Dovizioso erklärt Trennung von Ducati: Wie mit einer Freundin Schluss machen

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Redaktion
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Dovizioso erklärt Trennung von Ducati: Wie mit einer Freundin Schluss machen

Beitrag von Redaktion » Sa Aug 15, 2020 6:59 pm

Mit freiem Kopf wieder angreifen: Andrea Dovizioso erklärt die Beweggründe hinter seiner Entscheidung, Ducati zu verlassen - Einen Plan B habe er aktuell nicht

Am Samstag in Spielberg ließ Andrea Dovizioso die Bombe platzen. Über seinen Manager Simone Battistella teilte er mit, dass er über die aktuelle MotoGP-Saison 2020 nicht weiter mit Ducati zusammenarbeiten werde. Dabei schien der Ball noch am Tag zuvor bei Ducati zu liegen. Man wolle nach Spielberg entscheiden, hieß es.

Für "DesmoDovi" war das dann aber wohl doch zu viel des Hinhaltens, Zögerns und Vertröstens. Denn während man Anfang Juni verkündete, dass Jack Miller 2021 von Pramac ins Werksteams befördert wird, gab es in Bezug auf eine Vertragsverlängerung von Dovizioso keine Fortschritte. Seit Monaten schien Stillstand zu herrschen.

Nun nahm der Italiener Ducati die Entscheidung also ab. Klar, dass er nach dem Qualifying am Samstag in Spielberg mit Fragen dazu gelöchert wurde. Doch wirklich erklären wollte sich Dovizioso nicht. "Ich verstehe, dass es dazu viele Fragen gibt, aber es ist nicht der richtige Moment, um darüber zu sprechen", betont er.



"Alles, was ich dazu sagen kann, ist, dass es besser war, diese Entscheidung jetzt zu treffen und sich auf die Rennen zu konzentrieren, anstatt weiter zu warten. Spielberg ist eine gute Strecke für uns, wir waren heute und auch gestern schnell. Wir wollen hier das Maximum aus den beiden Rennen machen. Es war die richtige Entscheidung für uns."

Dabei ließ der 35-Jährige durchblicken, dass die unklare Situation mit Ducati ihn im Verlauf der bisherigen Saison durchaus belastet hat: "Wenn man versucht, schnell zu sein, stärker zu sein, und gleichzeitig über seine Zukunft nachdenkt, über die Beziehung zu den Ingenieuren, zum Chef, dann ist das keine perfekte Situation."

Auch deshalb habe er diese Entscheidung jetzt getroffen - um sich voll und ganz dem Rennsport und dem Geschehen auf der Strecke widmen zu können. "Es ist immer besser, sich auf eine Sache zu konzentrieren", sagt Dovizioso und verrät: Der finale Entschluss sei zwar jetzt gefallen, habe sich aber schon länger abgezeichnet.



"Es ist wie wenn man mit seiner Freundin zusammen ist und die Entscheidung treffen muss", erklärt der Italiener. "Es sind acht gemeinsame Jahre, es ist viel Positives und Negatives passiert, und irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man seine eigene Entscheidung trifft. Aber dieser ging auch eine Menge Arbeit voraus."

Mehr Details will Dovizioso dazu nicht preisgeben. Auf Nachfragen, ob ihm bei Ducati der nötige Rückhalt oder das Vertrauen in seine Fähigkeiten gefehlt habe, antwortet er ausweichend. Aber man kann durchaus zwischen den Zeilen lesen, wenn er mit der Erklärung abwiegelt: "Ich will keine unnötige Spannung mit Ducati kreieren."

Auch seine Reaktion auf einen Tweet von Casey Stoner, Ducati-Weltmeister 2007, ist vielsagend. Der schrieb: "Ich glaube nicht, dass Ducati es sich leisten kann, jemanden wie Dovizioso zu verlieren. Ich denke, sie müssen irgendwann begreifen, dass es der Fahrer ist und nicht die Windkanäle, die Ergebnisse bringen."



Darauf angesprochen, lacht der Italiener und wiederholt: "Ich will mich zu diesen Details nicht äußern. Auch weil ich nicht irgendein Problem innerhalb von Ducati heraufbeschwören will, sondern die bestmögliche Situation im Team haben will, um hier gut abzuschneiden. Es ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt dafür."

