Formel-2-Aufstieg "absehbar": Formel-3-Meister Piastri lobt Mark Webber

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Formel-2-Aufstieg "absehbar": Formel-3-Meister Piastri lobt Mark Webber

Beitrag von Redaktion » Do Sep 17, 2020 2:06 pm

Oscar Piastri erklärt, welchen Anteil Mark Webber am Gewinn des Formel-3-Titels 2020 hat und wie es für ihn selbst 2021 weitergehen könnte

Während sich zahlreiche Rennserien noch mitten in ihrer Saison 2020 befinden und der Porsche-Carrera-Cup sein aktuelles Rennjahr noch nicht einmal begonnen hat, ist die Saison der Formel 3 bereits am vergangenen Wochenende in Mugello zu Ende gegangen.

Den Titel hat sich Oscar Piastri gesichert. Der 19-jährige Australier ging als Formel-3-Rookie für Prema an den Start. Und nachdem es im Sommer danach ausgesehen hatte, dass sein Teamkollege - der 19-jährige US-Amerikaner Logan Sargeant - die besten Karten für den Titelgewinn haben würde, ist Piastri noch die Wende gelungen.

Weil Sargeant bei den letzten vier Saisonrennen (je zwei in Monza und Mugello) aufgrund mehrerer Zwischenfälle nur acht Punkte geholt hat, ist Piastri mit 19 eingefahrenen Punkten noch vorbeigezogen und steht als Champion fest. Die mit Abstand meisten Punkte bei den letzten vier Rennen, nämlich 55, holte ART-Pilot Theo Pourchaire, der ebenfalls noch an Sargeant vorbeigezogen und Vizemeister geworden ist.

Piastri ist Teil des Juniorenprogramms von Renault, seit er 2019 den Titel im Formel-Renault-Eurocup errungen hat. Kurz darauf kam für den jungen Australier die Zusammenarbeit mit einem prominenten Landsmann zustande: Mark Webber.

"Mark ist seit Beginn dieses Jahres mein Manager und er ist großartig", schwärmt Piastri im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' und führt aus. "Hinter den Kulissen ist er richtig gut. Und da ich ihn dieses Jahr nicht persönlich treffen konnte, war ich sehr überrascht, als er bei der Siegerehrung aufgetaucht ist."

Webbers Verdienst am Titelgewinn in der Formel 3 beschreibt Piastri so: "Wir telefonieren fast täglich. Seine Unterstützung ist für mich von unschätzbarem Wert. Seine wichtigste Aufgabe wird aber wahrscheinlich in den nächsten Wochen kommen, nämlich wenn es zu entscheiden gilt, wie es nächstes Jahr weitergeht."

Laut Piastri ist ein Aufstieg mit Prema in die Formel 2 nicht auszuschließen, derzeit aber noch alles andere als sicher. "Vorausgesetzt, in der Winterpause läuft alles gut, dann ist ein Wechsel in die Formel 2 meiner Meinung nach absehbar. Formel 3 kann ich ja nicht mehr fahren", spricht der 19-Jährige auf die Regel an, dass Titelträger nicht mehr antreten dürfen.

"Idealerweise wird es für mich die Formel 2", sagt Piastri, sieht es aber nicht als unabdingbar, dass der Aufstieg zusammen mit Prema erfolgt: "Ich würde nicht sagen, dass das Priorität hat. Aber sie haben natürlich gerade ein starkes Jahr in der Formel 2. Sie führen die Meisterschaft an und ich natürlich würde ich gerne weiter für Prema fahren. Aktuell habe ich aber keine Ahnung, wo ich landen werde."

Für das Formel-2-Team von Prema, das aktuell nicht nur die Teamwertung, sondern auch die Fahrerwertung anführt, greifen Mick Schumacher (Tabellenführer) und Robert Schwarzman (Rookie und Tabellendritter) ins Lenkrad. Sollte einer der beiden, oder sogar beide, 2021 in die Formel 1 aufsteigen, wäre Piastri auf dem Papier der naheliegende Nachfolger.

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