Nach Flörsch-Kritik an Frauen-E-Sport-Serie: W-Series-Meisterin kontert

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Redaktion
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Nach Flörsch-Kritik an Frauen-E-Sport-Serie: W-Series-Meisterin kontert

Beitrag von Redaktion » Fr Mai 15, 2020 2:44 pm

Jamie Chadwick und Serienchefin Catherine Bond Muir reagieren auf die Kritik von Sophia Flörsch an der E-Sport-Serie der W-Series nur für Frauen

Die deutsche Rennfahrerin Sophia Flörsch hat in der Vergangenheit bereits klargestellt, was sie von der Frauen-Rennserie W-Series hält: Reichlich wenig. Und auch die nun von den Organisatoren angekündigten E-Sport-Rennen der W-Series, an denen ebenfalls nur Frauen teilnehmen dürfen, stoßen bei der Münchenerin auf Ablehnung.

"Jetzt mal ernsthaft, ist das ein Witz? Geschlechter-Trennung am Computer?", hatte Flörsch nach der Ankündigung der W-Series E-Sport-Liga getwittert. "Mädels, E-Sport ist zu 100 Prozent geschlechterneutral. Es gibt so viele E-Sport-Events, an denen Frauen und Männer teilnehmen. Kostenlos. Was für ein Marketing-Kram. Und eine bittere Wahrheit."

Flörsch hatte bereits früher betont, dass die W-Series für sie keine Option sei, da sie sich auf der Rennstrecke auch mit Männern messen will. Dementsprechend nimmt sie aktuell beispielsweise an den Sim-Rennen der DTM oder Formel 2 teil, wo sie vor allem gegen Männer antritt.



Die Kritik der Deutschen an der E-Sport-Liga der W-Series findet Jamie Chadwick, ihrer Zeichens erste Meisterin, allerdings als ungerecht. "Sie machen genau das selbe wie die IndyCars oder die Formel E. Sie nehmen die Serie und schaffen eine E-Sport-Plattform", so Chadwick gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

"Die W-Series macht genau das selbe wie in der echten Welt. Es geht nicht darum, Frauen zu separieren oder so etwas. Es ist einfach eine Möglichkeit, die Lücke zu füllen, die entstanden ist, weil wir keine echten Rennen fahren können."

Auch Serienchefin Catherine Bond Muir weist die Kritik von Flörsch zurück. "In der W-Series geht es um Frauen. Ich werde mich nicht dafür entschuldigen, dass wir keine Männer zulassen. Denn es geht darum, Frauen im Motorsport zu fördern, egal ob im E-Sport oder im traditionellen Motorsport."



"Wir haben Sophia eingeladen, mit uns zu fahren", so Muir weiter. "Ich respektiere aber die Entscheidung einer jeder Fahrerin, die nicht ausschließlich nur gegen andere Fahrerinnen und daher nicht bei uns fahren will."

In der virtuellen Variante der W-Series werden wie in der realen 18 Fahrerinnen an den Start gehen, bei denen es sich fast ausschließlich um Stammfahrerinnen handelt. Die Rennen mit den Formelautos auf der Plattform iRacing werden auf teils außergewöhnlichen Rennstrecken wie der Nürburgring-Nordschleife stattfinden.

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rennfan78
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Re: Nach Flörsch-Kritik an Frauen-E-Sport-Serie: W-Series-Meisterin kontert

Beitrag von rennfan78 » Sa Mai 16, 2020 9:25 am

Die Queen der Schaumschlägerinnen schlägt wieder zu: Flörsch sollte langsam mal anfangen, auf der Strecke zu performen, medienwirksames Gelaber wird auf Dauer nicht reichen, aber die Masche ist schon durchschaubar: wenn man in Männerserien fährt, kann man immer die Frauenkarte spielen, wenns mit den Ergebnissen nicht klappt: 20. Startplatz, aber immer schön in den Medien weil einzige Frau, so kann man sich gut vermarkten und bekommt Cockpits, die einem eigentlich nicht zustehen (s. Le Mans dieses Jahr). Wenn Flörsch Angst davor hat, sich mit anderen Frauen zu messen (und in der Formel W gibt es ein paar, die ich als talentierter ansehe), ist das ihr Problem, aber hier die Gleichberechtigungskarte zu spielen, ist verlogen, eben weil sie die Frauen-sind-im-Motorsport-Exoten-Karte erfolgreich und nachhaltig für ihre Zwecke nutzt: in Le Mans fährt sie in einem reinen Frauenteam, stellt sie sich dann da nicht dem Wettbewerb? Tut mir leid, das, was Claudia Hürtgen oder Ellen Lohr gemacht haben, war Gleichberechtigung, aber wie schon geschrieben, bei Flörsch fehlt eben das Essentielle: das Talent!

Smokey
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Registriert: Mi Aug 15, 2018 3:22 pm

Re: Nach Flörsch-Kritik an Frauen-E-Sport-Serie: W-Series-Meisterin kontert

Beitrag von Smokey » Mo Mai 18, 2020 7:21 pm

rennfan78 hat geschrieben:
Sa Mai 16, 2020 9:25 am
Die Queen der Schaumschlägerinnen schlägt wieder zu: Flörsch sollte langsam mal anfangen, auf der Strecke zu performen, medienwirksames Gelaber wird auf Dauer nicht reichen, aber die Masche ist schon durchschaubar: wenn man in Männerserien fährt, kann man immer die Frauenkarte spielen, wenns mit den Ergebnissen nicht klappt: 20. Startplatz, aber immer schön in den Medien weil einzige Frau, so kann man sich gut vermarkten und bekommt Cockpits, die einem eigentlich nicht zustehen (s. Le Mans dieses Jahr). Wenn Flörsch Angst davor hat, sich mit anderen Frauen zu messen (und in der Formel W gibt es ein paar, die ich als talentierter ansehe), ist das ihr Problem, aber hier die Gleichberechtigungskarte zu spielen, ist verlogen, eben weil sie die Frauen-sind-im-Motorsport-Exoten-Karte erfolgreich und nachhaltig für ihre Zwecke nutzt: in Le Mans fährt sie in einem reinen Frauenteam, stellt sie sich dann da nicht dem Wettbewerb? Tut mir leid, das, was Claudia Hürtgen oder Ellen Lohr gemacht haben, war Gleichberechtigung, aber wie schon geschrieben, bei Flörsch fehlt eben das Essentielle: das Talent!
Dem stimme ich absolut zu. Klar ist die W Series nicht ideal, ich würde exklusive Frauen-Förderung auch lieber im Kartsport und der Formel 4 sehen, da macht das sicher mehr Sinn. Aber Flörsch hat bis auf ihren Abflug in Macau 2018 wirklich noch gar nichts hingekriegt und findet ähnlich wie Billy Monger nur in den Medien statt.

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