Sophia Flörsch: W-Serie ist "der falsche Weg"

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Redaktion
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Sophia Flörsch: W-Serie ist "der falsche Weg"

Beitrag von Redaktion » Fr Mär 01, 2019 9:58 am

Für Sophia Flörsch setzt die Frauen-Rennserie W-Serie ein falsches Signal: Sie will sich den "Kindheitstraum" Formel 1 auf anderem Weg erfüllen

Mit der W-Serie gibt es ab diesem Jahr eine Rennserie nur für Frauen, doch die Meinungen über die neue Formelserie gehen auseinander. Selbst Rennfahrerinnen sind nicht alle von dem Konzept der W-Serie überzeugt. So findet es Sophia Flörsch zwar grundsätzlich gut, dass Frauen im Motorsport gefo?rdert werden. "Aber das ist für mich der falsche Weg", sagt sie im Interview mit 'Auto Bild'.

Sie habe sich bewusst für den Motorsport entschieden, weil sie dort als Frau direkt gegen Männer antreten kann. "Das ist cool und so ziemlich der einzige Sport neben Reiten, wo das möglich ist", sagt die 18-Jährige, die im vergangenen November durch ihren schweren Unfall beim Formel-1-Weltcup in Macau schlagartig bekannt geworden war.

Auch aus gesellschaftlicher Sicht setzte eine reine Frauenserie wie die W-Serie ein falsches Signal. "Alle versuchen uns Frauen derzeit gleichberechtigt zu behandeln. Ich denke da nur an #MeToo. Und dann kommt so was", ärgert sich Flörsch. "Das heißt ja eigentlich, dass sie nicht dran glauben, dass wir gegen Männer bestehen können."

Das dies nur ein Klischee sei, hätten Rennfahrerinnen wie Ellen Lohr, Claudia Hürtgen und Jutta Kleinschmidt hinlänglich bewiesen. "Natürlich müssen wir Frauen etwas härter trainieren, um Muskeln aufzubauen. Es gibt aber Boxerinnen, die viel mehr Muskeln haben als ein Formel-1-Fahrer. Das ist kein Hindernis", sagt Flörsch. "Genauso wenig wie Mut und Aggressivität. Da wächst man hinein. Wir haben sogar Vorteile als Ma?dchen, fahren etwas durchdachter und machen eben keine Harakiri-Manöver wie die Jungs."

Deshalb ist es für die 18-Jährige auch nur eine Frage der Zeit, bis es wieder eine Formel-1-Fahrerin geben wird. "Ich glaube, dass die Formel 1 eine Frau haben will und auch braucht. Das war bis vor ein paar Jahren noch nicht so, zum Beispiel als Susie Wolff noch aktiv war. Aber in vier bis fünf Jahren wird es so sein", ist Flörsch überzeugt.

Auch sie wird weiter dafür kämpfen, sich ihren "Kindheitstraum" von der Formel 1 zu erfüllen - 2019 in der Formula European Masters, der Nachfolgeserie der Formel-3-EM, in der Flörsch 2018 gefahren war. "Ich komme mehr zum Fahren, kenne das Auto und die meisten Strecken. Außerdem das Team, weil ich wieder bei Van Amersfoort fahren werde", erklärt Flörsch ihre Entscheidung für diese Serie.

"Da habe ich letztes Jahr so viel gelernt. Ich habe mit 1,2 Sekunden Rückstand angefangen und war am Ende nur noch 0,2 Sekunden weg von der Spitze. Da will ich einfach anknüpfen. Die internationale Formel 3 kommt für mich noch zu früh", schätzt Flörsch ihr Potenzial ein.

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h00bi
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Re: Sophia Flörsch: W-Serie ist

Beitrag von h00bi » So Mär 03, 2019 1:07 pm

am Thema vorbei.
Das Problem ist nicht dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts nicht mithalten können. Das Problem ist dass viel zu wenige Frauen fahren, um aus Ihnen ein Supertalent zu finden was mit den 20 Besten(m/w/d) mithalten kann.

Und genau das macht die W-Series richtig. Sie bietet eine Plattform die die richtigen Sponsoren für eine Fahrerin anlocken kann und gibt zahlreichen Frauen die Chance sich zu profilieren und das vorallem zu überschaubaren Kosten. Bei Markus Lanz hat Flörsch erst kurzlich gejammert dass ja alles so teuer wäre in der F3 und F2.

apetor
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Re: Sophia Flörsch: W-Serie ist

Beitrag von apetor » Mo Mär 04, 2019 9:39 am

h00bi hat geschrieben:
So Mär 03, 2019 1:07 pm
[...] Bei Markus Lanz hat Flörsch erst kurzlich gejammert dass ja alles so teuer wäre in der F3 und F2.
Ist es auch für Männer, die packen es aber irgendwie auch.
Ist es effektiv so, dass Frauen im Rennsport bei Sponsoren schlechtere Karten als Männer haben?

h00bi
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Re: Sophia Flörsch: W-Serie ist

Beitrag von h00bi » Mi Mär 06, 2019 12:58 pm

Der Kampf um die Cockpits ist halt groß.
Als Fahrer im Sinne eines einzelnen Individuums hat man es auch nicht leichter.

Warum sollte man in einem 20 köpfigen Starterfeld nun eine 5%ige Frauenquote erwarten, sprich 1 Frau, wenn die Frauenqoute bei den potentiellen Kandidaten unter einem 1% liegt?

Ich sags immer wieder, hätten die Damen die schon F1 testen durften, brauchbar performt hätten sie auch ein Cockpit bekommen. Man muss sich nur mal die Formel E Testzeiten von Carmen Jorda anschauen, dann weiß man grob wie schlecht sie im F1 gewesen sein muss. Bei Susi Wolff siehts ähnlich aus, sie mag eine brauchbare Rennfahrerin sein, aber brauchbar reicht nun mal nicht für die begehrtesten Formel Cockpits der ganzen Welt.

Ich drücke Sophia Flörsch die Daumen dass sie ihr Ziel F1 schafft, aber wenn man die bisherigen Leistungen auf einen Mann übertragen würde dann wär das halt irgendwo im oberen Mittelmaß.

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