Diskussionen entbrannt: Zu wenig Monte Carlo bei der Rallye

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Redaktion
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Diskussionen entbrannt: Zu wenig Monte Carlo bei der Rallye

Beitrag von Redaktion » Sa Feb 02, 2019 1:49 pm

Dass die Rallye Monte Carlo in diesem Jahr kaum im Fürstentum selbst stattfand, stößt auf Kritik - Tommi Mäkinen: "Wir starten die Rallye mitten in Frankreich"

Die Rallye Monte Carlo ist eine der berühmtesten und geschichtsträchtigsten Motorsportveranstaltungen der Welt. Zum ersten Mal wurde sie im Jahr 1911 ausgetragen. Das Flair des Fürstentums sowie die Prüfungen im bergigen Umland sorgten für einen besonderen Charme. Nach der 87. Ausgabe am vergangenen Wochenende regte sich Kritik, denn die Rallye fand kaum in Monte Carlo selbst statt.

2019 gab es keinen zeremoniellen Start vor dem berühmten Casino. Stattdessen fand er im Zentrum von Gap statt. Wobei anzumerken ist, dass das die Heimat von Sebastien Ogier ist und der Weltmeister von seinen Fans gefeiert wurde. Der Großteil der Wertungsprüfungen wurden auch im bergigen Umland von Gap gefahren. Erst spät am Samstagabend erreichten die Autos das Fürstentum und absolvierten am Sonntag nördlich der Stadt die letzten Prüfungen.

Es gab auch keinen Service-Park im Fürstentum. Dass die Rallye kaum Berührungspunkte mit Monte Carlo selbst hatte, stieß auf Kritik. Vor allem der zeremonielle Start, der seit 2015 auf dem Platz vor dem Casino stattgefunden hatte, wurde vermisst. "Wir haben das extrem ausgeschlachtet, aber dann lies das Interesse nach", begründet WRC-Promoter Oliver Ciesla diese Entscheidung. "In diesem Jahr haben wir es nicht gemacht und jetzt fragen die Leute danach."

Für die Teams waren vor allem die Fotos und TV-Aufnahmen vor dem Casino sehr wichtig, denn die Bilder vom glamourösen Ambiente gingen um die Welt. "Wir werden das mit dem Automobilclub von Monaco besprechen, ob wir es für nächstes Jahr wieder machen", hält Ciesla die Optionen offen. "Es ist für die Teams und Sponsoren auch gut, um Gäste für die erste Rallye des Jahres einzuladen. Monte Carlo ist eine Topadresse."

Einer der Kritiker ist Toyota-Teamchef Tommy Mäkinen, der die Monte selbst viermal gewonnen hat (1999 - 2002): "Als ich noch gefahren bin, war die Basis immer in Monte Carlo. Es herrschte immer eine fantastische Atmosphäre. Man wusste, dass man in Monte Carlo ist. Das war jetzt nicht mehr der Fall. Wir starten die Rallye mitten in Frankreich. Die Monte muss wieder nach Monte Carlo. Diese Rallye muss eine größere Herausforderung sein. Warum starten wir nicht in Monte Carlo und fahren dann eine lange Schleife mit einem provisorischen Service-Park in der Hälfte?"

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