Vielmehr wolle er sich jetzt voll und ganz auf die Rennen konzentrieren. Denn gerade in Spielberg, wo Ducati in den vergangenen vier Jahren unbesiegt blieb, müsse man aus der besseren Ausgangslage Kapital schlagen, weiß Dovizioso. "Ich denke, wir haben eine Chance auf den Sieg", sagt der 35-Jährige zuversichtlich.

"Ich denke aber auch, die Situation ist anders als in der Vergangenheit, denn die Konkurrenz ist stärker geworden. Um zu gewinnen, muss ich eine gute Strategie haben. Pol (Espargaro; Anm. d. R.) hat heute eine unglaubliche Pace gezeigt. Und ich glaube, auch Rins wird im Rennen ein Herausforderer sein", so "Dovis" Einschätzung.



Auch mittendrin gebe es einige schnelle Fahrer, wie etwa die Yamahas oder Jack Miller. "Ich weiß nicht, ob das bis zum Ende der Fall sein wird, es könnte aber für ein wenig Verwirrung sorgen im Rennen." Dovizioso selbst wird von Startplatz vier hinter Maverick Vinales, Markenkollege Miller und Fabio Quartararo ins Rennen gehen.

Was seine Zukunft in der MotoGP betrifft, ist er nur sicher, dass diese nicht bei Ducati liegt. "Ich will Rennen fahren. Aber ich habe im Moment keinen Plan B. Ich wollte aber auch nicht warten, bis ich einen Plan B habe", erklärt er. "Wie wir wissen kann im Motorsport viel passieren. In der Realität ist aktuell nicht wirklich ein Platz frei."

Einen Weg zurück zu Ducati sieht Dovizioso jedenfalls nicht. Selbst wenn ihm in dieser Saison mit den Roten der Titelgewinn doch noch gelingen sollte. "Wenn das passieren sollte, wäre es schön", sagt der Vize-Weltmeister der vergangenen drei Jahre. "Aber einen Schritt zurück wird es nicht geben", schiebt er hinterher.

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KaY
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Re: Dovizioso erklärt Trennung von Ducati: Wie mit einer Freundin Schluss machen

Beitrag von KaY » Sa Aug 15, 2020 7:23 pm

Na, vielleicht ist die DTM was für ihn, wenn es die dann 2021 noch gibt. :lol:

TR
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Re: Dovizioso erklärt Trennung von Ducati: Wie mit einer Freundin Schluss machen

Beitrag von TR » Sa Aug 15, 2020 7:49 pm

Es wird nix nützen. Es gibt nun mal einen Generationswechsel in der MotoGP.
Ich wüsste nicht wo er 2021 unter kommen soll. Es hätte KTM werden können aber da war der Petrux leider schneller.
Ob man sich in Mattighofen jetzt etwas ärgern wird?

Angefangen mit Pedrosa über Lorenzo... jetzt Dovi. Als nächstes wird der Cal noch gehen müssen.

Der Einzige der sie alle überlebt wird VR46 sein :mrgreen:

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SpartaChris
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Re: Dovizioso erklärt Trennung von Ducati: Wie mit einer Freundin Schluss machen

Beitrag von SpartaChris » Sa Aug 15, 2020 9:27 pm

TR hat geschrieben:
Sa Aug 15, 2020 7:49 pm
Der Einzige der sie alle überlebt wird VR46 sein :mrgreen:
Wobei es im Vergleich mit Dovizioso, der erst in den letzten Jahren seinen Peak hatte, wohl vor allem auch am Marketing-Wert liegen wird.
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yell
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Re: Dovizioso erklärt Trennung von Ducati: Wie mit einer Freundin Schluss machen

Beitrag von yell » So Aug 16, 2020 8:52 am

Schade wurde er nicht sofort freigestellt, dann könnte er Ersatzfahrer für MM sein, ist nichts gegen AD ganz im Gegenteil, er ist ein hervorragender Fahrer, aber die Konstellation Honda & Dovi wäre spannend gewesen.

Uccios nightmare
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Re: Dovizioso erklärt Trennung von Ducati: Wie mit einer Freundin Schluss machen

Beitrag von Uccios nightmare » So Aug 16, 2020 9:04 am

Dovi fuhr doch 4 Jahre die HRC Honda und wurde gnadenlos von Pedrosa und später von Stoner gebügelt.

