IndyCar Long Beach 2018: Rossi dominiert und gewinnt

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Redaktion
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IndyCar Long Beach 2018: Rossi dominiert und gewinnt

Beitrag von Redaktion » Mo Apr 16, 2018 12:48 am

Alexander Rossi überkommt alle Schwierigkeiten und gewinnt den Grand Prix von Long Beach - Dixon, Bourdais und Newgarden rennen in Gelb-Falle

Unterschiedliche Boxenstrategien, vier Gelbphasen und ein nachdrückender Will Power - nichts konnte Alexander Rossi (Andretti-Honda) in Long Beach am ersten Saisonsieg hindern. Der ehemalige Formel-1-Pilot dominierte das traditionsreiche IndyCar-Rennen an der US-amerikanischen Westküste. Er lag nahezu immer an der Spitze und wehrte in der Schlussphase alle Angriffe von Power (Penske-Chevrolet) ab, der mit Platz zwei endlich ein anständiges Resultat zustande brachte.

Rossi hatte alles überwiegend im Griff, stoppte aber immer ein paar Runden früher als die Konkurrenz. Das sicherte ihn gegen Gelbphasen ab, zwang ihn aber auch zum Spritsparen. Das Poblem löste sich durch mehrere Gelbphasen im letzten Stint von selbst. Allerdings lauerte Power im finalen Zehn-Runden-Sprint mit einer großen Menge Push-to-Pass. Rossi hatte aber seinerseits noch genug Extraleistung übrig, um immer auf der langen Start-/Zielgeraden gegenzuhalten.

Gelbphase reißt drei Favoriten raus

Rossi und Power hatten Glück, dass sie kurz vor einer Gelbphase in Runde 60 von 85 zum Boxenstopp kamen. Weniger Glück hatten Scott Dixon (Ganassi-Honda), Sebastien Bourdais (Coyne-Honda) und Josef Newgarden (Penske-Chevrolet), die ihren letzten Stopp zu diesem Zeitpunkt noch nicht absolviert hatten. Da sie nun ihren Boxenstopp absolvieren mussten, als das Feld hinter dem Safety-Car versammelt war, fielen sie zurück. Newgarden rettete immerhin einen siebten Platz.

Dixon und Bourdais stoppten verbotenerweise und bekamen jeweils eine Durchfahrtsstrafe. Das verwickelte den Franzosen in einen weiteren Unfall, als Jordan King (Carpenter-Chevrolet) - seinerseits ein Pechvogel, als er auf Platz zwei liegend mit Bremsproblemen einen unplanmä0igen Stopp einlegen musste - mit einer übermotivierten Attacke den viermaligen ChampCar-Meister umdrehte. Dixon wurde letztlich Elfter, Bourdais 14.

Zwar wurde er nicht belohnt, doch der Franzose machte mit spektakulären Manövern im zweiten Stint von sich reden, als er weiche Reifen montiert hatte, während die Konkurenz überwiegend auf harten Pneus fuhr. Ein superspektakuläres Überholmanöver gegen Dixon nebst einer Überrundung wurde allerdings für unzulässig erklärt, weil er die Boxenausfahrtslinie von der Strecke aus überfuhr. Das hielt ihn nicht davon, dem Neuseeländer wenige Runden später nochmal eine überzubraten.

Rahal räumt Pagenaud ab

Um die dritte Position bekämpften sich am Ende einige Glückspilze, die ebenfalls ihren letzten Stopp vor jener Gelbphase absolviert hatten. Im Kampf der Youngsters holte sich Ed Jones (Ganassi-Honda) seinen ersten Podiumsplatz ab und hielt dem Druck von Zach Veach (Andretti-Honda) ab.

Das erste Drama spielte sich gleich beim Start ab, als Graham Rahal (RLL-Honda) Simon Pagenaud (Penske-Chevrolet) abräumte. Für den Ex-Meister war das Rennen gelaufen, Rahal bekam eine Durchfahrtsstrafe. "War mir klar, dass das kommt. Meine Hinterreifen haben blockiert wie in St. Pete", meldete er über Funk. Die Gelbphasen kamen ihm abschließend entgegen und der Sohn von IndyCar-Legende Bobby Rahal fuhr noch den fünften Platz ein, gefolgt vom anderen Legenden-(Enkel-) Sohn, Marco Andretti (Andretti-Herta-Honda).

Pagenaud war natürlich bedient: "Das fühlte sich an, als hätte er nie gebremst. Das könnte sehr teuer für die Meisterschaft werden, speziell nachdem das Auto an diesem Wochenende so gut war. Mein Rennen ist durch und ich hatte ein Auto um das Rennen zu gewinnen. Da kann keine Strafe gegen ihn meinen Schmerz lindern."

Die Top 10 komplettierten Tony Kanaan (Foyt-Chevrolet), James Hinchcliffe (Schmidt-Peterson-Honda), dessen Dreistopp-Strategie nicht funktionierte, und Charlie Kimball, der das bisher beste IndyCar-Resultat für Carlin holte.

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