KTM-Bestzeit: Brünn-Ärger treibt Pol Espargaro an, Brad Binder nur 16.

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KTM-Bestzeit: Brünn-Ärger treibt Pol Espargaro an, Brad Binder nur 16.

Beitrag von Redaktion » Fr Aug 14, 2020 6:00 pm

Der Ärger über das Rennen in Brünn wirkt bei Pol Espargaro in Spielberg nach - Miguel Oliveira in den Top 10 - Brünn-Sieger Brad Binder bleibt trotz P16 gelassen

Nach dem Sieg beim Tschechien-Grand-Prix präsentierte sich KTM auch beim Trainingsauftakt in Österreich in Topform. Pol Espargaro setzte sich im FT1 (zum Bericht) mit einer Reihe an starken Rundenzeiten an die Spitze und wurde im FT2 (zum Bericht) nicht verdrängt, weil die Bedingungen keine Verbesserungen zuließen.

Tech-3-KTM-Pilot Miguel Oliveira übernachtet ebenfalls auf einem Q2-Platz. Für Sensations-Sieger Brad Binder lief es nicht nach Plan, doch der Südafrikaner konnte sich Platz 16 am Freitag selbst erklären.

Für Schlagzeilen sorgte dieses Mal aber Pol Espargaro, der sich mit einer 1:24.193er-Runde die Tages-Bestzeit sicherte. "Wir verwendeten am Vormittag im FT1 einen neuen Reifen, um eine gute Rundenzeit zu erreichen. Das machten aber alle", kommentiert Espargaro. "Es ist gut, aber es ist nur das FT1 und lediglich der erste Tag. Morgen kommt noch mehr."



Espargaro wirkte am Freitag noch konzentrierter als sonst. "Ich versuche immer, konzentriert zu sein. Doch vielleicht ist mein Gesichtsausdruck ernster. Es dreht sich mehr um das Gefühl, das ich im Moment habe. Es gibt keinen zusätzlichen Druck. Jedes Mal, wenn wir hier fahren, ist der Druck hoch. Da keine Leute vor Ort sind, sinkt der Druck aber ein bisschen", bemerkt der Spanier.

Ist die Enttäuschung von Brünn für den ernsten Gesichtsausdruck verantwortlich. "Nein, ich möchte nur gut performen. Das war im vergangenen Rennen nicht möglich. Es ist etwas, das ich mir wünsche. Es tut weh, nach so einer langen Zeit mit diesem Projekt so nah dran zu sein und es dann nicht zu erreichen. Deshalb versuche ich jetzt, es zu schaffen", begründet der langjährige KTM-Pilot.

"Ich war in Tschechien schnell genug, um dort zu sein, wo Brad war. Ich konnte es aber nicht zeigen", ärgert sich Espargaro über den Zwischenfall mit Ex-Teamkollege Johann Zarco, der zum Sturz führte.



Aktuell deutet vieles darauf hin, dass sich KTM in Österreich ein Duell mit Ducati-Pilot Andrea Dovizioso liefern wird. Doch beim Topspeed ist die Desmosedici nach wie vor dominant. "Ich habe die Auswertungen gesehen und es scheint, als wären wir nicht auf dem Niveau der Ducatis. Ich fuhr hinter Dovi. Er fliegt auf den Geraden. Es ist verrückt, wie schnell sie sind, vor allem die Traktion und wie sie aus den Kurven ziehen", staunt Espargaro.

Und was ist, wenn es regnet? Aktuell sehen die Wetteraussichten nicht besonders gut aus für den Rest des Wochenendes. Kann KTM den Erfolg von Valencia 2018 wiederholen, als Espargaro das erste MotoGP-Podium für KTM sicherstellte? "Dieses Rennen im Regen liegt sehr weit zurück. Das Motorrad unterscheidet sich sehr stark. Ich weiß es nicht", kommentiert Espargaro, der keine Prognosen abgeben möchte.



Teamkollege Brad Binder fand sich am Freitag nur auf der 16. Position wieder. Der Brünn-Sieger lag im FT1 0,812 Sekunden zurück und verzichtete im FT2 komplett. "Diese Strecke ist mit dem MotoGP-Bike ganz anders. Man fährt komplett andere Linien. Es dauerte ziemlich lange, bis ich mich auf diesem Kurs zurechtfand. Es fiel mir auch schwer, die richtigen Bremspunkte zu finden", gesteht der MotoGP-Rookie.

"Mir gelangen am Vormittag nicht einmal zwei gute Runden. Ich wollte am Nachmittag mehr Runden fahren, doch das Wetter war schrecklich. Die Strecke war zur einen Hälfte nass und die andere Hälfte war trocken. Es war merkwürdig. Viele Runden zu fahren war Zeitverschwendung", kommentiert Binder.

Steht der MotoGP-Laufsieger in Spielberg unter Druck? "Wenn man einmal gewonnen hat, dann will man noch mehr gewinnen. Gut ist, dass ich keine Eile habe", zeigt sich Binder gelassen. "Ich wusste, dass es heute schwierig wird. Es wäre aber anders gelaufen, wenn wir das FT2 gehabt hätten."



"Mir gelang am Vormittag keine gute Runde. Ich lag 0,8 Sekunden zurück und verlor in einem Sektor 0,5 Sekunden davon. Auf Dovi verlor ich in diesem Sektor 0,7 Sekunden. Wenn ich das hinbekomme, dann bin ich vorne dabei. Ich bin zufrieden", so der Südafrikaner.

Im Lager von Tech 3 hatte erneut Miguel Oliveira die Nase vorn. Der Portugiese schob sich auf die siebte Position und lag nur 0,525 Sekunden zurück. "Ich fühlte mich den ganzen Tag sehr wohl. Wir hätten im FT1 schneller sein können", bemerkt er.

"Beim finalen Versuch mit einem frischen Reifen hatten wir ein Problem mit der Bremse. Das Gefühl am Bremshebel war nicht perfekt. Es reichte aber, um es in die Top 10 zu schaffen. Das war unser Ziel, weil uns bewusst war, dass es das Wetter heute nicht stabil sein wird", berichtet Oliveira. Tech-3-Teamkollege Iker Lecuona beendete den Freitag auf Position 15 und lag 0,798 Sekunden zurück.

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