zeit 20 Sekunden aufgeholt hätte. Das heißt, wenn Hill überhastet einfach in eine Lücke gestochen hätte, die gar nicht da war, dann wäre die Schuld noch viel eindeutiger bei Hill gewesen, weil er dann erst recht hätte merken müssen, dass Schumi offenbar Probleme mit dem Auto hat.

Insofern kann man das alles drehen und wenden, wie man will, aber letztendlich geht die Kollision auf Hills Kappe, was ich natürlich gut finde, denn wenn Hill etwas länger gewartet hätte und dann vorbei gefahren wäre, dann hätte Schumi jetzt unverdienterweise einen WM-Titel weniger, von daher werde ich mich sicherlich nicht über den Ausgang von Adelaide 1994 beschweren.
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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von AEnima » Do Nov 14, 2019 6:11 pm

Oh Mann,deine Argumentation ist schon sehr abenteuerlich.
Für dich ist es also völlig in Ordnung gezielt jemanden abzuschiessen,wenn man dadurch WM werden kann und Schuld ist dann natürlich der andere,weil er musste ja damit rechnen und braucht ja nur solange langsam hinter dem anderen her zu fahren,bis der dann doch mal das Auto abstellt ?

Alternativ hätte er auch das Auto abstellen können und aus dem Kiesbett Hill jede Runde mit Steinen bewerfen können,bis er ihn mal durchs Visir ins Auge trifft...das ist dann wirklich ein aufopferungsvoller Kampf um die WM.

Schumacher muss sich, wenn er in die F! fährt,auch anderen Regeln halten.dazu gehört ,das man Gegner nicht ainfach abschiessen darf,da man in der Einführungsrunde niemanden überholen darf,das man verhängte Zeitstrafen absitzen muss,das man das Rennen beenden muss,wenn einem die schwarze flagge gezeigt wird, auch,das man im Quali nicht einfach mitten in einer Engstelle einfach mal so anhalten darf und auch,das man mit einem defekten Auto nicht ,für nachfolgende Fahrzeuge überraschend,die Seite wechseln darf.
Das scheint für dich neu zu sein,hab ich mir jetzt aber auch nicht ausgedacht. Die Zeiten haben sich seit den Wagenrennen in den Kampfarenen schon drastisch geändert,ob man das nun mag oder nicht. :lol:

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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Jordan EJ10 » Do Nov 14, 2019 7:46 pm

AEnima hat geschrieben:
Do Nov 14, 2019 6:11 pm
Oh Mann,deine Argumentation ist schon sehr abenteuerlich.
Starke Leistung, dass du dir das alles durchgelesen hast.^^ Mir scheint das Schumi_Fan_1990 eigentlich einer der wenigen User hier ist, mit denen man sachlich und vernünftig argumentieren kann, doch sobald das Thema Schumacher behandelt wird, setzt die verblendete Sichtweise ein. ;)

Denn ich habe schon nach dieser Aussage aufgehört zu lesen:
Schumi_Fan_1990 hat geschrieben:
Mi Nov 13, 2019 9:44 pm
Demnach kann Schumi, was ja immer gerne behauptet wird, Hill gar nicht ins Auto gefahren sein, sondern genau umgekehrt: Hill ist Schumi ins Auto gefahren. Alles andere macht ja auch gar keinen Sinn, denn wie soll der Vordermann dem Hintermann ins Auto fahren?
Ähm...indem Schumacher als Vordermann in das Fahrzeug von Hill hineingelenkt hat, als dieser fast auf gleicher Höhe war...? :roll:

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Re: Michael Schumacher vs. den Rest (z.B. Senna, Alonso, Hill et