Der würde auch jetzt nicht mehr reißen mit der Honda.
Ich denke Dovi würde sein blaues Wunder erleben wenn er feststellt was für ein Bock die Honda ist.

Maik Aefer
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Re: Dovizioso erklärt Trennung von Ducati: Wie mit einer Freundin Schluss machen

Beitrag von Maik Aefer » So Aug 16, 2020 9:38 am

Uccios nightmare hat geschrieben:
So Aug 16, 2020 9:04 am
Dovi fuhr doch 4 Jahre die HRC Honda und wurde gnadenlos von Pedrosa und später von Stoner gebügelt.

Der würde auch jetzt nicht mehr reißen mit der Honda.
Ich denke Dovi würde sein blaues Wunder erleben wenn er feststellt was für ein Bock die Honda ist.
Gerade derjenige der von anderen immer Fakten hören will verucht seine Argumentation mit subjektiven Mutmaßungen zu untermauern. Da wäre schon mal der Punkt das die aktuelle Honda NULL mit der damaligen gemein hat also auch objektiv nicht vergleichbar ist. Dazu kommt das sich Fahrer auch weiter entwickeln können und Dovi mit dem Alter nachweislich besser wurde. Tja und zu guter letzt gibt es immer Bikes die einem Fahrer besser liegen als anderen. Ohne das Dovi auf einer aktuellen Honda fahren würde kann also niemand sagen wie gut oder schlecht er wäre. Obwohl du bist ja der Motorsportmessias (zumindest stellst du deine Meinung gern über die anderer) also hast du natürlich den Durchblick auch für eine mögliche Zukunft.

Uccios nightmare
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Re: Dovizioso erklärt Trennung von Ducati: Wie mit einer Freundin Schluss machen

Beitrag von Uccios nightmare » So Aug 16, 2020 4:47 pm

Maik, bevor du das nächste mal schreibst, schalte mal dein Hirn ein.

Ein gewisser Lorenzo hat mit der Ducati gewonnen und ging mit der Honda komplett unter.
Ein Lorenzo fuhr mit der M1 um Titel mit der selben Dovizioso nicht besonders war. Was uns zum schluß bringt das Dovizioso mit der Honda genauso hinten herum dümpeln würde, weil die Honda nur ein Genie wie Marquez zum Titel prügeln kann und kein Dovizioso.

Hör doch mal auf mit dem Quatsch er hat sich verbessert, er saß einfach auf dem besten Motorrad, sonst nichts.
Er zeigte nie außergewöhnliche Rennen, bei keinen anderen Hersteller. Er gewinnt nur da wo das Paket überlegen ist, so wie in Spielberg, oder er geht komplett unter wie in Brünn.
Aber noch nie konnte Dovi den Unterschied machen.

Stoner saß das erste Jahr auf der Honda und holte den Titel, Dovi packte das nie. Ein Stoner hätte auch mit der heutigen Ducati den Titel geholt, weil er den Unterschied machen kann. Genauso wie Marquez die Ducati zum Titel prügeln würde und Dovizioso mit der Honda kein Land sähe.

Frag dich mal warum kein anderer Hersteller unbedingt Dovizioso wollte, warum wohl? Während ein Quartararo von allen umworben wurde.

Doitright
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Re: Dovizioso erklärt Trennung von Ducati: Wie mit einer Freundin Schluss machen

Beitrag von Doitright » Di Aug 18, 2020 12:09 pm

Mal wieder das Märchen, dass andere immer auf dem besten Bike sitzen und MM auf einem Fahrrad.
Also wenn ich mir Spielberg 2019 anschaue, als MM gegen Dovi gekämpft und Dovi in der letzten Kurve seinen Move zum Sieg gemacht, das war ein außergewöhnliches Rennen von Dovi. Zählt aber nicht, da er gegen MM (mal wieder) gewonnen hat,oder? Um es mit deinen Worten zu sagen "Schalt mal dein Hirn ein"!
Dein Problem ist, die Leistung von anderen Fahrern außer MM anzuerkennen. Und dies stempelt dich leider als Fanboy ab.

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