WSBK vs. MotoGP: Scott Redding mit seinem Superbike nur 0,135s langsamer

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WSBK vs. MotoGP: Scott Redding mit seinem Superbike nur 0,135s langsamer

Beitrag von Redaktion » Sa Jun 27, 2020 9:07 am

Scott Redding fährt beim Misano-Test Rundenzeiten auf MotoGP-Niveau - Teamkollege Chaz Davies steht erneut deutlich im Schatten des BSB-Champions

Von Dienstag bis Donnerstag testeten einige Teams aus der MotoGP und der Superbike-WM in Misano, um sich für die bevorstehenden Rennen in Jerez vorzubereiten. Ducati und Kawasaki schickten ihre WSBK-Werksteams nach Misano. Scott Redding hinterließ einen sehr starken Eindruck und fuhr mit seinem Ducati-Superbike auf MotoGP-Niveau (zum Testbericht).

Bereits am Dienstag rückten Redding und Teamkollege Chaz Davies für einen kurzen Shakedown aus, um sich mit ihren Arbeitsgeräten vertraut zu machen. Seit dem Saisonstart Ende Februar/Anfang März konnten die beiden Werkspiloten nicht mit ihren Superbikes fahren. Am Mittwoch und am Donnerstag nutzten Redding und Davies die Zeit intensiv und spulten viele Runden ab.

Redding holte sich die Bestzeit der WSBK-Piloten. Zum schnellsten MotoGP-Fahrer fehlten am Donnerstag gerade einmal 0,135 Sekunden. Neben der starken Zeitenjagd beeindruckte aber auch Reddings Renntempo. Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) hatte Mühe, das Tempo mitzugehen.

"Ich konnte eine gute Rundenzeit fahren, doch das ist nicht wichtig. Es war toll, wieder mit den Jungs zu arbeiten. Ich kann es kaum erwarten, wieder zu fahren", kommentiert Scott Redding, der den Kurs in 1:33.067 Minuten umrundete.

"Das waren drei sehr positive Tage. Es war wichtig, das Gefühl für das Motorrad zurückzufinden. Wir haben sehr intensiv gearbeitet, vor allem mit gebrauchten Reifen. Zudem haben wir neue Lösungen probiert, die uns positive Rückmeldungen gegeben haben", berichtet der Brite, der in der Coronavirus-Pause nicht untätig war: "Ich habe in den vergangenen Monaten hart daran gearbeitet, Gewicht zu verlieren."



Teamkollege Chaz Davies konnte die Rundenzeiten von Redding nicht mitgehen. Der Waliser kam an den drei Tagen auf 177 Runden und lag knapp eine Sekunde zurück. "Es war schön, wieder zu fahren und bekannte Gesichter wiederzusehen. Es waren lange vier Monate", kommentiert Davies.

"Der Wunsch war groß, wieder mit dem Motorrad und der Rennstrecke verbunden zu sein. Wir haben intensiv gearbeitet und viele Lösungen probiert. Dabei erhielten wir wichtige Feedbacks. Einige Bereiche konnten wir verbessern, andere müssen wir noch verbessern. Die Richtung stimmt auf jeden Fall", ist Davies überzeugt.

Ducati-Technikdirektor Marco Zambenedetti zieht nach den drei Tagen in Misano ein positives Fazit: "Wir testeten mit Redding und Davies einige Teile und technische Lösungen, die wir bereits vor einem Monat mit Pirro und Rinaldi testeten. Wir erhielten von den Fahrern gute Rückmeldungen bezüglich der neuen Ergonomie."

"Zudem überprüften wir einige der Lösungen, die wir in Australien probiert hatten. Es gibt noch weitere Ideen, die wir testen müssen, vor allem im Bereich der Elektronik. Das werden wir noch vor dem Renn-Wochenende in Jerez erledigen", so der Ducati-Ingenieur.

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