NASCAR-IndyCar-Doppel in Indianapolis: Jimmie Johnson hat Interesse

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NASCAR-IndyCar-Doppel in Indianapolis: Jimmie Johnson hat Interesse

Beitrag von Redaktion » So Mär 29, 2020 5:34 pm

Fährt Jimmie Johnson noch in diesem Jahr sein erstes echtes IndyCar-Rennen? Interesse am geplanten Double-Header in Indianapolis ist groß, aber ...

Die letzte Saison seiner erfolgreichen NASCAR-Karriere hatte sich Jimmie Johnson sicherlich anders vorgestellt. Angesichts der Coronavirus-Pandemie ist der siebenmalige NASCAR-Champion derzeit wie alle anderen Rennfahrer weltweit zum Zuschauen verdammt.

Ablenkung suchte Johnson am Samstag, als er einer der Teilnehmer am ersten virtuellen IndyCar-Rennen war. Auf der Online-Variante der Rennstrecke Watkins Glen gab Johnson sein "Debüt" im IndyCar-Zirkus, wenngleich er dabei im heimischen Simulator saß. Während Sage Karam das knapp 90-minütige E-Sport-Rennen auf Basis iRacing souverän gewann, kam Johnson im 25-köpfigen Fahrerfeld, das ausschließlich aus Rennprofis bestand, auf P16 ins Ziel.

Dass sich Johnson für die Zukunft auch reale IndyCar-Rennen vorstellen kann, ist seit längerem bekannt. Ein erster Test für McLaren SP war für April vorgesehen, muss aufgrund Corona aber auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Ungeachtet dessen wird der NASCAR-Star nun konkreter, was seine IndyCar-Pläne - oder besser gesagt IndyCar-Wünsche - betrifft.

Am Donnerstag wurde im Zuge der Veröffentlichung des grundlegend veränderten IndyCar-Kalenders 2020 bekannt, dass es am ersten Juli-Wochenende in Indianapolis den historischen ersten Double-Header der beiden populärsten und größten US-Rennserien geben soll.

Am Samstag, 4. Juli, ist auf dem Rundkurs im Infield des Indianapolis Motor Speedway zunächst der Grand Prix von Indianapolis der IndyCar-Serie geplant. Direkt im Anschluss soll auf derselben Streckenkonfiguration das Rennen der zweiten NASCAR-Liga (Xfinity-Serie) über die Bühne gehen. Und am Sonntag, 5. Juli, ist auf dem Ovalkurs des Indianapolis Motor Speedway das Brickyard 400 der NASCAR-Topliga geplant.

Johnson, der für das Brickyard 400 als eines der Highlights seiner letzten NASCAR-Saison ohnehin gesetzt ist, hat Interesse, tags zuvor auch das IndyCar-Rennen zu fahren. "Ich glaube, das wäre eine unglaubliche Gelegenheit", sagt Johnson gegenüber 'NBC Sports' mit Blick auf sein mögliches "Double".

Angestoßen wurde die Idee unter anderem von IndyCar-Pilot Graham Rahal, der Johnson auf Social-Media auf den neuen IndyCar-Termin am Indianapolis-Wochenende der NASCAR aufmerksam machte. "Hey Jimmie, hast du am 4. Juli schon was vor?", schrieb Rahal in Verbindung mit dem Hashtag #DoTheNewDouble (Posting anklicken für Komplettansicht).

Johnsons Reaktion darauf: "Es gibt natürlich noch viele Dinge auszusortieren und ich habe noch nicht einmal um Erlaubnis [bei seinem NASCAR-Arbeitgeber Hendrick Motorsports] gefragt. Mir gefällt die Idee aber richtig gut und ich bedanke mich bei Graham dafür, dass er sie vorgebracht hat. Ich selber hätte das wohl verpasst und dann zu spät reagiert."

Doch abgesehen von der Erlaubnis seitens Hendrick, ein IndyCar-Rennen für McLaren SP zu bestreiten, gibt es in diesem Zusammenhang ein noch viel größeres Problem. Denn derzeit weiß niemand, ob und wann es im Jahr 2020 wieder echten Motorsport geben wird.

Gemäß aktueller Planung soll die IndyCar-Saison am 30. Mai in Detroit beginnen. Alle bis dahin geplant gewesenen Rennen wurden entweder komplett abgesagt - wie Long Beach - oder aber mit neuen Terminen versehen - wie allen voran das Indy 500 und eben auch der Grand Prix von Indianapolis.

Die NASCAR Cup Series 2020, in der vor der Coronavirus-Pandemie immerhin die ersten vier Saisonrennen (Daytona 500, Las Vegas, Fontana und Phoenix) stattgefunden haben, soll gemäß aktueller Planung schon am 9. Mai in Martinsville weitergehen. Doch die Zweifel, dass sich dieser Termin halten lässt, werden von Tag zu Tag größer.

Im US-Bundesstaat North Carolina, wo der Großteil der NASCAR-Teams ansässig ist, greift ab Montag eine Ausgangssperre, die zunächst auf 30 Tage angesetzt ist. An Arbeiten in den Werkshallen der Teams ist nicht zu denken. Und wenngleich sich viele andere Dinge aus dem Home-Office heraus erledigen lassen, so gilt dies für den Aufbau von Rennfahrzeugen für den Einsatz auf der Strecke eben nicht.

Die USA sind seit Donnerstagabend das Land mit der höchsten Zahl offiziell bestätigter Coronavirus-Infektionen. Stand Sonntag sind es rund 125.000. Die Zahl der an der Lungenkrankheit COVID-19 verstorbenen Menschen ist im Land innerhalb weniger Tage von einer dreistelligen Zahl auf inzwischen über 2.200 angestiegen.

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