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Do Nov 14, 2019 8:14 pm

AEnima hat geschrieben:
Do Nov 14, 2019 6:11 pm
Für dich ist es also völlig in Ordnung gezielt jemanden abzuschiessen,wenn man dadurch WM werden kann und Schuld ist dann natürlich der andere,weil er musste ja damit rechnen und braucht ja nur solange langsam hinter dem anderen her zu fahren,bis der dann doch mal das Auto abstellt ?
1. Wie kommst du eigentlich darauf, dass Schumi Hill abgeschossen hat? Ich erkläre es gerne noch einmal: Schumi war bei der Kollision vorne und Hill dahinter, wenn auch knapp, das gebe ich gerne zu. Es heißt im Motorsport aber auch "Wer vorne ist, dem gehört die Kurve". Und da spielt es überhaupt keine Rolle, ob der Vordermann zwei Wagenlängen oder nur 2 cm Vorsprung hat. Demnach kann Schumi Hill gar nicht abgeschossen haben, sondern genau umgekehrt: Hill hat Schumi abgeschossen. Wie soll der Vordermann dem Hintermann ins Auto fahren?

2. Was ist falsch daran, dass man feststellt, dass Hill zumindest eine Teilschuld an der Kollision trägt? Das scheint für diejenigen, die Schumi jahrelang für alles Mögliche immer die alleinige Schuld gegeben haben, ein echter Realitätsschock zu sein.

3. Was stimmt daran nicht, dass Hill einfach bis zur nächsten Geraden hätte warten können, wo er dann locker vorbei gefahren wäre. Es geht überhaupt nicht darum, dass, wie du schreibst, Hill so lange langsam hinter Schumi her fahren soll, bis der dann doch mal das Auto abstellt, sondern Hill hätte die nächste Gerade abwarten und dann problemlos vorbei fahren können. Aber nein, es musste unbedingt ausgerechnet diese eine Kurve sein. Und das ist dann aus Hills Sicht eben schief gegangen. Tja, Pech gehabt, würde ich mal sagen.

4. Natürlich ist die Aussage, dass es um den WM-Titel ging, eine legitime Begründung. Warum denn auch nicht? Und wenn man Schumi für seine Aktion kritisiert, dann hätte ich gerne mal einen Alternativvorschlag, was er stattdessen hätte tun sollen. Hätte er Damon Hill freundlich vorbei winken und ihm den WM-Titel auf dem Präsentierteller schenken sollen? Das zu verlangen, ist ziemlich absurd angesichts der Tatsache, dass es um so viel ging.
AEnima hat geschrieben:
Do Nov 14, 2019 6:11 pm
Schumacher muss sich, wenn er in die F! fährt,auch anderen Regeln halten.dazu gehört ,das man Gegner nicht ainfach abschiessen darf,da man in der Einführungsrunde niemanden überholen darf,das man verhängte Zeitstrafen absitzen muss,das man das Rennen beenden muss,wenn einem die schwarze flagge gezeigt wird, auch,das man im Quali nicht einfach mitten in einer Engstelle einfach mal so anhalten darf und auch,das man mit einem defekten Auto nicht ,für nachfolgende Fahrzeuge überraschend,die Seite wechseln darf.
Das scheint für dich neu zu sein,hab ich mir jetzt aber auch nicht ausgedacht. Die Zeiten haben sich seit den Wagenrennen in den Kampfarenen schon drastisch geändert,ob man das nun mag oder nicht. :lol:
:roll:

Wie kommst du darauf, dass ich der Meinung sei, Schumi müsse sich nicht an die Regeln halten. Selbstverständlich musste er das und in 99,99% der Fälle hat er das ja auch getan. Mir geht es einfach darum, dass die Dinge, für die er ständig kritisiert (und dann am Ende auch bestraft!) wurde, nicht einmal ansatzweise so schlimm waren, wie sie von seinen Konkurrenten oder den Medien dargestellt wurden. Und die Dinge, die du dort aufzählst, sind von der Qualität her komplett unterschiedlich. Einige davon sind eindeutige Regelverstöße (für die er aber nicht immer die Schuld trägt, sondern oftmals auch das Team), einige andere beziehen sich aber nicht auf eindeutig festgelegte Regeln, sondern wurden lediglich als moralisch verwerflich oder als "unfair" bezeichnet. Moralische Bewertungen sind in der Formel 1 (neben vielen anderen Lebensbereichen) aber nicht das Maß der Dinge.
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